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Mittwoch, 18. Februar 2015

Huber - Virginia Honeydew Flake

Diesen Tabak gibt es schon seit einer kleinen Ewigkeit – seit gut 20 Jahren hat Pfeifen Huber in München diesen als Haustabak in seinem Sortiment, laut eigener Angabe ist es deren meistverkaufter Flake. Hergestellt wird er wie die meisten hochwertigen Hausmarken von Kohlhase & Kopp. Die Verpackung ist eine eher schlichte 100 g-Blechdose im Huber-typischen Design, der Tabak kommt in einer perfekten Kondition an.


Nach dem Öffnen der Dose kommen einem ca. 40 cm lange, dünne und recht fest gepresste Flake-Stränge entgegen. Wer den „Golden Sliced“ von Orlik kennt, wird jetzt ein Déjà-Vu-Erlebnis haben – optisch scheinen diese Tabake beinahe Brüder zu sein.


Im Gegensatz zum „Golden Sliced“ ist der „Virginia Honeydew Flake“ aber leicht aromatisiert, wobei die Betonung wirklich auf „leicht“ liegt. Im Geruch lässt sich dies nur durch eine wirklich sehr dezente Honignote und ein wenig undefinierbarer Fruchtigkeit feststellen. Es überwiegt aber der typische, heuige Virginiaduft und somit wird einem bereits bei der Geruchsprobe klar, dass dieser Tabak alles andere als eine Aromabombe ist.

Nach dem Abreißen eines passenden Stücks und des Einbringens des Tabaks mittels der Knick und Falt-Methode brennt der Tabak problemlos an und bäumt sich nur wenig auf. Langsam geraucht glimmt er gleichmäßig runter und hinterlässt nur etwas weiße Asche mit sehr wenig Kondensat. Wie alle VAs möchte auch dieser Tabak langsam und ruhig geraucht werden, was bei ihm aber auch ohne große Aufmerksamkeit gelingt. Damit ist er meiner Meinung nach auch für Flake-Anfänger sehr gut geeignet.

In einer Filterpfeife bemerkt man die Aromatisierung nur in Form einer etwas verstärkten Süße, die aber die Eigensüße des Virginias unterstützt und niemals dominant wird. Ohne Filter bekommt man etwas mehr von der Aromatisierung mit, hier kommt auch im Geschmack diese leichte, für mich nicht einzuordnende Fruchtigkeit hinzu. Aber auch in einer filterlosen Pfeife wird hier niemals der Tabakgeschmack überdeckt, sondern das Aroma schwingt nur wie ein Oberton mit. Ab der Hälfte der Füllung verliert sich dann langsam auch diese leichte Aromatisierung und zurück bleibt ein qualitativ hochwertiger VA-Flake.

Für mich ist der Virginia Honeydew Flake einer meiner Lieblinge für filterlose Pfeifen. Er ist leicht, wird langsam geraucht niemals scharf und diese dezente Aromatisierung gibt ihm den besonderen Pfiff. Auch Fans naturbelassener Tabake sollten diesen Flake einmal probieren und sich nicht von dem Namen abschrecken lassen – mit einem Hocharomaten wie DTM’s „Vanilla Sweet Honeydew“ hat dieser Flake absolut nichts zu tun. Wer keine Möglichkeit hat, sich diesen Tabak vor Ort in dem wirklich gediegenen Ladengeschäft von Pfeifen Huber in der Münchner Innenstadt zu besorgen, kann ihn auch online bestellen - hat dann aber kein vergleichbares Einkaufserlebnis. Was wiederum für den Geldbeutel eine erhebliche Entspannung bedeuten kann...

Euer „Genussfan“ Uwe



Autor: Uwe Kloth

Kommentare:

  1. Hallo Uwe,

    danke für das tolle Review. Der Honeydew ist immer eine Füllung wert, wobei ich es gerne etwas gehaltvoller mag und zum Lousiana tendiere. Riesen Kompliment für die Fotos, das Dosenbild sieht richtig nach Leica aus! Liebe Grüsse, Alexander

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  2. Hallo Alexander, danke für die netten Worte. Das Bild stammt von einer Fuji X-T1, aber vielleicht hat sie ja was von der alten Leica M6 neben ihr gelernt ;-). Viele Grüße, Uwe

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  3. Seit Jahren mein "Brotaufstrich" zum Frühstück, das ich rein vegan gestalte: Kaffee und Tabak!
    Polyphag werde ich erst gegen Mittag: Da darf es dann nach dem, Braten durchaus auch mal etwas "Irish Plug" oder "Black XX" sein.
    Aber den "Honeydew" möchte ich zum Morgenkaffee und FAZ nicht vermissen.
    LG, Max

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  4. Es gibt einige wenige gute Tabake von Pfeifen Huber wozu der Honeydew Flake und z.B. der Vanilla Cream und der Diablo Nero zählt, vielleicht auch noch andere, die ich bislang nicht probiert habe. Einige Tabake sind allerdings dermassen Cavendish "überfüttert", dass man sie lieber nicht haben muss.

    Die Pfeifen von Fa. Huber sind exklusiv - und teuer. Man scheint sich hier an einer wohlbetuchten Klientel zu orientieren. Und auch "normale" Pfeifen sind 10 bis 20 Euro teurer als anderswo.

    Im "Tabakforum" der Fa. Huber werden negative Beurteilungen nicht veröffentlicht - wie "zu Kaisers Zeiten".

    Tabakproben der Fa. Huber setzen dem noch die Krone auf - sie sind so geizig bemessen, dass man gerade mal eine Pfeife davon füllen kann.

    Also es gibt wirklich bessere und günstigere Anbieter von Pfeifen und Tabaken als Monsieur Huber.

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