Willkommen bei Jogi-wan...

Willkommen bei Jogi-wan...

Freitag, 31. Januar 2014

Huber - Virginia N° 7

Das Münchener Traditionshaus Huber bietet eine Vielzahl von verschiedenen Virginia-Mischungen an, die es dem „naturnahen“ Freund ermöglichen, sein Heil zu finden. Dazu muss man sich natürlich ein wenig Zeit nehmen und ein Döschen nach dem anderen durchrauchen. Ich bin momentan beim „Virginia N° 7“, einer Mischung aus einem ready rubbed Virginia, etwas Black Cavendish und einem Broken Virginia. Die Beschreibung passt, so wie versprochen findet man es in der geöffneten Dose vor.


Der Duft ist leicht heuig, etwas frühlingshafte Wiese, blumig und dezent süßlich, ein wirkliches Top-Flavour ist nicht feststellbar. Die gerissenen Blätter sind unterschiedlich breit, so dass man beim Befüllen der Pfeife eventuell etwas sondieren sollte, um möglichst problemlos das gleichmäßige Entzünden des Tabaks zu ermöglichen.


Ein etwas größerer Kopf sollte es schon sein, denn der Tabak hält klar definierbares bereit. So schmeichelt er durchaus an Zunge und Gaumen mit seiner natürlichen Süße, neigt dabei aber niemals zur Übertreibung. Ein unaufdringlicher Bursche, wie man ihn mag. Aber Vorsicht: Die Pfeife braucht Aufmerksamkeit, die „N°7“ ist nicht für nebenbei geeignet, sei es an der Schreibmaschine mit dem Rauchgerät im Mundwinkel zwischen den Zähnen oder gar auf einem Spaziergang im Freien mit beiden Händen in der Jackentasche. Er wird heiß, was dem „Nebenherraucher“ nicht gefallen wird. Dann hilft wirklich nur ein mehrmaliges Ablegen und Abkühlen lassen. Das wiederum geht ohne Probleme, der Tabak schmeckt auch nach mehrmaligem Anzünden.

Viel mehr gibt es zu dieser Mischung dann auch nicht zu sagen. Grundsolide, mit den beschriebenen Eigenschaften. Geschmacklich ein guter Einsteiger für die Aromatenfreaks, die mit der naturnahen Süße eines Virginias so noch nicht vertraut sind. Die Jungs und Mädels, die sich vorzugsweise ohnehin in diesem geschmacklichen Bereich herum treiben, werden möglicherweise zu dem Schluss kommen, dass der „Virginia N°7“ sicherlich seine Qualität hat, im Übrigen dann aber vielleicht doch zu wenige Ecken und Kanten zeigt. Man könnte es in so einem Fall auch als „nett, aber nicht besonders umwerfend“ bezeichnen.

Nicht besonders stark, recht helle Asche zurück lassend und mit einem virginia-typischen Raumduft freue ich mich schon auf die nächste Huber-Virginia-Mischung. Ich sage auch grundsolide, aber wirklich nicht ganz leicht zu rauchen. Preislich gesehen kommt der „Virginia N° 7“ dann allerdings doch mehr als solide daher.



Autor: Ralf Ruhenstroth

Kommentare:

  1. An der Schreibmaschine oder mit den Händen in den Jackentaschen: mein Blick fällt dabei unweigerlich auf ein Bild von Max Frisch an meiner Wand.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Uihh... sehr aufmerksam ;-))

      Beste Grüße,
      Jogi

      Löschen
    2. Uwe Johnson und Max Frisch machen den Großteil meiner Beschäftigung der letzten Jahre aus. Da braucht es nur die kleinste Anspielung.
      Indes wünsche ich ein angenehmes Wochenende und sende Grüße aus einer Region Deutschlands, der es an guten Tabakgeschäften fehlt.

      Löschen