Willkommen bei Jogi-wan...

Willkommen bei Jogi-wan...

Freitag, 4. November 2016

McClelland - Frog Morton

Wie ja vielleicht einige wissen, befinde ich mich seit einiger Zeit auf einer Reise ins Reich des Latakia. Den Ausschlag hierfür hat der „Latakia Flake“ von Mac Baren aus der HH Serie gegeben. Ich liebe die Würze und die oft zitierte Süße dieses dunklen Würztabaks mittlerweile und könnte nicht mehr darauf verzichten.


Nun aber zum „Frog Morton“ von McClelland. Beim „Frog Morton“ handelt es sich um einen der äußerst beliebten Latakia-Blends aus einer Serie (Craftsbury) von vieren. Der „Frog Morton“ ist sozusagen der Ursprüngliche, der Rustikale unter seinen Brüdern. Er enthält nämlich nur Virginia und Latakia. Und von dem übrigens reichlich. Öffnet man die Dose, so sieht man eine fast ausschließlich schwarze Mischung im sogenannten Ribbon Cut. Dieser kurze, aber breite Schnitt, lässt sich immer einfach handhaben. Aber vorher erst einmal die Geruchsprobe. Ja, und was einen da erwartet ist schon mächtig. Mächtig rauchig, mächtig Lagerfeuer und fast schon Räucherkammer. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, wer was mit Latakia anfangen kann, dem wird dieser Geruch gefallen, da er uns ein tolles Rauchvergnügen verspricht.

Der „Frog Morton“ lässt sich wie erwähnt einfach in die Pfeife einbringen. Er ist eher feucht, fühlt sich fast schon ein wenig fettig an. Das Entzünden gelingt mit 2 bis 3 Versuchen problemlos. Asche geglättet und einem herrlichen Rauchen steht nichts mehr im Wege. Erwähnen möchte ich allerdings noch, dass beim Stopfen ein wenig Sorgfalt geboten ist. Stopft man ihn mit zu vielen Hohlräumen im unteren Bereich, dann fängt er gerne an zu "gurgeln". Weniger aufgrund von Feuchtigkeit, sondern mehr aufgrund seiner Vorliebe gleichmäßig und satt brennen zu wollen.


Der Geschmack beim Rauchen ist fantastisch. Kurz nach dem Anzünden erscheint der Tabak zwar ganz kurz etwas harsch. Das vergeht aber blitzschnell und mag am Virginia liegen, der die Hitze des Anzündens nicht so verträgt. Glimmt der Tabak erst einmal, dann hat man vom ersten Moment an den wirklich satten Geschmack des Latakia im Mund und vor allem in der Nase. Die Würzigkeit, die man beim Ausblasen durch die Nase spürt, kommt ausschließlich vom Latakia, da der Frog Morton ja keine Orient Tabake enthält, die sonst gerne zusammen mit Latakia verwendet werden. Auf der Zungenspitze ist die Süße zu spüren und es macht Spaß zu erraten, woher sie kommt. In einem Moment ist es der Virginia, im nächsten wieder der Latakia. Dieses Wechselspiel ist das reine Vergnügen.


Abschließend noch ein paar Sätze zum allgemeinen Rauchverhalten des „Frog Morton“. Dieser Tabak ist eine klare Empfehlung für Pfeifenfreunde, die Lust auf eine volle Ladung Rauch haben, der dabei aber immer kühl bleibt. „Frog Morton“ qualmt fast gar nicht aus der Pfeife, ist sehr kühl im Rauch und gestattet auch eine deutlich höhere Zugfrequenz. Dabei liefert er bis zum Schluss ein befriedigendes, satt voluminöses Raucherlebnis, wird nicht bitter, verändert sein Aroma zum Ende hin nur unwesentlich und verbrennt bis zum oft beschriebenen Ascherest. Ach ja, den Raumduft erwähnen wir mal nicht. Da hat ja jeder seine eigenen Bilder im Kopf. Und dennoch: (oder sollte ich sagen gerade deshalb?) Ich freue mich schon auf heute Abend, auf meine nächste Verabredung mit „Frog Morton“. Nur wir zwei. Allein.

In diesem Sinne mit vielen Grüßen aus Ostfriesland,

Gastautor:
Björn Rippen


Kommentare:

  1. Moin Björn "aus Ostfriesland",

    ich kann dir nur zustimmen was diesen Tabak betrifft.
    Schön mal ein Review von dir hier zu lesen.

    Viele Grüße aus dem Frankenwald
    Christian

    AntwortenLöschen
  2. Servus Björn,

    klasse, dass Du hier als Gastautor dieses tolle Review eingestellt hast.
    Der Frog Morton ist schon ein wirklich toller Bursche. Für Latakianer eine absolute Empfehlung.

    Mach weiter so.

    Schöne Grüße aus Württemberg
    Michl

    AntwortenLöschen