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Samstag, 26. April 2014

Pfeifenmesse Lohmar - Ein Zwerg wird zum Riesen

Das Licht... ja, auch das Licht ist ein wesentlicher Punkt. Klingt verrückt? Ok, dazu später etwas mehr.

Lohmar - Ein beschauliches Städtchen im Rhein-Sieg-Kreis. Knapp 30.000 Einwohner, in wunderschöner Umgebung. Eigentlich wäre es das schon... wenn, ja wenn nicht Lohmar einmal im Jahr zum Mekka für uns Pfeifen-Enthusiasten würde. Was Volker Bier, gemeinsam mit seinen Mitstreitern, mal als kleinen und eher intimen Treff für Macher und Fans angedacht hat, ist mittlerweile zur bedeutendsten Veranstaltung rund um die Pfeife in Deutschland geworden.


2012 und 2013 war schon absehbar, dass die recht kleine Villa Friedlinde dem Ansturm von Hundertschaften von Pfeifenfreunden so nicht mehr lange gewachsen sein würde. Guter Rat aber war teuer. Umziehen... in eine benachbarte Mehrzweckhalle? Sicher eine Option, aber schwierig umzusetzen. Ein solches „Teufelswerk" wie eine Messe, die den "Dämon Rauchgenuss" verherrlicht, trifft nicht gerade auf Begeisterung bei Politik und Verwaltung. Zudem wäre eine solche Halle der Atmosphäre nicht gerade zuträglich gewesen. ,Denn Atmosphäre, das familiäre Ambiente und Gefühl sind wesentliche Punkte für die Besonderheit und Beliebtheit dieser Veranstaltung.


Wie kommt es dazu? Nun, hier strahlen keine Kunstlicht-Kaskaden durch Räumlichkeiten, die den Charme eines Container-Terminals verbreiten. Hier stöckeln keine unterbezahlten BWL-Studentinnen in knapp bemessenen Bodys umher, die einem Proben aufnötigen.Hier geistern keine dummschwätzenden Firmen-Repräsentanten herum, die einem mit auswendig gelernten Hohl-Phrasen die Zeit stehlen... und hier kostet ein Kaffee keine 4,50,-- €. Die Villa Friedlinde selbst wirkt mehr wie ein überdimensioniertes Wohnzimmer. Warmes Tageslicht durchflutet den Raum und ist deutlich privater und weit weniger aggressiv, als Spots und LED-Sonnen. Wem nach frischer Luft und Pfeifengenuss ist, macht ein paar Schritte und steht auf der Terrasse. Die dort befindlichen, zusätzlichen Ausstellungsräume befinden sich in Zelten und verstärken das zwar provisorische, doch damit auch irgendwie heimelige Gefühl... und der Blick auf den Park tut das Übrige. Das alles galt es zu bewahren und trotzdem zu verhindern, dass dieses Familientreffen aus den Nähten platzt.



Die geniale Lösung des Problems verdanken die Messe und wir (!) dem unermüdlichen Einsatz von "Bierchen". 2014 mischt man einfach das Familientreffen mit einem Zeltlager! Mag respektlos klingen - ist aber als Gegenteil gemeint. Der Park der Villa wird mit einbezogen. Dort sorgen zwei zusätzliche Zelte von 10 x 5 Metern und eines mit 8 x 4 Metern für weitere Ausstellerfläche. Denn auch bei Tabak-, Zubehör- und Pfeifenmachern erfreut sich Lohmar rasant steigender Beliebtheit.... und der Ansturm der Fans verteilt sich besser. Es gibt endlich auch "Ruheinseln", Platz für spontane Stammtische oder einfach nur das stille Eckchen, in dem man voll Freude seinen soeben getätigten Kauf noch einmal bewundern und begutachten kann. Das sind gute Nachrichten, aber nicht der einzige Grund für den Erfolg der Pfeifenmesse Lohmar!


Der Pfeifenfan findet hinter den Tischen mit den verlockenden Angeboten keine ahnungsfreien Hilfskräfte, keine schwätzenden Repräsentanten, keine Marktschreier und Schaumschläger. Er findet den Macher... persönlich... ansprechbar und zu Information aus erster Hand bereit und willens. Gleichgültig, ob es um Zubehör, Tabake oder Pfeifen geht... Fachsimpeleien sind das Salz, dass die Lohmar-Suppe erst wirklich zum Genuss macht. Der persönliche Kontakt zum Macher eines Produktes ist das WICHTIGSTE... und in Lohmar einfach selbstverständlich! ...und wer von all' dem Reden, Schauen und Handeln hungrig und durstig wird, braucht auch nicht darben. Für Leckereien, guten Kaffee und sogar frisches Bier ist ebenfalls gesorgt. Zu Preisen, die einen nicht dazu nötigen, den Bausparvertrag zu kündigen. Ich liebe diese Veranstaltung, wie sich unschwer aus meinen Sätzen erkennen lässt, denke ich.


Also hoffe ich darauf, möglichst viele von Ihnen, liebe Leser, am 10.05.2014 zwischen 10 und 17 Uhr dort anzutreffen. Es wäre schön, sich dort kennen zu lernen... oder wieder zu sehen! Allerdings habe ich noch eine persönliche Bitte in zwei Teilen. Durch die Hinzunahme des Parks ist diese Messe "öffentlich" wie nie. Man weiß also nicht, zu welchen Begegnungen es am Rande kommen kann. Lassen Sie uns in jedem Fall den Ruf des Pfeifenrauchers bestätigen... souverän, ruhig und besonnen... auch, wenn vielleicht nicht jeder unsere Leidenschaft teilt. Der zweite Punkt: Wenn wir alle lange wieder daheim sind und einen gelungenen Tag Revue passieren lassen, müssen freiwillige Kräfte hinter uns aufräumen und sauber machen. Ihnen erweisen wir den größten Respekt, wenn wir ihnen die Arbeit so leicht wie möglich machen!

Viel Spaß in Lohmar... ich werde ihn sicher haben.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Hallo Ralligruftie/Ralf,

    machen Sie bzw. Du davon wieder ein Video oder "zumindest" einige Fotos ... - damit ich auch "dabei" sein kann ?!? :-)

    DANKE! :-D

    P.S.: bezüglich "Er findet den Macher... persönlich" & "Macher des Produktes" ... -> warum sind die Macher nicht auch "live" vor Ort auf einer Messe ?!? ;-)

    Gerald

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    1. Lieber Gerald,
      ich werde natürlich auch in diesem Jahr über die Messe berichten, auch hier im Blog.
      Meine Formulierung war wohl nicht ganz passend, bzw. traf nicht den Punkt. Auch auf "industrieelleren" Veranstaltungen finden sich oft Pfeifenmacher vor Ort. Meist aber nur so sporadisch und/oder vollbeschäftigt, dass für ein Gespräch selten Zeit bleibt.In Sachen Tabak und Raucherzubehör findet man bei solchen Veranstaltungen aber keine persönlichen Ansprechpartner. Allein schon, weil in größerem Rahmen gehandelte Produkte keinen "einzelnen Macher" mehr haben und man ihre Herkunft nur sehr selten nachvollziehen kann.
      In Lohmar, aber auch in Speyer oder Büdingen sind die Aussteller=Hersteller...und das ist halt sehr besonders.

      Lieben Gruß, RALF

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  2. Tach! :-)

    Nun dieses Jahr wird das bei mir ja auch wieder nix - abba für nächstes Jahr bin ich ganz guter Dinge. Wenn alles so kommt wie geplant, fahre ich auch gerne mal die 170km.

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    1. Das ist schade, mein Freund !...aber schön, dass wir uns im unmittelbaren Vorfeld noch treffen können ! :-)

      Lieben Gruß, RALF

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