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Montag, 27. Juni 2016

Peterson - Founder's Choice

Zunächst einmal ein dickes Kompliment an das Marketing. Selten ist es in den letzten Jahren gelungen, mit einem Dosendesign derartige Begehrlichkeiten auf den Inhalt zu wecken. Etiketten, die einen gedanklich in die (gute) alte Zeit versetzen, farblich edel und höchst appetitlich.



Das steigert sich noch, wenn man den Deckel entfernt und die exakte Papierrosette auffaltet. Hellbraune, dunklere und schwarze Tabakwürfel, sanft verpresst und somit akkurat glatt und ausgerichtet - der Blick fällt auf ein edles Mosaik. Der entsteigende Duft hat ein satt alkoholisches Aroma, gepaart mit der Süße vollreifer Früchte. Der Rum klettert beinahe ätherisch in die Nase und die obstige Note verstärkt den Wunsch, sofort eine Füllung zu probieren.



Da es Cubes sind, empfiehlt sich ein mittleres bis großes Pfeifenvolumen, locker in den Kopf gerieselt und oben nur leicht angedrückt, nimmt der Tabak die Flamme gut an und glimmt bald ruhig und zuverlässig. An sich ist die Konsistenz, direkt aus der Dose, recht gut. Ein wenig Trocknung könnte aber den enthaltenen Grundtabaken bei ihrer Geschmacksentfaltung gut tun.

Was mich geschmacklich erwartet, ist zwiespältig. Nicht übertrieben zugesoßt entfalten sich, neben vanilliger Süße und alkoholisch-obstiger Note, auch dezente Virginianoten mit leichter, milder Würze. Harmonisch, ja… keine Spitzen oder Besonderheiten, die man woanders nicht finden würde. Genau das ist dann letztlich auch das Problem. Spätestens zur Hälfte der Füllung schleicht sich dieses „Das-hatten-wir-doch-schon-Gefühl“ ein. Stimmt… und zwar reichlich. Eine weitere Obst/Vanille/Rum-Mischung nach sattsam bekannten Vorbildern. Ein zunehmendes, leicht scharfes Zungengefühl beginnt zudem, meine anfangs empfundene Geschmacksharmonie zu stören.


Wollte man bösartig sein, könnte man den „Founder`s Choice“ als langweilig und beliebig austauschbar innerhalb seines Genres bezeichnen. Wohlwollend ließe sich sagen, dass man innerhalb dieser neuen Peterson-Tabak-Familie wohl einen Aromaten mit zurückhaltender Eleganz schaffen wollte. Suchen Sie sich das Fazit aus. So ganz gram sein kann ich ihm nicht. Er kommt so edel daher und der Blick in die frisch geöffnete Dose ist ein absolutes Kunstwerk für Tabakfans. Schade, dass man das vom Inhalt nicht wirklich sagen kann.

Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings


Kommentare:

  1. Tschau Ralf, habe vor einiger Zeit ein Probemüsterchen bekommen.
    Für eine gesamte Beurteilung müsste ich noch mehr Füllungen rauchen. Der Founders Choice ist von mir aus gesehen eine gut gelunge Mischung zum zwischendurch naschen. Ich rauche wie immer ohne Filter

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  2. Tschau Ralf, habe vor einiger Zeit ein Probemüsterchen bekommen.
    Für eine gesamte Beurteilung müsste ich noch mehr Füllungen rauchen. Der Founders Choice ist von mir aus gesehen eine gut gelunge Mischung zum zwischendurch naschen. Ich rauche wie immer ohne Filter

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  3. Salute Ralf, tja, ich habe ihn mir wegen der tollen Aufmachung gekauft obwohl mir bei der Beschreibung ein Gefühl des Unbehagens über die Schulter guckte.
    Mein Unbehagen rief "Gewonnen" nach der dritten Füllung, Rum-Vanilie-Obstsalat, er ist nicht meiner, ich glaube ich habe mich vom Orient locken lassen aber den schmecke ich beim besten Willen nicht und das er zum zubeissen neigt kann ich unterschreiben aber erst zum Ende hin.
    Wer das Rum-Vanilie-Obst Flavour mag sollte zugreifen.

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