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Mittwoch, 3. Februar 2016

G.L. Pease - Robusto

Pfeifentabake mit einer Prise Zigarrentabak, wie z.B. der Dietlmeier #9 oder der „The Witches“ von Pfeifen- Diehl in München, gehören schon seit Längerem zu meinen Favoriten. Immer nur englische Mischungen sind dann doch auf die Dauer eintönig und da ich bisher mit reinen Aromaten nicht recht warm geworden bin, ist diese Variante eine willkommene Abwechslung für mich. Daher reizte es mich, auch den „Robusto“ aus der „Original Mixtures Series“ von G.L. Pease, zu probieren, da diese Mixture aus Virginias, Latakia, Orienttabaken und Maduro-Zigarrendeckblättern zusammengestellt wurde,

Der „Robusto“ gehört bei G.L. Pease zusammen mit dem „Barbary Coast“, „Cairo“, „Caravan“, „Cumberland“, „Haddo's Delight“, „Odyssey“ und „Samarra“ zu den “Original Artisan Tobacco Mixtures”, einer Reihe, die schon in den frühen 2000er Jahren von G.L. Pease auf den Markt gebracht wurde. Diese Reihe zeichnet sich durch eine große geschmackliche Vielfalt aus und bietet dem Genießer von der Balkanmischung, über Virginia Blends bis eben hin zum „Robusto“ mit Maduro-Zigarrendeckblättern eine große Bandbreite an unterschiedlichem Tabakgeschmack.
Beim Öffnen der Dose ist von Zigarrentabak oder gar Havanna erst einmal kaum etwas zu riechen. Erdige Noten und Leder dominieren die Mischung, begleitet von einer dezenten Süße. Der beigemischte Latakia dominiert ganz klar den ersten Eindruck. Vollmundig, kräftig, wie ein echter Engländer, von Zigarre keine Spur. Erst beim zweiten oder dritten Schnuppern, wenn die Nase sich an den Latakia gewöhnt hat, ist im Hintergrund der feine Zigarrentabak zu erkennen.

Das Tabakbild ist dunkel, geprägt vom Latakia und den reifen dunklen Virginias mit wenigen helleren Einsprenkelungen der Orientals. Der „Robusto“ ist grob geschnitten, weshalb sich mittelgroße bis große Pfeifenköpfe für den ungetrübten Rauchgenuss empfehlen. Der Tabak lässt sich gut in den Pfeifenkopf einbringen, wobei ich ihn nicht zu fest gestopft habe und das in Brand setzen ist ein Kinderspiel.
Nach den ersten Zügen spürt man neben den Virginias und dem Latakia, die kräftig und vollmundig sind, im Hintergrund die delikate Note der Orientals im Wechselspiel mit dem Zigarrentabak. Die Maduros sind sehr dezent, bleiben aber die ganze Füllung über präsent und geben dem Rauchgenuss eine sehr interessante Komponente.
Der „Robusto“ ist ganz anders als z.B. der Dietlmeier #9 oder der „The Witches“ von Diehl, bei denen der Zigarrenanteil ganz klar im Vordergrund steht und die mit dem Cavendish eine gewisse Süße mitbringen. Der „Robusto“ ist eine englische Mischung mit präsentem Latakiaanteil, kräftiger als normale Virginiamischungen. Die Maduros treten beim „Robusto“ nie in den Vordergrund, sind aber immer spürbar und verleihen der ansonsten sehr ausgewogenen Mischung das gewisse Extra und die Komplexität.
Auch der Nikotingehalt ist recht ordentlich, wodurch er sich ebenfalls von den o.g. Mischungen mit Zigarrentabakanteil unterscheidet. Er lässt sich problemlos bis zum Ende durch rauchen, wobei er mild und angenehm auf der Zunge ist. Er sollte mit Bedacht geraucht und genossen werden und empfiehlt sich für Freunde komplexer, vollmundiger Engländer mit dem gewissen Extra.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land!

Autor: Torsten Wieczorek

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