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Sonntag, 26. Juli 2015

DTM - Torben Dansk - Blue Note

Art Blakey & The Jazz Messangers hören, die letzte Dan Pipe-Rechnung bezahlen und dabei einen Tabak rauchen, dessen Name schon an die Musik gemahnt, die ich seit Wochen fast ausschließlich höre: Das passt!

Die Herstellerbeschreibung gibt nicht viel her:
“Feinste goldene Virginia Grades mit hohem Anteil natürlicher Süße und ein besonders weicher Black Cavendish werden einige Wochen zur Reifung gelagert. Ein frisches Flavour aus Essenzen exotischer Früchte mit einem Hauch Bourbon-Vanille verleiht dieser duftigen, außergewöhnlich sanften Mixture das gewisse Etwas, das besondere Flair… wie die blue note in Blues, Jazz und Pop-Musik.”




Vanille? Exotische Früchte? Ich kann von beidem nicht wirklich etwas erschmecken. Allerdings: Der Tabakrauch ist süß und aromareich. Im Raumduft ist die Vanille zu erahnen… ansonsten ist das einfach nur indifferent süß. Vor 12 Jahren schrieb ich noch von erkennbarer Vanille und Frucht…

Abgesehen von dieser Einschätzung damals hat sich mein Eindruck nicht sonderlich verändert. Das Stopfen, Entzünden und Rauchen des „Blue Note “ ist ein Kinderspiel, das kriegt jeder hin. Wegen des hohen Anteils an ready-rubbed Virginias glimmt der Tabak gemütlich ab, ganz selten muss man den Stopfer bemühen, noch seltener den Reiniger – für einen solchen Aromaten raucht er sich erfreulich trocken. Obwohl ich immer häufiger – ja eigentlich fast ausschließlich – filterlos rauche, habe ich den „Blue Note“ eher mit geraucht. Die Begründung dafür gab ich bereits vor 12 Jahren: “Dabei hat mir das filterlose Rauchen mehr zugesagt. Denn hier wird das Aroma im Laufe des Rauchens immer geringer und im letzten Drittel der Pfeife schmeckt der Tabak nur noch leicht aromatisiert – und so gefällt er mir besser. Das gilt allerdings nur für das filterlose Rauchen. Wenn ein Kohle- oder Meerschaumfilter benutzt wird, bleibt das Aroma sehr konstant.”

Allerdings haben sich inzwischen wohl meine Vorlieben geändert – ich mag jetzt, dass der Tabak bis zum Ende hin sein süßes Aroma beibehält. Mein Hauptgrund, weshalb ich den Tabak nicht unbedingt noch einmal bestellen werde: Er ist mir zu leicht. Wohlschmeckende, geschmacklich und im Geruch seine Herkunft aus Lauenburg nicht verhehlen könnende… warme Luft. Eines von den Kräutern, welches – wie so ziemlich jedes aus der Torben-Dansk-Serie – richtig guten Tabak bietet, dass sich einfach und problemfrei rauchen lässt, schöne Asche ergibt und Mitmenschen zu Fans von Pfeifenrauchern werden lässt. Aber den gestandenen Raucher selbst ein klein wenig unbefriedigt zurück lässt.



Autor: Nic Frank

1 Kommentar:

  1. Ist der Tabak denn stark aromatisiert? Ich habe mir eine 100g-Dose bei meinem Stammhändler besorgt, da der Tabak dort jedoch anscheinend nicht übermäßig beliebt ist, war er bereits in der Dose völlig vertrocknet. Daraufhin habe ich ihn versucht mit Humydrolen wiederzubeleben, vermisse jedoch so ziemlich jede Form von Aroma. Liegt das nur daran, dass er durch die lange Lagerung 'tot' ist, oder ist er generell schwach aromatisiert? (was ja bei Danske nur schwer vorstellbar ist...)

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