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Samstag, 21. März 2015

DTM - Mike's American Ready Rubbed (M.A.-Blend)

Bei Vanille-Tabaken gilt bei DTM ganz klar das Motto „Wer die Wahl hat, hat die Qual". Glücklicherweise bezieht sich diese Qual nur auf die Frage, welchen der vielen Vanille-Aromaten im Sortiment man nimmt und nicht auf die Tabakqualität. Denn egal, ob einem diese Art von Aromatisierung zusagt oder nicht - die Tabakbasis ist stets hochwertig und gibt keinen Anlass zur Kritik.

Mit dem „MA Mild American Ready Rubbed" (bzw. jetzt „MA Mike's American Ready Rubbed", das Mild ist wohl den Tabak-Werberegularien zum Opfer gefallen) hat Michael Apitz schon vor längerer Zeit einen weiteren Hocharomaten kreiert, dessen dominantes Aroma auf Vanille basiert. Allerdings auf einem sehr natürlichen Aroma, etwas künstliches oder gar chemisches lässt sich hier weder riechen noch schmecken. Allenfalls lässt sich noch ein zusätzliches, süßes Flavour erahnen, dass mich vermuten lässt, dass auch dieser Blend mit einer ähnlichen Aromatisierung wie der „Sweet Vanilla Honeydew“ versehen wurde.


Das Tabakbild zeigt nach dem Öffnen der für die MA-Blends typischen 100 g Blechdose einen recht groben Ready Rubbed mit längeren Flake-Fasern, die aber nicht zusätzlich aufgerubbelt werden müssen. Es zeigt sich recht dunkel und besteht aus ca. 70% hellen und dunklen Virginias und ca. 30% Black Cavandish, die wohl zusammen gepresst wurden. Er kam zumindest bei mir relativ feucht aus der Dose und wider besserem Wissen habe ich ihn in diesem Zustand locker in einen etwas größeren Pfeifenkopf eingebracht. Das Anzünden erfolgte etwas widerwillig und so ein rechter Genuss kam bei mir nicht auf, er wurde schnell heiß und fing an zu beißen. Nach der Hälfte der Füllung habe ich dann die Pfeife geräumt und die Dose erst einmal 24 Stunden offen stehen lassen.

Am nächsten Tag und einem deutlich weniger feuchtem Tabak kam dann der zweite Versuch, diesmal ließ er sich schon wesentlich besser anzünden und kühl rauchen. Von Anfang an war die Vanille dominant, der Tabak steuerte aber durchaus eine gewisse Würze und Süße bei und ging niemals völlig unter. Nach der guten Hälfte der Pfeifenfüllung wurde das Vanillearoma schwächer und der Tabak kam stärker zu Geltung. Der Tabak war dabei aber immer leicht, mit einem eher niedrigen Nikotingehalt, zurück blieb mittelgraue Asche und deutlich Kondensat am Filter. Die Raumnote war - wie nicht anders zu erwarten - sehr angenehm.

Im Gegensatz zu seinem helleren „Sweet Vanilla Honeydew“ und dunklerem „MA Perfect Blend“ Bruder aus der DTM-Familie ist dieser Blend deutlich würziger. Das genau ist aber auch mein Problem mit dem  „MA Mild American Ready Rubbed" - im Gegensatz zu den anderen beiden Vanille-Hocharomaten fehlt mir hier auch nach vielen weiteren Füllungen die Harmonie, das Aroma und der Tabak streiten sich an meinen Geschmacksnerven miteinander, anstatt eine Einheit zu bilden. Sowohl den Tabak als auch die Aromatisierung betrachte ich als hochwertig, nur das Blenden (also Mischen) dieser beiden Komponenten ist für meinen Geschmack beim „MA Mild American Ready Rubbed" nicht so gut gelungen, wie ich dies von anderen Tabaken aus der MA Blends-Serie kenne.


Jemand anders mag diese Konkurrenz der Geschmäcker gefallen, mein Fall ist es nicht und ich ziehe jederzeit den "Perfect Blend" aus gleichem Haus vor...

Euer „Genussfan“ Uwe



Autor: Uwe Kloth

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