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Freitag, 10. Juli 2015

Stefan Meier Freiburg - Flake N° 22

Och ne... ich hab' das nicht mit Sommertabaken. Früchte sind mir während der sonnigen Jahreszeit im Eisbecher lieber. Gleiches gilt für Vanille, Schokolade und sonstige Ingredenzien. Mir sagt ein Tabak einfach mehr, wenn er nach Tabak schmeckt. Trotzdem erscheinen mir Kräuter (vor allem Flakes), wie der "Old Dark Fired", der "St.Bernard" oder die diversen Leckerchen aus den Lakelands, die ich sonst zu meinen Lieblingen zähle, ein wenig zu schwer für ernsthafte Sommertemperaturen jenseits der 30-Grad-Grenze.


So bin ich stets auf der Suche nach sanften, milden Virginia-Flakes... und dank meines Freundes Renato mal wieder fündig geworden. Die Hubers (ja, die Inhaber heißen Huber, obwohl der Laden Meier heißt - etwas komplex) haben einen Flake von Kohlhase & Kopp als "Hausmarke 22" im Programm, der so recht in die Kategorie Sommerflakes passt.

Mild, süß und sanft, doch keineswegs langweilig präsentiert sich der helle Virginia als ganzer, gefalteter Strang. Schon der feine Duft nach Heu und Rosinen, die gute Konsistenz und das appetitliche Bild machen Lust auf ein Pfeifchen.


Allzu schnell wirken diese Leichtgewichte unter den Flakes langweilig. Nicht so der 22er. Ausgeprägt zungenmild vermittelt er ein sauberes Aroma der bereits erschnüffelten, süßen Heunote, gibt obendrauf noch eine Ahnung von Erdigkeit und dunklem Brot und erreicht so eine Süffigkeit, die über die ganze Füllung hält, doch nie belastet oder überfordert. Er glimmt sauber und völlig zickenfrei und macht auch bei tropischen Verhältnissen durchaus Lust auf mehr.

Übrigens auch eine gute Ganzjahres-Empfehlung für Einsteiger im Flakebereich. Unkompliziert zu handhaben, mit delikat-mildem Geschmack und gutmütigen Glimmeigenschaften klappt der Flake-Einstieg völlig stressfrei! Es bleibt auch mit Filter genügend Freude am Geschmack, in oFi's genossen kommt ein wenig Tiefe und "Rosinenbrot" dazu. Er bleibt aber auch ohne Filterung seinem sanften Charakter treu.


Mit dem 22er erhält man einen idealen Sommertabak, fern von "Summertime Breeze", "Tropical Night" und ähnlich benannten, mit Pastellfarben aufgeplusterten Cocktail-Kräutern. Nur auf die bunte Kirmes-Dose, mit dem, Marimba spielenden, Engel im Baströckchen muss verzichtet werden... wie hart Sie das trifft, müssen Sie selbst entscheiden!

Tabak: aus laufender Produktion, nicht nachgetrocknet.
Pfeifen: Holmer Knudsen "Danpipe 2006", Davorin Halfbent 142, alle 9 mm-Filter (Dr.Perl) Mimoto Cutty, Ronny Bolz "Bamboo"-Apple, alle ohne Filter.


Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

1 Kommentar:

  1. Herzlichen Dank für dieses Review!
    Es ist schön, auch Meinungen über Tabake zu lesen, die in meiner Region verkauft werden. Bitte mehr davon (wenn möglich und die Lust dazu besteht).

    Es ist einfach auch was anderes, mit dem "Zügle" mal zum Tabakladen deines Vertrauens zu fahren, in die Dose "rein riechen" zu können und das Ambiente mit aufzunehmen, statt, anonym im Internet zu kaufen.

    Ich kann jedem Pfeifenfreund nur empfehlen, wenn er in die Region Freiburg kommt, mal dem Tabak Meier einen Besuch abzustatten. Das ist ein sehr engagierter Familienbetrieb, wo der/die Chef(s) noch hinterm Tresen stehen. Außerdem sind Sie auch Initiatoren der "Genussraucher Freiburg e.v.". Würde ich nicht sehr selten geniessen, wäre ich schon beigetreten ;-)
    Nebenbei bemerkt, liegt der Laden auch noch gut platziert zwischen Stattkern und Bahnhof, was direkt dazu einlädt, das gekaufte gleich gemütlich bei einem Kaffee zu probieren. Und falls es regnet, hat der Laden sogar eine Liste mit raucherfreundlichen Lokalen in der Nähe als Handout. Ich war echt begeistert...

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