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Samstag, 7. Februar 2015

Peterson - St. Patrick's Day 2015 (Limited Edition)

Der 17. März, dass ist der Tag, an dem die Iren und Nordiren Magonus Sucatus Patricius gedenken und die Straßen am St. Patrick's Day in ein buntes Treiben verwandeln. Der heilige St. Patrick verstarb an einem 17. März, resultierend daraus wurde dieses Datum zu einem Nationalfeiertag der römisch-katholischen Kirche und der anglikanischen Church of Ireland. Große Paraden finden sich von Dublin über München und New York.

Passend dazu gibt es nun einen auf 1.600 Dosen limitierten „St. Patrick's Day 2015“ aus dem Hause Peterson. Man kann zu solchen Editions stehen wie man möchte, die einen mögen es, die anderen widmen sich solch kurzzeitigen Tabakereignissen erst gar nicht. Die Frage, um die es geht, ist, ob man beim Kauf des „St. Patrick's Day 2015“ lediglich einer recht durchsichtigen Werbestrategie auf den Leim geht, oder ob nicht doch ein qualitativ hochwertiges Ergebnis zum Kauf angeboten wird, bei dem man zu dem Schluss kommen könnte, dass es an sich sehr schade ist, dass das Produkt limitiert wurde. Das Ganze könnte natürlich auch eine Art Testballon für eine geplante längerfristige Produktion sein.


Um so gelassener sehe ich die Frage, ob eine Aromatisierung von Maracuja, Mango und ein bisschen Vanille zum Anlass passt oder eben nicht. Beim Rauchen dieses Tabaks schließe ich sogar den heiligen St. Patrick aus, um einzig und allein die Mischung aus Virginias, Burley, etwas Orient und Black Cavendish auf mich wirken zu lassen. Nach dem Öffnen der Dose gibt es überhaupt keinen Zweifel daran, dass hier mit der Aromatisierung nicht gegeizt wurde. Ein Hocharomat, der frisch und fruchtig duftet. Und ein sehr interessantes Tabakbild. Mit Mac Baren als vermeintlicher Produzent ist auch ein Cube Cut, also kleine, fest gepresste Würfel, möglich. „Cube Gold-“ und „Cube Silver“-Raucher wissen das unlängst. Und zwischen den einzelnen, hellen bis mittelbraunen Cubes tummeln sich helle Virginia-Blättchen.


Der Tabak lässt sich erstaunlich leicht entzünden. Nach dem sanften Einrieseln der Cubes in den Pfeifenkopf und abschließendem leichten Andrücken geht es flächendeckend sehr gemütlich weiter. Weitere Anzündversuche braucht der Tabak eigentlich nicht. Es ist sicherlich nicht mein persönliches und bevorzugtes Aroma, aber es ist da, es schmeckt nach dem, was es soll, nämlich sehr fruchtig und süß. Die Vanille allerhöchstens im Hintergrund, macht das Ganze einen frischen Eindruck, ohne Zweifel etwas für Süßmäuler. Wer etwas naturbelassenes sucht, ist hier völlig falsch, der braucht sich mit diesem Thema gar nicht erst weiter zu befassen. In wie fern die zugefügten Burley Tabake und der Orient zum Gesamtgeschmack beitragen, lässt sich nur erahnen.

Ich habe den Tabak ausschließlich mit Filter geraucht. Ich denke auch, dass er dafür konzipiert ist. Der mögliche Biss von den Virginias in Zusammenarbeit mit den Aromen hält mich da von jeglichen Experimenten ab. Leicht bis mittelstark kann er ein Begleiter für den Tag sein, abends zum Roten oder einem Gläschen Glenmorangie empfiehlt er sich nur bedingt. Die Raumnote ist okay, etwas mehr Kondensat bringen die allermeisten Hocharomaten nun mal mit sich. Nein, ich bin kein Hocharomatenliebhaber, insbesondere mag ich noch immer keine Fruchtbomben. Aber die Fairness gebietet mir den Schluss und die Feststellung, dass der „St. Patrick's Day“ sehr gut gemacht ist und er ohne Frage das verspricht, was auf der Dose steht und was in der Werbung angekündigt wird. Von daher sind 10,25,-- Euro für 50 g Tabak auch ein angemessener Preis. Aromatenjünger sollten durchaus überlegen, ob sie nicht doch zugreifen. Und vielleicht sorgt ja genau das dafür, dass es diese Mischung zukünftig und dauerhaft auf den Markt schafft. Wer weiß das schon?



Autor: Ralf Ruhenstroth

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