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Samstag, 12. Juli 2014

Tobacco Factory - Creamy Cavendish

Schon beim ersten Schnuppern an der Dose war klar: Der Tabak ist sehr leicht und schreit regelrecht nach filterlosen Pfeifen. Das bewahrheitet sich dann auch bei den ersten Rauchopfern. Der “Creamy Cavendish” gehört schon zu den Leichtgewichten – jedenfalls, was seine Nikotinstärke anbelangt. Vom Geschmack her ist er das nämlich nicht.


Die Farbe des Tabaks und der Geruch aus der Dose machen Appetit. Zwischen schwarz und hellem Braun chargiert die Mixture, die die rechte Feuchte hat und sich gut anfasst. Weder zu klebrig noch zu trocken. Der recht lose in der Dose liegende Tabak gibt beim Anfassen schön nach. So empfiehlt es sich auch, den Tank nicht allzu fest in den Pfeifenkopf zu applizieren, er dehnt sich etwas beim Entzünden und verstopft, wenn er zu fest ist, leicht. Hier gilt es, die uralte Pfeifenraucher-Weisheit zu beachten: Beim Stopfen ab und zu an der Pfeife ziehen um den Zugwiderstand zu erspüren!

Vorausgesetzt, das ist alles gelungen, lässt sich der Tabak mit ein, zwei Versuchen gut unter Feuer setzen. Es braucht dann auch kein Nachfeuern und keinen Reiniger in der Nähe. Aber dafür Geduld. Denn da der Tabak sehr leicht ist, ist der Raucher – also richtiger: bin ich – immer wieder versucht, sehr kräftig an der Pfeife zu ziehen. Und das tut weder der Zunge noch dem Geschmack sonderlich gut. Zum Einen fängt der Tabak dann doch schnell an zu sotten und zum Anderen – wohlgemerkt – ich rauche ohne Filter – glimmt dann schnell die Zunge. Die hohe Feuchte des Tabaks und ein enger Rauchkanal können schon zu unangenehmen Wirkungen führen.

Aber wir sind ja alle gute, langsame Raucher und können genießen, was unsere Zungen und unser Gaumen im kühlen Rauch erschmecken. Andeutungen von Nuss, ein wenig Ahornsirup vielleicht, eine Spur von Vanille und irgendeinen leicht fruchtigen Unterton. Tabakgeschmack darf man nicht erwarten. Wer den Black Cavendish von DTM kennt, weiß, was ich meine. Da sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein, er entwickelt einen sanften Rauch, der aber nur von den Aromen Geschmack erhält, die ihm beigefügt wurden. Nur wenn man den puren BC (den es bei Dan Pipe als Mischtabak zu kaufen gibt) mal ganz langsam geraucht hat, kennt man die eigene Note, die der BC hat. Jedenfalls: davon ist im „Creamy Cavendish“ kaum etwas zu verspüren. Höchstens, wenn man den Rauch aus der Nase ausbläst, kann man davon eine Ahnung bekommen.

Ist das nun das, was ich mir unter “creamy” vorgestellt habe? Ja und nein. Ich dachte dabei eher an Dänen wie den Larsen "#50“ (der ist mal wieder fällig) oder „#32“. Der hier ist eher eine deutsch-aromatisierte Mixture. Doch eine von den besseren. Kein Aroma-Overkill, sondern eher dezent wie der hochverehrte „Wappen von Hamburg“. Doch anders als der Genannte macht der „Creamy Cavendish“ nicht “satt” – kaum ist die Pfeife erkaltet habe ich das Bedürfnis nach der nächsten.

Ein Tabak, mit dem man nicht viel falsch machen kann, von dem man aber auch nicht zu viel erwarten sollte. Naschwerk für den Vormittag. Wie schon mal erwähnt: Die Serie “Tobacco Factory” wird von DTM vertrieben – und so ist der Verdacht nicht fern, dass es sich um die „Swatte Deern“ handeln könnte oder um den “Black Jack” (den ich allerdings nur einmal probe rauchte, dessen Beschreibung im Dan Pipe Katalog aber gut passt).


Autor: Nic Frank
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1 Kommentar:

  1. Toller Artikel!
    Schau doch auch mal auf meinem Blog vorbei :)

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