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Dienstag, 11. Februar 2014

Alte Tabakstube - My Mixture #4

Es gibt sie noch, diese entschleunigenden Momente im Alltag, in denen man aus der Hektik, die einen umgibt, herauszutreten scheint und eine Oase der Ruhe, der Gemütlichkeit und Behaglichkeit findet, wo man dem Genuss mit seinen Sinnen frönen kann. Eine solche Umgebung ist z.B. die „Alte Tabakstube“ in Stuttgart. Zentral in der Nähe des Schlossparks am Schillerplatz 4 gelegen, aber doch weit genug vom Trubel der Fußgängerzone entfernt, durch einen kleinen unscheinbaren Durchgang zu erreichen. Schließt man die Türe der Tabakstube hinter sich, so bieten sich einem zahlreiche köstliche Single Malts und andere Spirituosen, Zigarren, Pfeifen und Pfeifentabak.
Die „alte Tabakstube“ ist Mitglied der John Aylesbury-Gruppe, einem Verbund von gut 50 eigentümergeführten Traditionsunternehmen im Tabakwaren-Einzelhandel, zu denen u.a. Pfeifen Schneiderwind in Aachen, die No. 7 in Augsburg, Pfeifen Huber in München, Tesch in Hamburg gehören. Auffällig in der „alten Tabakstube“ ist die große Auswahl an eigenen Hausmarken, die von Kohlhase & Kopp herstellt werden. Nach eingehender und fachkundiger Beratung entschied ich mich für die „My Mixture No. 4“, dessen Beschreibung mich hatte neugierig werden lassen.
Dunkel gereifte Carolina und Virginia. Eine Woche unter hohem Druck und Hitze fermentiert. Sehr volles tiefes Aroma. Der Burgunder unter den Tabaken“.

Diese vollmundige Beschreibung ließ mich neugierig werden, zumal dem Tabak keine Aromatisierung zugesetzt worden seien soll, er also naturbelassen ist.
Beim Öffnen der silbernen 100 g-Dose verströmt der Tabak ein kräftiges, volles, dunkles Aroma, dass einen wirklich an guten alten Wein erinnert. Eine schöne Würze, eine milde Süße und eine leichte Säure machen Appetit auf die erste Füllung. Das Tabakbild ist tiefdunkel, fast schwarz. Der Tabak ist etwas feucht, so dass man ihn durchaus vor dem Rauchgenuss etwas durch trocknen lassen sollte. Er lässt sich leicht in einen mittelgroßen Pfeifenkopf einbringen, stopfen und mit zwei, drei Hölzern an glimmen.
Schon nach den ersten Zügen entfaltet er sein volles, kräftiges Aroma, dass eine leichte Süße hat, die an Dörrobst und Rosinen erinnert. Ansonsten satter, würzig-kräftiger Tabakgeschmack, wie man ihn von dunkel gereiften Virginias erwarten kann. Die „No. 4“ ist angenehm kühl zu rauchen. Langsam geraucht behält er sein Aroma und seinen Geschmack die ganze Füllung über. Gegen Ende legt er noch mal zu und wird kräftiger, wobei der Nikotingehalt nicht allzu hoch ist. Zu heftiges Ziehen jedoch quittiert er mit einem leichten Beißen auf der Zunge, wobei er dann die milde Süße im Geschmack etwas einbüßt.
Die „My Mixture No. 4“ ist eine wirklich interessante Mischung, die vor allem Virgina-Freunde mit ihrer Komplexität und Tiefe auf ihre Kosten kommen lässt. Für mich war die Kombination aus dunklen Virginia und Carolina Tabaken, die unter Druck und Hitze fermentiert wurden, eine Mischung, die ich so noch nicht kennengelernt habe und die ich gerne weiter empfehlen kann, ebenso wie den Besuch der „alten Tabakstube“ in Stuttgart.
Viele Grüße aus dem Werdenfelser Land

Ihr Torsten Wieczorek

1 Kommentar:

  1. In Österreich gibt es im Osten, Burgenland in der Hauptstadt Eisenstadt eine Trafik, die ebenfalls Hausgemachte anbietet - selbe Schema ;-)

    • Fürstlicher Tabak No. 1 / 3 / 5

    NO. 1 - ??? mir leider Geschmacklich (noch!?!) unbekannt

    NO. 3 - zarter Süsser. Leicht vanillig mit etwas Erdbeer-Bums - riecht und schmeckt lecker. Raumduft grandiös ;-)

    NO. 5 - leicht Süss, aber mit mehr Frucht. Primär Mango und ?..? - ist OK

    Kostenpunkt um die ~22€ / 100g Dose.
    Aber diese Dosen sind sehr schön verziert, zB mit Schloss Esterhazy und mit Abbild Liszts

    Gerald

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