Willkommen bei Jogi-wan...

Willkommen bei Jogi-wan...

Montag, 22. Juni 2015

Comeback der Tradition? Vielleicht wirtz!

Seit zwei Tagen hängt ein wunderschönes Blechschild in meiner Pfeifenecke. Ein Geschenk des STG-Vertreters. Was drauf steht? "3 Dinge braucht der Mann: Feuer, Pfeife, Stanwell!" Nein, nicht antik... das Schild ist nagelneu und ich freue mich darüber, wie ein Schnitzel. Nicht nur, weil ich Blechschilder liebe.


Dieses Schild bedeutet, da bin ich sicher, viel mehr. Die STG tut wieder etwas für die traditionsreichen Namen in ihrem Portfolio. Sie erinnert sich der Bedeutung des Namens Stanwell in zuletzt sehr vermisster, liebevoller Art und Weise. Durch solch' ein nostalgisches Schild und einen 50 Jahre-Tabak. Hier wird ein Zeichen gesetzt, das ist meine Überzeugung. Sicher wird die Jubiläumsmischung kein eigens entwickeltes Kraut sein, sicher kann man Blechschilder heute preiswert in China prägen lassen - doch, darum geht es nicht. Es geht um einen erkennbaren Kurswechsel. Unter Frank Wulf dümpelte der Pfeifenbereich der STG recht lieblos behandelt vor sich hin. Man warb für Stanwell-Pfeifen mit nackten Asiatinnen und sonstigen Geschmacklosigkeiten.


Nur ja keinen Bezug auf die Tradition nehmen, nur ja keine nostalgisch-geprägten Anklänge bei Stanwell und auch Peterson zulassen. Seelenlose 08/15-Schiene... Mainstream halt, so, wie man auch Schuhe und Lippenstifte verkauft... die Zigarre war eh das Lieblingskind. Da blieb für die Pfeife nur der Katzentisch.


Doch von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt, drehte sich das Personal-Karussell bei der STG... und der neue, zuständige Mann heißt Markus Wirtz. Beileibe nicht neu in den Reihen der STG, aber neu auf diesem Posten... und besser hätte es die Pfeife wohl nicht treffen können. Wirtz ist ein alter Pfeifenhase, u.a. lange Zeit das Gesicht der STG, wenn es um die Pfeifen von Poul Winslow ging. Doch nicht nur das... er ist mit der Pfeife groß geworden, kennt die Branche, wie seine Westentasche... und betrachtet nicht nur Stanwell und Peterson auch als Herzenssache. Insider beschreiben ihn als umgänglichen Menschen, der durchaus auch hinhört, wenn "das Volk spricht".... und das Volk sprach in den letzten Jahren eine Menge über die Pfeifen aus dem STG-Stall. Positives war aber selten dabei.

Verarbeitung und Ideen gaben Anlass zur Traurigkeit, die Qualität schwankte, wie ein volltrunkener Seemann, die Präsentation auf Messen zeugte von wenig Sachverstand. Selbst weniger sensible Personen rauften sich, angesichts des rapiden Verfalls der Traditionsmarken, die Haare. Ich selbst gehörte sicher bei Videos und Gesprächen zu den heftigsten Kritikern. Doch wer heftig kritisiert, muss auch eine feine Antenne für etwaige Veränderungen haben... sonst wird seine berechtigte Kritik schnell zur unfairen Prügelei.


Und? Jetzt ist alles wieder gut? Nein, natürlich nicht... aber, die erfreulichen Zeichen mehren sich. Ein wirklicher Kenner der Szene und guter Freund berichtet über die kürzliche Musterung neuer Stanwells viel Positives, Außendienstler erzählen von einer Gewichtszunahme des Pfeifenthemas im Konzern... und dieses Blechschild ist die erste Pfeifenwerbung mit Seele seit langer Zeit. Das ist für mich Grund genug, mit viel Hoffnung und ein wenig Vorfreude ungeduldig auf die kommende Intertabac zu warten. Ja, eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, ein Mann noch keinen neuen Konzern. Trotzdem drücke ich Markus Wirtz die Daumen. Er kann es schaffen, der Pfeife bei der STG wieder zu dem Stellenwert zu verhelfen, den sie verdient... und den die Fans erhoffen. Wünschen wir ihm Erfolg!


Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Danke Ralf für deine Nachricht. Erfreulich das jemand am Ruder ist, der etwas von dem versteht was er verkauft. Doch der Markt ist hart und wenn Pfeiferauchen dann noch zur Zigarre sich bekehren, hält sich mein Enthusiasmus in Grenzen.
    LG, Reto

    AntwortenLöschen
  2. Danke Ralf für deine Nachricht. Erfreulich das jemand am Ruder ist, der etwas von dem versteht was er verkauft. Doch der Markt ist hart und wenn Pfeiferauchen dann noch zur Zigarre sich bekehren, hält sich mein Enthusiasmus in Grenzen.
    LG, Reto

    AntwortenLöschen
  3. Das sind doch schon mal gute Zeichen, auch wenn es sich bisher wahrscheinlich nur um ein kleines Fünklein handelt. Aber aus daraus kann ein Flächenbrand entstehen, der Stanwell und Peterson wieder dahin bringt, wo die Pfeifen hingehören. In die Münder glücklicher PFeifenraucher. LG Chris

    AntwortenLöschen