Willkommen bei Jogi-wan...

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Sonntag, 26. Oktober 2014

Ost-Südost = Terra incognita? Teil 4 - Andrzej Piontek (Polen)

Copyright: Andrzej Piontek

Copyright: Andrzej Piontek

Bereits im Kindesalter war vor ihm kein Stück Holz oder Eisen sicher. Basteln, bauen, etwas mit eigenen Händen erschaffen... Andrzej war früh klar, dass das ein wesentlicher Teil seines Lebens war und bleiben sollte.

Nun, wir wissen, welch' seltsame Umwege das Leben gerne geht. Über die Leitung seines eigenen Möbelbau-Betriebes und die Tätigkeit als Schulleiter fand Andrzej vor ein paar Jahren zum Ausgangspunkt zurück. Nicht ganz freiwillig, teilten ihm doch seine Ärzte mit, dass es so nicht weitergehen könne und er dringend die "Drehzahl" senken müsse. Nun sind Andrzejs handwerkliche Interessen vielfältig. Er vertiefte sein Wissen vom Geigenbau, fertigt wundervollen Schmuck, liebäugelt immer mal wieder mit der Kunst der Messerfertigung, schuf bildschöne Tiffany-Lampen... und fand intensiv zur Pfeife. Trotz allem... und genau das heißt der Stempel auf seinen Pfeifen in der Übersetzung:

MIMO`TO = Trotz allem!



Wer sieht, mit welcher Hingabe, welchem Respekt Andrzej seinen Kanteln gegenüber tritt, wie er sie prüfend dreht und vorsichtig wieder ablegt, wie er versunken und konzentriert die Maserung betrachtet, der merkt, dass Holz für Andrzej viel mehr ist, als ein Rohstoff. Dank traditionell guter Beziehungen des polnischen Pfeifenbaus nach Italien ist Andrzej ein guter Freund des "Bruyere-Magiers" geworden und kann stolz darauf verweisen, seine Kanteln von Mimmo Romeo zu beziehen... und oft auch DIE Ware, die man NICHT auf Mimmos Webseite bestellen kann.



Feines Holz, sanfte und klassische Formen, viel Cumberland bei den Mundstücken... das ist wohl Andrzej Pionteks "Handschrift"... gern versehen mit dezenten Applikationen. Es gibt aber auch immer mal wieder Entwürfe mit mutigem Schwung, die eher der dänischen Klassik huldigen. Bestmögliches Finish, gern in hellen Farben und akribische Ausarbeitung der Details sind selbstverständlich. So verwendet Andrzej sehr viel Zeit auf Bohrungen und die Ausformung des Bisses. Weil ihm klar ist, wie viel Anteil guter Rauchstrom und angenehme Haptik an der Zufriedenheit mit einer Pfeife haben. Ich lehne mich soweit aus dem Fenster, zu behaupten, dass Andrzej die besten Bisse fertigt, die ich bislang gesehen habe.



Für ihn bricht auch nicht der heilige Stuhl der Pfeifenkunst zusammen, wenn der Pfeifenfreund seine Stücke lieber gefiltert genießt. Die ganz filigranen Kunstwerke sind und bleiben aber filterfrei... weil es die Formen nicht anders erlauben. Vielseitig... ja, das trifft es gut... und immer gern bereit, auch Wünsche nach speziellen Pfeifen zu erfüllen. Schicken Sie Andrzej Ihre Vorstellungen und er fertigt Ihnen daraus Ihre ganz persönliche Traumpfeife.



Dass das dann auch noch recht zügig geschieht und zu sehr bezahlbaren Kursen macht Andrzej und seine MIMOTOs zusätzlich sympathisch. Sehen Sie sich auf seiner Webseite um.

Schauen Sie sich den Mann und sein Werk mal genauer an, es lohnt sich wirklich. ...und vielleicht finden Sie dort auch die Inspiration für Ihren ganz persönlichen Pfeifentraum. Der lässt sich sicher realisieren... an Andrzej soll es nicht liegen!

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 22. Oktober 2014

DTM - RB (Rainer Barbi)

Nein, Rührseligkeit war sicher keine dabei. Dies wäre auch nicht im Sinne von Rainer Barbi gewesen. Doch als mir Michael Apitz auf der Intertabac vom neuen Tabak zu Ehren des 2011 verstorbenen Pfeifen-Urgesteins erzählt, merkt man sehr genau, dass es ihm Herzenssache ist. Schließlich waren der große Virtuose des Pfeifenbaus und er über lange Jahre sehr gute Freunde. "Immer haben wir gesagt, wir machen einen Tabak für Rainer, haben es verschoben und verschoben... tja... und dann war es zu spät", so Michael Apitz. "Nuss muss rein, Nuss... viel Nuss", lächelt M.A.," ...das war ihm wichtig!" ...und jetzt ist sie zu kaufen. Die Hommage für Rainer Barbi, abgestimmt auf seine damaligen Wünsche.



Ich möchte Michael Apitz und dem Hause Dan Pipe ein Kompliment aussprechen. Schließlich trägt dieser Tabak einen Namen, der für Präzision, hohes Kunstempfinden, außergewöhnliche Qualität und Originalität steht. Da musste man schon etwas Besonderes mischen - und das ist auf ganzer Linie gelungen. Wer den Aludeckel von der kleinformatigen Blechdose entfernt, wird mit einem Duft empfangen, der das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt. Süß-herbes Aroma reifer Nüsse mischt sich mit einer deutlichen Note dunkler Schokolade. Doch dass Aroma ist sanft, beinahe ätherisch und deckt nicht die heuigen Noten der Virginias zu. Der Schnitt ist unglaublich abwechslungsreich. Grobe Flocken, feine Tabakbänder, Flakestückchen, kleine Granulatwürfel... und das alles in Rehbraun bis Nachtschwarz. Da kann man schon eine ganze Zeit schnuppern und betrachten, sich an dieser wunderbaren Aufbereitung erfreuen.


Nicht zu fest und in gut mittlerer Kopfgröße gestopft, entfaltet sich schon bei den ersten Zügen eine Geschmacksfülle, eine Cremigkeit und ein Charakter, wie ich sie schon lange in einem eher herbsüßen Tabak gesucht habe. Da wirkt nichts künstlich oder aufgesetzt, der Nussgeschmack hat Kraft und Natürlichkeit, die Süße der Schokolade steht nur unterstützend zur Seite und gibt auch den Tabaken eine Chance in diesem Ensemble mitzuwirken.

Zudem entwickelt sich nicht schon nach kurzer Zeit ein laues Lüftchen, die Prägnanz bleibt bis fast ganz zum Schluss und erfreulicherweise erweist sich die Mischung auch nicht als Fliegengewicht, sondern befriedigt auch die Freunde etwas kräftigerer Tabake vollends.


Nein, ich kannte Rainer Barbi nicht wirklich, durfte nur zwei-drei Mal seinen Ausführungen zuhören. Doch ich bin mir sicher, dass ihm dieser Tabak gefallen hätte. Eleganz, Esprit und feine Qualität verbinden sich zu einer Mischung, für die man gern die geforderten 12,25 Euro opfert... um beim Rauchen festzustellen, dass man eine der besten Mischungen genießt, die in den letzten Jahren den Weg auf den Markt gefunden haben.

Chapeau, lieber Michael Apitz, liebe Firma Dan Pipe! Eine dem Namensgeber wirklich würdige Mischung.Danke für dieses Juwel der Tabakmischkunst!

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Dienstag, 21. Oktober 2014

DTM - M.A. 7 : 1

Ob der neue M.A. „7 : 1“ wirklich über 90 Minuten so schön ist, wie die historische Begegnung gegen die Selecao, wird sich erst noch raus stellen. Das denke ich zumindest unmittelbar vor dem Öffnen des neuen DTM-Tabaks aus dem Katalog 2015. Das Siegel „M.A.“ (Michael Apitz) auf der Dose lässt keine Zweifel daran, dass es sich um eine knackig aromatisierte Mischung handeln wird. Amaretto ist versprochen, mit zusätzlich Karamell. Im wesentlichen natürlich Black Cavendish (M.A.s Leib und Magentabak) mit einem 15 %igen Anteil Virginia. Wozu den Virginia? Allenfalls, um das Tabakbild etwas abwechslungsreicher zu gestalten?? Das wäre die eine Möglichkeit. Oder.....?  Ja, da kommen wir gleich noch zu.


Der Duft aus der Dose ist betörend. Hoch aromatisch, aber so was von lecker. Etwas süßlich, etwas alkoholisch. Überraschenderweise bei weitem nicht so heftig, wie bei M.A.s „Memory of Tuscany“ oder dem „Bibo“, die überaus gelungenen Aromabomben der letzten beiden Jahre. Mich stellt das zufrieden, denn es lässt mich hoffen, dass hier mal wieder eine fein abgestimmte Komposition vorliegt, die neben dem Aromatischen auch den Tabak mehr zu Geltung kommen lässt.


Das dennoch weitestgehend dunkle Kraut lässt sich natürlich problemlos in die Pfeife mit einem relativ breiten Kopf einbringen. Anzünden und los geht es. Mit einem Kaffee im Schlepptau zurück lehnen und in Ruhe rauchen. Ja bitte entspannen, dann kommt auch nicht die Kratzbürstigkeit eines jeglichen Aromaten zum Tragen. Ich gebe zu, ein gutes Stück Kuchen und dazu einen Amaretto am späten Nachmittag sind auch mein Ding. Aber wahrscheinlich hat der „7:1“ weniger Kalorien. Und deswegen mag ich diesen Tabak. Das Aroma ist klasse und nicht zuuuuuu aufdringlich. Dafür habe ich das Gefühl, dass auch der hinzu gefügte Virgnia so ein kleines bisschen seine natürliche Süße beitragen darf. Doch nicht nur optische Gründe?? Und das Gesamtergebnis ist dann eben schlicht und einfach gelungen.

Ich denke, in Sachen aromatischer Tabakmischungen ist Dan Pipe mit seinen eigenen DTM-Mischungen ohnehin ein Platzhirsch, dem man kaum noch etwas vormachen kann. Wer sich vielleicht die berechtigte Frage stellt, ob es den „7:1“ nun noch wirklich gebraucht hätte, immerhin gibt es seit geraumer Zeit M.A.s „Caramello“, der weiß zumindest sicher: Nach dem Genuss des „7:1“ wirft man Petersons „Sunset Breeze“ direkt in die Tonne. Denn der "7:1" schmeckt sogar durch, anstatt einem nach etwa der Hälfte der Pfeifenfüllung sämtliche Fußnägel nach oben zu stellen! Kaufempfehlung...




Autor: Ralf Ruhenstroth

Donnerstag, 16. Oktober 2014

DTM - Tumblin' Dice (ehemals C.C. V/P)

C.C. V/P - Der ungenannte Star

Ja, es ist soweit. Der neue Dan Pipe-Katalog ist draußen, die Neuheiten sind entdeckt (traditionell etwas schwierig, wie von Dan Pipe gewöhnt) und die neuen Tabake bereits verköstigt, zumindest aber bestellt.


Nur ER nicht... er hat es nämlich nicht in den Katalog geschafft. Ich lernte ihn vor ein paar Wochen kennen, als er schmucklos und verschämt in einer Plastiktüte bei mir anreiste. Sehr schnell war dann aber klar, dass dieser Tabak keine pompöse Umverpackung braucht, da er selbst auf ganzer Linie überzeugt. An ihm ist vieles ungewöhnlich, ja sogar einzigartig.

Eine Virginia/Perique-Mischung als Cube Cut?! Ich wüsste nicht, dass es das bereits gibt... Eine satte Geschmacksfülle, wie man sie sich als Fan solcher Tabake nicht runder wünschen könnte. Da kommen nicht einmal viele der gefeierten Ami-Mischungen mit... und als "Vater" ausgerechnet "der Ritter des Aroma-Ordens", Michael Apitz! Was ist denn hier los? Ein ehrlicher, kräftiger Tabak der VA/PE-Richtung, wie man ihn lange vergeblich bei Dan Pipe suchte... plötzlich und unerwartet auf der Bildfläche?


Schon der Genuss beim Öffnen der Dose... diese Heunote der Virginias, untermalt vom kräftig-spritzigen "Essig-Kick" des Perique... dazu diese appetitlichen Würfel, die in allen Brauntönen bis hin zu beinahe Pechschwarz leuchten. Es ist schon allein ein haptisches Vergnügen, diese Cubes durch die Finger rieseln zu lassen... dazu noch in optimaler Kondition - herrlich!

Wie nun stopfen, damit der Geschmack richtig zum Zug kommt? Gar nicht... das ist ja einer der Vorteile der Cubes. Einen nicht zu kleinen Kopf wählen, die kleinen Würfel hinein purzeln lassen und oben sanft etwas andrücken. Einfacher kann es selbst für absolute Neueinsteiger nicht sein.

Der „C.C. V/P“ braucht dann zwei, drei ruhige und konzentrierte Versuche, bis er ordentlich glimmt. Das ist den doch recht großen Würfelchen geschuldet. Dann aber offenbart er bei jedem Zug den weiteren Vorteil der Cubes - eine gleichmäßige Aroma-Verteilung über die ganze Füllung. Da sticht nichts heraus, kommt oder geht. Von Beginn an mischt sich die harzige Säuerlichkeit des Perique wunderbar mit den süßlichen Heunoten reifer Virginias. Cremig-satter Rauch, sanft prickelnd, rund und pikant.

Ein Fest für die Freunde dieser Tabakrichtung, zumal der „C.C. V/P“ nie überfordert oder nachlässt. Bis zum letzten Aschehäufchen ein Erlebnis. Ganz tiefe Verbeugung vor dem Mischmeister, dem dies gelungen ist! Eine ideale Ergänzung zum Dan Pipe-Programm, da auch die 2015er Neuheiten deutliches Übergewicht bei den Aromaten haben!


Kommen wir zur Gretchen-Frage: Warum findet sich der „C.C. V/P“ nicht im Katalog? Warum kann man ihn nur in 50 Gramm-Dosen im Ladengeschäft in Lauenburg kaufen? Mangelnde Marktchancen? Nun, der Absatz von Pfeifentabak geht weiter zurück, der Anteil der naturnahen Mischungen steigt aber. Preisliche Probleme? Gut, Perique wird immer seltener und teurer. Ein Preis von 12 - 14 Euro für 50 Gramm ginge bei der gebotenen Qualität aber völlig in Ordnung. Kein Platz im Angebot? Für (nicht nur) meinen Geschmack wäre ein neuer Naturbursche im Dan Pipe-Sortiment längst überfällig. Nein, ich weiß nicht, was oder wer letztlich die Entscheidung gefällt hat, dass der "C.C. V/P" nicht ins offizielle Programm kommt. Ich weiß nur, dass die Entscheidung ein grober Fehler war.


Nun, Hans wird es freuen. Hans Wiedemann, Chef von HU-Tobaccos und Hoflieferant aller Freunde naturnaher Mischungen kann weiterhin den Acker allein und erfolgreich bestellen. DTM verzichtet darauf, ihm ein wenig Konkurrenz zu machen und auch mal wieder einen Naturburschen und Charakterkopf von der Leine zu lassen... wie nett von ihnen. Apropos Hans: DER hätte nicht eine Minute gezögert, diesen einzigartig aufbereiteten und gepflegten Tabak ins Programm aufzunehmen - davon bin ich überzeugt!



Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings



Zusatz vom 17.02.2015: DTM hat den Tabak nun offiziell ins Programm aufgenommen. Er ist ab sofort auf allen bekannten Wegen unter dem Namen "Tumblin' Dice" zu erwerben. (rr)

Copyright: Dan Pipe



Sonntag, 12. Oktober 2014

DTM - Timm's No Name Orange

Futter für die Elefanten....

Nein, keinen Schreck bekommen... ich bin nicht etwa unter die Aromaten-Liebhaber gegangen! "Orange" bedeutet in diesem Fall nur eine Farbbezeichnung. Es gibt ihn auch noch in neun anderen Farben und damit auch verschiedenen Charakteristika. Mich reizte am "Orange" die Zusammensetzung von sechs verschiedenen Virginias, samt zarter Orient-Abtönung.

Warum gerade ihn? Tja... Neugier würde ich sagen. Einmal wollte ich solchen TIMM "No Name"als Budget-Tabak (200 Gramm - 23,90 €) ohnehin mal testen und zum Zweiten war ich auf der Suche nach einem dezenten Virginia, der sich in meinen "Elefanten" wohlfühlt. So eine Giant ist eine wunderbare Sache, nur, der Tabak muss stimmen. Ja, ich WAR auf der Suche. Mit dem "Orange" ist der richtige Kandidat gefunden!


Dabei schien es anfänglich gar nicht so. Irgendwie kratzig kam er rüber, recht farblos und mit sehr blasser Süße. Mein Fehler... denn einmal war der gewählte Testkopf nicht groß genug... und das Kraut hatte noch keine Luft bekommen.

Also, raus aus seiner sehr praktischen Alubeutel-Verpackung, ihn zwei Stunden die Velberter Sonne und Luft genießen lassen und dann umgepackt in eine große "Lock-Lock"-Dose. Diese Dosen sind übrigens genial - ich verdanke mein Exemplar meinem Freund Cord, der mich mit seiner Begeisterung für diese tolle Erfindung angesteckt hat.


Am Abend dann wanderte der so vorbereitete "Orange" in meine "Grandi"-Giant mit Plateau-Rand und dem Fassungsvermögen eines mittleren Fischweihers. ...und was soll ich sagen? Schmeichelnd zart-süße Virginia-Aromen, pikant abgerundet mit der ätherischen Note des Orients. Nicht stark, nicht plakativ... genau richtig. Sanft, fein und kühl glimmend - ein Genuss!

Selbst die Raumnote bleibt dezent und gut erträglich... sonst schon mal ein kritischer Punkt, wenn die beste Frau von allen unmittelbar daneben sitzt und der Film zweieinhalb Stunden dauert.

Kann ich ihn nun empfehlen? Nun, ich weiß natürlich nicht, ob er Ihren Ansprüchen auch aus kleineren Köpfen genügt. Da gefällt er mir nicht so. Wenn ich aber hier nicht der einzige "Dickhäuter-Freak" bin und Sie daheim auch ein paar Pfeifen haben, aus deren Holzmenge man bei IKEA eine ganze Schrankwand fertigt... ja, dann los. Harmonischeres Kraut zu so günstigem Kurs werden Sie als Futter für Ihre Riesen nirgendwo finden... ich hab' da schon einige Tabake probiert.


...und wenn Sie sich bislang an die XXL-Pfeifen nicht heran getraut haben: Nur Mut! Den passenden Tabak kennen Sie jetzt ja!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Sonntag, 5. Oktober 2014

Fribourg & Treyer - Special Brown Flake

Auch für mich wird es mal wieder Zeit, ein bisschen USA in der Pfeife zu rauchen. Das Ganze ohne TTIP, ausschließlich basierend auf Kumpanei unter Pfeifenfreunden, die einem bei einem Auslandsaufenthalt mal ein Döschen mitbringen. Fribourg & Treyer liefert einige Flakes und Plugs. Los geht es für mich mit dem „Special Brown Flake“. Vom Geruch her ein sehr kräftiger, ehrlicher Tabak, sehr natürlich. Die gut konditionierten Flakestücke sind mittel- bis dunkelbraun. Da der Tabak nach dem Öffnen der Dose noch etwas feucht ist, tut ihm etwas Luft vor dem Stopfen sehr gut. Aroma büßt er dabei nicht ein.


Da mir der „Special Brown Flake“ einen kräftigen Eindruck vermittelt, beschränke ich mich auf eher kleinere bis höchstens mittelgroße Köpfe. Ich glaube, dass ich damit richtig liege. Dieser Flake kann an einen echten Lakelander erinnern, dann aber versprüht er den Charme eines sanften Rehs. Ein dezentes Navy-Rum-Aroma wiegt recht ordentlich im Mundraum. Sehr vollmundig und sättigend. Mindestens mittelkräftig scheint mir dieser Flake eher für den Abend als für die frühen Morgenstunden geeignet zu sein.

Qualitativ hochwertig ist der Rest dann eben Geschmackssache. Im Raum steht der Duft von Tabak. Nicht mehr und nicht weniger. In Anbetracht des momentanen schwachen Euros sollte man bei der geplanten Einfuhr auf die Kohle achten, ansonsten ist dieser Flake ganz sicher einen Versuch wert.



Autor: Ralf Ruhenstroth