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Mittwoch, 27. April 2016

McClelland - Virginia Woods (Craftsbury Series)

Die einen blicken neidisch über den Teich, die anderen reden sich selbst froh, in dem sie immer wieder darauf hinweisen, dass es auch bei uns ganz hervorragende Pfeifentabake gibt. Unrecht haben letztere sicherlich nicht, aber sie halten mich auch nicht davon ab, immer wieder den Blick in die USA zu riskieren. Denn es ist für mich längst kein Geheimnis mehr, dass die dortigen und hier leider nicht erhältlichen Virginiamischungen das ganz „Besondere“ aufweisen können. „Können“ - nicht „müssen“.

Während ich bei den aromatischen Mischungen aus der Premium Aromatic-Serie von McClelland für gewöhnlich mit gesenktem Haupt davon schleiche, haut mich die eine oder andere Mixture aus verschiedenen Virginias oft schlicht und einfach um. Und zwar vor Begeisterung. Dieses Mal spreche ich vom „Virginia Woods“. Stopp, bis hierhin und nicht weiter, könnte jetzt jemand rufen. Denn beim „Virginia Woods“ streiten sich die „Fachraucher“ darüber, ob hier nicht ein ganz besonderes Flavour hinzu gefügt wurde und es sich somit um einen Aromaten handelt.


Ein Holz-Aroma…. Nun ja, ich weiß, wie es im Frühjahr im Wald duftet, ich kenne den Geruch eines frisch gerodeten Baumes und ich weiß, wie es in einem Sägewerk riecht. Nichts von dem finde ich beim „Virginia Woods“ wieder. Auch nicht, wenn sich der so oft verschmähte Essiggeruch aus der frisch geöffneten Dose verflüchtigt hat. Der Tabak riecht natürlich, okay…. Sollte also ein winziges Aroma hinzu gefügt worden sein, dann ist es eben so, aber unterm Strich ist der „Virgina Woods“ ein naturnaher Virginia. Ein Tabak, der den roten, den dunklen und ein paar hellen Virginias ihre ganz natürlichen und leckeren Stärken ausüben lässt.

Das Ganze wurde dabei so gekonnt aufeinander abgestimmt, dass dieser Ready Rubbed für mich rund wie eine Billardkugel wirkt. Sanfte Süße, immer dezent bleibend, ganz auf Säure verzichtend, natürlich wie ein Baum (da ist es wieder), der inmitten einer Heuwiese steht, wächst und gedeiht.


Und so naturnah der Tabak ist, so sehr neigt die Pfeife auch heiß zu werden. Deswegen fordert der „Virginia Woods“ die volle Aufmerksamkeit, damit eben das nicht passiert und uns der Genuss nicht den Bach runter geht. Es wäre schade, denn dieser Tabak ist eben einer von den ganz Besonderen, die mir so in dieser Art und Weise bei uns noch nicht über den Weg gelaufen sind. Ein echtes, mittelkräftiges und natürliches Tabakerlebnis!




Autor: Ralf Ruhenstroth

Kommentare:

  1. Danke Ralf für deine Beschreibung.
    Ich rate diese Mischung ohne Filter zu rauchen. Das Holzaroma kommt so dezent herüber. Es ist auch gut ihn noch eine Weile zu lagern, denn der Geschmack wird danach intensiver.Ich habe den Virginia Wood immer in meiner Tabakbar. LG, RETO

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    1. Danke für Deine Tipps, Reto!!

      Rauchige Grüße,
      Jogi

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