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Freitag, 30. Januar 2015

Murrays - Warrior Plug

Trotz einer großen Auswahl an tollen Pfeifentabaken in Deutschland ist es manchmal ein Jammer. Man kann den Eindruck bekommen, das der Plug auf der britischen Insel ein kleines bisschen verwurzelter ist als bei uns, obwohl das Interesse merklich steigt. Der „Warrior Plug“ trägt die Aufschrift „Murrays“ aus dem irischen Belfast, obwohl dort schon lange nichts mehr läuft. Hersteller dürfte die STG sein, erhältlich ist dieser Plug u.a. bei James Barber in England. Beim derzeit schwachen Euro vielleicht nicht die beste Idee, sich diesen momentan zu ordern. Schade!


Geliefert wird der „Warrior Plug“ entweder im eingeschweißten Vakuum-Pack oder als Pouch. Wer mit „irisch“ typisch seifig verbindet, hat hier keine Chance. Der Tabak riecht erdig und „gruftig“, es ist an sich keine Aromatisierung feststellbar, erahnen kann man höchstens ein bisschen Holz. Es handelt sich um recht dunkle Virginia-Tabake mit einer Portion von Burley. Die Vorbereitung für den Rauchgenuss geht in üblicherweise vonstatten, es reicht aber auch, sich die Scheiben vom Block zu schneiden und die gewünschte Portion zwischen den Handinnenflächen ordentlich zu zerreiben.



Die Genießer von z.B. dem „Full Virginia Plug“ oder Petersons „3P“ erhalten eher einen „Navy“-Plug, einen Full Body, nur ganz dezente Süße, mehr rauhe Seefahrt als sanft anmutende Tabakplantagen. Und der Plug hat auch Power, er ist mindestens mittelstark, mit fortschreitender Rauchdauer schon fast in Richtung sehr kräftig. Daraus resultierend wird man satt, eine gute kulinarische Unterlage könnte für den einen oder anderen hilfreich sein. Man raucht ihn nicht nebenher, sondern dieses Kraut entfaltet seine ansprechende Wirkung in Ruhe mit einem Glas Rotwein. Nur sanft genossen hat man Spaß mit ihm, dann aber umso mehr. Wer eine klitzekleine Aromatisierung hinein deutet, der denkt daran evtl. an etwas Pflaume oder alkoholischen Rum. Das allerdings nur punktuell in den Spitzen und mit etwas Fantasie. Je nach Größe des Pfeifenkopfes dürfte eine Füllung am Abend reichen, aber bitte schön: Wer mehr möchte, nur zu. Im Kopf bleibt weiß-graue Asche, der Raumduft ist nicht betörend, aber auch nicht schlecht. Das Ganze ist „very britisch – indeed“.




Autor: Ralf Ruhenstroth

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