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Freitag, 23. Januar 2015

Kärnbach - Dannebrog

Damit kannste nichts falsch machen!” sagte mein Stammhändler, als ich in den Laden stürzte, den „Dannebrog“ aus dem Regal riss und auf den Ladentisch warf… „Bloß schnell bezah­len und raus hier, ehe ich wie­der Dinge kaufe, die ich zwar unbe­dingt brau­che, aber der­zeit nicht bezah­len kann’“, dachte ich mir. Der „Dannebrog“ also… ein Tabak, der zwar frü­her ein­mal unter dem Label “Poul Olsen” daher­kam, aber schon 2003 bei Kohlhase und Kopp gemischt wurde. Und noch immer ist es so, dass ich, kaum die Dose geöff­net, meine Nase tief in die Mischung ste­cken möchte. Für mich gibt es kaum einen weni­ger appe­tit­li­chen Anblick, als die­ser hell- bis dun­kel­braune ready rub­bed, der, durch­mischt mit ein paar gro­ben Tabakblättern, nach Herbst und Heu riecht. Von einer damals sogar noch in Katalogen und auf Dosen ste­hen­den Aromatisierung mit Vanille kann ich nichts erken­nen. Und auch der damals in der Newsgroup viel dis­ku­tierte Anteil an Latakia ist im Geruch aus der Dose nicht wahr­nehm­bar.


Also los! Die größ­tmög­li­che Pfeife aus dem Regal genom­men, gestopft und unter Feuer gesetzt… doch was ist das? Der „Dannebrog“ mag nicht ange­zün­det zu wer­den. Er wehrt sich und wehe, du hast zu viel Tabak in den Pfeifenkopf gedreht - denn dann ist eine feu­er­feste Unterlage ein Muss. Doch dann, nach sie­ben bis zwölf Versuchen glimmt der Tabak. Und die Zunge umspielt ein Gedicht an Aromen. Leicht rau­chige (also doch etwas Latakia?) Grundtöne, viel süßer Virginiageschmack und viel­leicht tat­säch­lich so etwas wie einen Hauch an Aroma? Ich möchte dafür meine Hand nicht ins Feuer legen, es gibt ja Virginias, die leise nach Aprikose oder Orange schme­cken. So auch hier.

Der „Dannebrog“ schmeckt mit Filter (Kohle oder Meerschaum), aber er glänzt, wenn man ihn ohne raucht. Mir zumin­dest gelingt es sowieso bes­ser, kühl zu rau­chen, wenn ich kei­nen Filter benutze. Und wenn man es schafft, den Tabak immer kurz vor dem Verlöschen zu hal­ten… dann schmeckt er… schmeckt er … ein­fach… köst­lich. Es gibt tat­säch­lich wenige Tabake, die sich mit dem „Dannebrog“ ver­glei­chen las­sen. Für mich ist er die gelun­genste Melange an Virginasüße mit einer Spur erdi­ger Würze (je küh­ler, desto wür­zi­ger), gepaart mit einem kaum wahr­nehm­ba­ren Aprikosenaroma. Der Raumduft ist viel erdi­ger als der Geschmack, die fri­sche Süße, die ich an Virginiaflakes so mag, hängt nicht in der Luft. Aber man raucht ja nicht für den Geruch im Zimmer… son­dern für den Genuss von Zunge und Nase. Und das schafft man mit dem „Dannebrog“ spie­lend leicht.

Also: unein­ge­schränkte Kauf- und Rauchempfehlung!


Autor: Nic Frank
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Kommentare:

  1. Ich kenne noch noch den "Dannebrog" als Paul Olsen. Ich kann deine Begeisterung nachvollziehen. Aber das mit dem Anzünden. Daran kann ich mich nicht erinnern. Er brannte wie andere Tabake proplemlos.

    Gerd

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  2. Deine Besprechung macht mich sehr neugierig. Hat der Verkäufer einen Onlineshop? Gruß / erik

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