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Donnerstag, 15. Januar 2015

Erik Stokkebye - 4th Generation - 1931

Dies ist ein wenig auch die Geschichte von großen Vätern und berühmten Brüdern... und der häufigen Schwierigkeit, sich aus ihren überdimensionalen Schatten zu bewegen, um gesehen, wahrgenommen zu werden. Doch dazu im Laufe des Reviews mehr.

Erik Peter Stokkebye war ein Fels im Pfeifenmeer. Eine Lichtgestalt, ein Mann, der wohl auf Ewigkeiten mit ausgefallenen Ideen und höchstwertigen Pfeifentabaken in Verbindung gebracht werden wird. Bei aller Schwärmerei für vergangene Zeiten sollte man aber auch Sohn Erik und seine Blends nicht übersehen. In feiner Familientradition komponiert auch er Tabake, die die Ehre des Namens Stokkebye und den damit verbundenen Qualitätsanspruch hoch halten. So, wie dieser Ausnahme-Flake. Der „1931“ bedient sich vollreifer, fein-nussiger US-Burleys als Basis, ergänzt durch satte Virginias, ebenfalls aus amerikanischer Ernte und wird abgerundet mit etwas Black Cavendish.


Die Farbenpracht der verschiedenen Brauntöne, dazu feine schwarze Strähnen, der sanfte Duft nach Honig, Nüssen und Heu... schon das Öffnen der Dose ist ein Fest. Stabile Stapel in der richtigen Konsistenz lassen sich mühelos knicken, falten und locker in die Pfeife einbringen. Die ersten Züge... feine Milde, eine delikate Harzigkeit, gemischt mit reifer Süße. Cremiger Rauch voller Nuancen und dichter Aromen. Keine Bissigkeit, durch gutes Glimmverhalten kühl zu rauchen... KLASSE, ein echter Stokkebye!


Kommen wir zu der Geschichte mit dem Bruder. Erik Stokkebye kniet ja nun nicht im Keller mit beiden Beinen auf zwei Holzplatten, um uns handgeschnittenen Flake zu kredenzen. Der „1931“ wird von Mac Baren produziert, zählt zu den Navy Flakes... und wenn Sie sich jetzt mal die Zusammensetzung ansehen.... richtig! Das sind direkt mehrere Gründe, warum der „1931“ häufig als Bruder des weltweit beliebten Mac Baren „Navy Flake“ gesehen wird.

...und so verkehrt finde ich das auch gar nicht. Für mich hat aber der „1931“ im direkten Vergleich die Nase vorn. Etwas dezenter, heller abgemischt als der Mac Baren offenbart er mir noch feinere Details, zumal ich den Mac Baren auch als aromatisierter empfinde. Ich sage es mal so: Wenn Sie den Mac Baren „Navy Flake“ mögen und schon länger von einer "King Size-Version" dieses Tabaks träumen, führt für Sie kein Weg am „1931“ vorbei! Er ist sozusagen der "große Bruder", der den Genuss an diesem Rezept auf die Spitze treibt.


Zu empfehlen ist der „1931“ übrigens aufgrund seiner zahmen Umgangsformen auch durchaus für Flake-Einsteiger. Ohne Filter offenbart er gerade bei der Süße noch mehr Schattierungen, büßt aber (für den Filter-Fan) etwas an Sanftheit ein! Ganz dicke Empfehlung, ob "mit" oder "ohne"! Zeit, die Schweiz zu besuchen, oder sich von lieben Eidgenossen ein Döschen schicken zu lassen... hier gibt es diese grandiose Hommage von Erik Stokkebye für seinen Vater Peter nämlich leider nicht zu kaufen.

Zustand des Tabaks: Laufende Produktion, frisch geöffnet, nicht getrocknet.
Pfeifen: Vauen Duke, mit Dr.Perl-gut mittleres Volumen, Ronny Bolz Bamboo oFi - knapp mittleres Volumen.

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Dieser Flake ist hervorragend. Auch die übrigen Tabake dieser Serie sind ausserordentlich. Ich kriege sie hier in Basel in allen Davidoff-Geschäften zu kaufen. Importeur für die Schweiz: Oettinger.

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  2. Ach...Ihr glücklichen Schweizer ! :-)

    Lieben Gruß, RALF

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Dafür habt ihr die HU Tabake
      Waaauuu! Ihr glücklichen Deutsche!

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