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Freitag, 8. Januar 2016

Butz Choquin Origine - Die schöne Halbherzigkeit!

1857 wars, da bauten Gustave Butz und Jean Baptiste erstmals dieses Pfeifenmodell. Seinerzeit noch mit einem Holm aus Albatrosknochen, Mundstück aus Horn und Metallzwingen in den Verbindungen. Die Zusammenarbeit muss derart harmonisch gewesen sein, dass man im Folgejahr die Firma Butz-Choquin gründete. Seither ist BC immer wieder durch Extravaganz und spannende Shapeideen aufgefallen.


Eine schöne Idee auch, die Origine 1882 neu aufzulegen, in rustic, dunkelbraun und (Achtung, hoher Anspruch!) natur. Eben diese Natur-Version stand bei der Dame meines Herzens ganz oben auf dem Wunschzettel… Sie ahnen, was unter dem Baum lag? Zart, elegant, filigran… die Freude war groß, ihr stand die Pfeife gut… alles fein? Ne, nicht wirklich, wie eine genauere Betrachtung ergab. Der Kopf weist zwei recht hässlich-dunkle Stellen auf und einen, nicht eben unauffälligen Spot. Bei 195 Euro für die Naturversion sollte man solche Hölzer der Rustik-Abteilung übergeben oder sie zumindest dunkel beizen.


Wie man das deutlich besser macht, kann die Firma VAUEN hier gut erklären. Nicht genug damit, finden sich an der Silbermontur eine ordentliche Macke und ein Materialriss, der definitiv beim Aufpressen entstand.


Betrachtet man hingegen die ansonsten gute bis liebevolle Verarbeitung, befremdet dieser Schaden umso mehr. Man kann es nicht anders ausdrücken: mit dem halben Arsch gemacht… und die Endkontrolle ist vermutlich mit dem Maulwurfen besetzt. Ja, das klingt ärgerlich… bin ich auch. 195 Taler sind kein Pappenstiel für diese Pfeife. Da reicht das Gebotene nicht aus.

Ja, sie ist schön, die Origine und ein Sammlerstück und beinahe vergriffen. Alles gut und schön - wäre sie auch verarbeitet, wie es sich gehört, bliebe eitel Freude zurück...

...so überwiegt der schlechte Beigeschmack.

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Das ist sehr ärgerlich ,vor allem sollte man meinen bei einem Preis von 195 Euro das die Endkontrolle gewissenhaft durchgeführt wird.So hält man sich keine Kunden.

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  2. Das ist ja nun eine herbe Enttäusching. Ich nehme an daß der Garantieersatz bereits in der Post ist?


    Wie Schade, denn dieses Model ist ausgesprochen Hoch auf meiner persönlichen Wunschliste. Das Gute an der Sache ist nun daß ich weiß, bei der Kontrolle noch Aufmerksamer als sonst sein zu müßen. Das nützt jetzt nur leider der Gehmahlin wenig :o(

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  3. Hallo Ralf,
    sehr ärgerlich, aber mich würde jetzt interessieren, kannst Du die Pfeife umtauschen, oder werden diese Mängel als Umtauschforderung nicht akzeptiert - speziell in dieser Preisklasse?
    Immer einen guten Tabak und Feuer
    wünscht Dir
    Thomas

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  4. Hallo Ralf,

    ich besitze seit 2013 auch eine A Metz Origine. Ich kann allerdings nichts weiter über sie sagen, da der Vorbesitzer verstorben ist. Die Pfeife sieht deiner sehr ähnlich, nur das Mundstück ist viel heller. Fehler kann ich bei ihr nicht feststellen, bis auf eine kleine Kittstelle auf der linken Seite. Vielleicht hattest du wirklich großes Pech beim Kauf und ein Montagsmodell erwischt.

    Gruß, Thomas

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