Willkommen bei Jogi-wan...

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Donnerstag, 29. Dezember 2016

Jede Menge Kohle!

Dieses Land ist immer noch geteilt… zumindest, was die Pfeifenraucher angeht, die ihre Hölzer mit Filter genießen. Geteilt, sogar in mehrere Teile. Die beiden größten Gruppen bringt man auch nicht zusammen - keine Wiedervereinigung in Aussicht. Die Fans der Stanwell-Filter loben den freieren Zug, die Vauen-Fans das mildere Aroma. Da ist die Frage, was man bevorzugt, wie man (zum Teil über lange Jahre) konditioniert ist… auch Gewohnheit spielt da eine, nicht zu unterschätzende, Rolle. Die meisten Anhänger beider Lager würden niemals wechseln, sind eingeschworen. Trotzdem suchen viele Raucher gerne mal nach Filteralternativen. Sei es aus reiner Neugier, ob sich das Raucherlebnis noch steigern lässt, sei es, weil der Mensch gern mal spart… wenn es auch oft an der falschen Stelle ist… dazu später mehr.


Ich zähle zur Vauen-Anhängerschaft und frage mich, wie auch die eingefleischten Stanwell-Fans, ob die doch recht kräftigen Preise für unsere bevorzugten Filter gerechtfertigt sind. Fragt man die Industrie, sind die Erklärungen zum Konstruktionsaufwand und zur Güte der verwendeten Materialien vollmundig. Strömungstechnik, Kohle- und Papierqualität u.s.w. sind einleuchtende und beeindruckende Argumentationspunkte. Die Frage ist, was davon fühl- und feststellbar in der Praxis, beim Raucher, ankommt. In letzter Zeit sind zwei mögliche Alternativen für meine bevorzugten „Hochpreisfilter“ bei mir gelandet und ich habe mir (Neugier siegt) mal den Spaß gemacht, beide über längere Zeit zu testen.


OLD BISON Aktivkohlefilter: Robust und markig kommt er daher. Ein schwarzer Bison, aufgedruckt auf ungebleichtem Papier (hallo, Öko-Gewissen) macht ihn, zumindest optisch, unverwechselbar. Eine seltsam grobe und nicht getrichterte Keramikkappe mit nur sechs Löchern sitzt im Vorderteil , den Abschluss bildet eine grüne Plastikkappe mit einer Art gelochtem Kreuz. Was das strömungstechnisch bringt, kann ich nicht sagen, doch schon der Zug am Filter weist deutlich höheren Widerstand auf, als beim Vauen. Der Schütteltest offenbart schon einen möglichen Grund. Es klingt eher sandig und das lässt darauf schließen, dass eine Menge Staub das Innere (neben den üblichen Aktivkohle-Rundstückchen) füllt. Schon beim Zug an der noch nicht befüllten Pfeife hat man oft Kohlestaub auf der Zunge.

Zu Beginn ist der Zug nicht wesentlich schwerer als gewohnt, doch das ändert sich rasch. Sobald der Filter ein wenig feucht wird, scheint sich der Kohlestaub im Filter in Beton zu verwandeln. Spätestens nach der halben Pfeife ist man überzeugt, das Stopfen verlernt zu haben, der Zug wird extrem schwer und erst beim zweiten Gedanken kommt man auf den Filter als Verdächtigen. Der Filter ist bereits nach der halben Füllung extrem durchfeuchtet (ein Vauen fühlt sich an diesem Punkt bei mir allenfalls minimal feucht an) und absolut unbrauchbar. Zwar ist der OLD BISON in diesem Vergleich deutlich günstiger als die Referenzqualität, ein solcher Mist ist aber gar kein Geld wert - soviel darf festgehalten werden.


ERMURI Aktivkohkefilter: Der von der Ermuri-Company angebotene Filter steckt in gebleichtem Papier (das aber sichtbar dünner ist als bei Vauen) und weist vorne und hinten die gleichen, trichterförmigen Kappen mit jeweils sieben Löchern auf. An diesem Punkt sei darauf hingewiesen, dass z.B. der Vauenfilter vorne neun und hinten zwölf Bohrungen besitzt und Herr Eckert, der VAUEN-Chef, in diesem Zusammenhang auf die Wichtigkeit unterschiedlicher Ein-und Auslässe für die Strömungsverhältnisse hinweist. Der Ermuri macht seinen Job recht gut. Der Zug ist etwas leichter als beim Vauen, er ist im ganzen Zuggefühl dem Stanwell deutlich ähnlicher. Die Milde des Rauches geht in Ordnung, die Filterwirkung scheint gut. Wenn, ja wenn da nicht die Serienstreuung wäre. Immer wieder finden sich Filter, an denen z.B. die Kappe auf einer Seite bis auf halbe Länge in die Hülse gedrückt ist. Einige Patronen fühlen sich auch deutlich anders gefüllt an, als das Gros.

Größtes Problem des Ermuri ist allerdings, dass er beim Gebrauch extrem aufquillt und aus einigen Filterzapfen nach dem Rauchopfer kaum zu entfernen ist. Man muss den feuchten Filter im Mundstück trocknen lassen, um ihn gewaltfrei entfernen zu können. Wer ungeduldig ist und es mit sanfter Gewalt versucht, bekommt die mangelnde Reißfestigkeit des Papiers zu spüren, hat den halben Filter in der Hand, die Kohle über den Boden verstreut und das Problem, den nun im Zapfen steckenden Rest entfernen zu müssen. Das macht wenig Freude.


Seltsam schon die Passform des frischen Filters. Obwohl die Schieblehre keine wirklichen Unterschiede in Länge und Umfang der Filter offenbart, scheinen oft schon Zehntel Millimeter über Wohl und Wehe zu entscheiden.

Das Fazit ist recht klar. Im Schnitt kauft man 100 Filter von Stanwell für 9,80 Euro, die gleiche Menge Vauen-Patronen schlagen mit etwa 9,15 Euro zu Buche. Den Ermuri gibt es für 8,40 Euro und Preisbrecher ist der BISON mit 6,95 Euro. Im günstigsten Fall spart man also 2,85 Euro… das macht 2,85 Cent pro Pfeife!



Fragen Sie sich, was Ihre Pfeifen, Ihre Tabake kosten und fragen Sie sich, ob Sie für eine Ersparnis von knapp 3 Cent pro Füllung Ärger und Einschränkungen im Rauchvergnügen hinnehmen wollen. Ermuri und BISON seien hier nur stellvertretend für einige Filtermarken genannt, die ich in letzten Jahren alternativ probiert habe. Meine Ergebnisse waren stets gleich. Ich habe seit gestern wieder eine prall gefüllte Vauen-Filterdose im Schrank und werde mir weitere Experimente in der Zukunft sparen… so intensiv ist meine Neugier dann doch nicht.

Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings

Freitag, 23. Dezember 2016

Frohe Weihnachten 2016!

Liebe Tabak- und Pfeifenfreunde,

wir wünschen euch entspannte und tolle Weihnachten. Macht euch ein paar schöne Tage im Kreis eurer Familien und Freunde, vor allen Dingen aber im Zeichen des Genusses.

Merry Christmas,


das Team von Jogi-wan




Donnerstag, 15. Dezember 2016

G.L. Pease - Regents Flake und Temple Bar (Old London Series)

Im Juli stellte G.L. Pease zwei neue Tabake der „Old London Series“ vor, den „Regents Flake“ und den „Temple Bar“. Beiden Mischungen sollen laut Herstellerangaben dieselben Ingredienzien zugrunde liegen, nur dass die eine Mischung ein Flake und die andere ein Plug ist. Da beide Tabake zu nicht unerheblichen Anteil Orientals enthalten und ich bereits bei Hans Wiedemanns „Fayyum“ und „Fayyum Cake“ die Erfahrung gemacht habe, wie unterschiedlich ein und dieselbe Mischung bei anderer Verarbeitung seien kann, reizte mich der Versuch die beiden „neuen“ G.L. Pease auszuprobieren und zu erleben.


Der Regents Flake ist, wie der Name schon sagt ein Flake bzw. ein „broken Flake“, der so beschrieben wird:

Eine großzügige Dosis der feinen Izmir Blätter geschichtet auf einem stabilen Fundament von reifen roten und süßen hellen Virginias, dann zum Reifen und fermentieren in Cakes gepresst, bevor vor er in Scheiben geschnitten wird und in die Dose kommt. Dieser Flake ist für den Liebhaber von orientalischen Mischungen mit ihren exotischen und verführerischen Aromen und brillantem Geschmack. Reiben Sie eine Scheibe oder zwei, um den Pfeife zu füllen und genießen Sie ein außergewöhnliches Raucherlebnis.“

Beim Öffnen der Dose waren die Flakescheiben schon sehr locker und erinnerten eher an einen Broken Flake. Falten und Knicken war mit den losen Scheiben nicht wirklich möglich. Die Konsistenz des Tabaks hingegen war perfekt. Eine leichte Restfeuchte, die schon beim Öffnen des Vakuumverschlusses dafür sorgte, dass einem der komplexe Duft von würzigen Orientals und reifen Virginias in die Nase stieg; würzig, floral, herbstlich, eine leichte Zitrusnote und die süßliche Note der Virginias.


Ich habe den Tabak ein wenig auf gerubbelt und damit einen mittelgroßen Pfeifenkopf einer Werner Johst Pfeife ohne Filter gefüllt. Der „Regents Flake“ lässt sich ohne Anstrengung in Brand setzen und bot mir schon nach den ersten Zügen einen großen Genuss. Eine Süße von Rosinen, gepaart mit einer würzigen, herbstlichen Note und einer Spritzigkeit; eine wirklich gelungene komplexe Mischung an Aromen, die Nase und Gaumen umspielten. Keiner der verwendeten Tabake gewinnt für sich wirklich die Oberhand. Virginias, Orientals und Perique ergänzen sich harmonisch und sorgen abwechselnd für ein Feuerwerk der Aromen. Der Tabak bleibt dabei sehr angenehm und lässt sich ohne große Anstrengungen rauchen; man braucht ihm keine besondere Aufmerksamkeit zu schenken, sondern kann sich entspannt zurücklehnen und ihn genießen.

Insgesamt ist er verhältnismäßig mild und nahe an einem „all day smoke“. Der Nikotingehalt ist mittelstark. Für mich eine wirklich sehr gelungene Mischung mit einer ordentlichen Portion Orientals, die mir hoffentlich noch viel Spaß machen wird.

Der „Temple Bar“ hingegen ist ein Plug mit folgender Beschreibung durch den Hersteller:

 „Gehaltvolle, reife rote und goldene Virginia Tabake, die großzügig mit feinen, süß duftenden Orientals gewürzt sind; verfeinert mit einem Hauch von Perique für ein wenig mehr Tiefe und Komplexität. Der Tabak wurde sorgfältig geschichtet und für zwei Wochen in großen Kuchen gepresst, die dann in Plugs geschnitten wurden und in der Dose vakuumiert wurden, bereit für den ultimativen Rauchgenuss“

Der „Temple Bar“ ist ein mittel bis hellbrauner Plug. Beim Öffnen der Dose verströmt er einen Duft von frischem Heu, Grass und Getreide, sehr milden Kräutern und einem Hauch der Schärfe und Würze des Periques; etwa so wie in einer Scheune, deren wunderbare Aromen an die Heuigkeit von Virginia erinnern. Ich habe den Plug in Scheiben und dann in kleine Würfel geschnitten, die ich dann in den großen Pfeifenkopf einer Flakepfanne eingefüllt habe. Nach zwei bis drei Streichhölzern war der Tabak in Brand gesetzt und ich durfte die ersten vollen Züge genießen.


Noten von Heu, Pergament und ein Hauch von gesalzenen Nüssen; dann eine leichte pfefferige Note, gepaart mit einer Würze, die an Wald und Holz erinnert; ähnlich einem eleganten Burley. Bis zur Hälfte der Füllung ein harmonisches Wechselspiel der Aromen; mal würzig, mal kräftig, mal leicht und elegant. Der Rauch ist kühl und angenehm. In der zweiten Hälfte überwiegen die erdigen, herben, würzigen Noten, die eher an Eiche, Wald und Herbst erinnern. Das Finish ist knackig, rauchig und erdig; die Würze und Pfefferigkeit des Perique treten etwas in den Hintergrund. Im Vergleich mit dem „Regents Flake“ ist die Süße noch dezenter und am Ende nur noch ganz leicht zu spüren. Der Plug wirkt insgesamt kraftvoller als der Flake und erinnerte mich ein wenig an den „Oak Alley“ von Cornell & Diehl, jedoch weniger süß und etwas würziger. Der Nikotingehalt ist ebenso wie beim „Regents Flake“ eher als mittelstark einzustufen.

Der „Temple Bar“ ist ebenfalls eine runde und wie ich finde sehr gelungene Mischung. Im Vergleich mit dem „Regents Flake“ aber eher etwas für den Abend, da gehaltvoller und kein „all day smoke“. Der „Temple Bar“ ist noch eine Spur komplexer als der „Regents Flake“; eine ähnliche Erfahrung, wie seinerzeit beim „Fayyum“ und „Fayyum Cake“ von Hans Wiedemann.


Beide Blends sind, insbesondere den Freunden von Orientals, zu empfehlen und versprechen eine Menge Genuss.

Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land



Autor: Torsten Wieczorek

Sonntag, 4. Dezember 2016

Mein Dänemark!

Gepackt hat es mich 1980. Wenn Du zu der Zeit was sein und werden wolltest, bei der Pfeife, musstest Du englisch sein. Name, Verpackung, Dekoration… alles englisch. Egal, ob aus Castrop-Rauxel oder Leupoldsgrün… Dein Produkt brauchte den Bezug zur Insel. Schottisch ging auch noch, irisch war auch ok… sonst nichts. Mit Bärenfell bemützte Plastiksoldaten hielten die Fahne der Landshuter Tabake oben und Mc Lintock kam nicht aus Dublin, sondern aus Berlin. Alle wussten das, doch jeder fand es normal. Wenn dann gar Kraut oder Pfeife WIRKLICH von der Insel kam, wie bei Dunhill oder Murrays…. tja, dann stand der deutsche Pfeifenraucher stramm. „Nightcap“, „Erinmore“… diese Namen sorgten für tiefste Ehrfurcht und blanke Verzückung. Die Straßenköter aus deutschen Landen schmückten sich bevorzugt mit güldenen Schriftzügen und Krönchen, um das Manko der Herkunft wenigstens etwas auszugleichen. So saß man daheim, zwischen Eiche brutal und orientalischem Fransenteppich, und fühlte sich britischer, als der britischste Brite!


und mitten in die Idylle knallten SIE! Schmucklose Druckdeckeldosen, umwickelt mit braunem „Packpapier“ und in Schreibschrift verfasstem Namen. Larsen stand da… überhaupt nicht britisch… und solche Sachen, wie „No.4 Loose Leaf“ oder „No.50 Light Sweet“. Na wenigstens englische Begriffe, aber sonst? Keine Krönchen, nicht gülden, kein Sermon über „echt englisch“ und „englische Tradition“… nichts, nada! Diese Dosen stampften einfach selbstbewusst mit den Füßen auf und stellten sich mitten in den Laden - oh Gott! Ignoriert sie, das kann doch nicht wahr sein, was will der moderne Kram hier… der „Exclusiv-Soldat“ verlor kurz die Haltung und blinzelte.


Für uns junge Pfeifendachse war das ein Trompetenstoß… eine Revolution in Packpapier und Schreibschrift. Klar holte ich mir eine Dose bei Zander, den „No.50 Light Sweet“. Als ich daheim mit zittriger Hand den Deckel aufploppte und die erste Nase nahm, wusste ich, dass ich verloren bin. But-ter-plätz-chen… Ka-ra-mell, sauuuuulecker! …und das Tabakbild… grob, eine Symphonie in Brauntönen, wie selbst geschnitten – herrlich! Andere Kumpel kauften andere Larsens… den „No.4“, den 32er, den 80er… wir probierten gegenseitig und schwelgten in nie zuvor gekannten Genüssen! Klar gab es damals schon dänische Mischungen, doch die Riege der alten Herren hatte erfolgreich verhindert, dass sie uns Jungspunden auffielen. Mein Vater wetterte über den „dänischen Süßkram“ und zog echauffiert an seinem „Kiepenkerl Altgold“. Er bereute sicherlich auch, mir kurz vorher noch eine Dose „Royal Niemeyer Scottish Blend“ überlassen zu haben.


Ja, und was nun? Jetzt pilgern die jungen Leute nicht nur zu diesem komischen Schwedeneinrichter (IKEA in Deutschland. Das war für meine Eltern der Untergang deutscher Möbelkultur, ein zweiter D-Day!) und essen Knäckebrot… jetzt infiltrieren die Skandinavier sogar den heiligen, britischen Pfeifenmarkt deutscher Nationen! Von dieser Zeit an gingen mein Vater und ich (zunächst nur pfeifentechnisch!) getrennte Wege… und ich wurde ein Dänen-Junkie. Die Larsens, zu denen noch der „Carolina Flowers“ aus gleichem Hause kam, die „Chiefs Own-Serie“, „Sweet Dublin“, Orlik „Club Mixture“, später die „My own Blend“-Serie aus dem Hause Olsen… ich habe sie alle geliebt. Heiß und fettig! Aus dieser Zeit stammt wohl auch meine Leidenschaft für Pfeifen mit größeren Köpfen, meine Liebe zu Stanwell, Karl Erik, Jorgen L., Svendborg und Jensen. Später kamen bei den Pfeifen noch einige deutsche und besonders italienische Marken hinzu, die ich in mein Nachtgebet einschloss, bei den Tabaken entdeckte ich irgendwann auch den Perique und fette Burleys… ganz tief drin ist mein Herz aber wohl rot-weiß geblieben.


Tja, und heute…? Der Markt hat sich gewandelt. Aus angeblicher Zeitknappheit und Gelegenheitsmangel sind die angesagten Pfeifen kleiner geworden, bei Tabaken wird gern nach dem Extrem gesucht. Die englische Fraktion ist groß geblieben, hat mich mit ihrem nahöstlichen Würzkraut aber nie einfangen können. Die Puristen, die nichts außer Tabak schmecken möchten, sind auch reichlich vertreten… und die aromatisierten Tabake ? Gönnen Sie mir ein paar böse Sätze!

Ob man die Erfindung des schaumig-schwarzen Aromafrachters Black Cavendish nun für einen Fluch oder einen Segen hält, muss jeder selbst entscheiden. Maßvoll verwendet machen seine Eigenschaften auch durchaus Sinn. In vielen Mixturen wird er aber mit der Bauschaufel eingebracht. Ja, auch, weil viele „Aromatenfans“ Angst haben, außer Buttermilch-Nougat-Sahnehering-Trüffel auch noch Tabak zu schmecken. In der Hauptsache aber, weil sich mit ihm fix und billig Aromaten zusammen stricken lassen, die beim Öffnen für eine nasologische Reizüberflutung sorgen, nach der Hälfte aber wie Opa Herrmanns alte Wehrmachts-Decke schmecken. So rennen die einen Raucher immer neuen Aroma-Überflashs entgegen, während sich die andere Gruppe mit Grausen von den Aromaten abwendet.


Bei den, noch existenten, klassischen Dänen geht es leiser zu, sanfter. Hier finden sich Hickory-Karamell-Honig- und Fruchtaromen eher dezent eingebracht, teilweise nur minimal dosiert. In jedem Fall aber so, dass dem Tabakaroma entsprechend Raum gelassen wird. Darauf muss man sich einlassen (wollen) und es bedingt, dass für die Produktion solcher Mischungen Tabake Verwendung finden müssen, die in ihrer Qualität auch ohne übertünchenden Aroma-Mantel Bestand haben . Ja, ein guter Däne ist eine Kunst, die beim Raucher beinahe in Vergessenheit geriet. In letzter Zeit erfreuen sich aber Tabake , wie die Larsens, die es zum größten Teil immer noch gibt, der Stanwell „Jubilee“, DTM's „Gold of Mysore“ u.a.wieder größerer Beliebtheit… wohl, weil man sich an ihnen nicht so schnell leid raucht, wie am Heer der Hocharomaten, trotzdem aber den „süßen Zahn“ füttern kann. Es kommen sogar interessante Neukreationen dazu, wie etwas der „16/5“ von Tom Darasz aus Kiel oder die hauseigene Neuauflage des „My own Blend 44“ durch Tabak Zander in Wuppertal.

Vielleicht sind Sie auch so ein alter Pfeifenzausel wie ich und haben Spaß daran, diese Tabake mal wieder zu entdecken… oder Sie sind ein Youngster, der seinen Tabakweg noch sucht… auch dann lege ich Ihnen die eleganten Dänen ans Herz. Voller Überzeugung, aber nicht mehr mit dem revolutionären Gefühl von einst. Schließlich ist selbst IKEA längst Establishment

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 23. November 2016

TAK (Motzek) - Toms Twist

So, jetzt ist mal Schluss mit lustig. Lange genug waren amerikanische und lakelandische Twists das Maß der Dinge für die Freunde dieser urigsten und ursprünglichsten Form der Tabakdarreichung in ordentlicher Würze und Stärke. Während die US-Twists hierzulande nur schwierig zu bekommen sind und oft zur Bekanntschaft mit den Zollbehörden verhelfen, stellten die Varianten „Brown No.4“ und „Black XX“ von Samuel Gawith auf dem deutschen Markt das Angebot für die Fans kräftiger Tabakwürste dar – bislang!


Perique galt und gilt als Würztabak, noch dazu als teuer. Als vor einigen Jahren der „Ascanian“ von DTM auf den Markt kam, verneigte man sich ehrfurchtsvoll vor den enthaltenen 10% des fruchtig-würzigen Krauts und mutmaßte entsprechende Stärke. Perique-Anhänger fanden den Prozentsatz aber eher albern, mussten ihren Wunsch nach mehr bisher aber auch auf dem amerikanischen Markt decken oder mit purem Perique eigene Mischversuche unternehmen - Schluss damit!

Während Hans Wiedemann mit seinen H.U.- Tabaken schon seit einigen Jahren erfolgreich die Palette an hochwertigen, auch naturnahen Mischungen im deutschen Tabakangebot bereichert, herrschte beim Rest der Anbieter eher Einfallslosigkeit und ängstlicher Konservativismus vor. Immer die gleichen Themen, einfach neu variiert. Da war nicht viel zu erwarten und zu erhoffen. Bis vor einiger Zeit Tom Darasz, talentierter Pfeifenmacher und neuer Besitzer des ehemals von Herbert Motzek geführten Ladens in Kiel, mit seinem neuen Tabaklabel TAK dazu kam. JETZT gibt es von ihm auch endlich einen Twist aus eigener, deutscher Produktion… und WAS FÜR EINEN. Tom kombiniert satten, reifen, würzig-kräftigen Kentucky mit spritzig-pikantem, delikatem Perique… und da geklotzt wird und nicht gekleckert, im Mischungsverhältnis 50:50!


Schon der Anschnitt der harzig-saftigen Rolle ist ein Erlebnis. Diese Erdigkeit, die tiefe Kraft, die der Duft verspricht. Wer sich nun in Geduld übt und die abgeschnittenen Coins noch ein paar Stunden lüften und etwas trocknen lässt, wird mit einer Kernigkeit im Geschmack belohnt, die so schnell kein anderes Kraut bietet. Ein wenig Trockenobst, der Geruch nach schwerer, dunkler Erde, die aromatische Note frischen Heus, herbe Kräuterigkeit, dazu die spritzige, säuerlich-weinige Ergänzung vom Perique… all' das findet sich im Geschmack. Das ist Würze in der Breitwandigkeit einer Kinoleinwand.


So ist das Mischungsverhältnis perfekt. Zugemischte Virginias würden mit ihrer Süße die Harmonie dieser tiefdunklen Geschmackswelt zerstören. Dies, meine sehr verehrten Damen und Herren, ist „Thor`s Hammer“ unter den Pfeifentabaken. Ruhig und zuverlässig glimmend macht er mit jedem Zug klar, wer der neue Champion im Superschwergewicht ist. Ich empfehle dringend, kleine Köpfe zu wählen. Schon bei einem mittleren Kopf begann nach der Hälfte die Zungenspitze zu kribbeln - bei mir ein eindeutiger Beweis, dass Vitamin N mit dem Radlader zugeführt wird. Ein herrlich-sättigendes Vergnügen, ein prächtiges Gemälde in dunklen, satten Farben! Doch bitte: Wer diesen Tabak als Mutprobe versteht, wird es bereuen. Sie sollten sich ernsthaft fragen, ob sie diese volle Würzigkeit mögen und wollen. Es ist keine Schande, sich von einem Tabak überfordert zu fühlen. Doch es zerstört den Spaß und macht Magengrimmen und Enttäuschung. Denen aber, die solche Tabakgiganten lieben, verspreche ich ein exzellentes, delikates Raucherlebnis. Wohl bekomm's!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


Freitag, 18. November 2016

Die Corn Cob - Ein Denkanstoß

"Eine Corn Cob ist nach 20, 30 mal Rauchen reif für die Tonne, weil sie dann mit Kondensat gesättigt ist und anfängt, komisch zu schmecken."

FALSCH!

Die hier abgebildete Missouri Meerschaum Legend hat bestimmt 200 Smokes mitgemacht. Dass man ihr das ansieht, lässt sich nicht leugnen, ist aber Geschmackssache. Bei Cobs stehen für mich andere ästhetische Kriterien im Vordergrund als bei Bruyères; eine optische Alterung gibt der einzelnen Pfeife erst ihre Individualität.


Aber es geht ja um den Geschmack. Das ewige Widerkäuen dieser "20-30 x - Regel" kann ich mir nur durch das Zusammenspiel von zwei Fehlannahmen erklären. Cobs vertragen es nicht nur, sie VERDIENEN es, genau so oft und gründlich gereinigt zu werden wie Bruyères. Das beinhaltet bei mir auch die Anwendung von Alkohol, was der Weichholzholm einer Cob durchaus verträgt. Ich stelle mir vor, dass bei vielen, die die Cob von vornherein als Wegwerfobjekt betrachten, als "Probierpfeife", die Reinigung ein bisschen zu kurz kommt. Diejenigen sollten sich vor Augen halten, dass eine verkleisterte Pfeife nun mal sonderbar schmeckt, egal ob aus Bruyère, Birne, Meerschaum, Ton oder Mais. Cobs haben einen sehr weiten Zug. Das bedeutet, dass die Innenseiten von Holm und Mundstück große Oberflächen haben, auf denen sich Kondensat absetzt. Raus damit! (Übrigens ist es auch ratsam, die Bildung von Cake im Brennraum zu vermeiden, denn ein dicker Cake kann den Kopf einer Cob viel leichter sprengen als den einer Bruyère. Das gilt aber auch für zu kraftvolles Räumen, also schabe man bitte vorsichtig!)

Der zweite große Punkt ist eine Fehlannahme in Bezug auf den anfänglichen Geschmack einer Corn Cob. Nicht nur schmeckt man bei den ersten Smokes den Mais, der leicht ankokelt, genau, wie man bei einer unbehandelten Bruyère das Holz mit schmeckt; bei den ersten Füllungen kokelt auch das in den Kopf hineinragende Ende des Holms an, was ganz normal ist, aber eben auch deutlich zu schmecken. Diese Kombination aus "Pfeifeneigenen Aromen" lässt spätestens nach 10 x Rauchen deutlich nach; nach 20 Smokes ist sie meist verschwunden. Die Cob schmeckt dann ganz neutral, und das ist, denke ich, was einige irritiert: Die Pfeife schmeckt nun nicht mehr wie zu Beginn. Die Wahrnehmung ist korrekt, die Schlussfolgerung falsch! Ich sage, die Cob ist dann EINGERAUCHT, wenn auch in einem anderen Sinne als eine Bruyère. Sie hat ihren "Stallgeruch" hinter sich gelassen und zeigt die Tabake, die in ihr geraucht werden, ohne Beigeschmack und Verfälschung.

Ich kann jedem, der aufgrund der oft propagierten "20-30 x - Regel" oder nach eigenen Erfahrungen vor Corn Cobs zurückscheut nur raten, sich einmal (für den Preis einer kleinen Dose Tabak!) eine einfache Cob zu holen, mitzuzählen, wie oft sie geraucht wird, sie ordentlich zu reinigen und die Veränderung ihres Geschmacks vor dem Hintergrund der hier ausgeführten Überlegungen zu beobachten. Ihr könntet erstaunt sein!


Gastautor: Markus Heinrich


Freitag, 4. November 2016

McClelland - Frog Morton

Wie ja vielleicht einige wissen, befinde ich mich seit einiger Zeit auf einer Reise ins Reich des Latakia. Den Ausschlag hierfür hat der „Latakia Flake“ von Mac Baren aus der HH Serie gegeben. Ich liebe die Würze und die oft zitierte Süße dieses dunklen Würztabaks mittlerweile und könnte nicht mehr darauf verzichten.


Nun aber zum „Frog Morton“ von McClelland. Beim „Frog Morton“ handelt es sich um einen der äußerst beliebten Latakia-Blends aus einer Serie (Craftsbury) von vieren. Der „Frog Morton“ ist sozusagen der Ursprüngliche, der Rustikale unter seinen Brüdern. Er enthält nämlich nur Virginia und Latakia. Und von dem übrigens reichlich. Öffnet man die Dose, so sieht man eine fast ausschließlich schwarze Mischung im sogenannten Ribbon Cut. Dieser kurze, aber breite Schnitt, lässt sich immer einfach handhaben. Aber vorher erst einmal die Geruchsprobe. Ja, und was einen da erwartet ist schon mächtig. Mächtig rauchig, mächtig Lagerfeuer und fast schon Räucherkammer. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, wer was mit Latakia anfangen kann, dem wird dieser Geruch gefallen, da er uns ein tolles Rauchvergnügen verspricht.

Der „Frog Morton“ lässt sich wie erwähnt einfach in die Pfeife einbringen. Er ist eher feucht, fühlt sich fast schon ein wenig fettig an. Das Entzünden gelingt mit 2 bis 3 Versuchen problemlos. Asche geglättet und einem herrlichen Rauchen steht nichts mehr im Wege. Erwähnen möchte ich allerdings noch, dass beim Stopfen ein wenig Sorgfalt geboten ist. Stopft man ihn mit zu vielen Hohlräumen im unteren Bereich, dann fängt er gerne an zu "gurgeln". Weniger aufgrund von Feuchtigkeit, sondern mehr aufgrund seiner Vorliebe gleichmäßig und satt brennen zu wollen.


Der Geschmack beim Rauchen ist fantastisch. Kurz nach dem Anzünden erscheint der Tabak zwar ganz kurz etwas harsch. Das vergeht aber blitzschnell und mag am Virginia liegen, der die Hitze des Anzündens nicht so verträgt. Glimmt der Tabak erst einmal, dann hat man vom ersten Moment an den wirklich satten Geschmack des Latakia im Mund und vor allem in der Nase. Die Würzigkeit, die man beim Ausblasen durch die Nase spürt, kommt ausschließlich vom Latakia, da der Frog Morton ja keine Orient Tabake enthält, die sonst gerne zusammen mit Latakia verwendet werden. Auf der Zungenspitze ist die Süße zu spüren und es macht Spaß zu erraten, woher sie kommt. In einem Moment ist es der Virginia, im nächsten wieder der Latakia. Dieses Wechselspiel ist das reine Vergnügen.


Abschließend noch ein paar Sätze zum allgemeinen Rauchverhalten des „Frog Morton“. Dieser Tabak ist eine klare Empfehlung für Pfeifenfreunde, die Lust auf eine volle Ladung Rauch haben, der dabei aber immer kühl bleibt. „Frog Morton“ qualmt fast gar nicht aus der Pfeife, ist sehr kühl im Rauch und gestattet auch eine deutlich höhere Zugfrequenz. Dabei liefert er bis zum Schluss ein befriedigendes, satt voluminöses Raucherlebnis, wird nicht bitter, verändert sein Aroma zum Ende hin nur unwesentlich und verbrennt bis zum oft beschriebenen Ascherest. Ach ja, den Raumduft erwähnen wir mal nicht. Da hat ja jeder seine eigenen Bilder im Kopf. Und dennoch: (oder sollte ich sagen gerade deshalb?) Ich freue mich schon auf heute Abend, auf meine nächste Verabredung mit „Frog Morton“. Nur wir zwei. Allein.

In diesem Sinne mit vielen Grüßen aus Ostfriesland,

Gastautor:
Björn Rippen


Dienstag, 18. Oktober 2016

TAK (Motzek) - "Ralf's Burley Cup"

Wie schreibe ich ein Review über einen Tabak, der meinen Namen trägt und der nach einer Idee von mir gefertigt wurde? Nun, einen Verriss sollten Sie nicht erwarten und Bescheidenheit? Nö, wozu? Der „Ralf`s Burley Cup“ ist ein richtig guter Tabak geworden, weil Tom Darasz von TAK (vormals Motzek) genau das hinbekommen hat, was ich ihm mit meiner stümperhaften Wünschesammlung vortrug.

Ein Ready Rubbed sollte es werden, nicht störrisch, sperrig, sondern auch für weniger geübte Raucher gut zu handhaben – Ziel erreicht! BURLEY sollte drin sein, soviel wie möglich. Es sind 65 % Prozent geworden, Tom hat genau das richtige Maß erwischt – Ziel erreicht!


Nein, hier wird nicht, wie neuerdings mal behauptet, Burley „gehyped“ (allein dieses schreckliche Wort!). Seit ich, als Frischling, vor rund dreißig Jahren entdeckte, dass es der Burley ist, der den Mac Baren „Golden Blend“ so lecker macht, bin ich überzeugter Fan dieser Tabaksorte. Über die Jahre habe ich dann immer mal Händler und Produzenten gefragt, ob man nicht mal was mit viel Burley….

Was habe ich da nicht alles für einen Käse gehört? Er sei eigentlich Zigarettentabak, er tauge nur zur Beimischung… und überhaupt, was mir einfiele, dem Virginia seine klar zugeordnete Hauptrolle aberkennen zu wollen.


Da (und das sage ich nicht sooo gern) waren uns die amerikanischen Pfeifenfreunde um Lichtjahre voraus. Waren… damit das nicht so bleibt, gibt es den neuen, großartigen „Maduro-Burley“ von DTM und für die, die es nicht so büffelstark mögen, auch zwei schöne neue Burley-Mischungen von TAK.

Mein „Burley Cup“ sollte vor allem die ausgeprägte Schokoladigkeit reifer Burleys herüber bringen, die zusätzliche, nussige Würze. Angereichert mit feiner Süße dazu passender Virginias und herbwürzig abgerundet durch einen Aromahauch meines Lieblingsgetränks: Kaffee!… aber nicht diese „Nano-Nano-Brühe“, die George Clooney gequält lächelnd aus irgendwelchen Alukapseln quetscht. Nix da, mit sprudelnd kochendem Wasser von Hand aufgebrühter, würziger, runder, richtiger Kaffee. Diesen Wunsch konnte Tom ebenfalls sehr delikat in die Realität umsetzen – Ziel auch in diesem Fall erreicht!


Bleiben da noch Wünsche offen? Ja, der „Ralf`s Burley Cup“ sollte bezahlbar sein und bald erhältlich. Zu haben ist er ab dem 20. Oktober und sein Preis wird um die 14 (!) Euro für 100 Gramm betragen – auch hier das Ziel klar erreicht.

Der „Ralf`s Burley Cup“ bietet also vollschokoladigen Rauchgenuss, mit süß-würziger Abrundung, überfordert vom Gehalt auch eher unerfahrene Raucher nicht, glimmt sehr schön ruhig und gleichmäßig und ist eine sehr delikate Abwechslung zu eher Virginia-lastigen Mixtures. So wollte ich es gern haben, so lecker und propper hat Tom Darasz es umgesetzt. Für falsche Bescheidenheit also nicht der geringste Grund. ICH bin stolz auf ihn und hoffe, er mundet Ihnen!

Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Cornell & Diehl - Burley Flake #1 und #3

Am Ende dieser Tabakbesprechung kann man durchaus zu dem Schluss kommen, dass ich ein Weichei bin. Damit müsste ich leben. So mancher starker Tabak hat mich schon gefordert. Immer bin ich stehen geblieben und wusste zum Schluss allerhöchstens, dass dieses Kraut mir auf Dauer zu stark ist und deswegen nicht zu meinen bevorzugten Mischungen zählen wird. Ich erinnere mich allerdings auch an die beiden Plugs von G.L. Pease. Die beiden einzigen, bei denen ich aufgeben musste. Zu heftig schlugen die Kentuckys zu.


Und nun stopfte ich vor kurzem, im Rahmen einer Erkundungstour in Sachen Burley, meine Pfeife mit Cornell & Diehls „Burley Flake #1“. Ein unglaubliches und natürliches Aroma in der Nase. Satt und bodenständig, würzig, ein bisschen geräuchertes Rindfleisch. Ein augenscheinlich leckerer Flake, „burley-based“ mit Kentuckys, Perique und Virginia. Der „Burley Flake #1“ ließ mich eine Viertelfüllung lang besten Tabak genießen. Herbe Schokolade, leicht drückende Kentuckys, ein Schwung Säure und ein dezent süßliches Lächeln der Virgnias im Hintergrund. Nikotin, welches auf die Tube drückt, aber am Abend mit einem Fläschchen Bier ein Genuss sein kann. Und als wenn ich die Warnung nicht ernst genommen hätte, fühlte es sich plötzlich an, als wenn der „Burley Flake“ ohne Vorwarnung in den zweiten Gang schaltet. Da traf mich eine Nikotinwucht, die alles bei Seite räumte und nichts als Schluckauf bei mir hinterließ. Ich habe die Nr. 1 noch dreimal gewagt, dann habe ich mich ergeben. Dieser Flake ist mir zu stark und für mich unbezwingbar.


Zur Abwechslung folgte nun noch Cornell & Diehls „Burley Flake #3“. Ich kann es kurz machen, denn meine Versuche erreichten die Zahl „vier“ nicht. Es sind dieselben Bestandteile in der Mischung (Burley, Kentucky, Perique und Virginia), nur sind sie unterschiedlich dosiert. Die Nr. 3 ist noch stärker. Ein Bulldozer, der ohne Umwege und ohne Abbremsen auf den Genießer zufährt. Dieser Tabak sucht sich seinen Weg. Entweder in die Herzen von Liebhabern echter und harter Männermischungen, oder aber er geht seinen Weg weit weg von mir. In diesem Fall befindet er sich bereits auf dem Postweg in den hohen Norden der Republik, wo ein Pfeifenkumpel sitzt und der sich ständig darüber beklagt, dass die angebotenen Mischungen zu leicht sind. Auf sein Urteil bin ich gespannt.



Autor: Ralf Ruhenstroth

TAK (Motzek) - Micha's Cake

Allllter… was'n dette? Det gloob ick doch jetz' nich!“ würde René Mariks Eisbär Kalle jetzt sagen. Als mich das Päckchen aus Kiel erreichte und ich das, mit selbst gebauten Mitteln, gepresste Quadrat in den Händen hielt, ging es mir ähnlich. Das hatten wir noch nicht. Ein Crumble Cake, den der vertreibende Händler selbst entwickelt und gepresst hat – das ist neu… und mutig… und große Klasse! Tom Darasz hat seit er den Laden von Herbert Motzek übernahm immer davon gesprochen, besondere, eigene Tabake zu kreieren. Bitteschön, hier ist der erste.


Ein Gemeinschaftswerk mit seiner Frau Michaela, bei dem helle, rote und dunkle Virginias gemischt und mit 15 Jahre altem Rum aus Barbados veredelt wurden. Schon der Dufttest an der Tabakplatte verrät Würze, Süße, Kraft und Tiefe. Eigentlich schade, diese quadratische Schönheit „anzuknabbern“, es geht aber recht leicht, etwas Tabak abzurubbeln, zu zerfasern und eher locker in einen Kopf mindestens mittlerer Größe zu füllen. Erstaunlich sanft nimmt die Mischung die Flamme an und glimmt rasch sehr ruhig und gleichmäßig.


Erster Geschmackseindruck: weich, rund, würzig… nicht zu süß und schwer. Der Rum sorgt im Hintergrund für eine körperreiche Abrundung, unterstützt die Tabakaromen aber nur, ohne sie zu sehr zu prägen oder gar zu überdecken. Die Pressung und Reifung sorgt für große Harmonie im Aroma. Wer jetzt nicht gierig wird, ihn kühl hält und eher nippt, findet eine dezent ätherisch-alkoholische Beigabe im Geschmack der recht klaren und leicht pfeffrigen Virginia-Aromen.


Nein, MICHAS CAKE ist kein Schwergewicht. Der Crumble Cake bleibt jederzeit beherrschbar, verfügt nicht über die Wucht mancher amerikanischer Kollegen und ist so auch ein delikates Vergnügen für Freunde nicht so starker Mischungen. Virginia-Fans werden ihre Freude haben. All' die Blumigkeit und Süße der VAs tritt durch die Pressung und Reifung noch einmal klarer und geschmackvoller zutage. Dieses Vergnügen bleibt über die ganze Füllung erhalten, allenfalls Geschmacksnuancen ändern sich, je nachdem, welche Anteile vom gepressten Block sich gerade in Glutnähe befinden.

Ganz sicher ist der MICHAS CAKE eine Bereicherung der Tabaklandschaft… und hat, wie gesagt, hierzulande eine Alleinstellung. Man darf gespannt sein, was Tom Darasz noch so alles aus dem Keller zaubert. Ein Twist und ein Plug sind schon einmal flüsternd angekündigt. Freuen wir uns erst einmal am Crumble Cake - ein feiner Wurf!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


Sonntag, 9. Oktober 2016

Motzek - Perique Sommer

Bitte was? Einen Sommertabak im Herbst vorzustellen, ist unpassend? Ich bitte Sie… Sie kaufen gefärbte Eier im September, Spargel und Erdbeeren im Januar und rauchen den „Early Morning Pipe“ am späten Abend. Etwas Flexibilität muss ich erwarten können, sonst bliebe mir nur, Ihnen den Motzek „Herbst 84“ vorzustellen… und den hatten wir schon.

Wieso überhaupt „“Perique SOMMER“? Nun, die erste, sommerliche Anmutung überkommt einen schon beim Dufttest. Während andere Perique-Mischungen gern mal säuerlich-würzig daher kommen, hat sich hier jemand oder etwas eingeschlichen und deutliche Spuren hinterlassen. Es duftet im Hintergrund nach Blüten im vollen Lebenssaft. Wie bei einem Spaziergang durch einen frühsommerlichen Garten… man hört die Bienen förmlich summen. Dahinter erschnuppert man die heuige Virginanote, eine milde Süße und den delikat-säuerlichen Periqueanteil. Vielschichtig, ja… aber eher duftig, sanft… darf man „beschwingt“ schreiben?


Ich habe den Tabak etwas gelüftet und leicht getrocknet. Mag sein, dass er für die Mehrheit gut konditioniert ist, ich mag meine Kräuter eher trockener, zumal ich meine, dass ihr Aroma dann noch intensiver wird. Eigentlich gehört der appetitlich grobe Ready Rubbed mit eingestreuten, gröberen Blattstückchen eher in große Köpfe, er macht aber auch bei kleineren Füllvolumen, wie hier in der 124er Stanwell, würzige Freude.


Hell… so würde ich den Geschmack als erstes beschreiben. „Sonnig“ zu schreiben wäre wohl zu plakativ. Der mild-würzige Virginia ist angereichert mit der blumigen Note, bekommt etwas dezent „lakelandisches“. Seifig? Nein, soweit reicht es nicht. Doch die florale Note dieser Mischungsarten ist durchaus feststellbar. Geerdet wird das Ganze dann durch die säuerliche Würze der zugegebenen 8% Perique. Sie rundet den “Perique Sommer“ auf höchst pikante Art ab. Das ist wirklich ein sommerlicher Genuss. Keine Schwere, nicht „fett“ oder opulent. Dennoch ist er ein rundes Geschmackserlebnis, das aber nie überfordert. Daher ist diese Mischung auch durchaus für Raucher geeignet, die erstmalig Kontakt zu einem Perique-Mix suchen… oder für Perique-Fans, die es zwischendurch auch mal blumiger mögen.

Er lässt sich gut anglimmen, bleibt ruhig und berechenbar und lässt sich so auch recht kühl genießen. Ich würde sagen, ein toller Wurf mit Charakter und Eigenständigkeit. Nein, ich bin nicht so sonderlich glücklich darüber, dass Tom Darasz das alte Firmenlogo 1:1 übernommen hat. Sicher, der Wiedererkennungswert… doch es fehlt mir der berechtigte Hinweis, dass mit Tom's Übernahme des Kieler Geschäfts auch zunehmend frischer Wind Einzug hält.

Ich wünsche ihm von Herzen, dass all' seine tollen Pläne, auch in Bezug auf neue Tabakideen, zu verwirklichen sind. Eines kann ich Ihnen versprechen: Von Tom Darasz und seinem Fachgeschäft in „Sailing City“ werden wir noch viel hören… und probieren!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


Freitag, 30. September 2016

Sutliff - Mixture #79

Jetzt wird es schwierig! Kein aromatisierter Tabak (ich schreibe bewusst nicht Aromat) spaltet die Raucherschaft so vehement. Speziell in den USA, wo der Tabak daheim ist, finden regelrechte Grundsatzdiskussionen um ihn statt, die sich bisweilen in Geschmacksphilosophie verlieren. Ein amerikanischer Blog-Kollege fragt die Pfeifenfreunde, ob sie schon einmal einen Klostein geraucht haben und fügt an, dass hier die Gelegenheit dazu wäre. Ein Liebhaber der Mischung verliert sich in der Beschreibung komplexer Damenparfums des frühen, zwanzigsten Jahrhunderts und glaubt, diese Parfumeurskunst im „79“er wieder zu finden.

Ordnen wir das Ganze mal nach meiner, subjektiven Meinung. Der „79“er ist ein aromatisierter Tabak alten Stils. Black Cavendish sucht man, zum Glück, vergebens. Oft ein Indiz für eher nicht so plakatives, dafür aber anhaltenderes Aroma. Nicht so hier. Wer den Sutliff öffnet, scheint an einem angefeuchteten Seifenstück der 60er Jahre zu riechen. Typ: „gereifte, vornehme Dame“. Süßlicher Blütenduft, ein Hauch Maiglöckchen, eine Prise Anis, etwas Vanille und dazu diese seifige, leicht säuerliche Ergänzung.


Sie verziehen gerade das Gesicht? Ok, dann sind Sie raus, ich freue mich, Sie beim nächsten Review zu begrüßen. Sie sind noch da, womöglich gerade von der Beschreibung angefixt? Gut, dann kommen wir mal zum hellen, freundlichen Tabakbild aus sehr milden, aber aromatischen Virginias und Burleys. Bevor es ans Stopfen geht, empfehle ich, den viel zu feuchten und nur extremst störrisch anglimmenden Knaster eine Nacht in freier Ausbreitung zu lagern… die Trocknung tut ihm gut. Anwesende Damen werden Sie für den frischen, blumigen Duft lieben, den Ihr Tabak im entsprechenden Raum verteilt hat. Ein Aroma, dass Sie auch fürderhin begleiten wird. In eher größeren Köpfen (nach der Trocknung) leicht an zuglimmen und kühl und mild zu rauchen, macht sich das florale Bouquet sofort über Ihre Geschmackspapillen her, bringt aber auch angenehm reife Nussigkeit und Süße der Tabake mit. Süß ja, aber nicht klebrig-pappig, sondern stets mit der ätherischen Note, die auch Alkohol im Aroma vermuten lässt. Sanft, ohne Biss oder kratzende Ruppigkeit, lässt sich dieser bunte Blumenstrauß genießen. Sogar recht lange… erst nach gut zwei Dritteln bleibt dann fast nur noch Tabakgeschmack, der zwar recht belanglos, aber nicht unangenehm die Pfeife zum Ende bringt.


Nein, so viele Fans hat er nicht, der Sutliff „No.79“. Unter den Aromenfreunden der Welt hat sich ein gewisser Mainstream breit gemacht. Viel Black Cavendish, viel Aroma, überschäumend süß… und in der Geschmacksrichtung wenig Experimente. So wird ein Tabak, wie der „79“er schnell zum unverstandenen, oft sogar unversuchten Außenseiter, weil es doch so bequem ist, sich dem modischen Bashing irgendwelcher Vorturner anzuschließen… um nur ja nicht in den Verdacht zu geraten, womöglich einen eigenen, nicht massenkompatiblen Geschmack zu haben.

Mögen Sie blumige Aromen? Haben Sie acht Euro über, um sie in 50 Gramm Charakter-Aromaten zu investieren? Dann tun Sie es, denn auch, wenn der Sutliff aus den Staaten kommt, man kann ihn (zumindest im Netz) auch hierzulande stressfrei erwerben. Vielleicht werden Sie mich, nach den ersten Zügen, zum Teufel wünschen… vielleicht werden Sie mir aber wissend lächelnd zu nicken und der „79“ hat einen weiteren, verdienten Freund gefunden. Ich bin gespannt!


Ihr Ralligruftie

Autor: Ralf Dings


Gawith & Hoggarth - Brown Flake (u/s)

Da der „Best Brown Flake“ aus dem Hause Samuel Gawith zu einem meiner absoluten Favoriten zählt, machte mir schon alleine der Name dieses Tabaks Lust, ihn auszuprobieren. Doch bei dem „Brown Flake“ (u/s) handelt es sich um einen ganz anderen Burschen.


Laut Herstellerangabe handelt es sich hierbei um einen Flake, der aus 83.5% Virginias, 12,5 % Malawi Burley und den restlichen 4% aus Malawi Dark Fired besteht. Öffnen wir die Dose, liegt ein schön anzusehender, dunkelbrauner Flake-Strang vor uns. Teilweise sind bereits weiße Zucker-Ablagerungen auf dem Tabak zu erkennen. Das Geruchsbild wird vor allem vom Burley geprägt. Nussig, schokoladig, etwas süßlich vom Virginia, mit einer gewissen säuerlichen Erdigkeit, die ich dem Dark Fired zuschreibe. Beim „u/s“ handelt es sich um das Kürzel für unscented. Wie es auch die Geruchsprobe vermuten lässt, handelt es sich also um einen naturbelassenen Tabak.


Die Pfeife ist schnell ausgewählt. Die Bohrung sollte eher weit sein, um dem Tabak Platz zur Entfaltung zu geben. Er lässt sich leicht mittels Knick-Falt-Methode oder aber aufgerubbt in die Pfeife einbringen. Zwei, drei Zündversuche später glimmt die Oberfläche gleichmäßig. Im ersten Drittel ist eine sehr schöne, aber nicht überbordende Virginia-Süße wahrzunehmen. Zusammen mit der kakoartigen Note des Burley erscheint der Tabak rund und sehr süffig. Im zweiten Drittel ist dann der Burley Vorreiter und drängt den VA eher in den Hintergrund, obwohl er nie ganz verschwindet.

Eine leichte Frische ist ebenfalls wahrzunehmen, diese kann ich jedoch nicht genau einordnen. Im letzten Drittel nimmt der Tabak deutlich an Stärke zu und ich bilde mir ein, dass der Darkfired mit einer gewissen Kernigkeit aufwartet. Achtung, vor allem gegen Ende der Pfeife neigt der „Brown Flake“ dazu, ein wenig harsch zu werden, deshalb sollte er jetzt sehr ruhig und bedächtig zu ende geraucht werden. Ein mehrmaliges Wieder-Anzünden verzeiht der Tabak und verändert seinen Geschmack nicht. Der Raumduft ist für einen naturbelassenen Tabak sehr angenehm und vor allem von seiner Süße geprägt. Dazu gesellt sich eine Note, die an frisch gebackenes Vollkornbrot erinnert.

Burley-Liebhaber, die Virginia-Süße nicht missen möchten, sollten diesen Tabak unbedingt probieren. Ich persönlich bevorzuge ein bisschen leichtere Mischungen, rauche den „Brown Flake“ zwischendurch aber ganz gerne. Für mich ist er eine solide Wahl, wenn ich mal wieder nicht weiß, was ich in die Pfeife stopfen soll.




Gastautor: Eric Oechslin

Dienstag, 20. September 2016

Seiffert - Meine Spezialität Olive

Aromaten… ach ja, komm'… ist doch langweilig. Werden sich immer ähnlicher. Süßes Mainstream- Gepansche. Haste einen geraucht, haste alle geraucht!“

Wieder mal ganz schönen Blödsinn gedacht. Mein Freund Sven brachte die Dose mit und überreichte mir damit einen Tabak, den ich tatsächlich noch nicht kannte. Allein das Erscheinungsbild der Dose. Keine schreienden Farben, keine massive Blockschrift… so anders, irgendwie. Zunächst musste ich mal Herrn Google bemühen, um herauszufinden, dass es sich um ein Kraut des Hauses Seiffert handelt… aromatisiert mit Olive. Was ich bei der Öffnung der Dose erwartet habe, kann ich gar nicht so genau sagen. Eine nahezu gänzlich helle, in Ribbon-Cut geschnittene Virginia/Burley-Mischung… soweit nicht überraschend. Der heuige, tabakechte Duft schon eher. Wenn man das Kraut lockert und den Rüssel intensiv darin versenkt, ist auch tatsächlich ein würzig-herber Olivengeruch feststellbar. In Kombination mit den Tabakaromen sehr lecker… zumindest beim Riechen.


Da ich nun rein gar nichts an Empfehlungen für den Tabak fand, habe ich meiner Faustformel gehorcht, nach der aromatisierte Tabake in mindestens mittelgroße Köpfe gehören. Zweite, positive Erfahrung beim Stopfen: Er ist ideal konditioniert. Nicht dieses überfeuchte Klebezeug, dass man sonst oft in Aromatenpouches findet und das eher an Shisha-Pamps erinnert. Er lässt sich wunderbar einbringen und etwas verdichten, ohne zu kleben, und glimmt mit wenigen Versuchen zuverlässig vor sich hin. Ui… das ist lecker! Eher dunkel-würzig, Süße wird nur vom verwendeten Virginia beigesteuert und das im Hintergrund abrundend wahrnehmbare Olivenaroma sorgt für Tiefe und geschmackliche Kraft. Eher mittelstark macht die Mischung mit ihrer Blumigkeit und Reife richtig Freude.


Der Grundcharakter eher dänisch, in der Tradition der früheren Larsen-Tabake, aber mehr in Richtung „edelherb“. Das ist etwas für Fans der naturnahen Mischungen, Süßschnäbel werden vielleicht enttäuscht sein. Ein idealer Partner auch für Beginner, da er ohne Zicken glimmt, nie überfordert, aber doch den Charakter mitbringt, den übliche „Anfängertabake“ so schmerzlich vermissen lassen. Dieser Tabak hat etwas, dass heute auf dem Markt immer seltener wird: Eigenständigkeit! Ich denke mal, dass der ab jetzt bei mir Stammgast wird. Das ist genau die Sorte „Aromat“, die ich liebe. Der Tabak bleibt Hauptperson, wird nur mit etwas Aromenzugabe feingeschliffen, und so prall und kullerrund. Herrliches Kraut… ganz dicke Empfehlung!


Die Verpackung in zusätzlicher Plastiktüte legt die Vermutung nahe, dass „Meine Spezialität Olive“ bei Planta gemischt und eingedost wird - wissen tu' ich es allerdings nicht. Sollte es aber so sein, wäre das ein weiterer Beweis dafür, dass man bei Planta mehr kann, als der „Volksmund“ behauptet… wie in letzter Zeit, gerade im Bereich der naturnahen Kräuter, schon hinreichend festgestellt werden konnte.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings