Willkommen bei Jogi-wan...

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Sonntag, 28. September 2014

Ost-Südost = Terra incognita? Teil 3 - Zbyszek Bednarczyk (Zibi) - Polen


Mr.Brog ist vielen Pfeifenrauchern als Hersteller vor allem preiswerter und origineller Birnenholz-Pfeifen bekannt. Doch auch Exemplare aus Bruyere und Morta finden sich gelegentlich im günstigen Programm. Diese Pfeifen locken vielleicht nicht den alteingesessenen Pfeifen-Freak hinterm Ofen vor, bieten aber zum Thema Beginner- oder Arbeitspfeife interessante Alternativen. Zibi (ich bleibe lieber bei der Kurzform, bevor sich die Finger auf der Tastatur verknoten!) ist der Chef dieses rührigen Unternehmens.


Doch nicht nur das. Er ist Schmuckdesigner, entwirft sehr besondere Möbel... und fertigt erstaunliche Pfeifen. In seinem Handmade-Repertoire finden sich durchaus auch sehr klassische Modelle, seine wahre Liebe gehört aber der Pfeifen-Phantasie. Anders kann man die rauchbaren Skulpturen nicht beschreiben, die ich auf der Intertabac auf seinem Tisch vorfand. Mit viel Liebe und einem erstaunlichen Formempfinden schafft er opulente Schönheiten, die einen in ihren Bann ziehen, wenn man ein Herz für freie Shapes hat. Von der dezent geschmückten Freehand aus Olive bis zu Blütenkelchen aus Bruyere ist alles dabei.


In den USA ist Zibi schon lange kein Geheimtip mehr, dort liebt man ihn und seine Pfeifen schon etliche Jahre... und der Geschmack der amerikanischen Pfeifenfreunde hat zumindest seine Größenvorstellungen maßgeblich geprägt. Unter seinen Modellen gibt es wahre Giganten, die ohne Mühe 10-15 Gramm Tabak verschlucken - eine Pfeifengröße, die auch Zibi nicht ohne Selbstironie betrachtet und kommentiert.So diente eine Poker mit den Ausmaßen eines Schmiedehammers auf dem Stand in Dortmund als Aufbewahrungsort für fünf Kugelschreiber. Pfeifen, die die Bezeichnung "Giant" neu definieren.


Doch, zusammen mit der Verwendung des 9mm-Filters in einem Teil seiner Freehands zog auch das "deutsche Empfinden für Pfeifen-Ausmaße" in seine Arbeit ein. So finden sich mittlerweile auch zartere Exemplare in seiner Auslage. Gern mit originellen Details, wie einer auf den Kopfrand aufgebrachten Holzperle oder einem drehbar montierten Damenring aus Silber als Holmabschluss.


Man merkt Zibis Arbeiten die Freude an Formen, an harmonischen Farben und künstlerischen Feinheiten bei jeder Pfeife an. Gelegentliche gelaserte Verzierungen, wie Efeu-Blätter und Frösche auf den Pfeifenköpfen sind zwar sicher speziell, zeugen aber von Können und dem Wunsch, den Spaß am Pfeifenbau zu vermitteln. Das gelingt, denn seine Werke sprechen die Fans der eher freien Interpretation direkt im Herzen an!


Die Freunde der strengen Linie werden mit seinen Pfeifen nicht so recht glücklich werden. Einmal wird sie die Verspieltheit stören, zum Zweiten finden sich ab und zu auch Kleinigkeiten, die dem Anspruch an Perfektion nicht ganz gerecht werden. So habe ich den Platz für den Filter im Holm minimal nachbohren müssen, damit auch der letzte Lichtspalt zwischen Holm und Mundstück verschwand.Das hindert mich aber nicht daran, Zibis Arbeiten zu lieben. Vergleichbares fand sich bislang nicht und seine Kombination von mutiger Formgebung und guter Rauchbarkeit imponiert mir.


Übrigens können auch die Liebhaber sehr traditionellen Pfeifenbaus bei ihm fündig werden. Seine Gesteckpfeifen und sein Reservistenmodell mit 61 cm Länge sind eine urwüchsige Abteilung für sich. Ebenso fertigt Zibi Tonpfeifen in altem Stil, die sicher auch immer noch ihre Freunde finden.


Zudem gehört für mich zu einem befriedigenden Pfeifenkauf auch immer, dass mir der Macher sympathisch ist... und was mir da an Freundlichkeit, Witz und Charme auf der Intertabac entgegen schlug, hat mich verdammt beeindruckt. Zbyszek Bednarczyk, ein Mann, der sich selbst, die Welt und die Pfeife nicht ernster nimmt, als unbedingt notwendig. Trotzdem (oder gerade deshalb?) ein feiner Kerl, der wunderschöne Pfeifen in einer enormen Bandbreite fertigt. Dazu kommt, dass sich seine Kreationen in sehr bezahlbaren Regionen angesiedelt haben und jeden Cent wert sind.


Schauen Sie sich den Mann und sein Werk doch einmal genauer an.

Wenn Sie sich im Herzen die Freude an der Pfeife bewahrt haben, lohnt es sich!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Dienstag, 23. September 2014

Intertabac 2014 - Ein völlig subjektives Fazit


Nein, man sollte keine künstliche Euphorie schüren. Die Zuwachsraten bei Ausstellern und Besuchern, die zusätzliche Halle... das ist ganz sicher nicht der Pfeife und ihren Tabaken zuzuschreiben. Shisha, E-Qualmer und Cigarre heißen die Zugpferde, dagegen nehmen sich die Vertreter natürlichen Pfeifengenusses eher schüchtern aus. Trotzdem werde ich mich nicht dem vereinzelt zu hörenden Abgesang auf die Pfeife anschließen. Es lässt sich nüchtern und sachlich belegen, dass es noch lange nicht soweit ist!

Gut, wer sich auf die Größen der Branche verlässt und ausschließlich STG und KOPP aufsuchte, schlich anschließend depressiv über die Messe.


Bei Kopp "Business as usual"- Soll heißen, im vorderen Bereich lief die übliche Cigarren-Fete, mit Sekt, Pomp und schicken Miezen, im hinteren Teil des Palastes fanden sich dann die zum Teil sehr schönen Pfeifen, die man aber kaum noch liebloser und steriler präsentieren könnte. Frei nach dem Motto: "Sie sind halt da... also müssen wir sie auch irgendwie zeigen."

Bei der STG das bekannte "Masse statt Klasse"-Bombardement. Das Pfeifenzelt quoll über von Stanwells, Petersons, Butz Choquins, Dunhills und Winslows. Poul Winslows Pfeifen... wie traurig, dass sie sich in einem Feld qualitativer Mittelmäßigkeit präsentieren müssen, doch wie gut, dass sie da waren. Als Lichtblick zwischen zum Teil entsetzlichen Zumutungen. Nein, nein... ich werde mir nicht den Mund völlig verbrennen und die Dunhills einmal außen vor lassen. Obwohl es mir schleierhaft ist, wie ein Name allein SO wertvoll sein kann - die Pfeifen sind es nämlich nicht. Unter dem Namen "Stanwell" scheint man herausfinden zu wollen, wie viel Mist man dem Kunden für 89 Euro noch andrehen kann. Die für diesen Preis gesichtete Serie legt die Messlatte jedenfalls nochmal ein gutes Stück tiefer. Dann vielleicht doch lieber eine "Feng-Jeng" aus China? Die ist auch nicht viel schlechter, kostet aber nur einen Bruchteil der Stanwell-Pretiose.

Im restlichen Stanwell-Programm wechseln sich dann schüchternes Licht und viel Schatten ab. Nein, nicht alles ist schlecht... aber genug, um sich mit Grausen abzuwenden. "Fetter Murks für dicke Kohle" scheint dagegen das Motto bei Peterson zu sein. Da macht man sich bei Pfeifen um die 260 Euro gar nicht erst die Mühe, Lieblosigkeit und grobe Fehler zu verstecken. Wozu auch, steht ja schließlich ein berühmter Name drauf.Das muss doch reichen. Das die zuständigen "Sales-Manager" auch noch stolz-dümmlich grinsend daneben stehen, beweist für mich zwei Dinge. Einmal sind die Burschen NOCH kaltschnäuziger, als ich dachte... und zum Zweiten findet sich unter ihnen keiner mehr, der auch nur ansatzweise eine Ahnung hat, wie eine richtig und gut gefertigte Pfeife auszusehen hat!


Deutlich erholsamer gestaltete sich da der Besuch bei VAUEN. Ja, Seriosität ist auch hier Trumpf, doch die familiäre und fachlich überzeugende Atmosphäre ist überall zu spüren.
Der Chef ist da, wie immer. Herr Eckert sucht förmlich das Gespräch mit dem Besucher, ist ehrlich interessiert an Meinungen und steckt auch deftige Kritik sportlich weg... und er ist ehrlich. Mein Magengrummeln bezüglich der neuen "Minni" stieß bei ihm durchaus auf Verständnis. Er sei, so sagte er, auch lange nicht von dieser Pfeife überzeugt gewesen und man probiere es jetzt mit ihr einfach mal.
Die Designerpfeife des Jahres 2014, die Diamond, stieß auf sehr gemischte Gefühle. Sei's drum, ihren Auftrag, VAUEN im Gespräch zu halten, erfüllt sie mühelos und bei den "normalen Serien" hat VAUEN auch in diesem Jahr wieder einige schöne Asse im Ärmel.
Keine Stöckelschuh-Miezen, keine Möchtegern-Promis mit Dampfbalken im Mundwinkel.
Dafür Gediegenheit, Erfahrung und Fachwissen. Geht also auch!


Doch erst auf dem Weg "nach unten", zu den vermeintlich Kleinen (ohne Promi-Zelt, 100 KW-Beleuchtung und Sektkühler), wurde die Messe der erhoffte Spaß! Ein lustiger, lockerer und hochspannender Pole, der Äpfel aus seiner Heimat verschenkt, weil die Russen sie nicht wollen. ZIBI und seine Firma Mr. Brog gaben einem die Sicherheit, dass der Weg sich gelohnt hat. Mutige, phantasievolle Kreationen, die vor allem eines vermitteln: den Spaß an der Pfeife.


Ein englisches Paar, "very british, indeed!" Ian Walker und seine stilsicher-charmante Frau präsentierten die "Northern Briars"-Pfeifen, die Ian seit einer halben Ewigkeit auf einem englischen Kanalboot baut, dass die Walkers auch bewohnen. Wer auf "Old English Style" steht und strenge Klassik mag, wird Ian für seine Pfeifen lieben. Allerdings beweist er mit einer "Specials"-Serie, dass er auch Seeigel in Pfeifenform oder Rhodesians mit Hut zu bauen versteht.


Luciano Buzzi, der mit sehr offener Art und italienischem Charme im XXL-Pack seine Firma BREBBIA am Stand vertrat. Er kann zu jedem Shape eine ganze Geschichte erzählen und man hört ihm so gern zu, lässt sich die Feinheiten der Bohrtechnik erläutern, sich von der Schönheit und Gediegenheit seiner Pfeifen gefangen nehmen und fragt sich und IHN, warum die Firma BREBBIA nicht noch stärker auf dem deutschen Markt vertreten ist. Seine Antwort sollte hier in roter Sperrschrift stehen: "Weil mir reicht, was wir erreicht haben und ich bei gesteigerter Produktion Angst um meine Qualität hätte!" - Falls jemand von der STG mitliest, erkläre ich ihm gern, was Herr Buzzi damit meint.-


Tja... und dann das "Künstlerdorf"! Luigi Viprati, Holmer Knudsen, Kai Nielsen, Ser Jacopo (wo Giancarlo Guidi immer noch schmerzlich vermisst wird), l`anatra... künstlerische Größen mit unglaublicher Reife und rauchbaren Schönheiten, die einem den Atem rauben können. Mimmo Romeo, vor dessen Kunstwerken sogar Luigi Viprati andächtig in die Knie ging... allerdings nur, bis die beiden Brasilianerinnen im Bikini an ihm vorbei stolzierten!
Nein, die Pfeife stirbt nicht. Nicht, solange es solche Menschen gibt, die sie mit Herz und Seele erschaffen und repräsentieren.


Noch kein Wort über Tabak? Nun, das hat zwei Gründe. Erst der unerfreuliche: Bei Mostex fand sich auch in diesem Jahr die komplette Palette "Stanislaw"-Tabake. Anschauen konnte man sie, probieren war leider Fehlanzeige. Worüber soll ich also berichten? Über bunte Dosen? Gleiches Problem bei Samuel Gawith... und hier finde ich es schon unverschämt geizig, dass ein Premium-Hersteller nicht in der Lage ist, neben seine leeren Dosen auch ein paar Rauchproben zu stellen. Reichen die Preise immer noch nicht, um Gewinn zu machen? Ist es schlicht Gier oder die Angst, bei noch stärkerer Nachfrage noch mehr in Lieferverzug zu gelangen?

Zum erfreulichen Grund: Dan Tobacco! Hier konnte man mal wieder erleben, dass es auch anders geht. Probieren, was das Herz begehrt... auch die Neuheiten, wie den "Rainer Barbi", die neue Michael Apitz Aromabombe "7:1" ( ja, der heißt wirklich so. Hoffentlich haben das die Brasilianerinnen nicht gelesen!) und den "Choo Choo" als aromatisierten Flake-Strang. Vor dem Stand von Dan Tobacco steht man nicht. Man wird hinein gesaugt. Ein blendend aufgelegter Michael Apitz und ein zum Glück wieder gesundeter Heiko Behrens mit seiner gemütlich väterlichen Art sorgten für "Heimat-Gefühl", für tolle Information... einfach für Wohlfühl-Atmosphäre. Zudem gab's hier am Stand auch die hübschesten Mädels... aber die gehören zum Unternehmen und haben auch noch richtig Ahnung - DAS ist der Unterschied.


Ja, ich weiß, dass es für Pfeifen-und Tabakproduzenten nicht leichter wird. Doch ich will mich der Schwarzseherei nicht anschließen. Erst, wer sich verloren gibt, ist es auch. Kleine, aber immerhin merkliche Zuwächse gerade bei jungen Pfeifenrauchern, eine Branche, die beweglich ist und kaufmännisches Hirnschmalz besitzt und eine aus der Kultur gewachsene Resistenz gegen Wichtigtuer und Übergut-Menschen... es gibt noch feste Fundamente auf dieser Seite des Zauns. Man muss sich nur trauen, weiter darauf zu bauen. Wenn wir als Kunden dann noch denkend handeln, die belohnen, die solide faire Arbeit machen und die meiden, die uns nur verarschen, dann wird die Pfeife weiter leben.
...auch das hat die Intertabac 2014 gezeigt!

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Kärnbach - Ready Rubbed

Oops – da ist die Dose leer… Den „Ready Rubbed“ hat mir der Händler mitgegeben, weil mein eigentlicher Liebling  nicht vorrätig war. “Er ist ihm ähnlich” sagte mein vertrauenswürdiger Händler. Nun ja, das ist er. Aber er ist doch anders. Schon der Geruch verrät: In der Mischung ist Cavendish enthalten; kein Black Cavendish, aber ganz sicher heiß bedampfter und unter Druck zur Reifung gebrachter Tabak, wie er auch in einigen alten holländischen Mischungen die Basis bildet, zum Beispiel im „Amphora Full Aroma“. Ich finde diesen Geruch sehr lecker und appetitanregend.



Ab in die größtmögliche Pfeife damit und angezündet! Der Tabak ist vollmundig, lecker, süß, aber naturbelassen. Dicke Rauchschwaden umgeben mich und ich fühle mich wohl. Zurücklehnen, das Buch umblättern und leise weiter schmauchen… es fehlt nur der Ohrensessel in diesem harmonischen Ganzen.

Wo der „Gold Cut RR“ mit Virginia-Spitzen punktet, tritt hier eine Ausgewogenheit zu Tage, die man selten findet. Wo ich dort von einem Zusammenspiel verschiedener Aromen sprach ist es hier tatsächlich der gleichbleibend (gute) Geschmack, der den Tabak auszeichnet. Er ist bei weitem nicht so “spannend” wie jener, aber viel freundlicher zur Zunge und irgendwie runder und voller. Er erinnert an Heu, duftende Wiesen im Spätsommer und ganz fern auch an einen Hauch Karamell.

Mir kommt er vor wie die „Kohlhase-Version“ des DTM Tabaks „Mellow Mallard“– aber würziger durch den heraus schmeckbaren Cavendish. Es braucht nicht vieler Worte für diesen Tabak: Einfach kaufen, rauchen und zufrieden sein. Was will man mehr?


Autor: Nic Frank
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Sonntag, 21. September 2014

DTM - Bill Bailey's Cherry Blend

Appetit auf Knubberkirschen? Auf so was richtig kräftig-süßes? Heimlich Naschen und dabei rauchen? Dann sind Sie hier richtig!

Ein schönfarbendes Mischungsbild aus verschiedenen Schnittarten von Krümel bis ready-rubbed beleben den Anblick, ein appetitlicher Geruch – der seine Herkunft aus Lauenburg nicht verhehlt – entströmt dem Pouch… Rauchherz, was willst du mehr?

Ab in die (flugs in Lauenburg gekaufte Pfeife) gestopft und Feuer frei! Zwei Zündversuche, dazwischen einmal kurz den Stopfer auf den aufbäumenden Tabak gelegt und wohl an! es raucht und schmeckt.


Das Aroma ist geprägt vom Kirschgeschmack: Dicke, dunkelrote Knubberkirschen kommen mir in den Sinn. Aber auch einen Hauch Vanille meine ich zu erschmecken (wenn ich lese, was ich hier schreibe, muss ich sofort an Rote Grütze mit Vanillesoße denken – aber so krass ist es nicht). Je länger ich rauche, desto weniger deutlich – ohne je gänzlich verloren zu gehen – ist das Kirscharoma. Später drängen sich die eher vanilligen und undefinierbar süßen DTM-Aromen in den Vordergrund. Aber wenn man die Pfeife aus dem Mund nimmt und nachschmeckt, was sich im Mundraum so tut, dann ist die Kirsche wieder vorhanden.

Überhaupt: Pfeife weglegen. Für einen Aromaten relativ untypisch ist das problemlos möglich. Selbst ein Wiederentzünden lässt den Tabak nicht bitter werden oder seinen Geschmack verlieren.

Der „Cherry Blend“ raucht sich recht schnell weg – doch bis zum Ende ohne Zicken und Gesotter. Ich habe ihn fast ausschließlich filterlos geraucht und musste nur sehr selten einen Reiniger bemühen.

Der Raumduft ist ein Lady-Killer (blöd nur, dass keine Lady weit und breit zu sehen war, wann immer ich ihn rauchte) und auch die eigene Nase ist erfreut.
Irgendwann ist er dann aus, ich lehne mich zurück und freue mich schon auf die nächste Pfeife “Süßkram”…

Der „Bill Bailey’s Sweet Cherry Blend“ ist der „ich-weiß-nicht-wievielte“ Kirsch-Aromat, den ich jetzt rauche. Mit dem “Black Cherry” von S. Gawith fing es an, dann kamen die “Süße 16” und der Mac Baren hinzu… alle hatten Stärken und alle auch Schwächen. DEN einen Kirschtabak habe ich noch nicht für mich entdeckt. Wobei mir bislang der Gawith-Tabak am besten gefallen hat. Doch der „Sweet Cherry Blend“ kann schon mal gut mithalten…


Autor: Nic Frank
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Mittwoch, 17. September 2014

Petersen & Sörensen - Cadillac

Nach den letzten Versuchen im Aromaten- und Latakialager war es an der Zeit, mich wieder etwas zu erden. Und für solche Momente habe ich immer eine Dose „Cadillac“ zuhause. Er mag nichts Besonderes oder Weltbewegendes sein, aber er ist ehrlich.


Laut der Herstellerprosa handelt es sich um einen Virginia, versetzt mit natürlichen Kräuteressenzen. Ist das jetzt ein Aromat oder nicht? Mir wurscht, ich mag ihn. Wenn man die Dose öffnet, lacht einen ein relativ feiner Schnitt zwischen goldgelb und hellbraun an. Meine Nase schätzt den Geruch als etwas honigartig ein.



Ich stopfe den Tabak ganz normal in die Pfeife und entzünde ihn locker mit zwei Versuchen. Sofort kommt eine gewisse Süße daher, die aber nicht übertrieben brüllt. Er scheint mir ein relativ leichter Kumpel zu sein. Ideal für einen entspannten Sonntagvormittag auf der Terrasse. Oder zum Einrauchen einer neuen Pfeife. Irgendwann geht die Pfeife aus. Natürlich sollte man ihn langsam rauche. Als Virginia wird er sonst gerne mal heiß. Zungenbrand habe ich keinen festgestellt.

Ich empfehle ihn für Liebhaber leichter Dänen oder auch Virginiafreaks, die es auch mal süßer haben wollen. Und bei dem aufgerufenen Kurs von 7 Euro für 50 g kann man jetzt nicht sooo viel verkehrt machen. Geraucht wurde er, wie bei mir meist üblich, mit Filter. Wie er sich ohne raucht, mögen andere entscheiden.



Autor: Chris Henck

Samstag, 13. September 2014

Ost-Südost = Terra incognita? Teil 2 - Davorin Denovic - Kroatien

Der Merlin der Mooreiche

Was würden Sie zu einem Pfeifenmacher sagen, der auf seiner Webseite bekräftigt, eigentlich prinzipiell keine Pfeifen zu verkaufen? Nun, das ist zumindest ungewöhnlich. Doch, ungewöhnlich ist an Davorin Denovic einiges.

Copyright: Davorin Denovic

Zum Beispiel ist es ihm wichtig, seine Hölzer von Anbeginn an persönlich zu bearbeiten. Da wird selbst beschafft, vorbereitet, von eigener Hand zugeschnitten und dann entstehen Pfeifen sehr besonderer Art. Ja, es gibt auch Meisterwerke aus Bruyere oder aus Olive vom eigenen Baumbestand... seine große Liebe und seine in jeder Pfeife erkennbare Leidenschaft gehört aber dem Abonos, der Black Oak... der Mooreiche.

Copyright: Davorin Denovic

Was Sie auch über Morta wissen wollen... fragen Sie Davorin. Doch nicht nur sein Wissen über dieses wunderbare Holz ist nahezu grenzenlos. Er behandelt es auch mit einer Liebe, einem Respekt, einem Einfühlungsvermögen, das die Liste seiner "Ungewöhnlichkeiten" noch deutlich verlängert.

Copyright: Davorin Denovic

Allein die Informationen, die Davorin auf seiner Webseite spannend zusammen gefasst hat, lassen den Respekt vor dem Zeitzeugen Mooreiche deutlich wachsen. Oder wussten Sie, welch' gefährlicher und extrem spezieller Job es allein schon ist, die richtigen Stellen in den Flüssen zu finden und das Holz zu bergen? Wissen Sie, wie man die verschiedenen Altersstufen an der Farbe erkennt? Ich wusste all' das nicht und bin sehr beeindruckt.

Copyright: Davorin Denovic

Apropos beeindruckt sein... wenn Sie Probleme mit Schreiberlingen haben, die vorbehaltlos ins Schwärmen geraten, lesen Sie jetzt besser nicht weiter. Nun geht es nämlich los! Mich überwältigte sprachloses Staunen, als ich die Meisterwerke, die Davorin aus der Mooreiche schafft, das erste Mal sah. Dabei geht es nicht in der Hauptsache um die liebevoll-perfekte Handwerksarbeit, die es zu bewundern gibt. Für mich strahlen seine Pfeifen einen Geist aus. Einen Geist, der Davorins Liebe zu diesem Werkstoff in jedem Zentimeter vermittelt. Die feinfühlige Rücksicht auf die Maserungen, die Eleganz, mit der fließende Linien und krasse Absätze zueinander finden und sich ergänzen... das ist ganz großes Kino!

Copyright: Davorin Denovic

Applikationen, die in Material und Farben harmonisch abgestimmt sind und so den Fluss einer Form ideal betonen, ohne sich zum Selbstzweck aufzuspielen, tun das Übrige. Ausgeglichenheit, Respekt für die Schönheit der natürlichen Werkstoffe und der unbedingte Wille, diese Schönheit maximal zur Geltung zu bringen... all' das, was Davorin in seiner Seele trägt, versteht er, seinen Pfeifen mit auf den Weg zu geben. Mehr geht nicht - davon bin ich überzeugt.
und damit man das alles auch im Bild genießen kann, finden sich auf Davorins Webseite Bilder von erstklassiger Qualität. Schauen Sie einmal rein: (http://davorinmortapipes.wordpress.com/) und lassen Sie sich unter der Rubrik "Wall of fame" von einer Formensprache verzaubern, die es so kein zweites Mal gibt.

Alles ist natürlich Geschmackssache. Wenn ich aber meine persönliche Empfindung hier einbringen darf, gehört Davorin für mich zu den Top 10 - Pfeifenmachern dieses Planeten... und in Sachen Morta ist er die klare Nr.1.

Copyright: Davorin Denovic

Copyright: Davorin Denovic

Nein, natürlich kann ich nicht für mich in Anspruch nehmen, sein Entdecker zu sein... dafür komme ich viel zu spät. Davorin hat eine ganze Reihe Fans, auch im deutschsprachigen Raum. Fans, für die er auf Wunsch sogar 9-mm gefilterte Pfeifen baut. Seine größte Anhängerschaft befindet sich aber wohl in den USA, wo man seine Fähigkeiten, seine Kunst schon lange schätzt... und das vollkommen zu recht.

Was mir an diesem Mann zusätzlich imponiert, ist die herzliche und freundschaftliche Art, die einen empfängt, wenn man zu ihm Kontakt aufnimmt. Versuchen Sie es einmal... es ist soviel wärmer, als man es in unseren Breiten eigentlich gewöhnt ist.

Copyright: Davorin Denovic

Copyright: Davorin Denovic

Davorin Denovic... für mich der Michelangelo der Mooreiche... und es ist mir absolut egal, wenn ich mich mit solch' dicker Schwärmerei völlig aus der objektiv-sachlichen Umlaufbahn schieße! Natürlich kam es, wie es kommen musste. Seine "Disco Volare" aus über 5000 Jahre alter Mooreiche, kombiniert mit einem weißen Mundstück mit Perlmutt-Effekt ist auf dem Weg zu mir. Wenn Ihnen also die Schwärmerei noch nicht zu viel ist und sie ein wenig mehr über Mooreiche wissen möchten, werfen Sie einen Blick in mein Video

Ihr Ralligruftie



Autor: Ralf Dings

Mittwoch, 10. September 2014

Selfmade - Ein Selbstfindungsexkurs!

Nein, liebe Freunde im Rauche: Das Foto entstammt nicht einer ethonologischen Sammlung zu Tecumseh und seinen Friedenspfeifen. Es dokumentiert nichts weniger denn meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Tücke des Objekts und letztlich mein einzugestehendes handwerkliches Scheitern und Unvermögen. Nachdem unsere örtliche Volkshochschule zwar Kurse zum/zur diplomierten Kornkreis Designer(In) anbietet, aber keine praktischen Kurse in der Herstellung von Tabakspfeifen, ging ich wohlgemut selbst zu Werke. Einen Rohling in Lauenburg erworben und die heimische Werkzeugkiste durchstöbert, schritt ich munter zur Tat -- frei nach dem Werbe Motto aller Bau- und Heimwerkermärkte:

"Wir machen Sie zum Macher!"

Meine verbalen Ergüsse während der Fertigung dieses Rauchholzes sind leider nicht zitierfähig. Es wird jedoch definitiv bei der Seriennummer #01 des Shape pot de chambre bleiben. Die alte Weisheit, dass sich Kunst von Können ableitet, wurde mir im praktischen Selbstversuch mehr als deutlich vor Augen geführt. Nein, es ist eben nicht mit einem Rohling, ein paar Bögen Schleifpapier verschiedener Körnung, sowie einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung getan!


Meine Hochachtung den Meistern der edlen Kunst der handwerklichen Pfeifenfertigung gegenüber nahm geradezu gewaltige Ausmaße an. Nicht nur an Ihrem handwerklichen Geschick, sowie an Ihrer künstlerischen Phantasie gebricht es mir offensichtlich vollständig, sondern auch an Ihrem Gefühl fürs Material. Manch Profi hätte wohl beim Anblick meiner Werkelei schreiend sein Heil in der Flucht gesucht. Ich weiß nun eindeutig, dass mein Part der des Rauchers ist und auch bleiben wird. Im Fachbereich Holzbearbeitung überlasse ich das Feld gerne den Könnern und werde mich an Ihren Produkten erfreuen. Künftig werde ich mich nur noch auf das Spalten von Brennholz für den heimischen Kamin beschränken.

P.S.: Meine Daumensehne überlebte den Selbstfindungsexkurs unverletzt -- meine Tabak- und Whisky-Vorräte nicht!




Liebe Grüße aus des Landes Süden!


Gastautor: Dr. Maximillian Georg Kellner

Sonntag, 7. September 2014

VCPÖ - Selection #3 "English Mixture"

Als zweite österreichische Mischung habe ich den VCPÖ Selection #3 - "Englisch Mixture“ probiert. Die Selection #3 - "English Mixture“ ist eine englische Mischung aus Latakia, Virginia und Java. Der Tabak wird ebenso wie die anderen Selections der VCPÖ von Planta hergestellt und in Österreich in ausgewählten Trafiken als 50 g Pouch oder 100 g Dose angeboten. Die Beimischung von Java, anstatt der sonst üblichen Burleys oder Orient Tabake, ist eine interessante Variante. Der Tabak ist ein loose Cut und leicht feucht, wenn man den Pouch öffnet.

Das Tabakbild weist die üblichen hellen und dunklen Schattierungen einer englischen Mischung mit Virigina- und Latakiaanteilen auf. Der Latakia wurde in dieser Mischung aber nur als Würztabak verwendet und ist daher nicht allzu hoch. Der Duft, der einem beim Öffnen des Pouches entgegen strömt, riecht verlockend nach Tabak, Rauch, Leder und Erde.
Die „English Mixture“ lässt sich gut in die Pfeife einbringen, mit ein paar Streichhölzern entzünden und ohne viel Nachstopfen bis zum Schluss durch rauchen. Er brennt gut herunter, verursacht auch bei etwas heftigerem Ziehen keinen Zungenbrand und ist sehr angenehm zu rauchen. Im Geschmack dominiert am Anfang eindeutig die Würze und Rauchigkeit des Latakia, unterschwellig ist eine Erdigkeit vorhanden, die ein wenig an Herbstlaub erinnert. Auch Anklänge von Leder und Nüssen sind zu finden. Mit der zweiten Hälfte der Füllung wird der Tabak etwas stärker, auch wenn der Nikotingehalt nicht hoch ist.

Der Selection #3 - "English Mixture“ ist eine relativ leichte, gut ausgewogene Mischung, die durch die Beimischung von Java eine sehr interessante Note erhält. Schnitt und Feuchtigkeit sind sehr gut und sorgen für ein optimales Rauchvergnügen. Die „English Mixture“ eignet sich als Tabak für den ganzen Tag und ist daher auch für Anfänger durchaus zu empfehlen. Wer den charakteristischen Geschmack einer klassischen englischen Mixture, ohne zu viel Latakia, mit einer interessanten Java Note genießen möchte, ist hier genau richtig. Für mich war es der beste der 4 VCPÖ Selection Mixtures und ich werde ihn weiterhin gerne rauchen.

Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land


Autor: Torsten Wieczorek

Mittwoch, 3. September 2014

Ost-Südost - Terra incognita? Teil 1 - Henryk Worobiec - Polen

Natürlich sind Pfeifenmacher aus dem östlichen Europa dank der sozialen Netzwerke hierzulande keine völlig unbekannte Spezies mehr. Daher das Fragezeichen in der Überschrift. Es ist aber auch dort, weil sich bei der Beschäftigung mit diesen Pfeifenmachern und -manufakturen einige Fragen aufwerfen. Kennt man sie wirklich? Kennt der deutsche Handel sie auch?... und wenn ja, warum sind sie auf dem hiesigen Markt kaum vertreten? Warum vermarkten sich Macher und Firmen aus diesen Breiten nicht besser im deutschsprachigen Raum?

Ich möchte Ihnen in dieser Reihe eine Auswahl von Serienpfeifen-Herstellern und Pfeifenmachern vorstellen, die mir bei meinen Streifzügen durch diesen spannenden Teil der Pfeifenwelt besonders aufgefallen sind. Beginnen möchte ich heute mit einer Manufaktur aus Polen:

Im Jahr 1979 übernahm Henryk Worobiec die Pfeifen-Manufaktur in Przemysl von seinem Vater, der sie 1954 gründete. Seitdem befindet sich die Firma immer noch in Familienbesitz. Herr Worobiec macht auf seiner sehr informativen Webseite klar, dass auch heute noch handwerkliche Genauigkeit und Tradition im Unternehmen eine große Rolle spielen. Gänzlich unbekannt dürfte der Name eifrigen YT-Sehern übrigens nicht sein. Vor einigen Jahren stellte Dieter Niermann zwei der Pfeifen des Hauses vor... und äußerte sich recht beeindruckt.

Copyright: Henryk Worobiec

Bei manchen Shapes huscht einem vielleicht ein Lächeln aufs Gesicht. Da werden Erinnerungen an Stanwell und Big Ben wach. Na, wenn schon... so, wie ich die polnische Art Pfeifen zu bauen inzwischen kennen lernen durfte, sind Henryk Worobiecs Pfeifen sicher besser, als manch' zweifelhaftes Werk, dass uns unter dem Namen Stanwell aus Italien erreicht. Hier mal ein paar Beispiele, die allesamt einen sehr wertigen Eindruck machen:


Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Etwa 80% der Fertigung erfolgt mit 9-mm-Filter. Es finden sich aber ebenso klassisch-zarte Shapes ohne Filter im Programm. Wer sich die Palette ansieht, bekommt Lust auf mehr. Auch und gerade, wenn man sich anschaut, wie liebevoll präsentiert und verpackt jede einzelne Pfeife wird.

Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Copyright: Henryk Worobiec

Schauen Sie sich die Webseite unter: http://www.fajka.przemysl.pl/ doch mal in Ruhe an. Es gibt auch eine englische Fassung-zum besseren Verständnis... und es lohnt sich. Wenn Ihnen gefällt, was Sie sehen, schreiben Sie es Herrn Worobiec doch einfach. Er freut sich sicher, da er schon großen Spaß daran hatte, in einem deutschsprachigen Blog Erwähnung zu finden. Apropos: Die deutsche Sprache scheint kein Hindernis zu sein... dafür existiert wohl ein Übersetzer.

Für mich stellt sich abschließend die Frage, warum so viele Händler im deutschsprachigen Raum über ein "mangelndes Angebot" nölen... und man dann solch' wunderbar in unseren Markt passende Pfeifen hier gar nicht erst kaufen kann. Wissen Sie eine Antwort? Wenn nicht, fragen Sie doch mal den Händler Ihres Vertrauens... vielleicht wird er dann wach!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Montag, 1. September 2014

Orlik - Racing Green

Wenn man schon mal in Dänemark ist, dann muss man sich auch einen Tabak kaufen, den es in Deutschland nicht gibt. So wie diesen hier. Ich übersetze mal die Tabakbeschreibung: „Ein kontrastreicher Tabak aus Virginia-Tabaken des Old Belt (USA), Brasilien und Afrika. Gemischt mit Buley-Tabaken aus Mexiko und Malawi, abgerundet mit ein wenig Black Cavendish.” Schon diese Beschreibung sagt: Es ist ein naturbelassenes Kräutchen.


Dargereicht wird der Tabak in einer Art ready rubbed. Und das sieht wirklich schön und appetitlich aus. Die schwarzen Tupfen des BC geben dem gleichmäßig gelb-braunen Mischungsbild ein paar Akzente. Nicht allzu fest gestopft lässt sich der Racing Green“ mit zwei Versuchen entzünden. Von Beginn an wird die Zunge von einem sehr sanften, natürlich süßem Rauchgeschmack umhüllt. Es empfiehlt sich aber sehr, den Tabak nur aus filterlosen Pfeifen zu rauchen. Denn – egal ob Meerschaum oder Aktivkohle – jeder Filter entzieht dem Tabak jegliches Aroma und es bleibt nur warme Luft über. Das mag ein Grund dafür sein, dass es diesen Orlik-Tabak im Land der Filterraucher nicht gibt.

Wenn man jedoch auf jeglichen Filter verzichtet, dann hat der Tabak wirklich etwas zu bieten. Es ist nichts, wo man “Wow” schreien muss oder will, aber er schmeckt einfach gut. Natürlich und sehr sanft (auch zur Zunge) – etwas leicht vielleicht, so dass er wohl für den späten Nachmittag oder Abend ausfällt. Doch tagsüber – auch nebenher geraucht – ist der Racing Green“ ein ordentlicher Begleiter durch den Tag.

Aufgrund des Schnitts lässt sich der Tabak sehr langsam rauchen, er gibt nur wenig Kondensat ab und wird zu recht feiner, grau-weißer Asche. Es empfiehlt sich, diese ab und an etwas nach zustopfen und auf die Glut zu legen. Sie kann erstaunlich fest sein.
Der Raumduft ist relativ schwach ausgeprägt und es fällt kaum auf, dass man raucht.
Alles in allem: Kein Tabak, für den man eine Reise nach DK planen muss, aber wenn man keinen Tabak dabei hat, ist er in jedem Falle die 65 Kronen wert.


Autor: Nic Frank
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