Willkommen bei Jogi-wan...

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Donnerstag, 24. März 2016

Fa. Roth (CH) - ÄLPLERTABAK

"Jute statt Plastik" - ist das für Sie nicht nur eine witzige Aufschrift auf einem Kondom-Automaten? Gehören Sie gar zu den Pfeifenfreunden, die nicht müde werden zu betonen, dass sie "naturreine" Tabake (die es zum Glück am Markt nicht gibt) bevorzugen… weil Natur und Pfeife einfach zusammen gehören. Wollen Sie Ihren Tabakgenuss tatsächlich ursprünglich und ruhig ein wenig "rauh gebürstet"? Nun, Ihnen kann, genauso wie mir, geholfen werden.


Die Tabakfabrik Roth in Beinwil am See, im schönen Lande der Eidgenossen, ist für Sie die richtige Adresse. Das Ehepaar Killer schafft hier schon seit langer Zeit Tabake ganz nach Ihrem Gusto. Burleys und Virginias, zu 100% aus schweizerischem Anbau, Saucierungen nur aus natürlichen Ingredienzien wie Honig, Tee, Kräuter, Fruchtkonzentrate und Zuckerrohrsirup. Kein chemischer Cocktail, keine Glimmhemmer, keine Brandhilfen… nur natürliche Zutaten! Klingt gut, sagen Sie? Schmeckt auch gut, kann ich Ihnen sagen. Zum Beispiel im Fall des hier vorgestellten "ÄLPLERTABAK".

Bei Roth gibt es noch den Luxus, dass man bei vielen Tabaken unter verschiedenen Schnittbreiten wählen kann. Fein, mittel oder grob. Im vorliegenden Fall wurde der Grobschnitt gewählt. Der bleibt wunderbar kühl und ist mit seinem duftigen Volumen ideales Futter für meine reichlich vertretenen "Giants". Schon die Verpackung ist eine Show für Naturfreaks. Die braune Tüte erinnert in Aussehen und Griff an die guten alten Kartoffeltüten vom Wochenmarkt. Die Aufschrift ist sachlich und wenig effekthaschend. Keine bunten Bildchen, kein Werbegelaber - was für eine Wohltat! Einfach pur, wie der darin befindliche Tabak!


Der Duft war zu erwarten. 66 % Burley ergeben eine frisch-nussige Note, Heu- und Waldbodengeruch, so wie feinsüße Aromen werden durch ein Drittel Virginia erreicht, ergänzt durch Hufflattich und Pfefferminze, deren Extrakte zur Abrundung Verwendung finden. Klingt für Sie arg nach Kräuterhexe und Waldkindergarten, nach alternativen Teestunden und lila Schals? Gemach, Herrschaften… Sie wollen doch Natur… also bitte! Haben Sie auch die RICHTIGEN Giants? Die, bei denen man den Grund des Kopfes nur erahnen kann, wenn man auf dem Rand der Pfeife steht und hinein sieht? Her damit! Der angenehm trockene grobe Bursche wird mit sanftem Druck in den Kopf eingebracht und dann mühelos mit ein-zwei Flammen zum gleichmäßigen Glimmen gebracht.

So ein satt-kräftiges Nussaroma eines schaumigen Burleys ist einfach herrlich. Dazu gesellt sich die milde reife Süße des Virginia und eine frische, leicht kräuterige, Abrundung. Tabakecht, ohne Firlefanz. Cremiger Rauch, sanftes Glimmverhalten, dass die Mischung schön kühl bleiben lässt. Zur Hälfte der Füllung legt der Burley noch etwas an Kräftigkeit zu, das Ganze bleibt aber maximal mittelstark und sehr bekömmlich. Selbst die Füllung einer dicken Giant hinterlässt nicht das Gefühl, zu satt zu sein. Im Gegenteil… der ÄLPLER macht Lust auf mehr.

Ohne Filter kommt noch eine Spur mehr vom Virginia durch und die Nuss bekommt etwas Pfeffer. Ruhig geraucht bleibt nur etwas graue Asche am Grund der Pfeife. Vor allem beeindruckt, dass man mit schweizerischen Tabaken und natürlichen Zutaten bei entsprechender Verarbeitung solch' ein schmeichelnd-würziges Kraut fabrizieren kann. Die bösartig-neugierige Stimme im Kopf fragt, warum man solche Tabake nicht viel öfter den industriell verpampten 08/15 Mischungen vorzieht?!


Keine Rose ohne Dornen - leider! Um diesen Roth'schen Naturburschen genießen zu können, muss man Schweizer(in) sein… oder in die Schweiz fahren… oder Freunde in der Schweiz haben. Die Firma Roth liefert nämlich nur innerhalb der helvetischen Grenzen ihre Produkte aus. Jetzt aber bitte nicht wieder die gleiche Jammerei wie bei den Tabaken aus Amiland. Wer Kontakte sucht, der findet sie auch...u nd wer einen Tabak wirklich will, der kriegt ihn auch. Regelrecht albern wird es übrigens beim Preis! 500 (!!) Gramm des Älplers kosten gerade einmal 27,50 Franken, das sind unter 25 Euro… für Schnellrechner: unter 5 Euro für 50 Gramm Tabak! Für das Gebotene ein absoluter Knallerpreis.

Also, Mut zur Natürlichkeit, Herrschaften. Der Geschmack lohnt sich. Auf das handgebatikte Shirt und den Anti-AKW-Button können Sie ja verzichten… man muss ja nicht übertreiben!

Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings


Montag, 14. März 2016

Rauch-Tabak (Wetzlar) - Ronalds Flake

Sind Sie ein Flake-Liebhaber? Mögen Sie die "Geradeaus-Kräuter" auch am liebsten? Einfach Tabak, ohne Schickimicki und Brimborium? Dann kommt hier der richtige Stoff gegen Winterdepressionen. Der Rauch dieser Köstlichkeit ist inspirierend… er ist förmlich ein Gedicht! Glauben Sie nicht? Lesen Sie selbst:

Nach des Tages Müh' und Plage,
bist Du Trost mir für das Herz,
Du bist Krönung vieler Tage,
trägst die Gedanken himmelwärts,
auf sanften Wolken voller Duft,
da gehen Ärger und Verdruss,
und manche Sorge in die Luft,
so, dass die Seele lächeln muss,
sich fragend, was so schlimm gewesen,
dass das Gemüt verdrießlich schwer,
der Trost, er war im Rauch zu lesen,
Genuss erleichtert manches sehr!


Schwarzbrot! Frisch und kräftig, sagt die Nase. Dunkel, glänzend und sehr fein, meldet das Auge. Weich und nicht zu feucht, gibt die Haptik bekannt. Her damit, sagt der Gaumen. Im gefilterten Flake-Pfännchen? Nö, hatten wir schon. Mir ist nach mehr und wenn schon pur, dann richtig. Statt geknickt und gefaltet findet eine ordentliche Portion duftig aufgerieben den Weg in die Mac Arthur - Corncob. Ihre Verwendung legitimiert sich durch den im "Ronalds Flake" enthaltenen Perique. Der hat allerdings nur abrundende Aufgaben. Die kräftig-erdigen Virginias mit malziger Süße und satter Reife werden in erster Linie von Kentuckys mit ordentlicher Stammwürze unterstützt. Ehrlich, kernig, aber sanft gibt sich der cremige Rauch, der durch die leichte Säure des heiligen P delikate Rundung erfährt. Was für ein leckeres Stöffchen.


Es scheint beinahe so, dass sich Ronalds Blumigkeit bei feinem Aufreiben der Stapel noch intensiver erschließt. Zudem ist er gut und handzahm ohne Filter zu genießen. Ja, dieser Flake hat ordentlich Öchsle, als direkt stark würde ich ihn aber nicht bezeichnen wollen. Der Maiskolben fasst ordentlich Kraut, doch auch dieser Genuss hinterließ nicht das Gefühl, zu viel des Guten gehabt zu haben. Der Backstein im Magen, der sich bei mir gern mal bildet, wenn die Kentuckys überreichlich Verwendung gefunden haben, blieb aus.


Ein Einsteigerflake wird der "Ronalds Flake" dadurch aber nicht. Dafür ist er dann doch eine Gewichtsklasse zu hoch angesiedelt. Allen Fans erwachsener, ungeschminkter, ehrlicher Flakes kann und muss aber geraten werden, dieses Kraut unbedingt zu versuchen. Ich kann nicht sagen, ob sich diese, bei Orlik (K & K Steuerzeichen) erstellte Leckerei noch unter anderen Namen am deutschen Markt finden lässt. Ihn direkt bei Rauch in Wetzlar zu bestellen, dürfte aber kein Problem darstellen. Nein, Punkte vergeben wir offiziell nicht. Gerade bei Flakes führe ich aber ein solches Konto in meinem Kopf. Könnten Sie dort hinein sehen, würden Sie hinter "Ronalds Flake" die Notiz "9 von 10 Punkten" finden. Damit rangiert er in meiner Flake-Hitliste ziemlich weit vorn. Probieren Sie ihn. Vielleicht inspiriert er Sie auch zu ein wenig Poesie!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 9. März 2016

Orlik - Mayflower N° 1 - Mellow Mixture

Kennt ihr das? Man kommt bei einem Dealer zur Tür herein, ist schlichtweg überfordert von der Auswahl und vergisst, was man eigentlich kaufen wollte und geht mit etwas ganz anderem nach Hause. Das passiert mir in schöner Regelmäßigkeit, sei es beim CD Kauf oder eben auch beim Tabakladen meines Vertrauens. Dementsprechend habe ich mir vor längerem schon angewöhnt, mit Notizblock und Stift das Haus zu verlassen. Vielleicht werde ich ja alt und sollte demnächst Calgon frühstücken. Man weiß es nicht.

Auf jeden Fall stand ich mal wieder wie Hein Blöd im Laden, habe mich aber noch an meine Notizen erinnert und da stand der „Mayflower No 1“ drauf. Dieser hat mich gereizt, weil wirklich „NIX“ auf der Rückseite über Zusammensetzung, Aroma etc. stand, und mich das Cover doch sehr ansprach. Also gekauft, nach Hause, gewartet bis der Nachwuchs ins Bett geht, Kaffee gekocht und Dose aufgerissen.


Auf den ersten Blick lacht mich ein recht buntes und hübsches Tabakbild an. Ich tippe auf eine normale 08/15 Zusammensetzung aus Virginia, Burley und Black Caendish, der sich ja selten bei Aromaten vermeiden lässt. Wobei es auch noch ein paar Aromaten ohne BC gibt, die aber in nächster Zeit folgen werden, da für mich das Tabakjahr unter dem Banner der "alten Kameraden" steht. Soll heißen, Tabake die seit Erfindung des Feuers existieren. Der Geruchstest zeigt eine Honignote auf und etwas dezent alkoholisches. Am ehesten so was wie eine gute Rum-Traube-Nuss Schoki. Er ist recht feucht, aber noch nicht so , das er erst mal abtrocknen müsste.

Das Schnittbild ist normaler Durchschnitt, wie man es kennt. Ich stopfe den Kumpel recht sanft in die Vauen Sir 474. Ich habe mir bei Aromaten angewöhnt, mindestens ein mittleres Füllvolumen zu wählen, damit man sich auch ordentlich entwickeln kann und lasse ihm am oberen Rand gerne etwas Luft. Das Entzünden ist durch die Feuchte etwas schwieriger, aber nach drei Versuchen brennt er bereitwillig runter. Aber er bäumt sich ordentlich auf. Also wirklich lieber etwas frei lassen oben.


Nun... Der Geschmack: Man merkt die Aromatisierung durchaus, aber nicht so brutal, sondern eher dezent und m.E. eher auf die Raumnote bestimmt. Der Geschmack im Mund zeigt ein gutes Aroma von recht süßen Virginias mit einem leicht alkoholischen Geschmack des BC und der hintergründig schokoladigen Nussigkeit des Burley. Und das schöne. Er hält den Geschmack bis zum Schluss. Ein paar Züge vor Ende bricht er etwas ein, aber das ist wirklich erst zum Schluss. Ich konnte keinen Zungenbiss und kein Blubbern/Sottern der Pfeife feststellen. Alles in allem ein unaufgeregter Kumpel, der mit Sicherheit öfter bei mir anlanden wird. Für Leute, die Tabak wollen, aber auf ein wenig Aroma nicht verzichten möchten, und die z.B. mit der MB „Mixture“ gut können, eine Empfehlung. Geraucht wurde er mit Filter aus diversen Pfeifen ab mittlerem Füllvolumen.


Autor: Chris Henck

Freitag, 4. März 2016

Mac Baren - HH Latakia Flake

Gehören Sie zu den Leuten, die Begriffe wie "cremig","sahnig" und "butterweich" eher bei einem Speiseeis-Test vermuten und diese Art Genussprosa im Zusammenhang mit Tabak eher albern finden? Dann müssen Sie jetzt stark sein… oder etwas anderes lesen. Ich werde ohne dieses Vokabular nicht auskommen!

Welcher Marketing-Mann auch immer auf die Idee kam, die HH-Reihe unter dem Dach von Mac Baren zu initiieren… er muss ein Pfeifenliebhaber sein und ihm gehört ein Orden verliehen! Brillante Tabake in einer Außergewöhnlichkeit, die man von einem Großkonzern nicht erwarten sollte. "Anti-Mainstream" vom Feinsten!


Eigentlich habe ich mich von "Big L" verabschiedet. Nach zwei kurzen, heißen Affären innerhalb zweier Jahrzehnte, beschlossen wir nicht zueinander zu passen. Eigentlich… Jetzt kommt mein Freund Peter mit dieser Dose, legt mir einen Test ans Herz… und die Neugier siegt.

Beim Öffnen der Dose liegen sie akkurat und perfekt in Reih' und Glied. Tiefbraune Flakeplatten, die von hellen Virginiasprengseln durchsetzt sind. Der Ledergeruch betört sofort, seine Würze kribbelt in der Nase, ergänzt durch sanfte Süße und einen frischen Hauch. Wow… ich bin schon wieder machtlos…

Vorsichtig entnehme ich zwei der fein geschnittenen Platten, rolle sie gefühlvoll zu lockeren Kugeln und fülle damit die Knudsen Apple. Ja… ich lasse da wirklich Sorgfalt und Liebe walten… wieso? Wir hatten uns doch eigentlich nichts mehr zu sagen. Eigentlich… Mittlerweile füllt die Würze die Luft um mich, der Zug an der kalten Pfeife ist allein schon so was von delikat… hallo? Schwärmt da jemand?

Dezent und mit Vorsicht die Flamme kreisen lassen, die Oberfläche erst einmal grob vorzünden. Schon bei diesen ersten Rauchkontakten wird mir warm ums Herz. Bei Flakes lege ich die Pfeife danach immer für ein - zwei Minuten weg, um die Oberfläche erkalten zu lassen. Der richtige Zündvorgang gestaltet sich danach einfacher - nach meiner Erfahrung. So, etwas glätten und jetzt mit Normalflamme zünden. Der Rauch ist satt, cremig, rund. Ein reif-süßes Aroma bringt sämtliche Geschmackspapillen sofort in "Hab-acht-Stellung"… Donnerwetter!


Natürlich ist der Latakia prägendes Aroma. Das ist schließlich der Sinn der Übung. Doch er ist nicht vordergründig, plakativ, spitz. Butterweich und mit sehr reifem Aroma bringt er die Geschmacksnerven zum vibrieren, wie ein sanft gespieltes Cello. Eingebettet und begleitet von einem blumig-süßen Virginia, der stets auf gleicher Höhe ist, und gelegentlichen Anklängen eines frisch-würzigen Orient mit ätherischer Note. Einfach sitzen, rauchen, genießen und schwärmen. Keine Kanten, keine Einbrüche, sanft wie Samt und rund, wie ein Billardball… ist das Zeug lecker! Allerdings kein Leichtgewicht. Weichheit und Süße tarnen die Kraft und den Nikotingehalt ganz gut, eine gewisse Sättigung setzt nach einer Füllung aber durchaus ein! Nicht unbedingt ein Beginner-Stoff.

Die Feuchte des frisch geöffneten Tabaks ist grenzwertig. Man könnte ihn etwas nachtrocknen, er glimmt aber auch im Serienzustand willig und ruhig. Eine Schaufel Kräftigkeit und etwas schärfer abgestimmtes Geschmacksempfinden stellt sich beim Test ohne Filter ein, dennoch bleibt er auch oFi sehr harmonisch!

Was jetzt mit mir ist? Wenn ich das wüsste… Eine Zeit lang kann ich gut ohne "Big L." leben. Erwischt mich aber ein Kraut, wie der "HH Latakia Flake" , erliege ich seinem seltsamen Charme erneut und bin begeistert. Irgendwie eine Hassliebe…


Keine Rose ohne Dornen, Sie dachten es sich sicher schon. Für Beisitzer und Mitbewohner ist die Raumnote ein Belastungstest. Hat schon ordentlich was von brennender Sattelkammer und setzt sich auf dunklen, schweren Schwingen sehr beherrschend auf die Raumluft… um es mal vorsichtig und liebevoll auszudrücken. Mutti ist aber nicht immer daheim, der Frühling naht und im Wald gibt es so hübsche Bänke… dieser Tabak ist einige Kompromisse wert! Versprochen!

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 2. März 2016

Dunhill - Ready Rubbed

Im Rahmen der Re-Releases hat Dunhill drei alte, neue Tabake auf den Markt gebracht, die die bereits wiederaufgelegten Mischungen Dunhill „Durbar“ und Dunhill „Aperitif“ ergänzen. Nachdem der „My Mixture BB 1938“ bereits im Blog letztes Jahr besprochen wurde, hat mich vor allem der „Ready Rubbed“ interessiert, in der Hoffnung, dass Dunhill einige derselben Virginias in dieser Mischung verwendet, wie sie es in dem von mir sehr geschätzten Dunhill „Flake“ tun. 

Laut Herstellerangabe wird der Dunhill „Ready Rubbed“ aus überwiegend reifen Virginia Tabaken komponiert und mit Burley aus Afrika verfeinert, der dem Tabak einen leicht nussigen Unterton geben soll. Die Orginalmischung bestand seiner Zeit noch aus reifen Virginias mit einem Anteil von Orienttabaken und Cavendish und wurde in einer rechteckigen Dose angeboten.
Beim Öffnen der Dose war ich erfreut dasselbe Aroma der vollmundigen, reifen Virginias zu finden wie in dem Dunhill „Flake“, gemischt mit einer sehr dezenten Note von Burleys
Der Tabak besaß beim Öffnen für mich die richtige Feuchtigkeit und mit den goldgelben Virginias und mittelbraunen Burleys ergibt sich ein deutlich helleres Tabakbild als seiner Zeit bei der alten Mischung. Der Geruch, der sich in der Nase entfaltet, ist der von reifen Virginias mit einer dezenten Süße und einem leicht nussigen Unterton der Burleys.

Der eher kurzgeschnittene Tabak lässt sich sehr leicht in die Pfeife einbringen und in Brand setzen. Schon mit den ersten Zügen verbreitet sich das wundervolle Aroma der Virginias. Der Hochgenuss hält, wie bei Dunhill nicht anders zu erwarten, die ganze Füllung über an. Die Mischung präsentiert sich als sehr ausgewogen und die Burleys geben dem eine zusätzliche interessante Note durch die leichte nussige Note. Der „Ready Rubbed“ präsentiert sich als vollmundige, aber leichte Mischung, die man genüsslich den ganzen Tag in seiner Pfeife rauchen kann.

In meinen Augen eine tolle Ergänzung zu dem Dunhill „Flake“, der noch etwas runder und kräftiger ist.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land!



Autor: Torsten Wieczorek