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Mittwoch, 10. September 2014

Selfmade - Ein Selbstfindungsexkurs!

Nein, liebe Freunde im Rauche: Das Foto entstammt nicht einer ethonologischen Sammlung zu Tecumseh und seinen Friedenspfeifen. Es dokumentiert nichts weniger denn meine ganz persönliche Auseinandersetzung mit der Tücke des Objekts und letztlich mein einzugestehendes handwerkliches Scheitern und Unvermögen. Nachdem unsere örtliche Volkshochschule zwar Kurse zum/zur diplomierten Kornkreis Designer(In) anbietet, aber keine praktischen Kurse in der Herstellung von Tabakspfeifen, ging ich wohlgemut selbst zu Werke. Einen Rohling in Lauenburg erworben und die heimische Werkzeugkiste durchstöbert, schritt ich munter zur Tat -- frei nach dem Werbe Motto aller Bau- und Heimwerkermärkte:

"Wir machen Sie zum Macher!"

Meine verbalen Ergüsse während der Fertigung dieses Rauchholzes sind leider nicht zitierfähig. Es wird jedoch definitiv bei der Seriennummer #01 des Shape pot de chambre bleiben. Die alte Weisheit, dass sich Kunst von Können ableitet, wurde mir im praktischen Selbstversuch mehr als deutlich vor Augen geführt. Nein, es ist eben nicht mit einem Rohling, ein paar Bögen Schleifpapier verschiedener Körnung, sowie einer gehörigen Portion Selbstüberschätzung getan!


Meine Hochachtung den Meistern der edlen Kunst der handwerklichen Pfeifenfertigung gegenüber nahm geradezu gewaltige Ausmaße an. Nicht nur an Ihrem handwerklichen Geschick, sowie an Ihrer künstlerischen Phantasie gebricht es mir offensichtlich vollständig, sondern auch an Ihrem Gefühl fürs Material. Manch Profi hätte wohl beim Anblick meiner Werkelei schreiend sein Heil in der Flucht gesucht. Ich weiß nun eindeutig, dass mein Part der des Rauchers ist und auch bleiben wird. Im Fachbereich Holzbearbeitung überlasse ich das Feld gerne den Könnern und werde mich an Ihren Produkten erfreuen. Künftig werde ich mich nur noch auf das Spalten von Brennholz für den heimischen Kamin beschränken.

P.S.: Meine Daumensehne überlebte den Selbstfindungsexkurs unverletzt -- meine Tabak- und Whisky-Vorräte nicht!




Liebe Grüße aus des Landes Süden!


Gastautor: Dr. Maximillian Georg Kellner

Kommentare:

  1. Ich finde - die Pfeife ist gelungen. Sieht doch schön aus!
    Grüsse aus Bern von Ändu

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  2. Ich kann mich nur anschließen und zu dem - in meinen Augen sehr gelungenen - Ergebnis gratulieren! Mit welchen Werkzeugen haben sie denn die grobe Form herausgearbeitet, das würde mich wirklich sehr interessieren!
    Liebe Grüße aus dem nasskalten Hamburger Umland!
    Niels

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    1. Ich habe eine feinmechanische Drehbank meines Bruders malträtiert.
      Nein, ich muß es nicht wirklich noch einmal versuchen. Das überlasse ich den Könnern.
      Obwohl ich auch wirklich gerne und viel lese, habe ich mich ja schließlich auch noch nie mit dem Gedanken getragen meine Bücher selbst im Bleisatz zu drucken.
      Liebe Grüße,
      Max

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  3. Ja, wenn man so was mal selbst gemacht hat, weis man was es heist eine Pfeife herzustellen und wundert sich nicht mehr so sehr über Preise. Zumindest wenn es sich um Einzelstücke eines Pfeifenmachers handelt. Aber ich würde nicht so schnell aufgeben. Das Ergebniss sieht doch wirklich gelungen aus. Zumal für den ersten Versuch.

    LG Jürgen

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  4. Mir gefällt Deine Pfeife sehr gut und das Ehrlich!

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  5. Wie so eine Pfeife wird kommt halt immer auf das handwerkliche Geschick an. Es ist also nicht das Herstellen der Pfeife selber das Problem sondern eine Frage wie sehr man handwerklich geschickt ist.

    Der eine machts in ner Stunde der andere bekommt es in einer Woche nicht hin. Es liegt am Menschen und nicht daran das eine Pfeife sonderlich schwer herzustellen ist. Dir scheint es nicht zu liegen. Dafür kannst du sicher etwas anderes viel besser als Menschen die Pfeifen bauen.

    VG
    Dirk

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