Willkommen bei Jogi-wan...

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Donnerstag, 27. Februar 2014

Exclusiv - Royal (Pöschl)

Exclusiv Royal- Die Zeitmaschine

Dieser Tabak duftet für mich nach Hans-Joachim Kulenkampff, Vico Torriani und Peter Frankenfeld. Mama mochte es nicht, wenn Papa zum Fernsehen seinen geliebten "Kiepenkerl Gold" rauchte. Sie befand, der stinke... und so wich Papa auf den "Royal" aus, der ihm auch schmeckte und sooo viel besser roch... und da ich als Steppke Samstags auch mal abends mit vor den Fernseher durfte, erweckt der mild-süße und gar nicht aufdringliche Duft des Tabaks heute noch wirklich schöne Erinnerungen in mir.


Genau wie der Soldat mit der Bärenfell-Mütze. Ich durfte mit zum Tabakkauf und während Herr Zander senior meinem Vater die sanft aromatisierte Orient/Virginia/Burley-Zusammensetzung des "Royal" erklärte, bewunderte ich die Figur des Soldaten von Exclusiv, die dort auf der Theke stand... und immer noch da steht! Direkt neben der "Feuerzeug-Säule" aus Edelstahl... mit Zigarrenschneider und massivem Zündhebel. Es hat sich so viel verändert, seit damals... doch den „Exclusiv Royal“ gibt es immer noch. Ein Fels in der Brandung... und er ist immer noch gut. 



Man riecht eine milde Fruchtnote beim Öffnen der Dose. Im Geschmack tritt sie aber völlig in den Hintergrund, unterstützt mit feiner Süße die Orients. Zur Hälfte der Füllung stimmt der Burley deutlicher ins Konzert ein, während der Virginia eher den "Hintergrund-Part" übernimmt. Nein, der Schnitt ist nicht wirklich ein Cube, Granulat ist da in der Tat passender. Einfach einrieseln lassen, leicht andrücken - los gehts! Auch und gerade für Beginner kann Pfeife stopfen nicht einfacher sein. Feine Tabaknoten mit leicht lieblicher Note begleiten einen durch die ganze Füllung. Immer mild, kühl, sanft und gleichmäßig glimmend... bis nur noch ein paar Krümel graue Asche bleiben.


Ein entspannter und entspannender Tabak. "Good old times" gelten aber nicht nur für den Geschmack. Es gibt ihn auch immer noch in der klassisch gestalteten Blechdose mit 50 Gramm. Praktisch-stabil, mit Gummidichtung im Deckel und zusätzlich in Folie verpacktem Tabak. Wo findet man derart liebevolle Verpackung noch für 7 Euro? Einzig die idiotisch-besserwisserischen Sprüche auf dem Deckel stören... die sind einem früher erspart geblieben!


Was also macht der "Exclusiv Royal" heute falsch? Warum haben ihn die heutigen Raucher kaum noch auf dem Schirm? Nun, er glänzt eher mit inneren Werten, statt mit schreiendem Ampel-Design. Ist eher gediegen, als exotisch. Legt mehr Wert auf Ausgereiftheit, denn auf großen Auftritt. ....und wird dadurch in einer Zeit, in der täglich eine neue Sau durch das Dorf getrieben wird, gern mal übersehen. Zu Unrecht - soviel steht fest. Denn er frisst alle Budget-Tabake der letzten Jahre mühelos zum Frühstück!

Zusätzlich leidet der "Royal" darunter, dass sein Produzent Pöschl zwar mühelos mit den Pfunden der Qualität und Tradition wuchern könnte, aber nicht den Arsch hoch bekommt, um für seine Pfeifenecke etwas zu tun... nicht einmal, wenn man ihm dafür Unterstützung anbietet. Das ist traurig, wurschtig und unverständlich. Schade für die guten Tabake!
Der "Royal" kann aber nichts dafür und sei Ihnen wärmstens ans Herz gelegt. Als Neuentdeckung oder als wunderbar aromatischer Nostalgie-Trip. Ganz nach Gusto
und Reifegrad des Rauchers.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Dienstag, 25. Februar 2014

Orlik - Golden Sliced

Der Orlik „Golden Sliced“ – liebevoll auch „OGS“ genannt – begleitet mich schon viele Jahre. Mal mehr, mal weniger intensiv. Aktuell habe ich ihn wieder einmal im Anbruch – weil ich ihn mit dem Kärnbach „300“ vergleichen möchte. Denn immerhin habe ich ihn dort als “Klone” des „OGS“ beschrieben. Doch ganz richtig ist das nicht. Verwandte sind die beiden, sogar enge Verwandte – aber keine Zwillingsbrüder. Der „OGS“ ist – ich bin selbst erstaunt – der etwas bissigere von den beiden Brüdern.

Doch der Reihe nach:

In dem Pouch liegt ein ganzer Strang – so, wie er vom Flake-Kuchen abgeschnitten wurde. Das sieht lecker und schön aus. Und das riecht auch gut. Natürlich heuig, mit einer Spur von etwas, das ich als “zitronenfrischen Anisduft” definieren würde. Allerdings halte ich diesen Geruch für natürlich. Eine echte Aromatisierung verneine ich. Ich franse mir von dem recht festen Strang das für eine Füllung Nötige ab, zerbreche es etwas in der hohlen Hand und stopfe es leicht in die Pfeife – je weiter die Bohrung, desto besser. Jetzt ein, zwei Zündversuche und das war dann auch schon.


Was bei allen Orlik-Tabaken, die ich bisher geraucht habe, erfreut, ist, dass sie immer genau die rechte Feuchte haben. Da kann sich meine geliebte Firma aus Rellingen gerne ein Scheibchen von abschneiden. Denn Orlik heißt Pouch auf und genießen… während K & K oft zu tagelangem Warten zwingt. Allerdings – auch das darf nicht verhehlt werden – muss man eine geöffnete Dose oder einen geöffneten Pouch zügig leeren. Die Orliks trocknen sehr schnell aus.

Jedenfalls: Von Beginn an umspielen sanfte, zarte, nur wenig rauchige, aber aromatische Züge die wartende Zunge. Der Tabak ist leicht. Aber er hat etwas, das mich immer wieder gern zu ihm greifen lässt. Diese sanfte Süße hat Suchtpotential! Der „OGS“ war nicht zufällig der Tabak, der mich zum VA-Flake-Genießer werden ließ? Im Geschmack ist wenig von dem oben erwähnten Anis-Aroma anwesend, das leicht zitronige ist jedoch immer dabei. Dieser Geschmack, gepaart mit der leichten Rauigkeit ist es, was für mich einen guten VA-Flake ausmacht. Vor allem, wenn man (wie ich) filterlos raucht, kann es schon mal vorkommen, dass einem die Zunge den Dienst quittiert. Beim „OGS“ ist das nicht der Fall. Es sei denn, man raucht den Tabak rotglühend. Vor allem zu Beginn einer Füllung muss man etwas vorsichtiger sein. Sobald sich schützende Asche über die Glut legt, ist ein kühles Rauchen ein Kinderspiel. Der „OGS“ ist kein Tabak, der viel Aufmerksamkeit benötigt; ein All-Day-Smoke, der auch nicht sonderlich belastet und von dem ich an einem Vormittag auch schon mal zwei Pipken weg dampfe… Übrig bleibt etwas Asche und ein wunderbar satter Duft im Zimmer…

Und was hat er nun mit dem oben erwähnten Kärnbach „300“ gemein? Er ist vom gleichen Stamme. Der „300“-er kommt mir jedoch eine Spur süffiger, runder vor. Der „OGS“ zeigt auch häufiger diese VA-typischen Spitzen, welche ich so mag. Ich denke aber, dass diese sehr feinen Nuancen zwischen den beiden Tabaken kaum jemanden auffallen dürften. Und nur, wenn man sie parallel raucht.


Autor: Nic Frank
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Sonntag, 23. Februar 2014

McClelland - Blue Mountain

Blue Mountain Latakia – Machen Sie eine Reise in die Vergangenheit!?
Reich an feinsten Blue Mountain Latakia, eine klassische, volle Balkan-Mischung, weich und voll Aroma. Die Inspiration für diese elegante Mischung war eine 21-jährige alte Dose der legendären Balkan Sobranie Mixture No. 759“ – so beschreibt McClelland ihren „Blue Mountain“.

Warum soviel Phatos? Warum die Geister der Vergangenheit bemühen?
Die Mixture No. 759 ist ein Klassiker und gilt Vielen als unerreichte Balkan-Mischung. Wohl dem, der noch eine Dose sein Eigen nennen kann; ihm sei der Genuss von Herzen vergönnt.
Ich halte nicht viel davon, verblichende, alte Mischungen mit den Tabaken von heute vergleichen zu wollen. Zu unterschiedlich sind die Voraussetzungen, als sich ein aussagekräftiger Vergleich machen ließe. Tabak ist eine verderbliche Ware und viele der alten Sorten, wie syrischer Latakia, oder speziell Blue Mountain Latakia, sind schwer oder gar nicht mehr zu bekommen. Heute gibt es Tabake in hervorragender Qualität, die keine Vergleiche notwendig haben und für sich sprechen.

Für sich spricht auch der „Blue Mountain“ von McClelland. Die Inspiration ist bei jeder Füllung zu spüren. Für mich, um es vorweg zu sagen, einer der besten Balkan-Mischungen, neben der „English Balkan“-Mischung von Huber und dem „Tuarekh“ aus der foundation by musico Serie von HU-Tobacco, die ich bisher geraucht habe.
Von der McClelland Tabaken anhängenden KetchUp-Note habe ich beim Öffnen meiner Dosen bisher wenig bis gar nichts wahrnehmen können; stattdessen voller, satter Latakiaduft, ein Hauch von Leder und Erde. Das Tabakbild ist ein Loose Cut, geprägt vom satten Schwarz des Latakias, gemischt mit einigen braunen und hellbraunen Sprenkeln von anderen Orienttabaken und dunklem Virginia.
Der „Blue Mountain“ lässt sich ohne Probleme in die Pfeife einbringen und entzünden. Er glimmt ohne Zicken und mehrfachem Nachzünden anstandslos runter, bis nur noch ein Häufchen weißer Asche am Boden des Pfeifenkopfes zurückbleibt.
Er lässt sich ebenso problemlos rauchen, ist aber erstaunlich leicht im Vergleich zum „English Balkan“ von Huber und kommt eher wie ein Engländer daher, vergleichbar vielleicht mit dem „Frog Morton‘s Cellar“ von McClelland, der Huber „Smoking Mixture“ oder dem „Fayyum“ von HU-Tobacco. Geschmacklich dominiert beim „Blue Mountain“ jedoch eindeutig die Würze und Rauchigkeit des Latakia. Schon mit den ersten Zügen schmeckt der Tabak kräftig, würzig und vollmundig. Die anderen Orienttabake flankieren den Geschmack durch ihre delikate Note. Der Virginia ist kaum zu spüren und bleibt dezent im Hintergrund mit einer ganz leichten Süße.

Die Raumnote ist nicht unangenehm oder aufdringlich, wenngleich für empfindliche Nasen eher ungeeignet.
Als Fazit lässt sich festhalten, der Tabak ist auf alle Fälle eine Empfehlung wert, besonders für Latakiajünger und Anhänger der englischen Mischungen. Er ist auf jeden Fall eine Versuchung wert.
Erhältlich ist der McClelland „Blue Mountain“ bei 4noggins.com und kostet USD 10,19,-- die 50g Dose.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land


Ihr Torsten Wieczorek

Sonntag, 16. Februar 2014

Pfeifenraucher des Jahres - Eine teure Werbeveranstaltung!


Was ist an der Ehrung zum "Pfeifenraucher des Jahres" eigentlich so besonders? Nun, zunächst einmal, dass der Titel in Deutschland überhaupt noch vergeben wird. Die Kollegen von den britischen Inseln haben z.B. schon 2004 dem Druck der faschistischen Hetzjagd der Politik auf die Raucher nachgegeben... und auf weitere Titelverleihungen verzichtet. Das beweist zumindest, dass das "Tabakforum e.V" und dessen Vorsitzender, Patrick Engels, deutlich strammere Lobby-Waden hat, als es bei den Tabakindustrie-Vertretern Großbritanniens der Fall ist. Ja, der "Pfeifenraucher des Jahres" ist ein Lobby-und Industriepreis - damit dürfte man nichts Neues verraten. Man muss nicht einmal irgendwelche Verdienste für die Pfeife erworben haben, es reicht, wenn man werbetechnisch gut ausgeschlachtet werden kann... nur dazu dient das ganze Brimborium letztlich.

Der aktuelle Preisträger ist Bundestagspräsident Norbert Lammert... und das ist ok - es war nämlich schon deutlich schlimmer.


Tobias Moretti; Copyright: Münchner Merkur

Den absoluten Tiefpunkt dürfte wohl die Wahl von 2002 darstellen, wo man den Theatermimen und Hundekommissar Tobias Moretti bei der „Siegerehrung“ mit Haifisch-Grinsen, Miami Vice-Sonnenbrille und Victory-Zeichen bewundern durfte. Beim Betrachten dieser Bilder konnte man schon einmal auf die Idee kommen, dass es nicht schlecht gewesen wäre, die Verleihung des Titels noch VOR den Briten einzustellen. So richtig klar wurde der Sinn der Titelverleihung im Jahr 2011, als plötzlich der "liebe Horst" als Preisträger durch die Medien "lichterte". Das war der Jackpot für die verleihende Industrie. Lichter-Tabak, Lichter-Pfeifen... wo man konnte, schob man den Genuss-Gutmenschen Horst Lichter an ein Podium und baute sich mit sattem Grinsen dahinter auf. Solch' geeignete Opfer findet man selten

Nun kann man es aber auch nicht jedem recht machen. Es ist ohnehin schwierig, den richtigen Kandidaten zu küren. Nicht, weil es so viele Anwärter gäbe... nein, weil niemand den Titel haben will! In der heutigen Gesellschaft der Duckmäuser, Leisetreter und Speichellecker ist es Personen des öffentlichen Lebens (vor allem Politikern) gar nicht mehr recht, wenn man ihnen Charakter und Leidenschaften nachsagen kann. Schließlich ist es wichtig, aalglatt und beliebig austauschbar zu sein... damit einen auch der schwachsinnigste Extremist noch für "nett" hält und als "wählbar" empfindet. Die richtigen Typen sind rar geworden, weil sie sich selbst abschaffen.

Nobert Lammert; Copyright: Thüringische Zeitung

Was waren das noch für Zeiten, als ein Norbert Blüm nicht nur den Titel mit Stolz trug, sondern auch seine Lieblingspfeifen mit Überzeugung in jede Kamera hielt. Auch, wenn er ein paar Jahre später im Rateteam des wiederbelebten "Was bin ich", (angeblich) nicht in der Lage war, Rainer Barbi zu erkennen und dessen Beruf zu erraten! Vorbei auch die Zeiten, als ein Peter Struck, Pfeifenraucher des Jahres 1995, nach Beschluss des Rauchverbotes in öffentlichen Gebäuden (wie dem Bundestag) polterte, er würde weiterhin rauchen, wann und wo es ihm passt. Norbert Lammert selbst sorgte bei seiner Ehrung im letzten Jahr für DIE eigentliche Sensation: Er bekam, als Politiker, einen Preis verliehen, bestand aber darauf, dass KEINE Kameras anwesend sind - spätestens das sollte zum Nachdenken anregen! ...und während man im VdR (Verband der Rauchtabak-Industrie) bereits darüber nachdenkt, wen man als nächstes werbetechnisch ausschlachten könnte, hätte ich einen Vorschlag:

Wie wäre es denn, endlich einmal Leute auszuzeichnen, die den Titel wirklich verdient haben? Dr. Heiko Behrens oder Gerd Jansen, als Urgesteine der deutschen Tabak- und Pfeifenwelt, Karl Heinz Joura oder Jan Harry Seiffert aus der verdienten, alten Garde deutscher Pfeifenmacher, Alexander Eckert als Chef der Firma Vauen und Familienmitglied der Sippe, die schon seit 166 Jahren Qualitätspfeifen in Deutschland fertigt. Oder wie wäre es endlich mal mit der Pfeifenraucherin des Jahres, lieber Macho-Club VdR Margret Schmitz, als erste und einzige gelernte Pfeifenmacherin Deutschlands wäre ebenso würdig, wie Frau Dr. Stiller, die bei Planta einen verantwortungsvollen und schwierigen Job macht!

Doch lieber ein Politiker? Ok, dann José Bové, den Spitzenkandidaten des grünen Europa-Wahlkampfes. DER hat jedenfalls keine Angst, zu seiner Pfeifen-Leidenschaft zu stehen! Und wer jetzt anmerkt, dass Monsieur Bové kein Einheimischer ist.... DAS ist Herr Moretti auch nicht! Mit solchen möglichen Preisträgern käme man jedenfalls weg von der teuren Schmierenkomödie zu Werbezwecken und hin zu einem Signal, zu einer RICHTIGEN Ehrung!


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Samstag, 15. Februar 2014

News 2014: Eine Neue von Manfred Koziolek

Es gibt mal wieder Neues aus Solschen (Ni). Mehr Informationen gibt es hier. (rr)

Nr. 438; Copyright: M. Koziolek

Nr. 438; Copyright: M. Koziolek

Donnerstag, 13. Februar 2014

DTM - Die Ocean-Liner-Serie

Diese wunderschönen Bildchen, die man auf den Dosen der Ocean Liner-Serie von DTM sieht, blinzeln mich schon seit geraumer Zeit aus dem Katalog heraus an. Unschwer ist zu erkennen, dass es sich bei den Motiven um die Dampfschifffahrt des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts dreht. Diese Serie, mit vier aromatischen Tabaken, findet sich seit dem Jahr 1997 im Programm von Dan Pipe. Anfangs noch in echten Schmuckdosen, welches durch die eingeführten Warnaufkleber sein Ende fand, kann man die Tabake seit dem Jahr 2000 so wie abgebildet erwerben. Für alle vier Mischungen zeichnet Jürgen Westphal verantwortlich. Hin und wieder findet man noch einen Hinweis darauf, dass es sich um fünf Tabake in dieser Tabak-Linie handelt. Der fünfte im Bunde WAR ein naturnahe Virginia-Mixture, die aber thematisch nicht passte und deswegen aus dem Ocean-Liner-Programm raus genommen wurde. Im Übrigen wurde diese Mischung nie wieder aufgelegt, auch nicht unter anderem Namen.


American Line – Flake & Cavendish

Man findet in dieser Mischung helle und mittelbraune Virginias, vereinzelt kleine Flakestückchen und natürlich Black Cavendish. Der Duft ist süßlich, man spürt ein klares, nicht aufdringliches Vanille-Casing. Wie die anderen Mischungen auch, lässt sich der Tabak leicht und unkompliziert in die Pfeife einbringen. Im Geschmack findet sich ein süßlicher Vanille-Aromat, wobei der Tabak nicht wie zu gekleistert wirkt. Auch die natursüßen Virginias dürfen und sollen im Gesamtgeschmack noch ein Wörtchen mitreden. Leicht bis mittelstark, und im Raum macht sich eine angenehme Raumnote breit. Ehrlich gesagt: Mir schmeckt dieser Vanille-Aromat genau so, wie er schmecken soll. Ein Leckerchen.... sehr gut gelungen!






Mail Steamers To New York – Black & Gentle

In der Hauptsache handelt es sich um einen dunklen Black Cavendish, der optisch mit etwas hellem, goldfarbenen Virginia aufgemotzt wurde. Der Duft ist fruchtig, im Hintergrund schwingt etwas liebliches mit, was aber irgend wie undefinierbar erscheint. Im Geschmack verdrängt dann die angebliche und deklarierte Kokusnote das Fruchtige. Und das ist gut so. Ein Hauch von Karibik-Feeling soll vermittelt werden, da kann man sich gedanklich drauf einlassen. Es wirkt alles sanft und schmeichelnd. Und ganz wichtig: Das Aroma ist toll und es erschlägt einen nicht. Dieser Tabak gefällt mir persönlich noch ein kleines bisschen besser als der „American Line“. Ein echtes Nachmittagsschmankerl, gemütlich mit einer Tasse Kaffee rauchtechnisch zum naschen und hochwertigem Aromaten genießen. Die Raumnote ist auch hier deutlich und angenehm, allerdings anders als beim „American Line“ kann man sich hier durchaus die Frage stellen, was es denn ist, was hier so angenehm riecht.




Süd-Brasilien-Linie – Sweet & Easy

Ein höher anteiliger Virginia, gerissen, mit einem recht hohen Anteil von Black Cavendish. Es findet sich ein sehr ansprechendes Tabakbild Der Duft ist fruchtig, sehr fruchtig sogar, mit einem Hauch von Vanille. Im Geschmack sehr angenehm, obwohl ich nicht verorten kann, um welche Früchte es sich handelt. Ein Verdacht auf Banane? Klingt gewagt, ohne Zweifel. Oder ist es doch die Vanille? Auf jeden Fall behält das Fruchtige gegenüber der Vanille die Oberhand. Auch hier höchstens leicht bis mittelstark dürften die Früchtefans eher hier zugreifen. Im Raum? Aromatisch... auch nicht unangenehm!







Deutsche Ost-Afrika-Linie – Black & Bright

Hier gibt es helle und rötliche Virginias, gepaart mit Black Cavendish. Und der Duft? Sehr fruchtig.... sehr beerig. An sich ein sehr ausgewogener Geschmack, wenn ich mal davon absehe, dass ich nicht der Früchtefan im Tabak bin. Tropisch verspricht die Beschreibung. Aber irgendwie habe ich im Gefühl, ohne dass ich es weiß, dass mich in dieser Richtung vielleicht TIMM'S „Caribbe Cocktail“ mehr an macht. Den habe ich allerdings noch nicht geraucht. Für mich persönlich wohl der Schwächste in dieser Tabak-Linie, aber: Alles Geschmackssache!!








Für alle Ocean-Liner-Mischungen empfehle ich größere Köpfe, damit sich das Aroma etwas ausbreiten und so seine Wirkung zeigen kann. Alle Tabake sind qualitativ sehr hochwertig, bei denen sich ein Freund von aromatischen Mischungen im Grunde genommen nur DIE Geschmacksrichtung heraus suchen muss, die ihm am meisten liegt.



Autor: Ralf Ruhenstroth

Dienstag, 11. Februar 2014

Alte Tabakstube - My Mixture #4

Es gibt sie noch, diese entschleunigenden Momente im Alltag, in denen man aus der Hektik, die einen umgibt, herauszutreten scheint und eine Oase der Ruhe, der Gemütlichkeit und Behaglichkeit findet, wo man dem Genuss mit seinen Sinnen frönen kann. Eine solche Umgebung ist z.B. die „Alte Tabakstube“ in Stuttgart. Zentral in der Nähe des Schlossparks am Schillerplatz 4 gelegen, aber doch weit genug vom Trubel der Fußgängerzone entfernt, durch einen kleinen unscheinbaren Durchgang zu erreichen. Schließt man die Türe der Tabakstube hinter sich, so bieten sich einem zahlreiche köstliche Single Malts und andere Spirituosen, Zigarren, Pfeifen und Pfeifentabak.
Die „alte Tabakstube“ ist Mitglied der John Aylesbury-Gruppe, einem Verbund von gut 50 eigentümergeführten Traditionsunternehmen im Tabakwaren-Einzelhandel, zu denen u.a. Pfeifen Schneiderwind in Aachen, die No. 7 in Augsburg, Pfeifen Huber in München, Tesch in Hamburg gehören. Auffällig in der „alten Tabakstube“ ist die große Auswahl an eigenen Hausmarken, die von Kohlhase & Kopp herstellt werden. Nach eingehender und fachkundiger Beratung entschied ich mich für die „My Mixture No. 4“, dessen Beschreibung mich hatte neugierig werden lassen.
Dunkel gereifte Carolina und Virginia. Eine Woche unter hohem Druck und Hitze fermentiert. Sehr volles tiefes Aroma. Der Burgunder unter den Tabaken“.

Diese vollmundige Beschreibung ließ mich neugierig werden, zumal dem Tabak keine Aromatisierung zugesetzt worden seien soll, er also naturbelassen ist.
Beim Öffnen der silbernen 100 g-Dose verströmt der Tabak ein kräftiges, volles, dunkles Aroma, dass einen wirklich an guten alten Wein erinnert. Eine schöne Würze, eine milde Süße und eine leichte Säure machen Appetit auf die erste Füllung. Das Tabakbild ist tiefdunkel, fast schwarz. Der Tabak ist etwas feucht, so dass man ihn durchaus vor dem Rauchgenuss etwas durch trocknen lassen sollte. Er lässt sich leicht in einen mittelgroßen Pfeifenkopf einbringen, stopfen und mit zwei, drei Hölzern an glimmen.
Schon nach den ersten Zügen entfaltet er sein volles, kräftiges Aroma, dass eine leichte Süße hat, die an Dörrobst und Rosinen erinnert. Ansonsten satter, würzig-kräftiger Tabakgeschmack, wie man ihn von dunkel gereiften Virginias erwarten kann. Die „No. 4“ ist angenehm kühl zu rauchen. Langsam geraucht behält er sein Aroma und seinen Geschmack die ganze Füllung über. Gegen Ende legt er noch mal zu und wird kräftiger, wobei der Nikotingehalt nicht allzu hoch ist. Zu heftiges Ziehen jedoch quittiert er mit einem leichten Beißen auf der Zunge, wobei er dann die milde Süße im Geschmack etwas einbüßt.
Die „My Mixture No. 4“ ist eine wirklich interessante Mischung, die vor allem Virgina-Freunde mit ihrer Komplexität und Tiefe auf ihre Kosten kommen lässt. Für mich war die Kombination aus dunklen Virginia und Carolina Tabaken, die unter Druck und Hitze fermentiert wurden, eine Mischung, die ich so noch nicht kennengelernt habe und die ich gerne weiter empfehlen kann, ebenso wie den Besuch der „alten Tabakstube“ in Stuttgart.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land

Ihr Torsten Wieczorek

Montag, 10. Februar 2014

News 2014: Neues von Olaf Langner!

Olaf Langner war wieder fleißig. Dieser Tage geht ein neuer Schwung an feinen Estates online. Chacom, Stanwell, Vauen und Co. in bekannt sauberer Qualität und zum Teil seltenen Ausführungen! (rd)





Samstag, 8. Februar 2014

"PORTORICO" (STG) - Ein alter (vielleicht ganz alter) Kamerad!

Lust auf ein wenig "Tabak-Archäologie"?

Der "Portorico" zählt zu den "Überlebenden" der alten Garde an Pfeifentabaken. Sein Werdegang ist entsprechend bewegt. Heute unter der Flagge der STG segelnd, habe ich ihn noch aus dem Haus Brinkmann kommend gekannt. Es könnte sogar sein, dass er ursprünglich vom Tabakhersteller "Rauch-und Kautabak-Fabrik Stephan Niederehe und Sohn" stammt, die von 1817-1956 bestand und somit deutlich älter ist, als vermutet. Doch wie es bei Forschungen nach längst vergangener Tabakherrlichkeit oft ist... bis auf dieses Bild hier habe ich keinen verlässlichen Beweis:

Copyright: Der Schwanhof, Marburg

Der „Portorico“ ist einer, der früher so beliebten "holländischen Mischungen". Was den älteren Pfeifenfüchsen durchaus noch geläufig ist, ist für die jüngere Generation eher geschmackliches Neuland... aufgrund seines ausgeprägten Charakters ist der „Portorico“ aber sicher auch für diese Raucher einen Versuch wert. Er zeichnet sich durch eine heute nicht mehr gebräuchliche Mischung aus Burley, Virginia und Java aus. Die Burleys sind "getoastet", dass heißt kurzfristig auf 80 Grad erhitzt und wieder abgekühlt. Ein Verfahren, dass gerade dieser Tabaksorte zusätzlich geschmackliche Tiefe gibt, ihren nussigen Charakter besonders betont.


Fein geschnitten entfaltet er gerade in kleineren Köpfen ein stimmiges, beinahe elegantes Aroma. Die ausgeprägte Nussigkeit verdankt er dem Burley, dazu kommt eine pikant-süße Note, die der Kombination der Virginias mit dem Java zu verdanken ist. Die gelegentlich prägende Zigarren-Anmutung des Java hält sich hier vornehm zurück, sorgt aber trotzdem durch ihre Würze für entsprechende Abrundung. Die angebliche Nuss-Nougat-Aromatisierung stelle ich nicht fest... bis auf einen zarten Hauch, der aber wohl eher auf Rechnung des Burley geht.


Wie früher schon üblich, ist das Raumaroma tabakecht... und anhänglich. Es bedarf schon engagierter Stoßlüftung, um es aus der guten Stube wieder zu verbannen - es gibt aber wirklich schlimmeres.


Een heerliijk Agglomeratie, Dames en Heren! Dank U wel! Eine holländische Mischung, die beweist, dass sie nicht zu den "Altherren-Tabaken" gezählt werden sollte, sondern gerade bei Freunden naturnaher Kräuter auch in der heutigen Zeit noch Freude und Genuss bereiten kann.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Freitag, 7. Februar 2014

Kontor - #33

Kontor-Tabak... was bitte ist das!?


Das, liebe Freunde, sind die Hausmischungen aus dem Tabak Kontor in Leipzig, einem Fachgeschäft, welches hauptsächlich Zigarren führt. Allerdings findet auch der Pfeifenfreund einiges, um seinem Genuss zu frönen – z.B. diesen Tabak. Wie die meisten Hausmischungen wird auch der Kontor von Kohlhase & Kopp gefertigt.


Gut, schauen wir uns den Tabak mal etwas näher an:

Der Beschreibungstext verrät uns, dass es dieses Kraut in zwei Ausführungen gibt. Die No.3 und die No.33. Beide sind identisch und bestehen aus 5 verschiedenen, roten Virginias – mehr nicht! Der Unterschied besteht lediglich darin, dass die No.33 dreimal soviel Zeit hat, in Ruhe nachzureifen. Ich darf zitieren: „Die No. 3 und die No. 33 haben landauf landab schon einige Fans dänischer aromatisierter Tabake zu überzeugten Anhängern naturbelassener Tabake werden lassen.“ Das weckte sofort die Lust in mir, den mal zu probieren!

Wenn man die Dose öffnet, blickt man auf ein recht dunkles Tabakbild in Form eines Ready Rubbed bzw. Broken Flake. Der Geruch ist wirklich betörend – Malz, dunkles Brot und jede Menge Trockenfrüchte steigen in die Nase. Schon an dieser Stelle läuft einem das Wasser im Mund zusammen! Beim haptischen Test merkt man sofort, dass es sich hier um einen qualitativ hochwertigen Tabak handelt - samtig weich und perfekt konditioniert!


Die No.33 stopft sich absolut unproblematisch und mit zwei Hölzern ist die Pfeife in Gang. Sofort macht sich ein voller, wohlwollender Rauch im Mund breit und man kommt in Versuchung, viel öfters an der Pfeife zu ziehen. Aber das sollte man tunlichst vermeiden! Dann kippt der Geschmack und wird relativ sauer. Beherzigt man allerdings ein ruhigen und entspannten Rauchgenuss, entfaltet dieser Tabak alles, was man von einem dunklen Virginia erwartet. Purer Tabakgeschmack mit einer verhaltenen bzw. gedämpften Süße.

Die No.33 brennt sauber bis zum Schluss ab und das natürliche Aroma hält bis zum letzten Krümel durch. Kondensat bildet sich nur gering. Ich habe den Tabak ohne Filter geraucht – wie er mit Filter schmeckt, kann ich nicht sagen.

Fazit:
Beim oben genannten Zitat kann ich mir definitiv vorstellen, dass das so ist! Ein naturnaher dunkler Virginia, wie er im Buche steht. Meiner Meinung nach braucht er sich nicht zu verstecken und kann locker mit den üblichen Verdächtigen, z.B. Rattray's "Marlin Flake", "Brown Clunee" oder auch "Hal 'o the wynd", mithalten. Geraucht werden sollte er aus mittleren bis großen Köpfen, da er etwas Platz benötigt, um sich zu entfalten.



Autor: Tobias Höse


Donnerstag, 6. Februar 2014

Cornell & Diehl - Manhattan Afternoon

Ich bin zwar nicht beim ADAC beschäftigt, aber dennoch muss ich etwas zurück rudern. Als ich den „Manhattan Afternoon“ von Cornell & Diehl vor kurzem zu einem meiner Tabake des Jahres 2013 gekürt habe, da bin ich sehr großzügig über etwas hinweg gegangen, was mich inzwischen doch zunehmend stört. Nein, nein, es bleibt dabei, dass es sich um eine Köstlichkeit handelt, bei der ich mir allerdings wünschte, dass dieses kleine Manko nicht vorhanden wäre.


Aber von vorne: Mittelbraune Slices, perfekt geschnitten und konditioniert, finden sich in der schmucken Dose. Ich mag die Dosenaufdrucke der Amerikaner, mit viel Fantasie, nie zu übersehen, dass das Pfeife rauchen eben nicht stocksteif und einer besonders illustren Gesellschaft vorbehalten ist, sondern für Jedermann einen Spaß bieten kann, wenn man denn auf den Genuss ausgelegt ist. Der Duft in der Dose ist grundehrlich, tabakecht, obenauf eine dezente Süße. Könnte ein ganz leichtes Flavour sein, denn dieser Flake wird mit einer Honignote beschrieben.


Für einen Flakeraucher ist die Pfeife mit etwas Übung leicht zu stopfen, das Anzünden gestaltet sich nicht schwierig. Achtung, Virgnia! Langsam rauchen, sonst kann der „Manhattan Afternoon“ auch nicht sein wunderbares Aroma entfachen. Er ist mittelstark und bietet im Geschmack reichlich, obwohl die zurückhaltende Natursüße für mich vom Honigflavour nicht ganz so leicht zu unterscheiden ist. Und um es auch ganz deutlich auszudrücken: Dieser Flake zählt zu den eher naturbelassenen, das ist keinesfalls ein hoch aromatischer Tabak.

Zum kleinen, aber deutlich spürbaren Manko: Ab der Hälfte der Füllung verändert sich der Geschmack. Das vermeintliche Honig-Flavour ist urplötzlich weg. Unter gewissen Umständen nicht weiter schlimm, denn ein naturnaher, reiner Virginia hat oftmals seine Vorzüge. Doch was nun übrig bleibt, ist zwar wahrlich nicht schlecht, aber auch nicht so sensationell, dass es mich mit angezündeter Fackel durch die Gemeinde rennen lässt. Der Flake raucht sich mit mäßiger Süße ohne weitere Highlights bis zum Ende.

Ich komme schließlich zu dem Schluss, dass es sich bei dem „Manhattan Afternoon“ um einen absolut soliden und schmackhaften Burschen handelt, der, würde er geschmacklich bis zum Ende auf einem gleichbleibenden Niveau bleiben, ein Highlight allererster Güte wäre. So ist er „nur“ gut und durchaus interessant. Zumindest während der ersten Hälfte der Füllung!




Autor: Ralf Ruhenstroth

Mittwoch, 5. Februar 2014

TABAK ZANDER: 53 Jahre im Dienst des Genusses!


Langsam fahren! Ganz wichtig! Sonst sind Sie so schnell am Laden vorbei, dass Sie ihn nicht einmal wahr genommen haben. Die genaue Adresse lautet: Neumarktstr./Ecke Grünstr.13, 42103 Wuppertal.

Von den Quadratmetern ein Winzling, vom Fachwissen und Service her ein Riese: Tabak Zander. Seit 1960 eine feste Institution für Rauchgenuss in Wuppertal. Dort kaufte ich meinen ersten Pfeifentabak, vor 33 Jahren, und bin immer noch treuer Kunde. Erst beim Senior, dann beim Junior. Reiche Auswahl nicht nur an Pfeifentabaken und Pfeifen.


Zigarrenfreunde werden ebenso fündig, wie Shisha-Fans und Interessenten seltener Zigarettenmarken. Dabei wechselt man beim Betreten des Ladens in eine längst vergangene Epoche. Die Regale und Theken sind über 70 Jahre alt und wurden seinerzeit aus einem ausgebombten Haus geborgen. Dieses Geschäft hat Stil, es hat einen Charakter, den man längst verloren glaubte. Das liegt nicht zuletzt am Besitzer Roland Zander. Er kümmert sich fachlich äußerst kompetent und mit viel Zeit um seine Kunden. Egal, ob alter "Pfeifenfuchs" oder absoluter "Frischling"... Roland Zander weiß Rat.


Auf Wunsch werden besondere Artikel bestellt und auch verschickt. Das Angebot an Haustabaken umfasst alle Geschmacksrichtungen, vom naturnahen Flake bis zum Hocharomaten... alle selbst getestet, denn Herr Zander ist selbstverständlich Pfeifenraucher. Ebenfalls hochinteressant ist Zanders Auswahl an Raucherbedarfs-Artikeln und sein umfangreiches Ersatzteillager für Old Boy-Feuerzeuge. Gerade beim "alten Jungen" legt Roland Zander auch mal selbst Hand an und weiß manchen Trick, um das gute Stück wieder fit zu machen.



Also, falls es Sie mal ins schöne Wuppertal verschlägt und/oder Sie ein Fachgeschäft suchen, wo Ihnen wirklich geholfen wird - Roland Zander freut sich auf Ihren Besuch.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings






Ein Besuch von Dieter Niermann bei Tabak Zander

Montag, 3. Februar 2014

News 2014: Eine neue von Manfred Koziolek!

Ein filterloses Unikat mit einer Länge von 15,5 cm, einer Kopfhöhe von 6 cm, goldorange, schwarzes Ebonitmundstück mit Schmuckolive, Holmabschluss aus Mahagoni. Mehr Informationen gibt es hier. (rr)

Nr. 443; Copyright: M. Koziolek

Nr. 443; Copyright: M. Koziolek

Sonntag, 2. Februar 2014

Hochgenuss in Westfalens Guter Stube: Tabak Träber in Münster







Autor: Dieter Niermann

Kärnbach - #49

Es hat schon was für sich, wenn man einen Stammladen hat, bei dem man sich sei­nen Tabak kauft. So war ich letz­tens bei Kärnbach und fragte nach einem „All-Day-Engländer“, der nicht allzu kräf­tig im Nikotin ist und mich nicht mit Latakia erschlägt.
Herr Hildebrandt öff­nete für mich eine Dose der Hausmarke mit der Nummer 49, ich steckte die Nase hin­ein und kaufte. Das Tabakbild ist wirk­lich ange­nehm anzu­se­hen, viel hel­ler Virginia, teil­weise recht grob geris­sen, einige wenige dunkle Stücke darin (BC?) und kaum zu sehen, aber zu rie­chen, Latakia. Ob im Tabak auch Orient ent­hal­ten ist, weiß ich nicht. Aber ich ver­mute das mal. Erfreulich ein­fach lässt sich der Tabak stop­fen, die Mixture hat die rich­tige Feuchte und Griffigkeit. Man darf den Tabak tat­säch­lich stopfen - also ruhig etwas dich­ter und fes­ter in den Pfeifenkopf pres­sen, solange sich noch anstren­gungs­los an der Pfeife zie­hen lässt, ist alles schick.


Beim Anzünden bäumt sich der Tabak kräf­tig auf - man sollte das also nicht unbe­dingt über sei­ner Tastatur machen oder sei­nen Lieblingspullover anha­ben… doch zwei-, drei­mal nach­ge­stopft und -gezün­det… glimmt er bis zum Ende durch. Von Beginn an wird der Rauch durch den Würztabak domi­niert. Das ist erstaun­lich, denn in der Mischung sieht man den Latakia kaum. Allerdings ist er hier auch „nur“ Beiwerk, wirk­lich das, was ich an Würztabak mag. Er schmeckt nicht pene­trant vor; ist aber immer anwe­send. Er unter­malt (kräf­tig, aber unauf­dring­lich) einen nur vage süßen Geschmack der Virginias. Sollte BC in der Mischung ent­hal­ten sein, kann ich den nicht erken­nen. Eben sowenig Orient. Es gibt zwar einen Hauch Säure im Geschmack, den spre­che ich aber eher den nicht sehr süßen Virginias zu.

Ich rau­che den „49“-iger vor­ran­gig fil­ter­los. Ich bin eh kein gro­ßer Filterfreund und der Tabak ist so zun­gens­anft wie man es sich nur wün­schen kann. Was ihn beson­ders zu einem All-Day-Smoke macht: Er for­dert den Raucher nicht son­der­lich her­aus. Wenn die Pfeife ein­mal in Betrieb ist, bleibt sie es fast ohne Nachstopfen und Reiniger bis zum Ende. Der Tabak ist  sanft zur Zunge und lie­fert nicht viel Nikotin. Und er schmeckt. Ohne rie­sige Höhen und tiefe Täler.

Die Nummer 49 reißt sicher­lich nie­man­den vor Begeisterung vom Hocker - aber es ist ein grund­so­li­der, grund­ehr­li­cher und wohl­schme­cken­der Engländer der sanf­ten Art, den ich wirk­lich emp­feh­len kann. Herr Hildebrandt hat mir genau DEN Tabak gege­ben, den ich haben wollte.


Autor: Nic Frank
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