Willkommen bei Jogi-wan...

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Montag, 30. Mai 2016

News 2016: “Summertime” und Special Reserve” von Peterson of Dublin

Traditionell präsentiert Peterson auch in diesem Jahr zwei limitierte Sommertabake. 


Beim "Summertime 2016" handelt es sich um eine Mischung aus dunklen Ready Rubbed und hellen Loose Cut Virginias mit einem Hauch von Burley. Oben drauf gibt es ein Vanille- und Rum Aroma, dazu dezente Fruchtnoten.

Der "Special Reserve 2016" besteht aus verschiedenen Virginia-Tabaken, abgemildert mit Burley und Cavendish. Die Mischung wurde mit Aromen von exotischen Früchten verfeinert.

Die beiden Jahrestabake stehen ab sofort in individuellen Schmuckdosen im gut sortierten und ausgesuchten Fachhandel bereit. Der Preis für beide Mischungen beträgt jeweils 22,40 Euro/100 g. Die Tabake werden von Arnold André in Deutschland vertrieben. (rr)

Donnerstag, 26. Mai 2016

Die Messe ist gelesen - Lohmar 2016!

Ja, es war großartig. Wetter, Stimmung und Angebot passten perfekt - auf den Punkt, sozusagen. Nüchtern-sachliche oder gar nachdenkliche Worte zu finden, ist in Anbetracht des fabelhaften Eindrucks, den man am 21.05. aus Lohmar mit nahm, gar nicht so leicht. Versuchen will ich es trotzdem.

Wirklich Neues, der ganz große Knaller, DIE Überraschung der Messe blieb aus. Der mehr oder weniger immer gleiche Kreis der „Verdächtigen“ arbeitet am Erhalt des, über Jahrzehnte gewachsenen, Stils oder, im Falle der jüngeren Generation, an der Perfektionierung des Erreichten. So blieben „OH's“ und „AH's“ eher aus und vom kurzfristig neu in die Reihen aufgerückten Raoul Wallenstein wäre es auch zu viel verlangt gewesen, mal eben das Pulver neu zu erfinden und sich mit Pfeifen zu präsentieren, die mit der Handschrift des Vaters nun gar nichts zu tun haben… auch er hat, trotz des großen Namens, ein Recht auf stetige Entwicklung.

Was ich hier mache, ist aber eigentlich Gejammer auf sehr hohem Niveau. Trotzdem hoffe ich darauf, dass gerade die jüngere Generation der Macher (innen) den Mut findet, zusätzlich zum Erreichten, auf das sie stolz sein können, noch ein wenig neues Land zu erforschen.


Stichwort Entwicklung: Man dürfte erstaunt zur Kenntnis nehmen, welch' große Schritte einigen Machern bei der Vielfalt und Qualität ihrer Pfeifen gelungen sind. Was z.B. das Duo Klemme/Pohler mit CO Pipes inzwischen an Pfeifen präsentiert, ist genauso beachtlich, wie der erstaunliche Fortschritt, den Colja Schoppe binnen kurzer Zeit gemacht hat - um stellvertretend nur zwei Beispiele heraus zu greifen. Mir spukt immer noch die bösartige Formulierung eines missgünstigen Machers und Forenmitbetreibers im Kopf herum, „das in Lohmar seien doch alles nur Hobby-Pfeifenbauer!“ Wer Samstag vor Ort war und mit offenen Augen die Auslagen betrachtete, konnte vor der erreichten Qualität, die dort präsentiert wurde, nur den Hut ziehen - so viel steht für mich fest!


Schade nur, dass der angrenzende Handel die Messe in Lohmar immer noch als Konkurrenz ansieht. Das zumindest war von weiter angereisten Pfeifenfans zu erfahren, die Lohmar mit zwei-drei Tagen Aufenthalt in der Gegend verbanden und sich natürlich nicht nehmen ließen, den umliegenden Fachhandel zu besuchen und dort entsprechende Umsätze zu tätigen… TROTZ ihres geplanten Besuchs auch auf der Messe. Vielleicht sorgt die Betrachtung dieser Tatsache noch einmal für ein Umdenken in der Händlerschaft und für ein Erkennen bestimmter Chancen. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.



Großartig auch in diesem Jahr wieder die Organisation von Volker Bier und seiner Mannschaft. Hätte man gewusst, dass derart gutes Wetter ansteht, wären sicher ein paar Sitzgelegenheiten mehr im Park zur Verfügung gewesen. So nutzten die Leute Decken oder gar die blanke Wiese und sorgten so für das perfekte „Gartenfest-Feeling“- hat ja auch was für sich!

Sehr erfreulich war, dass „die Klappe“ wieder bewirtschaftet wurde. Die kleine Küche in der Villa stand, neben dem Verkaufswagen, ebenfalls wieder bereit, um Kuchen und Kaffee für volkstümliche Preise anzubieten. Der „Kaffee für'n Euro“ ist zurück… und das erfreut!

Wenn es ein Fazit bei den meisten Besuchern gab, dann das, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Lohmar hat sich aus einer kleinen Insiderveranstaltung heraus zum bedeutendsten „Pfeifen-Volksfest“ Deutschlands gemausert. Das beweisen auch die vielen Pfeifenfreunde aus den Nachbarländern, die mit schöner Regelmäßigkeit nach Lohmar kommen. Inzwischen darf man wohl behaupten, dass sich, zumindest in Europa, kaum Vergleichbares finden lässt.


Ein großartiges Angebot, eine wunderbare Örtlichkeit und nicht zuletzt entspannte, disziplinierte und gut gelaunte Besucher machen diese Veranstaltung zu einem Fest, dass man erlebt haben sollte!

Wir sehen uns alle hoffentlich gesund und rauchend 2017! Ich freue mich!


Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings

Sonntag, 8. Mai 2016

HU-Tobacco - 5th Anniversary Blend

Kinders, wie die Zeit vergeht…“ pflegte meine Großmutter immer zu sagen - und recht hatte die alte Dame. In diesem Jahr ist Hans Wiedemann mit seinen H.U. Tabaken zum fünften Mal auf der Messe in Lohmar vertreten. Für die Fans besonderer Manufakturtabake längst eine feste Größe, bringt Hans daher am 21.05. ein besonderes Leckerchen mit… seinen 5 Jahre Jubiläumstabak, der bei Hans, seinem starken Exportgeschäft geschuldet, „5th Anniversary Blend“ heißen wird.


Erste positive Überraschung: Es wird nicht ein weiterer, mit Marzipan, Rumrosinen oder Ameisenlikör zugepanschter Hocharomat. Jetzt kommen bei einem Jubiläumstabak auch endlich mal die Freunde kerniger, naturnaher Mischungen zum Zug. Hier finden reifsüße Virginias, ein kräftiger Burley, spritziger Perique und satte Kentuckys zusammen, unterstützt von einer ganz feinen Balsamico-Note, die dem Blend ein feines, fruchtig-harziges Top spendiert.

Zweite positive Überraschung: Der appetitliche Mix aus Presstabakstücken und eher blättrig geschnittenen Anteilen riecht nicht nur herrlich frisch, fruchtig und heuig reif, er hat auch ordentlich Bums! So fühlte ich mich von einer zum ersten Test gestopften Giant doch leicht überfordert. Auf Nachfrage bestätigte Hans, dass ein recht kräftiger Burley beigemischt ist, der dem Blend ordentlich „Stammwürze“ verpasst. Aus mittleren Köpfen und mit Ruhe genossen, entwickelt sich aber ein Raucherlebnis vom Feinsten.


Sanft, aber vollmundig, mit spürbarer Süße, ergänzt von der Spritzigkeit des Perique und der fruchtigen Harzigkeit des Balsamico. Kräftig, würzig durch Burley und Kentuckys, aber niemals scharf oder spitz. Rund, farbig und mit ausgeprägt eigenem Charakter. Beginner sollten sich etwas vorsichtig annähern. Wie gesagt, die Mischung hat es in sich. Dem erfahreneren Freund naturnaher Spitzentabake aber sei geraten, in Lohmar unbedingt eine Dose dieses großartigen Jubiläumskrauts zu erstehen.

Die Konsistenz dürfte den meisten Pfeifenfreunden direkt aus der Dose gerade recht sein. Ich habe ihn noch leicht nachgetrocknet, da ich diesen Zustand bei Tabaken bevorzuge. Trotzdem blieb er so delikat und komplex wie frisch geöffnet. Ein prächtiger Tabak, der dem Umstand des fünften Lohmar-Jubiläums von H.U.TOBACCO mehr als angemessen Rechnung trägt. Chapeau, lieber Hans. Wieder eine H.U.-Mischung, die beweist, WIE gut Tabake aus deutschen Landen sein können und dass ein eifersüchtiges Schielen über den großen Teich völlig unnötig ist!


Wem übrigens die nackte, golden glänzende Dose auf den Bildern noch unfertig erscheint, wird überrascht werden. Ein buntes Etikett ist für den „5th Anniversary“ aus Kostengründen nicht angedacht. Die Behältnisse werden lediglich noch mit einem Aufkleber versehen - that's it! Es tut aber der enormen Qualität des Inhaltes keinen Abbruch. Sehr lecker, lieber Hans Wiedemann… und endlich mal ein würdiger Jubiläumstabak ohne übersüßtes Brimborium und Tonnen von Black Cavendish! Geht doch!


Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

HU-Tobacco - Cherry Saronno

 „Großartig! Wundervoll!“ So die ersten zwei Worte der Aromatenexpertin des Hauses, als sie die Nase in den neuen „Cherry Saronno“ von H.U. hält. Ich nähere mich mit vorsichtig gespitzter Nase und erwarte den typischen Standard-Kirschgeruch, verbunden mit „irgendwas Alkoholischem“, werde aber angenehm enttäuscht. Nein, hier riecht es wirklich appetitlich nach Kirsche und dazu gesellt sich der typische bittersüße Mandellikör-Duft des Amaretto di Saronno. Ich gebe zu, das riecht fein, aber rauchen…


Muss ich auch gar nicht, Längst hat besagte Expertin die Pfeife und die Finger gespitzt und nach zwei, drei kurzen Flammen durchdringt die Luft recht intensiver Mandel-und Kirschgeruch. Mmmh, der ist Klasse!“ kommt es im tiefsten Brustton der Überzeugung. Aus Angst, ich werde doch noch in den Test mit einbezogen, ziehe ich mich erst einmal zurück - mit dem Plan, bei fortgeschrittener Rauchdauer noch einmal nach Empfinden und Befinden zu fragen.

Zwischenzeitlich sehe ich mir den sehr gediegenen Ready Rubbed-Schnitt an, bewundere die Virginias in mittel- bis dunkelbraunen Tönen und genieße das wunderbare Dosendesign mit dem Hintergrund, wie mit Ölfarbe gemalt. Das ist schon beim „Bahia Orange“ todschick… ach ja, der fällt übrigens in die gleiche Kategorie. Man könnte sie „H.U.-Aromaten“ nennen. Also Ready Rubbed Virginia mit einem prägenden, aber nicht überdeckenden Aroma. Beim „Bahia“ bleibt auch der Tabak deutlich schmeckbar… mal sehen, wie das der Neue hinkriegt.


Rückkehr zum Verköstigungsort…“ … na… und… was meinst Du?“ Nun, sie meint, dass das ein richtig feiner Tabak ist. Das man Kirsche und Amaretto sehr schön heraus schmeckt, aber nicht das Gefühl hat, Bonbons zu lutschen. Weil auch das Tabakaroma seinen Platz hat und gemeinsam mit Kirsche und Amaretto für ein überzeugendes Geschmackserlebnis sorgt. „Nur jetzt ist langsam Schluss mit Aroma!“ In Anbetracht dessen, dass die Pfeife zu gut zwei Dritteln geleert ist, ein akzeptabler Umstand. Manchen hoch gelobten Aromaten geht die Aroma-Puste schon nach einem knappen Drittel aus und übrig bleibt nur langweilige Rauchpappe. Nicht so beim „Cherry Saronno“. Die Pfeife ganz zu Ende zu rauchen ist trotzdem eine angenehme Beschäftigung. Zurück bleiben nur ein paar Krümel und helle feine Asche. Die Dame des Hauses ist zufrieden, greift zu einer anderen Pfeife… und wieder zum neuen H.U. Na, wenn das kein Beweis ist, dass es geschmeckt hat.


Gut, ich gebe es zu. Drei Tage später ist auch meine Neugier groß genug und ich versuche ihn. Wurde auch Zeit, denn viel ist nicht mehr da. Ich kann die Aussagen nur bestätigen, möchte ergänzen, dass der Tabak schön willig glimmt und kühl zu rauchen ist. Er ist sicher nicht nur eine Alternative für Aromatenfans, auch Beginner werden an seiner milden, freundlichen Art ihren Spaß haben. Well done, lieber Hans Wiedemann! Selbst eher gusseiserne „Natur“-Raucher, wie ich, könnten der Versuchung erliegen, sich ein Döschen davon in den Schrank zu stellen. Für die „süßen Momente“… ich müsste mein Exemplar allerdings verstecken… denn die erste Dose ist längst leer!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings