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Dienstag, 25. Februar 2014

Orlik - Golden Sliced

Der Orlik „Golden Sliced“ – liebevoll auch „OGS“ genannt – begleitet mich schon viele Jahre. Mal mehr, mal weniger intensiv. Aktuell habe ich ihn wieder einmal im Anbruch – weil ich ihn mit dem Kärnbach „300“ vergleichen möchte. Denn immerhin habe ich ihn dort als “Klone” des „OGS“ beschrieben. Doch ganz richtig ist das nicht. Verwandte sind die beiden, sogar enge Verwandte – aber keine Zwillingsbrüder. Der „OGS“ ist – ich bin selbst erstaunt – der etwas bissigere von den beiden Brüdern.

Doch der Reihe nach:

In dem Pouch liegt ein ganzer Strang – so, wie er vom Flake-Kuchen abgeschnitten wurde. Das sieht lecker und schön aus. Und das riecht auch gut. Natürlich heuig, mit einer Spur von etwas, das ich als “zitronenfrischen Anisduft” definieren würde. Allerdings halte ich diesen Geruch für natürlich. Eine echte Aromatisierung verneine ich. Ich franse mir von dem recht festen Strang das für eine Füllung Nötige ab, zerbreche es etwas in der hohlen Hand und stopfe es leicht in die Pfeife – je weiter die Bohrung, desto besser. Jetzt ein, zwei Zündversuche und das war dann auch schon.


Was bei allen Orlik-Tabaken, die ich bisher geraucht habe, erfreut, ist, dass sie immer genau die rechte Feuchte haben. Da kann sich meine geliebte Firma aus Rellingen gerne ein Scheibchen von abschneiden. Denn Orlik heißt Pouch auf und genießen… während K & K oft zu tagelangem Warten zwingt. Allerdings – auch das darf nicht verhehlt werden – muss man eine geöffnete Dose oder einen geöffneten Pouch zügig leeren. Die Orliks trocknen sehr schnell aus.

Jedenfalls: Von Beginn an umspielen sanfte, zarte, nur wenig rauchige, aber aromatische Züge die wartende Zunge. Der Tabak ist leicht. Aber er hat etwas, das mich immer wieder gern zu ihm greifen lässt. Diese sanfte Süße hat Suchtpotential! Der „OGS“ war nicht zufällig der Tabak, der mich zum VA-Flake-Genießer werden ließ? Im Geschmack ist wenig von dem oben erwähnten Anis-Aroma anwesend, das leicht zitronige ist jedoch immer dabei. Dieser Geschmack, gepaart mit der leichten Rauigkeit ist es, was für mich einen guten VA-Flake ausmacht. Vor allem, wenn man (wie ich) filterlos raucht, kann es schon mal vorkommen, dass einem die Zunge den Dienst quittiert. Beim „OGS“ ist das nicht der Fall. Es sei denn, man raucht den Tabak rotglühend. Vor allem zu Beginn einer Füllung muss man etwas vorsichtiger sein. Sobald sich schützende Asche über die Glut legt, ist ein kühles Rauchen ein Kinderspiel. Der „OGS“ ist kein Tabak, der viel Aufmerksamkeit benötigt; ein All-Day-Smoke, der auch nicht sonderlich belastet und von dem ich an einem Vormittag auch schon mal zwei Pipken weg dampfe… Übrig bleibt etwas Asche und ein wunderbar satter Duft im Zimmer…

Und was hat er nun mit dem oben erwähnten Kärnbach „300“ gemein? Er ist vom gleichen Stamme. Der „300“-er kommt mir jedoch eine Spur süffiger, runder vor. Der „OGS“ zeigt auch häufiger diese VA-typischen Spitzen, welche ich so mag. Ich denke aber, dass diese sehr feinen Nuancen zwischen den beiden Tabaken kaum jemanden auffallen dürften. Und nur, wenn man sie parallel raucht.


Autor: Nic Frank
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Kommentare:

  1. Ich bin da bestimmt ein Einzelfall aber ich mag gerade das bissige und das im Abgang leichte Citrusaroma nicht.
    Ich finde den MacBaren Virginia übrigens auch sehr ähnlich. Der hat, für mich glücklicherweise, auch nicht das bissige/citrus Aroma. Wobei Aroma ja zuviel gesagt ist. Man merkst es eigentlich nur im Abgang.
    Dennoch, der MB Virginia No.1 ist für mich der bessere OGS.

    Danke fürs Review!
    Gruß
    Dirk

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  2. Einmal probiert und aussortiert. Von wegen Aroma Orange& Zitrus.Riecht eher wie frisches Heu und schmeckt wie versalzene Milch und für die Umstehenden ein fürchterlicher Gestank.Ich bleibe bei meiner Sorte Rattrays Orange.Damit hat man mich nicht samt Pfeife zum Teufel gewünscht.

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