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Donnerstag, 13. Oktober 2016

TAK (Motzek) - Micha's Cake

Allllter… was'n dette? Det gloob ick doch jetz' nich!“ würde René Mariks Eisbär Kalle jetzt sagen. Als mich das Päckchen aus Kiel erreichte und ich das, mit selbst gebauten Mitteln, gepresste Quadrat in den Händen hielt, ging es mir ähnlich. Das hatten wir noch nicht. Ein Crumble Cake, den der vertreibende Händler selbst entwickelt und gepresst hat – das ist neu… und mutig… und große Klasse! Tom Darasz hat seit er den Laden von Herbert Motzek übernahm immer davon gesprochen, besondere, eigene Tabake zu kreieren. Bitteschön, hier ist der erste.


Ein Gemeinschaftswerk mit seiner Frau Michaela, bei dem helle, rote und dunkle Virginias gemischt und mit 15 Jahre altem Rum aus Barbados veredelt wurden. Schon der Dufttest an der Tabakplatte verrät Würze, Süße, Kraft und Tiefe. Eigentlich schade, diese quadratische Schönheit „anzuknabbern“, es geht aber recht leicht, etwas Tabak abzurubbeln, zu zerfasern und eher locker in einen Kopf mindestens mittlerer Größe zu füllen. Erstaunlich sanft nimmt die Mischung die Flamme an und glimmt rasch sehr ruhig und gleichmäßig.


Erster Geschmackseindruck: weich, rund, würzig… nicht zu süß und schwer. Der Rum sorgt im Hintergrund für eine körperreiche Abrundung, unterstützt die Tabakaromen aber nur, ohne sie zu sehr zu prägen oder gar zu überdecken. Die Pressung und Reifung sorgt für große Harmonie im Aroma. Wer jetzt nicht gierig wird, ihn kühl hält und eher nippt, findet eine dezent ätherisch-alkoholische Beigabe im Geschmack der recht klaren und leicht pfeffrigen Virginia-Aromen.


Nein, MICHAS CAKE ist kein Schwergewicht. Der Crumble Cake bleibt jederzeit beherrschbar, verfügt nicht über die Wucht mancher amerikanischer Kollegen und ist so auch ein delikates Vergnügen für Freunde nicht so starker Mischungen. Virginia-Fans werden ihre Freude haben. All' die Blumigkeit und Süße der VAs tritt durch die Pressung und Reifung noch einmal klarer und geschmackvoller zutage. Dieses Vergnügen bleibt über die ganze Füllung erhalten, allenfalls Geschmacksnuancen ändern sich, je nachdem, welche Anteile vom gepressten Block sich gerade in Glutnähe befinden.

Ganz sicher ist der MICHAS CAKE eine Bereicherung der Tabaklandschaft… und hat, wie gesagt, hierzulande eine Alleinstellung. Man darf gespannt sein, was Tom Darasz noch so alles aus dem Keller zaubert. Ein Twist und ein Plug sind schon einmal flüsternd angekündigt. Freuen wir uns erst einmal am Crumble Cake - ein feiner Wurf!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


Kommentare:

  1. Is ja irre, endlich ein Cake und dan noch mit Rum!
    Muss ick gleich ordern.

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  2. Kieler Woche bei Ralli.. :)>

    Nur schade, dass Michas Cake noch nicht im Webshop eingepflegt wurde!

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  3. Hmm, wenn ich an dem Tabak schnuppere, dann ich nehme zuerst eine Art Räucheraroma wahr. Nach und nach tritt dann ein typischer Tabakgeruch hervor, der wohl von den verschiedenen Virginias stammt.

    Interessant finde ich, das dieser Tabak ein völlig anderes, mehr von würzigen Tabaksaromen geprägtes Geruchsbild von sich gibt, wenn man nach einer gerauchten Portion nochmals in der Tüte schnüffelt. Das vorher prägnant räucherige Aroma tritt dann in den Hintergrund.

    Michas Cake ist mein erster Cake und ich habe ihn zerfasert locker gestopft. Nach 2/3 Streichhölzer brannte er gleichmässig ab. Kondensat konnte ich nur sehr wenig feststellen. Ich als Wenigraucher empfinde den Cake nicht als stark, eher als würzig mit ausdrucksvollen, leckeren Tabakaroma.

    Ich hatte mir zum Cake von Micha auch Ralfs Burley Cup geordert - beides tolle Tabake, die ich einem engagierten Anfänger zur Wahl anbieten würde - wobei der Ralfs Burley Cup aufgrund von Geschmack und Stopfverhalten ganz klar die Nummer Eins ist.


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