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Dienstag, 22. April 2014

HU-Tobacco - Tuarekh

Im letzten Jahr habe ich die Tabake von Hans Wiedemann das erste Mal kennenlernen dürfen und einige Tabake der Original Warehouseblend Serie wie den „Nashville County“, den „Balkan Passion“ oder „Sweet Latakia“ probiert. Die Qualität und Kreativität von Hans Wiedemann, die er bei der sorgfältigen Zusammenstellung seiner Blends zeigt, haben mich überzeugt, so dass ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, mehr von seinen Tabaken für mich zu entdecken, insbesondere die Mischungen aus der „foundation by musico“-Reihe.

Seit gut einer Woche ist es endlich soweit und ich habe den „Tuarekh“ aus der „foundation“-Serie täglich in meinen Pfeifen geraucht. Zeit also für ein Review dieses faszinierenden Tabaks.
Seit 2011 gibt es die „foundation by musico“-Blends bei HU tobacco, die Hans Wiedemann zusammen mit Peter Hemmer von foundation by musico entwickelt hat. „Klar definierte Tabake ohne unnötigen „Firlefanz“, ist der Anspruch an die Mischungen. Black Cavendish wird man vergeblich suchen. Mal mehr, mal weniger Burley, erstklassige Virginias und Latakias. Das ist das ganze Geheimnis. „Und wenn jemand das als "old fashioned" empfindet, so war das genau unser Ziel“, wie Peter Hemmer und Hans Wiedemann in einem Interview mit dem Forum „Pfeifen und mehr“ bestätigen. Das Interessante an den „foundation“-Tabaken ist die allen eine eigene Grundsüße, die ausschließlich den Virginias und Burleys geschuldet ist. Mittlerweile sind 8 Tabake dieser Serie erschienen, die allesamt afrikanische Namen, wie „Tigray“, „Makhuwa“, „Zulu“, „Tuarekh“, „Khoisaan“, „Masai“, „Fayyum“, „Indaba“ und „Zulu“ tragen, welches der Herkunft der verwendeten Tabake Rechnung tragen soll.
Der „Tuarekh“ ist ein klassischer englischer Balkanblend. Reichlich syrischer Latakia und ein Hauch zyprischer Latakia verleihen dem „Tuarekh“ neben würzigen Orientgrades, orange Virginia aus Tansania und einem Hauch Louisiana Perique seinen frischen würzigen Geschmack. Eine klar definierte, mittelkräftige Balkanmischung, die mit schön ausbalancierten Geschmacksnuancen aufwartet, so die Beschreibung von HU tobacco.

Mit einem Anteil von ca. 52% Latakia ist das Tabakbild dunkel mit hellen Einsprenkelungen des orange Virginia. Schon bei Öffnen der Dose wird der Freund englischer Mischungen positiv überrascht von der angenehmen Würzigkeit, die der Tabak verströmt. Wie alle Tabake von HU, die ich bisher geraucht habe, so hat auch der „Tuarekh“ die richtige Feuchtigkeit, lässt sich unkompliziert stopfen und problemlos durch rauchen, bis nur noch ein kleiner weißer Ascherest am Boden des Pfeifenkopfs übrig bleibt.
Wer jetzt aber eine kräftige Latakia-Bombe oder einen kräftigen Balkan-Blend à la English Balkan von Huber oder der Balkan-Mischung von Pfeifen Diehl vermutet, wird von der Weichheit und Samtigkeit des „Tuarekh“ überrascht seien. Schon bei den ersten Zügen zeigt sich wie fantastisch die Aromen in dieser Mischung ausbalanciert sind. Die vollmundige Würze der Latakias und die delikaten Nuancen der Orients und des Perique, gemischt mit der Süße der orange Virginias. Der Tabak lässt sich mit und ohne Filter angenehm rauchen, ohne zu beißen oder aufdringlich zu werden, und bleibt dabei samtig und weich. Ich habe selten einen so angenehmem Balkan-Blend geraucht, der problemlos den ganzen Tag über genossen werden kann.

Der „Tuarekh“ ist eine mittelstarke, englische Mischung und einer der mildesten, angenehmsten Balkan-Blends, die ich bisher geraucht habe, somit auf alle Fälle eine Empfehlung wert, vor allem für diejenigen, die sich zum ersten Mal an Latakia oder Balkan-Blend heranwagen möchten.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land

Ihr Torsten Wieczorek

1 Kommentar:

  1. Hallo Torsten,
    besser hätte man es nicht schreiben können. Ein wunderbarer Tabak, welcher bei mir täglich in der Pfeife landet.
    Lg / Erik

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