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Montag, 20. April 2015

Mac Baren - Halberg "Yellow Label"

Lassen wir doch mal als erstes die Marketing-Abteilung von Mac Baren zu Wort kommen: „Als Hommage an die Gründerfamilie Halberg hat Mac Baren einen exquisiten Pfeifentabak kreiert. Im Halberg-Pfeifentabak finden nur die besten und mit größter Sorgfalt ausgewählten Virginia- und Burley-Tabake von drei Kontinenten Verwendung. Für den unvergleichlichen Blend werden verschiedene Tabakschnitte wie Ribbon Cut, Cross Cut und kleine Flake-Stückchen von Hand gemischt.“


Aha. Also betrachtet Mac Baren die Halberg-Serie als das „High-End-Produkt“ aus ihrem Haus. Das wiederum wird auch durch die schöne (aber unpraktische) Verpackung und den stolzen Preis von 25,- Euro für 100 g unterstrichen.


Vom Tabakbild her bestätigt der „Yellow Label“ diese Werbeaussage durchaus. Die hellen Virginias und der dunkle Burley-Tabak sind mit gröberen Flake-Stückchen und kleinen Black Cavendish-Anteilen durchsetzt. Die erste Geruchsprobe erschlägt einen fast, ein sehr intensiver Vanille-Duft wird durch eine deutliche Fruchtnote ergänzt, von dem schönen Tabak riecht man praktisch gar nichts. Leider erscheint mir der Duft recht chemisch und lässt nichts Gutes erahnen. Das recht grobe Tabakbild verlangt nach einem gut mittlerem bis großen Füllvolumen der Pfeife, der Tabak lässt sich dann problemlos locker in den Kopf einbringen und leicht entzünden. Er bäumt sich ein wenig auf, nimmt aber die Glut schnell und unproblematisch an.


Die ersten Züge bestätigen den Eindruck der Geruchsprobe – keine Spur von Tabakgeschmack und ein künstliches Vanille-Aroma. Die beim Riechen deutlich vernehmbare Fruchtnote ist beim Rauchen weniger präsent und hat wie der leichte Tabak selber nur wenig Chancen gegen die Vanille-Saucierung. Welche Art von Früchten dahintersteckt, lässt sich nur erahnen, ich tippe auf Beeren. Auch das typische Mac Baren-Aroma konnte ich beim „Yellow Label“ nicht erschmecken. Bis zum letzten Drittel der Pfeifenfüllung bleibt der intensive Geschmack konstant, dann weicht das Aroma langsam einer unangenehmen Bitterness, der Tabak versteckt sich aber weiterhin. Das ist schade, denn der Tabak brennt sauber, kühl und gleichmäßig mit mittlerer Kondensatbildung bis zum Ende der Pfeife runter – nur benötige ich hierzu eine gewisse Überwindung.

Insgesamt ist das Resümee für mich ziemlich eindeutig – obwohl ich nichts gegen Hocharomaten habe, ist dieser Tabak absolut nichts für mich. Mir ist er zu künstlich und das letzte Drittel der Pfeifenfüllung kostet mich regelrecht Überwindung, das entspricht nicht meiner Vorstellung von Genuss. Das ist schade, denn an der Qualität der Tabakbasis habe ich keine Zweifel. Geraucht habe ich ihn übrigens wie alle Hocharomaten ausschließlich mit Filter.


Nochmal zurück zur unpraktischen Verpackung, dies ist meiner Meinung nach leider ein Übel der meisten „Premium-Tabake“. In einer wirklich schönen, aber alles andere als luftdichten Dose oder anderweitigen Verpackung (in diesem Fall eine schöne, stabile Pappschachtel mit Magnetverschluss) kommt der Tabak aus einen Zellophanbeutel. Einmal geöffnet, gibt es keine Chance mehr, den Tabak ohne Umfüllen vorm Austrocknen zu bewahren. Hier sollten die Tabakhersteller sich einmal Gedanken machen, ob das nicht kundenfreundlicher geht...

Euer „Genussfan“ Uwe



Autor: Uwe Kloth

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