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Sonntag, 28. Dezember 2014

STG - Poniatowski

Bei meinem letzten Besuch in Warschau im Sommer dieses Jahres habe ich mehrere Fachgeschäfte für Pfeifen und Tabak besucht, auf der Suche nach interessanten Pfeifen oder Tabaken. Auch wenn die polnische Pfeifenmacherszene klein ist, so ist doch der ein oder andere Name, wie Bartlomiej Antoniewski, Ryszard Kulpinski oder Henryk Worobiec, mittlerweile auch bei uns bekannt und dies zu Recht. Hat sich doch in Przemyśl in der Woiwodschaft Karpatenvorland im äußersten Südosten Polens in Jahrhunderten die „polnische Hauptstadt“ der Pfeifen etabliert, wo alljährlich im Sommer sogar das „Pfeifenfest“ gefeiert wird.

Beim Tabak sieht es dagegen etwas schwieriger aus. In den Tabakläden gibt es meistens die auch bei uns erhältlichen Mischungen der üblichen Anbieter, wie Mac Baren, Scandinavian Tobacco Group (STG), etc. Mir fiel ein Tabak im 50 g Pouch mit dem Namen „Poniatowski“ auf, eine aromatisierte Mischung. "Poniatowski", ein wahrlich königlicher Name in Polen, das klingt doch schon mal vielversprechend.


Der Tabak ist von der STG für den polnischen Markt produziert worden und eine klassische Mischung aus Tabak in Virginia und Burley, kombiniert mit dem Duft von Vanille und Butterscotch, wie es auf der Packung heisst. Das Casing ist beim Öffnen des Pouches allgegenwärtig, fast schon aufdringlich mit dem Duft von Vanille, Kokos und ganz wenig Butterscotch oder Toffee, wie ich es von den Backölen her kenne. Das Tabakbild ist geprägt von hellen Virginia- und etwas dunkleren Burley Tönen, gemischt mit etwas Cavendish. Der Schnitt ist eine typische Mixture von Loose Cut und einigen grob gerissenen Streifen.


Der Poniatowski lässt sich gut in die Pfeife einbringen und stopfen, ein leichtes Andrücken genügt meist und er lässt sich mit ein, zwei Strichhölzern problemlos entzünden. Schon bei den ersten Zügen spürt man das Aroma von Vanille, Kokos und Toffee. Die Mischung lässt sich angenehm rauchen, zumindest während der ersten Hälfte, das volle Aroma flacht dann doch merklich ab und der Tabak bekommt eine leicht bittere Note, das Vanille Aroma bleibt jedoch spürbar im Vordergund.  Die Raumnote ist sehr angenehm. Ein wenig erinnert der Tabak an Stanwell’s "Vanilla".

Für meinen Geschmack war der Rauchgenuss nur von kurzer Dauer. Der Tabak hält trotz königlichem Namen nicht ganz, was er verspricht und ist somit nur bedingt zu empfehlen. Für Liebhaber von Vanille Mixtures gibt es sicher bessere Alternativen wie z.B. Huber’s "Danish Vanille" oder andere.

Grüße aus dem Werdenfelser Land!


Autor: Tortsten Wieczorek

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