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Sonntag, 16. März 2014

Jess Chonowitsch - T 16

Jess Chonowitsch "T16" - Mit dem Namen des Meisters

Ja, natürlich weiß ich, dass sich der persönliche Geschmack mit den Jahren ändert. ...aber, ich bitte Sie... Gewürznelke? Die habe ich allein schon aus dem Grunde gehasst, weil sie der Begleitduft manch' schmerzhaften Zahnarztbesuches war. Ja, war... das Problem hat sich erledigt. Vielleicht ist mein Verhältnis zu dem Geruch deshalb mittlerweile entspannter. Zudem hätte ich nie gedacht, dass sie als Zutat zu Pfeifentabaken ein derart pfeffrig-delikates Aroma entwickelt.


Eher zufällig fand der (bereits besprochene) Dallmayr „Scottish" zu mir... und machte Lust auf mehr "Nelkentabak". Während die Aromatisierung im Dallmayr aber zumindest bis zur Hälfte recht präsent (bisweilen auch spitz) ist, hält sich die Nelke im Jess Chonowitsch „T16" eher zurück. Beim Schnuppertest erschreckt sie zwar noch mit "Dentisten-Deja vu", nach ein paar Zügen lehnt sie sich aber entspannt ins Gesamtbild zurück. Entspannt... eine passende Charakterisierung für den „T 16“. Ein wenig Black Cavendish transportiert das Aroma, ein milder, süßer Virginia macht die Hauptarbeit... und wird dabei von einer wohl dosierten Menge Perique unterstützt. Das macht die Mischung weich, rund und bekömmlich.


Trotz der leichten, ätherischen Pfeffrigkeit wird er nie zu viel, nie aufdringlich und empfiehlt sich auch für größere Köpfe. Mit Couch und Buch eine echte Traum-Kombination. Die "Laid back-Nelke" sozusagen. Durchaus auch ein Tabak für die weniger erfahrene Fraktion und mit einem zwar prägnanten, aber nicht nervigen Raumaroma!


Schon eine meisterliche Komposition, wie ich finde. Sie befindet sich zu recht in der Tabak-Kollektion, die den Namen des (für mich) größten Pfeifenmachers der Gegenwart trägt. Nur auf die dazu passende Chonowitsch-Pfeife muss ich noch ein wenig sparen!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


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