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Sonntag, 25. Oktober 2015

DTM - Galway (Treasures of Ireland)

Nachdem ich mich über den Sommer mit hauptsächlich alten Bekannten und Dauergästen in meiner Tabakbar hinweg gerettet hatte, sollte nun mal wieder etwas Neues folgen. Gerade wenn es draußen dunkel wird, und ich mich gerne mit einem guten Buch und Tee in meinen alten Sessel zurückziehe, schlagen immer wieder zwei Herzen in meiner Brust. Einerseits mag ich dann gerade süße Tabake gerne, andererseits darf es ruhig auch etwas herb sein.

Aber diesmal gewann meine Sehnsucht nach Süße den Kampf und ich habe den „Galway“ bestellt. Von Blackberries ist hier die Rede und etwas Vanille. Als ich die Dose öffnete, grinste mich auch jener Vertreter an, der dem Kraut das Black im Namen verleiht. Black Cavendish in Reinkultur, mit einer paar Sprenkeln hellem Virginia.


Er kam recht trocken bei mir an, wobei ich aber auch über einen Zwischenhändler bestellt hatte. Vielleicht lag er da schon eine Zeit im Regal herum. Auf jeden Fall habe ich ihn direkt in ein Glas gepackt und einen Tonstein mi treingelegt. Dies mache ich nur um die originale Feuchte zu erhalten.


Stopfen lässt sich der Kollege wunderbar einfach und im Gegensatz zu manch anderem schwarzen Cavendish fand ich auch keine Strünke oder halbe Baumstämme darin. Der Geruch aus der Dose ist direkt nach dem Öffnen sehr „brombeerig“, nach ein paar Sekunden meine ich aber Rosinen zu erschnüffeln. Von der Vanille merk ich kaum etwas. Macht aber nix. Sehr lecker das Ganze. Das mag ich schon mal gut leiden. Er lässt sich auch einfach entzünden und nach dem Glätten und nochmaligem Anzünden glimmt er schön vor sich hin.

Und jetzt kommt es: Für mich völlig überraschend hat mich keine brutale Fruchtbombe angegriffen, sondern ein m. E. naturnaher Tabak mit einem Fruchtaroma, das hauptsächlich im Raum Präsenz zeigt, auf der Zunge aber doch der Tabak die erste Geige spielt. Und der schmeckt bis zum Ende durch, immer mit einem leichten Anklang Frucht, aber der Tabak bleibt vorne. Und der hat schon etwas Kraft. Meist sind mir BCs auf Dauer doch zu leicht, aber der sättigt mich schön, bringt keinen Zungenbrand mit und hinterlässt zum Schluss einfach nur schöne Asche mit ein paar Tabakkrümeln durchzogen.

Ich werde mir jetzt einfach mal demnächst, wenn bei Dan Pipe eine Order ansteht (neuer Katalog sei Dank, he he...) eine frische Dose bestellen und dann mal vergleichen, ob durch die Trockenheit das Aroma etwas gelitten hat. Wenn ja, macht das nichts, denn das Tabakfundament, das einen hier erwartet, ist einfach lecker.

Geraucht wurde das Stöffchen immer mit Filter, 9mm von Dr. Perl und Vauen Sir 474, Vauen Classic, Aldo Morelli und zwei alten Oldenkotts


Autor: Chris Henck

1 Kommentar:

  1. Servus Chris,
    ein toller Tabak dieser hat letzte Woche zusammen mit den Shannon Flake in meiner Tabakbar einen Platz gefunden. Finde beide sind sehr gelungen.
    Beste Grüße aus dem Frankenwald Christian

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