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Samstag, 4. April 2015

Presbyterian - Presbyterian Mixture

Manchmal ist es schon schwer... Ich mag Virginias, nur fehlt mir dann meist die Würze. Und dann wird es schon schwierig. Kentucky ist mir meist zu schwer und Perique zu pfeffrig. Von Black Cavendish ganz zu schweigen. Also führt mich mein Weg immer wieder mal ins Latakia-Lager. Und da ich von Vorurteilen, wie bereits schon mal erwähnt, nichts halte, nahm ich beim letzten Einkauf die „Presbyterian Mixture“ mit nach Hause.


Frisch geöffnet kommt mir aus der Dose direkt die Süße des Virginias, gepaart mit einer dezenten Spur Räucherschinken, entgegen. Aber dieses Aroma ist wirklich nur dezent zu spüren. Das finde ich auch gut, da ich bis auf den „Banker's“ von Petersen & Sörensen noch keine ernsthaften Versuche mit einem höheren Latakiagehalt gemacht habe. Ich mag es nicht, wenn die Würze zu plakativ daher kommt, weder beim Tabak, noch beim Essen. Ich bin ein Freund der leisen Töne.


Das Tabakbild ist schön farbenfroh, von hellbraun bis schwarz ist alles dabei. Stopfen lässt sich der Kamerad so, wie man es sich von einem relativ fein geschnittenen Tabak vorstellt. Anzünden, nach glätten, ab und an ein wenig nach stopfen und jut. Ich stopfe ihn gerne etwas lockerer. Ich habe ihn nach dem Öffnen direkt in ein Einweckglas gepackt, und hier hält er seine Feuchtigkeit optimal, zumal er deutlich an Rundheit gewinnt, wenn er aufgelockert liegen darf. Er brennt auch schön kühl ab, ohne auch nur ansatzweise die Zunge zu ärgern. Die Raumnote wurde einhellig als "Räucherkammer" tituliert, was aber nicht negativ zu bewerten ist. Er gewinnt aber trotzdem an Harmonie, wenn er „Open Air“ geraucht wird, gerade wenn es draußen etwas windet. Dann fühlt er sich wohl.

Summasummarum ist die „Presbyterian Mixture“ für mich eine Kollegin, die gut passen könnte, wenn jemand einen Tabak mit leichter Latikia-Note sucht, oder sich langsam in diese Richtung einarbeiten möchte. Mal sehen... Vielleicht erforsche ich dieses Terrain etwas weiter. Geraucht habe ich den Tabak prinzipiell mit Filter.


Autor: Chris Henck


Kommentare:

  1. Ich liebe diesen Tabak. Für einen Latakiaten ist er sehr süß.
    Eine gute Mischung aus süßem Virginia und zartem Latakia. Obwohl er mich geschmacklich oft überrascht und ich das Gefühl habe einen Virginia/Perique zu rauchen. Perique wird allerdings nicht auf der Dose erwähnt.

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  2. In der deutschen Version eine mit Fruchtessenzen leicht angereicherte Virginiamischung mit homöpathischer Latakiadosis, Raumnote unauffällig süßlich-duftig, noch angenehm, auch für Nichtraucher - und so schmeckt der Tabak auch, erinnert also eher an eine leichte klassische dänische Mischung als an eine englische (ich denke irgendwie immer an Mac Baren Virginias mit einem Hauch Latakia im Hintergrund).
    In der Exportversion eine virginiabetonte Orientmischung (mazedonische Cavendish) mit einer kleinen Protion Latakia, Raumduft unauffällig virginamäßig mit leichtem Hang zum Engländer. Im Geschmack recht komplex, erinnert an eine Mischung aus Dunhills MyMixture 965 und London Mixture mit deutlich weniger Latakia.
    Zu bevorzugen ist ganz sicher die Exportversion, die wohl auch der englischen Originalverrsion eher entsprechen dürfte. Also lieber bei einem Ausflug in die Niederlande oder einem Trip nach England einkaufen, als hier in Deutschland.

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