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Dienstag, 14. Januar 2014

HU-Tobacco - Geniet Moment

Drei Forumtabake sind es geworden, die Hans Wiedemann, alias HU-Tobacco, auf den Markt geworfen hat. Dabei ist neben einer englischen Mischung mit Latakia und einem Virginia-Perique-Flake auch eine aromatische Mischung entstanden. Für das holländische Pfeifenforum PRF konzipiert, können diese drei Kompositionen selbstverständlich im Shop von Hans Wiedemann geordert werden.


Die Mischung ist überwiegend schwarz (Black Cavendish), ein paar helle Farbtupfer verleiht zugegebener Virginia. Das wertet die ganze Geschichte optisch auf. Der Duft aus der Dose macht Hoffnung. Chemisch riecht hier nichts, ganz im Gegenteil. Sehr angenehm in der Nase spürt man ein dezentes, süßliches Aroma. Das Einbringen in die Pfeife geht sehr einfach vonstatten.


Noch im Anzündvorgang, also beim ersten Ziehen, kommt mir der Tabak eher etwas fruchtig vor, bevor dann eine Art von ganz dezenten und lieblichen Röstaroma zum Vorschein tritt. Schnell wird klar: Wenn man die Vorzüge dieser Mischung genießen will, dann braucht man Zeit. Eine zu schnelle Zugfrequenz wird nicht belohnt, viel mehr driftet der Tabak dann in die völlige Belanglosigkeit ab. Zieht man nur mäßig stark und dazu langsam, dann verspürt man das gesamte Rauchopfer über eine leichte Vanillenote und ein doch ordentlich spürbares Kaffeearoma. Einzig, der beigefügte Burley und die von mir damit verbundene und erwartete Nussigkeit hätte etwas deutlicher ausfallen können. Da ich den „Geniet Moment“ allerdings mit Filter rauche, könnte das vermisste Aroma ohne Filter evtl. zu finden sein. Andererseits sollen sich die Aromen in ihrer Gesamtheit zu einem angenehmen Geschmacksbild formieren.

Besonders stark ist der „Geniet Moment“ nicht, er raucht sich ziemlich bequem herunter, im Kopf bleibt dunkelgraue Asche übrig. Den Raumduft kann man als gut bezeichnen. Von den drei Tabaken, die für das holländische Pfeifenforum entstanden sind, halte ich persönlich den „Geniet Moment“ nicht für den genialsten. Das mag aber auch an meiner Vorliebe für Tabake der naturnahen Richtung liegen. Und den latakiahaltigen „Brullende Leeuw“ hätte ich aufgrund mangelnder Erfahrung gar nicht beurteilen können. Also: Ein netter Begleiter über den Tag, vorzugsweise zu einer guten Tasse Kaffee am Nachmittag. Qualitativ sehr gelungen, aber wahrscheinlich, auch mit dezenten Aroma, eher etwas für die Süßmäuler. Die, allerdings, können damit sehr zufrieden sein.



Autor: Ralf Ruhenstroth

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