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Donnerstag, 26. Mai 2016

Die Messe ist gelesen - Lohmar 2016!

Ja, es war großartig. Wetter, Stimmung und Angebot passten perfekt - auf den Punkt, sozusagen. Nüchtern-sachliche oder gar nachdenkliche Worte zu finden, ist in Anbetracht des fabelhaften Eindrucks, den man am 21.05. aus Lohmar mit nahm, gar nicht so leicht. Versuchen will ich es trotzdem.

Wirklich Neues, der ganz große Knaller, DIE Überraschung der Messe blieb aus. Der mehr oder weniger immer gleiche Kreis der „Verdächtigen“ arbeitet am Erhalt des, über Jahrzehnte gewachsenen, Stils oder, im Falle der jüngeren Generation, an der Perfektionierung des Erreichten. So blieben „OH's“ und „AH's“ eher aus und vom kurzfristig neu in die Reihen aufgerückten Raoul Wallenstein wäre es auch zu viel verlangt gewesen, mal eben das Pulver neu zu erfinden und sich mit Pfeifen zu präsentieren, die mit der Handschrift des Vaters nun gar nichts zu tun haben… auch er hat, trotz des großen Namens, ein Recht auf stetige Entwicklung.

Was ich hier mache, ist aber eigentlich Gejammer auf sehr hohem Niveau. Trotzdem hoffe ich darauf, dass gerade die jüngere Generation der Macher (innen) den Mut findet, zusätzlich zum Erreichten, auf das sie stolz sein können, noch ein wenig neues Land zu erforschen.


Stichwort Entwicklung: Man dürfte erstaunt zur Kenntnis nehmen, welch' große Schritte einigen Machern bei der Vielfalt und Qualität ihrer Pfeifen gelungen sind. Was z.B. das Duo Klemme/Pohler mit CO Pipes inzwischen an Pfeifen präsentiert, ist genauso beachtlich, wie der erstaunliche Fortschritt, den Colja Schoppe binnen kurzer Zeit gemacht hat - um stellvertretend nur zwei Beispiele heraus zu greifen. Mir spukt immer noch die bösartige Formulierung eines missgünstigen Machers und Forenmitbetreibers im Kopf herum, „das in Lohmar seien doch alles nur Hobby-Pfeifenbauer!“ Wer Samstag vor Ort war und mit offenen Augen die Auslagen betrachtete, konnte vor der erreichten Qualität, die dort präsentiert wurde, nur den Hut ziehen - so viel steht für mich fest!


Schade nur, dass der angrenzende Handel die Messe in Lohmar immer noch als Konkurrenz ansieht. Das zumindest war von weiter angereisten Pfeifenfans zu erfahren, die Lohmar mit zwei-drei Tagen Aufenthalt in der Gegend verbanden und sich natürlich nicht nehmen ließen, den umliegenden Fachhandel zu besuchen und dort entsprechende Umsätze zu tätigen… TROTZ ihres geplanten Besuchs auch auf der Messe. Vielleicht sorgt die Betrachtung dieser Tatsache noch einmal für ein Umdenken in der Händlerschaft und für ein Erkennen bestimmter Chancen. Man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.



Großartig auch in diesem Jahr wieder die Organisation von Volker Bier und seiner Mannschaft. Hätte man gewusst, dass derart gutes Wetter ansteht, wären sicher ein paar Sitzgelegenheiten mehr im Park zur Verfügung gewesen. So nutzten die Leute Decken oder gar die blanke Wiese und sorgten so für das perfekte „Gartenfest-Feeling“- hat ja auch was für sich!

Sehr erfreulich war, dass „die Klappe“ wieder bewirtschaftet wurde. Die kleine Küche in der Villa stand, neben dem Verkaufswagen, ebenfalls wieder bereit, um Kuchen und Kaffee für volkstümliche Preise anzubieten. Der „Kaffee für'n Euro“ ist zurück… und das erfreut!

Wenn es ein Fazit bei den meisten Besuchern gab, dann das, im nächsten Jahr wieder zu kommen. Lohmar hat sich aus einer kleinen Insiderveranstaltung heraus zum bedeutendsten „Pfeifen-Volksfest“ Deutschlands gemausert. Das beweisen auch die vielen Pfeifenfreunde aus den Nachbarländern, die mit schöner Regelmäßigkeit nach Lohmar kommen. Inzwischen darf man wohl behaupten, dass sich, zumindest in Europa, kaum Vergleichbares finden lässt.


Ein großartiges Angebot, eine wunderbare Örtlichkeit und nicht zuletzt entspannte, disziplinierte und gut gelaunte Besucher machen diese Veranstaltung zu einem Fest, dass man erlebt haben sollte!

Wir sehen uns alle hoffentlich gesund und rauchend 2017! Ich freue mich!


Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Hallo Ralf,
    ein Gedanke zum "umliegenden Fachhandel", womit eigentlich nur einer gemeint sein kann ;-), einer, den ich sehr zu schätzen weiß. Vielleicht ist der Status quo des friedlichen Nebeneinanders gar nicht so verkehrt, eine Verbandelung würde vielleicht irgendwie zwanghaft gekünstelt wirken. Könnte ich mir vorstellen. Ich find´s schön, beide zu haben, so, wie sie sind.
    Lieben Gruß
    Bernd

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  2. Lieber Ralf,
    wieder ein schöner Bericht. Vielen Dank dafür ! Zum Thema "wirklich Neues gab es nicht": In Deinem aktuellen Youtube-Video hast Du ja eine ganze Menge an kreativen und außergewöhnlichen Pfeifenformen vorgestellt. Ich denke, da gibt es neben den traditionellen Formen jetzt schon ganz herausragende neue Kreationen. Vermutlich dauert es aber eine Weile, bis sich solche Modelle und Stile ihren Platz erobert haben. Zudem sind einige Stücke so einmalig, dass ich sie lieber aufs Regal oder in die Vitrine stellen würde. Für mich sind das z.T. einzigartige Kunstwerke.
    Lieben Gruß
    Sybille

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