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Montag, 21. Dezember 2015

Pfyffe Laade - Orient Plug

Bei Ronny Wenk in seinem Pfyffe Laade in Basel gibt es Pfyffe, Duubagg, Syygaare und alles waas derzue gheert ... . Pitoresk gelegen in der Basler Altstadt gibt es dort vor allem Eines: eine Riesenauswahl an guten Tabaken. Hausmischungen, amerikanische Tabake von allen bekannten Herstellern und eine freundliche Bedienung in Person von Ronny Wenk.
Dieses Mal hat es mir der „Orient Plug“ angetan, der von Samuel Gawith auch direkt unter dem Namen „RB Plug“ vertrieben wird.

Der Plug zeichnet sich durch eine sehr dunkle Farbe und Festigkeit aus. Er ähnelt mehr einem Block dunkler Schokolade als einen Stück Tabak. In der Verarbeitung wurde der Plug so gepresst und gedämpft, dass er sich in einen festen Block verwandelt hat und man ein richtig scharfes Messer braucht, um ihn schneiden zu können. Das Tabakbild ist tief schwarz, begleitet von einigen hellen Einsprenkelungen.
Die dark fired Tanzania‘s, getoppt mit eine leichten floralen Essenz, beschreiben diesen „aromatischen“ Engländer sehr gut. Er riecht kräftig, dunkel mit einem Hauch von Blumigkeit und Wald.
Um aus diesem fantastischen Klotz einen rauchbaren Tabak zu machen, braucht man wie gesagt ein scharfes Messer und eine gute Unterlage. Der Plug hat die richtige Feuchte, was jedoch beim Schneiden etwas kontraproduktiv ist. Erst in dünne Scheiben geschnitten; danach gewürfelt, lässt er sich locker in den Pfeifenkopf einbringen. Ich bevorzuge hier mittelgroße bis große Köpfe, in die ich die kleinen Würfel nur einrieseln lasse ohne sie großartig anzudrücken.
Durch die Feuchtigkeit lässt sich der Plug nicht ganz so leicht entzünden. Man braucht schon ein paar Streichhölzer mehr um den Tabak unter Glut zu setzen. Doch die Mühe lohnt. Die Virginias sind vollmundig und haben eine tolle, satte Süße. Die dezente florale Note im Hintergrund ergibt mit den kräftigen Virginias und der Süße eine faszinierende Kombination, die diesen Plug zu einem wunderbaren Genuss machen.
Der Tabak verlangt es, so langsam geraucht zu werden, wie möglich. Zu schnelles Ziehen straft er mit Zungenbiss und der wunderbare Geschmack kann sich nicht richtig entfalten. Er ist daher Anfängern nur bedingt zu empfehlen, aber Flake-Freunden und Plug-Enthusiasten ans Herz zu legen.
Richtig geraucht bleibt er ein wahrer Genuss, bis zuletzt nur noch ein wenig weiße Asche am Boden des Pfeifenkopfes zurückbleibt.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land!

Autor: Torsten Wieczorek

Kommentare:

  1. Achja, warum nur sind diese interessanten Kräuter immer nicht in der unmittelbaren Umgebung zu kaufen?... Allein die Beschreibung dieses Kameraden lässt mir das Wasser im Mund zusammen laufen.

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  2. Was ist denn da wohl passiert?
    Der RB-Plug war ein heftig mit Patchouli aromatisierter Plug, sehr eigenständig und eigenwillig. Roch durch die Verpackung intensiv.
    Und jetzt nur noch "ein Hauch von Blumigkeit" - an otherone bites the dust, kann man da nur sagen. Wieder ein großartiger Tabak weniger am Markt, weil verhunzt.
    Die Beschreibung passt genau zum Orient Plug Nr. 5, de ich kürzlich hatte, und den ich in Erwartung des für mich gar köstlichen RB-Plug erwarb. Dazu den SG Special Flake 7, der mal RB als Flake war - jetzt waren die beiden immer noch eng verwand, aber allenfalls ein Hauch von Blumigkeit, wie oben. Beide Tabake sind immer noch sehr gut, aber lange nicht mehr, was sie einmal waren.
    Oder haben wir beide, der Rezensent und ich, von der selben, evtl. fehlerhaften Charge bekommen? Besteht diesbezüglich Hoffnung? Wer weiß mehr? Ich habe das Problem dem Pyffe-Laade geschrieben; man wollte beim Lieferanten nachfragen, aber ich habe nichts mehr gehört.

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