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Dienstag, 24. Juni 2014

Rattray's - Old Gowrie - Rund 10 Jahre gereift!

Wat'n? Tabak-Aging? Och, nee... komm'... nich' schon wieder! Ist doch gut, jetzt. Wer's machen will, soll's tun... wer nicht, verpasst auch nich' viel. Wat'n? Vorurteile? Ich? Nee, ich habe nur oft genug erlebt, dass das so hochgejubelte Ergebnis eines "geadgten" (tolles Wort, lieben Dank!) Tabaks einfach nicht dem Aufwand entsprach. ...und jetzt komme ausgerechnet ich in den Besitz einer ca.10 Jahre gereiften Dose "Old Gowrie".


Das die Rattray's ein echtes Fest gerade für Virginia-Liebhaber sind, muss wohl nicht mehr betont werden. Allein der betörende Duft beim Öffnen des „Old Gowrie“, diese Mischung aus grasigen, heuigen Noten, mit etwas Rosine und Feige lässt mir jedes mal das Wasser im Mund zusammen laufen. Die süß-reifen Virgina-Aromen, der Hauch von Perique im Hintergrund, der "Schuss" Kentucky für einen ordentlichen Körper... das ist Rauchgenuss der feinsten Sorte. Wer mit der Ready Rubbed-Aufarbeitung des Tabaks klar kommt, kann auch als Beginner ruhig den Flirt mit dem "alten Kerl" wagen. In der Stärke bleibt er etwas hinter dem „Hal'o the Wynd“ zurück, ohne aber Charakter und Körper vermissen zu lassen.


Er kommt schon "serienmäßig" gut konditioniert aus der Dose. Wer sich den Umgang mit ihm noch etwas erleichtern will und in der Lage ist, kontrolliert mit der Pfeifentemperatur umzugehen, sollte aber probeweise eine Füllung gut durch trocknen lassen und sie dann genießen. Er wird noch blumiger, reicher und auch gehaltvoller. Durchaus eine Alternative für experimentierfreudige Freunde solcher Schnittarten. Überhaupt bieten ja gerade Flakes, Ready Rubbeds und Plugs ein großes Spielfeld. Schneiden, würfeln, aufreiben oder nicht, zerfasern, in den Kopf falten oder rollen... den Versionen sind kaum Grenzen gesetzt.


Was also bringt dem „Old Gowrie“ eine Reifezeit von etlichen Jahren? Nun, nüchtern und sachlich betrachtet nicht wirklich viel, finde ich. Gut, er wird etwas mürber, der Geschmack ist "durchgezogener"und wird noch etwas tiefer. Ob das aber die Wartezeit von 10 Jahren rechtfertigt? Nein, ich bin nicht respektlos, werde diese Dose mit der nötigen Ehrfurcht und Freude genießen.


Freudiger, satter und runder Genuss ist aber auch mit einer Dose "frischem" „Old Gowrie“ jederzeit möglich. Wenn Ihnen (oder den Ihren) also der recht dunkle, intensive Raumduft zusagt, können Sie mit dem „Old Gowrie“ natürliche Genüsse vom Feinsten erleben. Eines der absoluten Highlights im Rattray's-Programm. Hut ab, liebe Kohlhase & Kopp-Leute! Das sind Charakterköpfe für überzeugte Puristen!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

1 Kommentar:

  1. Ich kann dem nur zustimmen. Hatte eine Dose Marlin Flake 14 Jahre im Keller "gelagert" - von sichtbaren Zuckerkristallen am Tabak keine Spur und meiner Meinung nach auch keine geschmackliche Verbesserung. Der Tabak war auch nicht zu trocken geworden. Die Virginias von Rattray sind spitze - ob frisch gekauft oder aus der angerosteten Dose aus dem Keller.

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