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Donnerstag, 10. September 2015

McClelland - Captain Cool

Ich möchte noch ein paar Tabake nachreichen, nach dem ich mir in der Sommerzeit eine Auszeit vom virtuellen Pfeife rauchen im Internet gegönnt habe. Ein Amerikaner ist angesagt, eine aromatische Mischung aus McClellands „Premium Aromatic Serie“. Ich gebe zu, dass ich mir den „Captain Cool“ aufgrund seiner bloßen Beschreibung ganz sicher nicht gekauft hätte. Der eine oder andere Liebhaber naturnaher Mischungen hatte allerdings von sich gegeben, dass die Verwendung von Vanille in Verbindung mit Minze ein durchaus interessantes Gesamtergebnis liefern kann. Ein Exot, in jeder Hinsicht, wie ich meine.


Der Tabak zum Kaffee am Nachmittag also. Ich habe die Herausforderung angenommen und die Dose geöffnet. Klar, überwiegend Black Cavendish, aber auch Virginia findet sich in der Dose. Das lässt mich hoffen, in der Annahme, dass der helle Virginia-Tabak nicht nur aus optischen Gründen seinen Weg in die Mischung gefunden hat. Der Duft erscheint mir einzigartig. Das habe ich beim Pfeifentabak, so in dieser Form, noch nicht erlebt. Weder die Vanille, noch die Minze, kann ich eindeutig identifizieren. Viel mehr scheint es die Kombination aus beidem zu sein, die diese süßliche, wie ich finde sehr angenehme Duftnote, ausstrahlt. Übrigens: Kein „McClelland-typischer Essiggeruch“. Den scheint man bei den aromatischen Mischungen im Hause außen vor zu lassen.


Das Kraut macht einen feuchten Eindruck, doch nach dem leichten und problemlosen Stopfen lässt sich dieser McClelland solide und ohne besondere Vorkehrungen anzünden. Ultraleicht schmaucht sich der „Captain Cool“ vorzugsweise in einer Pfeife mit etwas größerem Füllvolumen. Zunächst bleibt es dabei, dass weder die Vanille, noch die Minze das Spielgeschehen bestimmen. Mit zunehmender Rauchdauer, in etwa ab der Hälfte der Füllung, habe ich den Eindruck, dass die Minze die Führung übernimmt. Das Ganze ist nicht bappig, sondern recht sorgsam ausbalanciert, wie man es bei einem Aromaten in seltenen Fällen erlebt.

Bis zum Ende scheint alles ausgewogen, leicht und ohne Sottern. Ein Tabak bis 17.00 Uhr, danach darf es dann doch etwas kräftiger sein. Ohne Frage, der „Captain Cool“ hat aufgrund seiner außergewöhnlichen Kombination an Aromen seine Daseinsberechtigung. Hin und wieder ein Döschen, und die Momente des Naschens sind gesichert. Da er hier nicht so ohne weitere Probleme zu bekommen ist, genieße ich den Tabak in Maßen, meistens in der Tat am Nachmittag zu einer Tasse Kaffee. Dafür scheint er gemacht zu sein!



Autor: Ralf Ruhenstroth

1 Kommentar:

  1. Besser kann man diesen Aromaten nicht beschreiben.
    Als "Naturfreund" gehe ich ungern "fremd", aber dieser Tabak ist beim Nachmittagskaffee ab und zu ein Genuß.
    Leider bereitet es etwas Mühe und Kosten, ihn zu beschaffen. Das ist er aber wert.
    Gruß
    Wolfgang

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