Willkommen bei Jogi-wan...

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Montag, 30. Dezember 2013

Guten Rutsch und Happy New Year 2014!

Wir wünschen einen guten Rutsch ins neue Jahr und einen tollen Start in 2014. Glück, Gesundheit und weiterhin viel Spaß mit gutem Tabak und tollen Pfeifen! Das Jogi-wan-Team


Sonntag, 29. Dezember 2013

Orlik - Erinmore Flake

Gemeinsam durch dick und dünn!

Na, mein Freund? Ja, ich weiß, dass Du ein Tabak bist... und das ich mich gerade mit einer Dose unterhalte. Doch Pfeifenfuzzis sind gelegentlich seltsam... und außerdem habe ich mit Dir an der Seite schon so viele schöne Momente gefeiert... und so viele schwere Zeiten durchlebt. Das ist weit mehr, als ich über viele menschliche "Freunde" sagen kann.


Dein samtig-milder Mix aus Virginias und Burley, Dein fruchtiges, aber nicht aufdringliches Aroma, Deine Unkompliziertheit im Umgang... Du spielst Dich nie in den Vordergrund, zickst herum oder stellst Ansprüche. Das rechne ich Dir hoch an. Eine bewegte Zeit haben wir hinter uns. Dein Umzug, 2005, nach Dänemark... die Zeit danach, als Dir mancher Raucher den Rücken kehrte, Dir vorwarf, Deinen Charakter verloren zu haben.


Ja... sie haben Dich auf modern getrimmt, sogar Deine Wohnung musstest Du tauschen... weil die kleine Dose und Dein altes Maß nicht in optimierte 08/15 Produktion passt. Ich habe Dich wieder gefunden, Dir die Treue gehalten - weil ich weiß, dass Du im Grunde der Gleiche geblieben bist. Für mich jedenfalls - Freundschaft verzeiht vieles.

Klar gibt es Ablenkungen, Strömungen... oft gab und gebe ich meinem Entdecker-Drang nach und rauche viele andere Kräuter. Du siehst es mit einem Lächeln... weil Du weißt, dass ich immer zurück komme... und weil Dein "Parfum" auch der Frau meines Lebens genehm ist - ein nicht zu unterschätzender Vorteil.


Die Frage nach dem "Tabak für die einsame Insel" hat sich mir nie gestellt. Müsste ich gehen, dann nicht ohne Dich... und sollte ich irgendwann wissentlich meine letzte Pfeife rauchen... dann mit Dir, alter Freund! ...und auch, wenn die "goldene Ananas" oft in abwertender Art erwähnt wird - für mich ist sie ein Zeichen, nach Hause zu kommen. Zumindest, solange sie sich auf gelbem Grund befindet. Komm', wir rauchen eine Pfeife zusammen!

Der Erinmore Flake in seiner alten Wohnung;
Copyright: Ralf Ruhenstroth


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings


Jörg Pannier - Dies ist kein Pfeifenbuch

Wem ist das nicht schon ähnlich gegangen? Man hat die Muße gefunden sich in aller Ruhe die Pfeife zu stopfen und anzuzünden, sitzt gemütlich im Sessel, entspannt und zieht langsam, bedächtig und genussvoll an der Pfeife. Die Rauchwolken steigen auf und mit ihnen die Gedanken, in die man sich verliert. Sind Pfeifenraucher Philosophen oder ist Pfeife rauchen Philosophie? Gelten doch Pfeifenraucher im Allgemeinen oft als Philosophen, als besonnene Menschen, gute Ratgeber und kluge Lebenskünstler. Pfeiferauchen und Philosophieren – diesem vielfach beschworenen Zusammenhang wird in dem zweiten Buch von Jörg Pannier, welches den Titel trägt: „Dies ist kein Pfeifenbuch“ nachgegangen.


Sein Erstlingswerk „Pipe-Line. Das Buch zu Pfeife“ ist schon eine Weile her. Seit dem war es ruhig um den pfeiferauchenden Philosophiedozenten. Deshalb geht es in seinem Buch auch nicht um die technischen Fragen oder praktische Tipps zum Pfeiferauchen. Die in dem Buch beschriebene Philosophie des Pfeiferauchens setzt dort an, wo der philosophisch interessierte Pfeifenraucher beginnt, sich über den Sinn des Lebens und der Welt Fragen zu stellen. Ihm muss man nicht erst den Umgang mit Pfeife und Tabak erklären, er wäre aber auch mit einer bloßen Einführung in die Philosophie nicht zufrieden; schließlich dreht sich alles um die Pfeife. Es ist gedacht für jemanden, der sich gerne mit philosophischen Fragen rund um sein Lieblingsthema „Pfeife rauchen“ beschäftigt und der zu Recht erwarten darf, dass sich alles um Philosophie, Pfeife und Tabak dreht. Kurzum es ist ein Buch für Genießer.

Man muss im Übrigen kein Pfeifenraucher sein um dieses Buch zu lesen. Es wendet sich an alle Menschen, die sich dem Genuss, welcher Natur auch immer, verbunden fühlen. Wie der Titel schon sagt, ist dieses Buch also ein Pfeifenbuch, das kein Pfeifenbuch sein will, und ein Philosophiebuch, das mehr als nur ein Buch über Philosophie ist. Das Ganze geht nicht ohne ein Augenzwinkern und wird auf sehr humorvolle Art von dem Autor beschrieben.

In 15 Kapiteln bietet das Buch zahlreiche Betrachtungen rund um den Genuss von Pfeife, Tabak und die uns als Pfeiferauchern eigenen Marotten. Jörg Pannier doziert höchst amüsant über die Kunst des Pfeiferauchens, verknüpft den Genuss der Pfeife mit der Kunst der Lebensführung „savoire vivre“ und schlägt humorvoll den Bogen zu Kant und Lichtenberg: „Freiheit ist die Bedingung der Möglichkeit des Genießens“. Er beschreibt den „Homo fumer“ als Mensch, der sein eigenes Zeitverständnis besitzt, die Zeit zur Muße, mit der er dem hektischen Alltag ein Stück Lebensqualität abtrotzt. Pfeife rauchen ist also eine lustvolle „Aus-Zeit“, eine Pause vom Erfolgsdruck; der Pfeifentabak enthält sozusagen ein Frustschutzmittel. Jörg Pannier sinniert über „Pfeifen(t)Räume“ und „Die beste aller Pfeifenwelten“, weil „Zeit, Raum und Glück untrennbar über den Augenblick der Gegenwart eins und sich selbst verbunden sind. Wer glücklich ist, ist mit seiner Gegenwart eins und sich selbst genug. Eine duftende Pfeife am Feierabend ist so ein Glücksmoment.“

So findet man sich als Pfeifenraucher wieder zwischen Epikur und Marc Aurel. Bewusst hat der Autor dabei die Länge eines jeden Kapitels so gewählt, das man es bequem mit einer Pfeifenfüllung in aller Ruhe absolvieren kann. Dem Autor gelingt es, komplizierte, philosophische Themen gut verständlich und humorvoll zu vermitteln. Dabei nimmt er bei allen Ausflügen, die er ins Philosophische macht, immer anschaulich Bezug zum Pfeiferauchen. In weiteren Kapiteln beschreibt er unsere Sammelleidenschaft als „philosophisches Problem“ und erhebt die Pfeife zum Kunstwerk. In dem Kapitel über „das Ethos des Pfeife Rauchens“ grenzt er das genussvolle Rauchen vom Suchtrauchen ab und spricht frei nach Kant von der praktischen Klugheit des Pfeifenrauchers, die sich durch Toleranz, Achtung, dem Instinkt für das Angemessene und der Fähigkeit zum Mitgefühl auszeichnet. Toleranz sei stets ein Zeichen von Selbstvertrauen. Sie gründe in Weltoffenheit, die den Vergleich des eigenen Standpunktes mit anderen nicht zu scheuen bräuchte. Wie wahr! Alleine wegen solcher Sätze ist dieses Buch schon lesens- und empfehlenswert.

Man merkt Jörg Pannier an, dass er Philosophie studiert und gelehrt hat, wobei die Inhalte, die er dem Leser nahebringt, verständlich bleiben und Anekdoten und Geschichten rund um die Philosophie und das Pfeiferauchen die Lektüre angenehm auflockern. Er zeichnet in seinem Buch das Bild eines Genussrauchers bzw. Genussmenschen, der letztendlich auch ein Philosoph ist und bietet hierzu einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Themen in der Philosophie. Dem Autor gelingt es in beeindruckender Weise eine Verbindung zwischen der Gedankenwelt der Philosophie und dem Pfeiferauchen herzustellen. Das Buch lädt zum Nachdenken über Sinn und Sein ein und verbindet diese in faszinierender Weise mit dem Thema Pfeife, Tabak und Genuss.

Mir hat die Lektüre dieses Buches große Freude bereitet und vielleicht ist es ja ein interessanter Lesestoff für Pfeifenraucher, die schon alles über die „Kunst des Pfeife Rauchens“ in den einschlägigen Pfeifenbüchern gelesen haben. Jörg Pannier eröffnet mit seinem Buch eine so ganz andere Welt, in die wir, unsere Pfeife genießend, unsere Gedanken verlieren können. „Dies ist kein Pfeifenbuch“ ist im Agenda Verlag erschienen (ISBN 978-3-89688-330-8) und kostet 24,80,-- Euro.

Grüße aus dem Werdenfelser Land!



Autor: Torsten Wieczorek

Samstag, 28. Dezember 2013

Am Ende war auch das gelogen! Pfeifenbau im Zeichen von Hammer und Zirkel







Autor: Dieter Niermann

News 2014: 10 Jahre Olaf Langner!

Wer sich, wie ich, darüber gewundert hat, dass es auf Olaf Langners Seite in letzter Zeit bemerkenswert still war, wer gar mutmaßte, Olaf gönne sich eine Zeit des süßen Nichtstuns, der soll hiermit beruhigt und informiert werden.

In einem Telefonat erzählte Olaf mir vom für 2014 anstehenden 10 jährigen Bestehen seines kleinen Unternehmens und von etlichen, interessanten Aktionen, die für das Jubiläumsjahr geplant sind. Das wird spannend und abwechslungsreich. Soviel kann man versprechen, ohne schon zu viel zu verraten:

Für die erste "große Offensive", die direkt zum Jahreswechsel startet, hat Olaf Langner zuletzt etliche Stunden in der Werkstatt zugebracht, um ein feines "Menu" an Estate-Pfeifen zu präsentieren.

Für alle, die genauso neugierig und ungeduldig sind, wie ich, gibt es hier schon einmal "einen kleinen Blick in die Töpfe". Sieht alles sehr delikat und lecker aus... und in ein paar Tagen wird serviert! Das wird ein üppiges Festmahl für alle Estate-Gourmets - soviel ist sicher. (rd)
 


 


Freitag, 27. Dezember 2013

Trocken rauchen?

Liebe Pfeifenfreunde!

An dieser Stelle würde ich gerne eine Diskussion anstoßen und hoffe auf Beiträge von Ironie gewürzt, aber nicht von Polemik versalzen. Trockenheit oder ein von möglichst wenig Kondensationsfeuchtigkeit beeinträchtigter Abbrand im Pfeifenkopf stellt freilich ein von uns allen angestrebtes Ziel dar. Doch wie haltet Ihr es mit den die glimmende Pfeife umgebenden Begleitumständen?


Ich persönlich kann mir eine Pfeifenfüllung ohne entsprechendes Beigetränk eigentlich nicht vorstellen. Freilich bestimmen Tageszeit und der gewählte Tabak die entsprechende Kombination. Zur „Early Morning Pipe“ - meist ein Virginia dominierter Flake - möchte ich beispielsweise meinen wirklich starken, schwarzen Kaffee nicht missen. Einen „Jamaika Blue Mountain“ leiste ich mir freilich auch nur in Ausnahmefällen. Am Abend steigert sich dann in der Regel sowohl die Kraft des Tabaks, wie auch die der Getränke. Es mag meinen persönlichen Vorlieben geschuldet sein, dass bei mir Tee, Wasser, Weißwein und auch Bier im Zusammenhang mit Pfeife keinerlei Rolle spielen -- von irgendwelchem süßlichen Limonadenzeugs ganz zu schweigen. Einer der wenigen Tabake, welcher mich in Hinsicht eines Beigetränks tatsächlich überfordert (und ich rauche ihn ganz gerne) ist der „Black XX“ von Samuel Gawith. Zu ihm esse ich gelegentlich trocken eingelegte, schwarze Knoblaucholiven.

Wie haltet Ihr es?

Allen Pfeifenfreunden möchte ich an dieser Stelle einen guten Rutsch ins Jahr 2014 wünschen! Und was auch immer pseudo-calvinistische Genußfeinde in Berlin, Brüssel oder sonst wo aushecken mögen, behaltet die IV. Strophe des Gedichtes Erleuchtung aus der Feder von Heinrich Heine im Gedächtnis:

"Michel! fürchte nichts und labe
Schon hienieden deinen Wanst,
Später liegen wir im Grabe,
Wo du still verdauen kannst."


In diesem Sinne,

Dr. Maximillian Georg Kellner

Donnerstag, 26. Dezember 2013

News 2014: Eine Lesepfeife von Manfred Koziolek

Ungewöhnlich und interessant ergibt ein vierteiliges Stecksystem eine neue Lesepfeife von Manfred Koziolek, die man aber auch gewohnt "nur" mit Kopf und langem Mundstück genießen kann. Bei Interesse: Hier geht es zum Shopsystem des Pfeifenmachers. Pfeife Nr. 397, 9 mm Filter, das Zwischenstück besteht aus Buchsbaum, Länge: 14,5 cm bzw. 26 cm, Kopfhöhe: 5 cm. (rr)

397 Copyright: M. Koziolek

397 Copyright: M. Koziolek

397 Copyright: M. Koziolek

Mittwoch, 25. Dezember 2013

Mac Baren - Mixture Flake

Die Entdeckung des Bekannten

"Hömma', wieso gibt dat eigenzlich in den Blog jede Menge Zirkuskraut, abba nich' ein vernünftiget Refju über dem "Miksscher" von Mäc Bärren? Is' Euch der zu nomaal oder wat?"
Gute Frage, Helmut. Vielleicht, weil die Mixture schon immer da war- seit Anbeginn der Zeit? (Ok, seit 1958 - was ungefähr auf dasselbe rauskommt). Vielleicht, weil sie von (gefühlt) einer Milliarde Pfeifenrauchern probiert wurde, ohne das EINER das Aroma hätte exakt benennen können? Vielleicht, weil man nicht einfach über "die Mutter aller Pfeifentabake" (moderneren Zuschnitts) spricht? Egal jetzt... hier kommt der „Mixture Flake“, garniert auf einer Platte mit ein paar Krümeln der Ready rubbed-Version "Scottish Mixture".


Nein, wirklich unterschiedlich sind beide Versionen im Geschmack nicht. Die milde, nicht recht zu definierende Süße, die Anmutung von Butterplätzchen, die Nussigkeit, das Honig-Aroma plus leicht fruchtiger Note dominieren auch den „Mixture Flake“. Das ist Mac Baren, das ist Heimat, dass ist entspannt und unkompliziert zu genießen.

Jep... unkompliziert. Jetzt kommen wir nämlich zum Vorteil des Flakes. Die Platten liegen ordentlich in der Dose und dank des Klebereinsatzes sind sie so stabil, dass man sie auch als Parkett verlegen könnte. Die rechte Menge, leicht zu knicken - etwas auflockern und rein in den Kopf. Sanft und recht problemlos anzuglimmen - SO geht Flake für Beginner!


Gerade für Flake-Neulinge bietet sich der „Mixture Flake“ an. Weniger intensiv-süß als der „Navy Flake“ ist er sowohl gelungene Alternative für den Nachwuchs, als auch gediegener "ADS" ( das ist das dusslige US-Kürzel für Alltagstabak) für erfahrene Freaks. Während der Ready Rubbed sich bisweilen etwas störrisch bei der Befüllung zeigt (man sollte größere Tabakteile zusätzlich aufrubbeln) lässt sich der Flake leicht und exakt dosieren.


Der einzige Grund, warum „Mixture“ und Raucher zu erbitterten Feinden werden können, ist die Rauchgeschwindigkeit. Da sowohl Flake, als auch Ready Rubbed problemlos anglimmen, sollte man Dampflok-Einlagen unterlassen. Darunter leidet die klare Wahrnehmbarkeit der Aromen... und eine heiß gerauchte „Mixture“ beißt und kratzt, wie eine Katze, die ihre Jungen verteidigt. Ich persönlich finde übrigens, dass der Flake kühles Rauchen durch noch mehr Aromen als der Readdy Rubbed belohnt.

Keine neuen Erkenntnisse durch die Flake-Version also? Nö... und das ist absolut positiv zu verstehen.

So Helmut... getz hör' dat meckern auf, rauch' Dein "Miksscher-Fläk" un' sach' nich' immer "Zirkuskraut" zu die anderen Tabake, hör' se? Kann ja nich' jeder dem ganzen Tach Mäc Bärren rauchen, woll!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Dienstag, 24. Dezember 2013

Jogi-wan wünscht frohe Weihnachten 2013!!!

Liebe Pfeifenfreunde (an dieser Stelle verzichten wir auf das politisch korrekte „-innen“), 

 
wir wünschen Euch und Ihnen eine schöne, besinnliche und friedliche Weihnacht 2013. Wir hoffen, dass es Euch/Ihnen gut geht und dass jeder über die Festtage etwas mehr Zeit als sonst üblich findet, um genussvoll die eine oder andere Pfeife mit gutem Tabak zu rauchen. Insbesondere danken wir unseren Lesern und Leserinnen. Kaum zu glauben, wir steuern mit Macht auf die erste viertel Million Aufrufe zu. Und das ist für ein sog. „Nischenhobby“ in so kurzer Zeit eine ganze Menge. Bedenkt man, dass wir kein Musikmagazin sind, so zeigt das doch, dass an dem Thema „Pfeife und Tabak“ eine Menge an Interesse besteht. Mehr, als so mancher glaubt.

Die „festen“ Mitglieder von Jogi-wan danken auch den zahlreichen Gastautoren für ihre Beiträge. Wir freuen uns immer sehr, wenn der/die eine oder andere die Lust verspürt und uns einen Beitrag zusendet. Das sorgt für Meinungsvielfalt und macht unser Hobby somit noch spannender...

In diesem Sinne nochmal alles Gute, schöne Festtage und genussvolle Stunden, Euer/Ihr

Jogi-wan-Team

Montag, 23. Dezember 2013

News 2014: Drei Neue von Manfred Koziolek

Der niedersächsische Pfeifenmacher Manfred Koziolek bietet passend zum Fest drei neue Unikate an. Im Einzelnen:

392 Copyright: M. Koziolek

392 Copyright: M. Koziolek

392 Copyright: M. Koziolek

Nr. 392:  9 mm, Farbe natur, Mundstück schwarz mit Ebonit Schmuckolive, super Maserung, 99% Lupenrein,fehlerfrei, Länge ca. 15 cm, Kopfhöhe ca. 5,8 cm

396 Copyright: M. Koziolek

396 Copyright: M. Koziolek

Nr. 396: ohne Filter, Holmabschluss Buchsbaum, Farbe: mittelbraun, Länge: 15 cm, Kopfhöhe: 4 cm

379 Copyright: M. Koziolek

379 Copyright: M. Koziolek

Nr. 379: Klassiker, Mundstück aus Cumberland, handcut, 9 mm, Farbe: Cappucino, Länge: 14,5 cm, Kopfhöhe: 5,5 cm

Weitere Handmades findet man auch auf der Homepage des Pfeifenmachers. Dort gibt es ein Shopsystem und eine Kontaktaufnahme  ist ebenfalls möglich. (rr)


Sonntag, 22. Dezember 2013

Mac Baren - Vanilla Cream Flake Cut

Auch Diplomatie hat ihre Grenzen!

Kennen Sie dieses widerwärtige "Plaste und Elaste-Vanille-Aroma", dass Sie anspringt, sobald Sie einen sogenannten "Wunderbaum" (ja, für mich immer wieder ein Wunder, dass sich Leute so etwas ins Auto hängen!) fahrlässigerweise aus seinem Plastikgefängnis befreien? Der Hanibal Lecter des Plastik-Gestanks!


...und genauso riecht es, wenn man eine Dose des „Vanilla Cream Flake Cut“ öffnet. Na, das kann ja heiter werden. Doch als Schreiberling sollte man sich Objektivität erhalten und eine gewisse Diplomatie walten lassen.... außerdem: Bange machen gilt nicht. Sollte man es schaffen, die hartnäckig aneinander bappenden Flakeplatten zu lösen, gestaltet sich das Knicken, Falten und Aufdröseln recht einfach. Rein in die passende Pfeife und Feuer frei.


Jetzt riecht es nicht nur nach Wunderbaum, es schmeckt auch, als habe man eine dieser Geruchszecken in den Tabak geschmuggelt. Schon die ersten Züge glasieren die Zunge mit einer Anmutung von Puddingpulver der äußerst preiswerten Sorte. Ist da auch Tabak drin? Man schmeckt ihn jedenfalls nicht. Stattdessen füllt ein Aroma Mund und Nase, dass mich eindeutig an angebrannte "Dr.Oetker-Produkte" erinnert. Der den Raum füllende Geruch hält sich mit den Krallen eines Dreizehen-Faultiers in der Luft fest und widersetzt sich sogar ausdauernder und aggressiver Stoßlüftung, als wolle er sagen: "Nix da... jetzt hast du mich einmal frei gesetzt - jetzt komm' auch damit klar!"


Wie der Tabak sich im weiteren Verlauf gebärdet, kann ich Ihnen nicht sagen. Nach einem knappen Drittel habe ich mich zur raschen Noträumung entschlossen - bevor dieses Horror-Kraut die Chance hat, sich noch in meiner geliebten Butz zu verkrallen. Ein Crossover dieses Flakes würde unweigerlich zur Verbannung der Pfeife auf den Dachboden führen. Weggeworfen habe ich die Dose noch nicht. Ich möchte erst einmal klären, ob ich bei den geltenden Gesetzen für eine ordnungsgemäße Entsorgung auf einer Deponie sorgen muss.

Wo jetzt die Objektivität bleibt? Im Schrank, denn dies ist ein Review... und die sind naturgemäß subjektiv... und subjektiv betrachtet ist dieses Kraut für mich der "Master of Disaster". Der schlechteste Tabak, den ich 2013 geraucht habe. Wo jetzt die Diplomatie bleibt? Tut mir leid, aber auch die hat ihre Grenzen.

Das sagt übrigens ein Fan der Mac Baren-Tabake... nicht, dass ich da falsch verstanden werde.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Samstag, 21. Dezember 2013

HU-Tobacco - Janneman Flake

Am 21. Dezember weihnachtet es überall und auch der genüsslichste und routinierteste Pfeifenraucher kann unter Umständen noch mal ins Schwitzen geraten, wenn er denn noch nicht alle Besorgungen für die Festtage erledigt hat. Aber ansonsten ist Weihnachten für viele etwas ganz Besonderes. Lassen wir christliche Betrachtungsweisen an dieser Stelle außen vor, denn auch ich rauche ganz gerne in Ruhe zu Hause einen guten Tabak aus einer schönen Pfeife, während sich alle anderen in Gotteshaus tummeln und eine besinnliche Miene aufsetzen, um dort wenigstens einmal im Jahr gesehen zu werden.

Pfeifenforen meide ich inzwischen ebenfalls, da dort in zahlreichen Fällen die Pfeifenraucher bei besinnlichen Themen über den Schmauch und den dazu gehörigen Ritualen wie die Kesselflicker verbal aufeinander eindreschen. Und zwar mindestens so schlimm wie die Modelleisenbahner. Deswegen sagt mir auch das holländische Pfeifenforum „PRF“ nichts. Von dem hörte ich neulich zum ersten Mal, als Hans Wiedemann von HU darauf aufmerksam machte, dass für dieses Forum drei neue, bzw. überarbeitete Tabake entstanden sind. Eine aromatische „Kaffee-Mischung“, ein „Engländer“ und ein Virginia-Perique-Flake. Also ein „VAper“, wie der mundfaule YouTuber im englischsprachigen Kreis zu sagen pflegt.


In Anlehnung an den holländischen „Pater Noster“ schimpft sich dieses Werk schlicht „Janneman Flake“. Nach dem Öffnen der Dose schlägt das Weihnachtsherz für jeden faulen Kirchgänger und/oder Flakefan sofort höher. Ein wunderbarer dunkelbrauner Flake an einem Strang. Ein „firecured“ Virginia mit einer Prise Perique. Der Duft? Bestes Schwarzbrot. Und beim Anfassen weich, genau richtig konditioniert. 

 
Fast zu schön, um ihn anzureißen. Bringt man das allerdings übers Herz, lässt sich dieser Flake einfach und gefühlvoll stopfen. Ein bis zwei Zündhölzer reichen für eine flächendeckende Glut vollkommen aus. Und dann offenbaren sich herrliche, sanft süße und in der Tat cremige Aromen. Die dezente Würze und das „firecured“ schärfen die Sinne und lassen den Virginia-Fan als Raucherengel aufsteigen. Samtig an Gaumen und Zunge raucht sich dieser mittelstarke Flake ohne jegliches Beißen runter. Egal, ob mit oder ohne Filter. Er ist gutmütig und hat große Schwierigkeiten, die Pfeife mehr als notwendig zu erhitzen. Man sitzt da, denkt über die schönen Dinge des Lebens nach und stellt fest, dass sowohl der Raucher als auch die Pfeife äußerst cool sind.

Da mir dieser Flake nicht zu komplex erscheint, und auch wegen seiner Freundlichkeit in Sachen Handling, kann es hier nur eine Empfehlung geben. Auch für diejenigen, die sich an einen Flake bisher noch nicht gewagt haben. Zwar für ein holländisches Forum kreiert, so ist der Tabak auch für uns über die Webseite von HU ohne Probleme erhältlich. Noch passend zum „Rauchfest“ gibt es hier also ein wunderbares Kraut, was mich freudig ein paar Runden um den Weihnachtsbaum laufen lässt!


Autor: Ralf Ruhenstroth

News 2014: Drei neue Pfeifen von Volker Hahn

Drei neue Pfeifen von Volker Hahn sind gerade noch vor Weihnachten fertig geworden. Mehr Informationen dazu findet man auf der Homepage des Pfeifenmachers aus Bösdorf in Schleswig-Holstein. (rr)

249: Copyright: V. Hahn

Pfeife Nr. 249: Etwas kleinere Volcano, glatt, hellbraun kontrastgebeizt, Bambusholm, Acrylmundstück ohne Filter

248: Copyright: V. Hahn

Pfeife Nr. 248: Recht massige Volcano, glatt, hellbraun kontrastgebeizt, breiter Holm, breites Acrylmundstück ohne Filter 

247: Copyright: V. Hahn
 
Pfeife Nr. 247: Sehr schlanke Form, rustizierte Oberfläche, hellbraun gebeizt, handcut Mundstück für 9 mm Filter aus Acryl

Freitag, 20. Dezember 2013

News 2014: Eine Neue von Claas Roßmann

Endlich gibt es wieder eine neue Handmade von Claas Roßmann. Der Mann aus dem Ruhrgebiet fertigt seine Mundstücke aus Acryl, handcut. Die Pfeife ist 9 mm gefiltert, das Finish ist glatt und die Applikation aus Acryl. Bei Interesse kann man hier per Email mit Claas Roßmann Kontakt aufnehmen. Claas Roßmann bei Jogi-wan.  (rr)

Copyright: C. Roßmann

Copyright: C. Roßmann

Copyright: C. Roßmann

Copyright: C. Roßmann

Fahndung: Woher stammt dieser Mackintosh?

Wir bitten um Mithilfe!!! Zufällig ist uns dieser Tabak in die Hände gekommen. Scheint ein weitestgehend reiner Virginia zu sein, vielleicht noch etwas Perique dazu. Aber nur vielleicht. Hat irgend jemand von unseren Lesern mehr Informationen (Herkunft, Hersteller, Vetrieb etc.)? Auf der Dose ist nichts anderes vermerkt, als man beim Anklicken des Fotos lesen kann. (rr)


News 2014: Neue Pfeifen von Volker Bier

Bei Volker Bier gibt es neue Handmades. Darunter zweimal aus Morta und einmal eine rustizierte Olive. Na ja... und über das Grain der Bruyere-Pfeife muss man wohl auch nicht viele Worte verlieren. Mehr Informationen gibt es bei Volker Bier auf dessen Homepage, dort kann man die Pfeifen über sein Shopsystem erwerben oder auch Kontakt mit ihm aufnehmen. (rr)


BR 32: Mooreiche, 9 mm
Copyright: V. Bier

Ebonitmundstück, Zierring aus Elforin
Copyright: V. Bier

BR 33: Mooreiche, 9 mm
Copyright: V. Bier

Ebonitmundstück, Zierring aus Elforin
 Copyright: V. Bier

SA 11: Olivenholz, 9 mm
 Copyright: V. Bier

Acrylmundstück, Ring aus 925er Sterlingsilber
Copyright: V. Bier

RA 129: Bruyere, ohne Filter
Copyright: V. Bier

Ebonitmundstück, Holmabschluss aus Elforin
 Copyright: V. Bier

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Cornell & Diehl - Pirate Kake

Meine Damen, meine Herren, liebe Freibeuter,

heute besprechen wir ein „Latakia Leckerli“. Den „Pirate Kake“ von Cornell & Diehl. In der Pfeifenszene liebevoll "Piratenkuchen" genannt. Also alle, die mit "mucho Latakia" nicht können, dürfen sich nun gerne einem anderen, lesenswerten Beitrag dieser Seite widmen.


Ein paar kleine Fakten:
 
Hersteller: Cornell & Diehl, USA
Schnitt: Krumble Kake
Mischung: Latakia, Orient und Burley Cavendish
Preis: $7,99,-- (2 OZ Bulk) alternativ CHF 22,00,-- (57g Dose) (Stand Dez 2013)
Herstellerbeschreibung:
"A smooth, robust blend with LOTS of exceptional Latakia accompanied by Turkish and Cavendish Cut burley. This is the blend for the Latakia lover."

Krumble Kake ist dem geneigten Blogleser, denke ich, ein Begriff? Kurz und knapp: bereits geschnittene Tabake werden erneut zu einem Block zusammengepresst.

Hier haben wir es mit einer "Latakia Krumble Bombe" zu tun, dass es selbst Jack Sparrow die Kurven aus dem Schnurbart zwirbelt. Bei Gesprächen an Deck, hört man von alt eingesessenen Piraten, dass es sich um ein Mischungsverhältnis jenseits der 70% Latakia handelt. Der erste Eindruck, den man beim riechen erhält, lässt eher darauf schließen, dass Orient und Burley wohl nur liebevoll an der Presse vorbei getragen wurden, statt der Mischung beizuwohnen. Tatsächlich sind sie im Tabakbild aber durchaus sichtbar und geben dem Geschmack die letzte Rundung. Man riecht allerdings "Latakia satt" in seiner ganzen Pracht. Von Lagerfeuernoten über Leder bis zum leicht angekokelten Holz und einer sagenhaften Würze, wie es nur die wenigsten Nasen ertragen und lieben können. Aber nun gut, oben steht ja: "blend for Latakia Lover" Aye Captain!


"Krumbelt" man nun ein paar Krümel vom "Kuchen" und lässt sie in eine Pfeife rieseln, braucht man nur noch leicht anzudrücken und das Vergnügen kann losgehen. Der Bursche braucht aber schon ein paar Streichhölzer mehr, bis er ordentlich brennt! Hat man ihn jedoch entzündet, ist er nicht mehr aufzuhalten. Auch wieder befeuern gestaltet sich problemlos.

Es offenbart sich ein cremig weicher, würziger Rauch, der alles bietet, was man von einem Latakia-Blend erwartet. Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art - süßlich, erdig, rauchig. Sanft zur Zunge ist er wie die meisten "Latakia Tabake", auch problemlos ohne Filter rauchbar, was ich bei diesem Tabak auch nur empfehlen kann! Der gutmütige Tabak lässt sich auch bei zeitweiser erhöhter Zugfrequenz sehr trocken rauchen und hinterlässt feste, graue Asche.
Die Stärke überschreitet im Rauchverlauf die Einstufung "mittel" keineswegs und ist somit auch durchaus für den einen oder anderen Jungpiraten empfehlenswert! Er schmeckt mir aus allen Pfeifenformen und -größen - Ich würde mich einfach vom kleineren Füllvolumen nach oben tasten, je nachdem wie viel Latakia man ertragen möchte oder kann.

Wer allerdings nicht möchte, dass ihm der Papagei von der Schulter fällt, sollte vor der Verköstigung dafür sorgen, dass alle Lebewesen sich entweder in die Rettungsboote
verzogen haben oder aktuell auf Landgang sind. Sonst wird man ganz schnell zum Ziel einer Meuterei oder von Anwesenden mit gezogenem Speer zum "über die Planke gehen" gezwungen.

Zusammengefasst ist dieser Tabak ein echtes Erlebnis für alle, die Latakia lieben und ihn nicht nur als Würztabak zu schätzen wissen. Leider gestaltet sich die Beschaffung in deutschen Hoheitsgewässern etwas schwierig. Aber wir wären ja keine guten Seeräuber, wüssten wir uns da nicht zu helfen, oder?

Also klar machen zum Entern!

YARRRR! :)



Autor: Tim Alles

News 2014: Neues von Jürgen Börner

Der sächsische Pfeifenmacher Jürgen Börner bietet neue, aus Bein, Messing und Holz gefertigte Pfeifenstopfer an. 

Copyright: J. Börner


Zusätzlich hat er zwei neue Handmades in sein Shopsystem aufgenommen. Dort gibt es auch weitere Informationen.

Copyright: J. Börner

Copyright: J. Börner


Bei Interesse kann man hier mit Jürgen Börner Kontakt aufnehmen. Mehr zu Jürgen Börner:


 

(rr)