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Freitag, 30. September 2016

Gawith & Hoggarth - Brown Flake (u/s)

Da der „Best Brown Flake“ aus dem Hause Samuel Gawith zu einem meiner absoluten Favoriten zählt, machte mir schon alleine der Name dieses Tabaks Lust, ihn auszuprobieren. Doch bei dem „Brown Flake“ (u/s) handelt es sich um einen ganz anderen Burschen.


Laut Herstellerangabe handelt es sich hierbei um einen Flake, der aus 83.5% Virginias, 12,5 % Malawi Burley und den restlichen 4% aus Malawi Dark Fired besteht. Öffnen wir die Dose, liegt ein schön anzusehender, dunkelbrauner Flake-Strang vor uns. Teilweise sind bereits weiße Zucker-Ablagerungen auf dem Tabak zu erkennen. Das Geruchsbild wird vor allem vom Burley geprägt. Nussig, schokoladig, etwas süßlich vom Virginia, mit einer gewissen säuerlichen Erdigkeit, die ich dem Dark Fired zuschreibe. Beim „u/s“ handelt es sich um das Kürzel für unscented. Wie es auch die Geruchsprobe vermuten lässt, handelt es sich also um einen naturbelassenen Tabak.


Die Pfeife ist schnell ausgewählt. Die Bohrung sollte eher weit sein, um dem Tabak Platz zur Entfaltung zu geben. Er lässt sich leicht mittels Knick-Falt-Methode oder aber aufgerubbt in die Pfeife einbringen. Zwei, drei Zündversuche später glimmt die Oberfläche gleichmäßig. Im ersten Drittel ist eine sehr schöne, aber nicht überbordende Virginia-Süße wahrzunehmen. Zusammen mit der kakoartigen Note des Burley erscheint der Tabak rund und sehr süffig. Im zweiten Drittel ist dann der Burley Vorreiter und drängt den VA eher in den Hintergrund, obwohl er nie ganz verschwindet.

Eine leichte Frische ist ebenfalls wahrzunehmen, diese kann ich jedoch nicht genau einordnen. Im letzten Drittel nimmt der Tabak deutlich an Stärke zu und ich bilde mir ein, dass der Darkfired mit einer gewissen Kernigkeit aufwartet. Achtung, vor allem gegen Ende der Pfeife neigt der „Brown Flake“ dazu, ein wenig harsch zu werden, deshalb sollte er jetzt sehr ruhig und bedächtig zu ende geraucht werden. Ein mehrmaliges Wieder-Anzünden verzeiht der Tabak und verändert seinen Geschmack nicht. Der Raumduft ist für einen naturbelassenen Tabak sehr angenehm und vor allem von seiner Süße geprägt. Dazu gesellt sich eine Note, die an frisch gebackenes Vollkornbrot erinnert.

Burley-Liebhaber, die Virginia-Süße nicht missen möchten, sollten diesen Tabak unbedingt probieren. Ich persönlich bevorzuge ein bisschen leichtere Mischungen, rauche den „Brown Flake“ zwischendurch aber ganz gerne. Für mich ist er eine solide Wahl, wenn ich mal wieder nicht weiß, was ich in die Pfeife stopfen soll.




Gastautor: Eric Oechslin

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