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Donnerstag, 6. Februar 2014

Cornell & Diehl - Manhattan Afternoon

Ich bin zwar nicht beim ADAC beschäftigt, aber dennoch muss ich etwas zurück rudern. Als ich den „Manhattan Afternoon“ von Cornell & Diehl vor kurzem zu einem meiner Tabake des Jahres 2013 gekürt habe, da bin ich sehr großzügig über etwas hinweg gegangen, was mich inzwischen doch zunehmend stört. Nein, nein, es bleibt dabei, dass es sich um eine Köstlichkeit handelt, bei der ich mir allerdings wünschte, dass dieses kleine Manko nicht vorhanden wäre.


Aber von vorne: Mittelbraune Slices, perfekt geschnitten und konditioniert, finden sich in der schmucken Dose. Ich mag die Dosenaufdrucke der Amerikaner, mit viel Fantasie, nie zu übersehen, dass das Pfeife rauchen eben nicht stocksteif und einer besonders illustren Gesellschaft vorbehalten ist, sondern für Jedermann einen Spaß bieten kann, wenn man denn auf den Genuss ausgelegt ist. Der Duft in der Dose ist grundehrlich, tabakecht, obenauf eine dezente Süße. Könnte ein ganz leichtes Flavour sein, denn dieser Flake wird mit einer Honignote beschrieben.


Für einen Flakeraucher ist die Pfeife mit etwas Übung leicht zu stopfen, das Anzünden gestaltet sich nicht schwierig. Achtung, Virgnia! Langsam rauchen, sonst kann der „Manhattan Afternoon“ auch nicht sein wunderbares Aroma entfachen. Er ist mittelstark und bietet im Geschmack reichlich, obwohl die zurückhaltende Natursüße für mich vom Honigflavour nicht ganz so leicht zu unterscheiden ist. Und um es auch ganz deutlich auszudrücken: Dieser Flake zählt zu den eher naturbelassenen, das ist keinesfalls ein hoch aromatischer Tabak.

Zum kleinen, aber deutlich spürbaren Manko: Ab der Hälfte der Füllung verändert sich der Geschmack. Das vermeintliche Honig-Flavour ist urplötzlich weg. Unter gewissen Umständen nicht weiter schlimm, denn ein naturnaher, reiner Virginia hat oftmals seine Vorzüge. Doch was nun übrig bleibt, ist zwar wahrlich nicht schlecht, aber auch nicht so sensationell, dass es mich mit angezündeter Fackel durch die Gemeinde rennen lässt. Der Flake raucht sich mit mäßiger Süße ohne weitere Highlights bis zum Ende.

Ich komme schließlich zu dem Schluss, dass es sich bei dem „Manhattan Afternoon“ um einen absolut soliden und schmackhaften Burschen handelt, der, würde er geschmacklich bis zum Ende auf einem gleichbleibenden Niveau bleiben, ein Highlight allererster Güte wäre. So ist er „nur“ gut und durchaus interessant. Zumindest während der ersten Hälfte der Füllung!




Autor: Ralf Ruhenstroth

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