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Donnerstag, 14. November 2013

DTM - Cock Robin

Ich ver­liebe mich offen­bar immer in die fal­schen Tabake… immer in sol­che, die, kaum habe ich ein posi­ti­ves Review geschrie­ben, nicht mehr her­ge­stellt wer­den.
So ist auch der Ascanian No. 3 „Smooth Latakia“ aus dem aktu­el­len Katalog ver­schwun­den. Eine leise Ahnung, was uns Rauchern damit ver­lo­ren ging, gibt der „Cock Robin“ aus dem glei­chen Hause. Natürlich kommt er nicht an die unglaub­li­che Qualität des Ascanian heran, aber trotz­dem ist das ein rich­tig fei­nes Kraut, dass ich, seit die Dose offen ist, fast unun­ter­bro­chen vor mich hin rau­che.



Auf dem Foto ist auch eine kleine Tonpfeife abge­bil­det - das zeigt, dass der Tabak trotz sei­nes Schnittes auch aus klei­nen Köpfen geraucht wer­den kann. Größere sind aller­dings bes­ser. Aber auch so geht das sehr gut, der Rauch brennt nicht auf der Zunge. Selbst dann nicht, wenn man, wie ich, ab und an ohne Aufmerksamkeit die Pfeife raucht (zum Beispiel - wie gerade jetzt - beim Schreiben am Computer oder beim Lesen eines span­nen­den Buches).


Da der Tabak recht grob geschnit­ten ist - er besteht aus auf­ge­rubb­tem Flake - braucht es beim Stopfen etwas Sorgfalt. Je klei­ner der Kopf der Pfeife, desto vor­sich­ti­ger sollte das erfol­gen. Durch den gro­ben Schnitt kommt es schnell zu „Luftlöchern“ - und dann glimmt der Tabak wie Zunder. Da er aber auch eine gute Feuchte hat, darf er nicht zu fest gestopft wer­den, der Tabak möchte atmen. Ergo, hier emp­fiehlt sich, was in vie­len Anfängerbüchern steht: Die gestopfte und noch nicht ent­zün­dete Pfeife auf Zug che­cken ehe der Genuss beginnt.

Denn der kommt! Sicher! Nach drei, vier Anzündversuchen (der Tabak bäumt sich anfangs sehr auf) umschmei­chelt der Geschmack eines zwar süßen und wei­chen, aber nicht zu süßen und zu wei­chen Virginias die Zunge, unter­malt von einem spür­ba­ren Hauch „lata­kiani­scher“ Würze. Diese Abstimmung ist wirk­lich gut gelun­gen! Kleiner Pro-Tipp: Je küh­ler der Rauch desto erfreu­li­cher der Latakia-Anteil, desto bes­ser die Verbindung der Aromen. Übrig bleibt nach lan­gem Genuss ein klei­nes Häufchen hel­ler Asche und ein wirk­lich ange­neh­mer Raumduft.

Dan Pipe schreibt ohne viel Werbe-Lyrik über den Cock Robin: „Englisch ist … der Tenor die­ser Ready Rubbed Mixture mit viel druck­fer­men­tier­tem Virginia, der für eine süß­li­che Grundnote sorgt, und einem dezen­ten Anteil Latakia, der einen Hauch rau­chi­ger Würze bei­steu­ert.  Im Rauch sanft und kühl, im Raum mit unauf­dring­lich tabakech­tem Duft.“

Dem schließe ich mich an, aller­dings noch mit dem Hinweis: Unbedingt pro­bie­ren! Es lohnt sich.


Autor: Nic Frank
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1 Kommentar:

  1. Hallo,

    spät kommt er, doch er kommt, der erste Kommentar. Letztens habe ich eine Probe vom Cock Robin mitgenommen und in wenigen Tagen verkostet.

    Ergebnis: Der muss auf Fälle wieder her. Ich mag ihn morgens in der ersten Pfeife mit der ersten Tasse Kaffe. Weder zu kräftig noch zu stark, aber immer mit angenehmer Würze.

    Gruß, Falko

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