Willkommen bei Jogi-wan...

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Mittwoch, 13. November 2013

Enttäuschende Verluste...


"Das hätte es früher nicht gegeben!" So äußern sich ewig Gestrige ja gerne mal. Doch Sachzwänge und gesellschaftliche Entwicklung bringen nun einmal Veränderungen mit sich. Unvermeidbar und in vielen Fällen auch als Anpassung an die Situation - und somit nötig. Wo diese Veränderungen nachvollziehbar sind, müssen sie wohl auch akzeptiert werden. Doch was ist mit den Veränderungen, die ausschließlich Verlust mit sich bringen...? ...und zudem noch nicht einmal einleuchtend erklärt werden können?


"Das hätte es früher nicht gegeben"... dieser Gedanke geht mir oft durch den Kopf, wenn ich Erlebtes aus der Pfeifenbranche erzählt bekomme oder selbst erlebe. Auf der Messe reagiert der Außendienstler einer führenden Pfeifenfirma, angesprochen auf massive Oberflächenprobleme vieler ausgestellter Pfeifen mit dem Satz: "Tja, daran werden wir uns wohl nun gewöhnen müssen!". Da besucht ein guter Freund ein führendes Pfeifengeschäft in NRW. Der Verkäufer präsentiert ihm ein Angebot renommierter Pfeifen zu günstigem Preis. Auf dem wohl-sortierten Auslagebrett findet besagter Freund dann eine Pfeife mit deutlichem Holmriss und informiert den Verkäufer darüber. Der reagiert mit dem Kommentar, dass sein Chef sich darüber nicht freuen wird... und legt die Pfeife wieder in die Auslage. Auf die Frage, ob er das defekte Stück nicht entfernen wolle, kommt ein lapidares :"Später!" Noch eine Stunde danach liegt die besagte Pfeife am gleichen Ort. Wartet sie wohl auf einen unaufmerksamen Käufer?


In den wohl-sortierten Räumen eines weiteren Händlers erwirbt ein anderer Freund zwei Pfeifen, die der Verkäufer hinter den Kulissen in einen gemeinsamen Karton verpackt. Erst nach dem Bezahlen und der Annahme des Kartons klappert es im Behälter. Der Grund ist, dass beide Pfeifen ohne Säckchen, ohne Schutz einfach gemeinsam in die Verpackung gelegt wurden.

Ein renommierter Tabakhändler aus dem benachbarten Ausland sendet mir eine Bestellung zu. Lose Tabake, die in Klarsichtbeuteln verpackt sind. Der Transport hat nachweislich nur drei Tage gedauert. Beim Auspacken stelle ich fest, dass ein Tabak schon vor längerer Zeit seine Lagerzeit überschritten hat und brösel wie trockenes Stroh.


Ein anderer, großer Händler verkauft einem noch recht unbedarften Beginner eine Pfeife der "Auenland"-Serie... mit so vielen technischen Macken, dass sie einem Fachmann (und als solcher sieht der Händler sich) sofort auffallen müssten. Tatsächlich nur übersehen?

Diese Beispielreihe ließe sich noch seitenlang fortsetzen. Ja, ich weiß, dass das Gros der Händler anders ist... gute Arbeit leistet. Doch anhand dieser Häufung von "negativen Einzelfällen" zu sprechen, bringen nur notorische Schönfärber fertig.

Ich will hier auch keine Erbsen zählen. Wenn mich eine 300 €-Ser Jacopo in einem Vauen-Säckchen erreicht, wenn in einer Filterpfeife für gutes Geld nicht mal ein Filter steckt, dann kann ich da inzwischen lächelnd drüber hinweg sehen. Ich frage mich schlicht: WARUM? Sind auch hier Sachzwänge schuld? Ist auch das ein Zeichen einer sich verändernden Gesellschaft? NEIN! Es ist schlichte Wurschtigkeit! Der Verlust, der hinter solchen Fällen zum Vorschein kommt, ist weitaus dramatischer, als es zunächst den Anschein hat. Es geht um kaufmännische Ehre... ja, was für ein altmodisches Wort. Doch altmodisch bedeutet nicht unbedingt auch überholt. Fairer Handel sollte sich nicht ausschließlich auf Entwicklungsländer beziehen. Stammkunden schafft man sich nur, wenn man durch Verlässlichkeit eine entsprechende Vertrauensbasis schafft.


Gab es den Kaufmann aus Überzeugung denn nur in früheren Zeiten? Das will und kann ich nicht glauben. Es IST auch nicht so. Nach wie vor gibt es viele Leute in diesem Berufsstand, die ihrer Aufgabe mit Leidenschaft nachgehen und sich ihren guten Ruf redlich verdient haben. Doch die zunehmenden, schlechten Beispiele sind auf zweierlei Art gefährlich. Einmal schaden sie den "schwarzen Schafen" - und das völlig zu Recht. Andererseits schaden sie der ganzen Branche. Menschen behalten nun einmal schlechte Erfahrungen und "verbuchtes Lehrgeld" besonders intensiv in Erinnerung... und sie neigen zur Verallgemeinerung. Wer also unter den Pfeifenhändlern glaubt, sich den modernen "Dealer-Gepflogenheiten" anpassen zu müssen, in dem er alles etwas teurer, dafür aber nur noch mit halbem Arsch macht, sollte die Quittung dafür erhalten. Bei den Pfeifenproduzenten dieser "Glaubensecke" funktioniert das ja scheinbar schon recht gut.


Mein Rat ist ebenso einfach, wie konsequent: Lassen Sie sich als Kunde nichts gefallen. Seien sie aber so fair, wie Sie es auch vom Händler erwarten. Fehler passieren und jeder muss die Chance bekommen, sie auszubügeln. Wenn Sie aber merken, dass man Sie nicht ernst nimmt, wenn Sie merken, dass Sie als Kunde eher Last als Lust sind... dann streichen Sie diese "Fachgeschäfte" einfach von Ihrer Liste... und kaufen Sie zukünftig bei Anbietern, die Ihr mühsam erarbeitetes Geld durch entsprechende Leistung verdienen. DAS ist das beste Regulativ für eine gesunde Branche. ...und verlassen Sie sich eher auf Ihr Bauchgefühl, als auf große Namen. Hinter all' den schlechten Beispielen zu Beginn dieses Artikels stehen nämlich wirklich "Große", denen man solche Sachen nicht zutrauen sollte.

Die "schnelle Mark" machen zu wollen, ist im Kaufmännischen immer eine Scheiß-Einstellung. Sie scheint aber zunehmend salonfähig zu werden. Es ist am Kunden, diese Entwicklung maßgeblich zu beeinflussen und die Mehrheit der vertrauenswürdigen Händler in ihrem Tun zu unterstützen. Wenn Sie ihr Geld geschenkt bekommen, verschenken Sie es ruhig weiter. Wenn Sie aber (was eher der Fall sein dürfte) für Ihr Geld Leistung bringen müssen, dann ist es Ihr Recht, ebenfalls Leistung zu erwarten, wenn Sie das Geld wieder ausgeben!

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Wo man mich als Kunden nicht ernst nimmt, wo man mir minderwertige Ware unterjubeln will - da lasse ich kein Geld, so einfach. Das halte ich nicht nur bei Pfeifen so!

    Und klar: Fehler passieren. EINMAL! Danach ist es entweder Absicht oder mangelndes Interesse...

    Schalom
    Hermann

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    1. Lieber Hermann,
      so sehe ich das auch...und es wird auch mur SO gehen, wollen wir der immer häufiger zu beobachtenden Entwicklung Einhalt gebieten.
      Lieben Gruß, RALF

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  2. Leider stimmt der Inhalt deines Post. Gerade bei uns Genussmenschen tut man (Händler sich keinen Gefallen damit).
    Und ich messe diese Händler dann auch an den Aussagen ihrer Kataloge/ Website. Nur weil eine Pfeife eher im günstigeren Bereich liegt darf sie nicht automatisch schlecht verarbeitet sein.

    Gruß
    Dankward
    dankward-gedanken.blogspot.de

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    1. Lieber Dankward,
      ja...das ist gut. Händler und Hersteller an ihren Aussagen messen...da gibt es bereits jetzt z.T. erhebliche "Längenunterschiede".
      Lieben Gruß, RALF

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  3. Ich kann dem ganzen bericht nur zustimmen..ich hatte mir vor kurzem fuer 160euro eine commander von db zugelegt...aeusserlich super verarbeitet...beimersten rauchen fielen mir dann zwei maengel auf:1.die fuellung liess sich nur 3/4rauchen,woran wohl ein falsch gesetzter rauchkanal schuld war der ging ca 5mm ueber dem boden in die brennkammer ueber
    2.die pfeife schmeckte mit jeder fuellung immer ranziger...,der geruch war zum schluss staerker als das tabakaroma...sowas duerfte bei einer160euro pfeife nicht sein...das einzig positive an der sache war dass der haendler sie ohne probleme zuruecknahm..im krassen gegensatz dazu hatte ich mir mal rein zum spass eine extrem billige spitfire gekauft,die aber tadellos ist....

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    1. Ja, das ist auch so ein "Fall". Diese Probleme gibt es nicht erst seit gestern, immer wieder wird darauf hingewiesen und was geschieht...nichts ! Da darf man sich nicht wundern, wenn die Kunden frustriert abdrehen.
      Lieben Gruß, RALF

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  4. Lieber Ralf,
    der Begriff "Kaufmannsehre" wird im Duden in Klammern wohl schon in naher Zukunft mit dem Attribut "veraltet" versehen werden. Allein schon aus dem Grund heraus, daß es kaum mehr "echte" Kaufleute gibt.
    Wenn ich mir die Fußgängerzone meiner Kleinstadt so ansehe, ist diese die letzten Jahre immer mehr zur Flanier- und Kaffeemeile mutiert. Ende dieses Jahres geben schon wieder drei Einzelhändler verschiedener Branchen auf. Ich hoffe nur, daß mein örtlicher Wein- und Spirituosenhändler noch durchhält. Er ist nämlich noch "Kaufmann" alter Schule und identifiziert sich noch mit seiner Ware. Man sucht ihn besser nur zu Fuß auf, denn seine Kennerschaft weiß er immer mit einem Gratisgläschen einer edlen Essenz zu beweisen.
    Ansonsten spielt sich der Alltagskonsum auch bei uns nur noch in Shopping Centern am Ortsrand ab.
    Was das Verhalten von Verkaufspersonal in sogenannten Traditionsgeschäften betrifft: Vor 2 Wochen betrat ich mit dem Ansinnen Tabak zu erwerben das bekannte Haus "Pfeifen H....." in M.... . Wahrscheinlich war ich falsch gekleidet. Nachdem der Kunde vor mir, in Armani oder was weiß ich gekleidet, seine eben erworbene Dunhill mit einer Platincard bezahlt hatte, wollte ich doch glatt in meinen alten Marinepullover verpackt nur Tabak kaufen. Daß mir der Verkäufer die Dosen nicht vor die Füße warf, war aber schon alles. Hoffentlich ein einmaliger Ausrutscher!
    Was die mangelnde Qualität renommierter Pfeifenhersteller anbelangt, wagte ich nun einen Selbstversuch: Ich nahm 70 € (!) in die Hand und bestellte mir online bei einem Andenkenhändler (!!) in Irland (www.carrolls.ie) eine Peterson Churchwarden. Auf das Ergebnis bin ich wirklich gespannt! Noch halte ich die Pfeife nicht in Händen.

    Liebe Grüße,

    Max

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    1. Lieber Max,
      das sind wahre Worte...richtige Kaufleute sterben wohl aus und die allgemeine Meinung über den Berufsstand wird immer schlechter. Doch, gerade DA müssen doch Fachhändler mit hohem Anspruch und grosser Tradition massiv gegen steuern-um sich abzuheben. Über H aus M hört man so etwas öfter...und solches Verhalten hat nun mit Kaufmannsehre oder der dort so oft bemühten Handelstradition rein gar nichts mehr zu tun...und Peterson ist in den letzten Jahren auch so ein "Patient" geworden.Wobei man bei diesen Pfeifen auch Glück haben kann. Das reicht aber längst nicht, um wieder ernst genommen zu werden. Dieses "Problemkind" macht mich besonders traurig...wo ich doch so ein alter und eingefleischter Fan bin. ( oder muss ich schon sagen: war?)
      Liebe Grüße, RALF

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  5. Hallo Ralf,
    die Frage stellt sich automatisch warum tut ein Händler/ Hersteller so etwas? Meistens ist es die heutige Gleichgültigkeit, fehlendes Fachpersonal und teilweise auch unkundige Käufer. Schade eigentlich aber das Fachgeschäft im klassischen Stil wird genauso wie der Tante Emma Laden aussterben und den Filialbetrieben der Großen weichen und hier wird nur auf Umsatz und Gewinnmaximierung geachtet.
    Viele Grüße aus dem Norden
    Oliver

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  6. Lieber Oliver,
    stimmt, dass ist genau der "Mix", der mitten in die Misere führt.
    Die Betriebsform: "kleines Fachgeschäft" stirbt...obwohl die Zukunftsaussichten bestens wären. Gut, meine Frau und ich haben eine Tankstelle-nicht direkt zu vergleichen.
    Für die hohen Kraftstoffpreise können wir nichts und am Kraftstoff lässt sich auch nichts mehr verdienen. Wir haben uns aber vor Jahren entschlossen, das Konzept umzustellen.
    Dorftanke, direkter Kontakt auch zum "Chef", fachlich geschultes Personal, ständige Ansprechbarkeit, rasche Reaktion auf individuelle Kundenwünsche, Service und Hilfe (gern auch mal kostenfrei) u.ä."kleinigkeiten". Der Lohn ? 95%( ! ) Stammkunden, freundliche Atmosphäre und Zufriedenheit beim Kunden UND bei uns ! Gut, es bedeutet viel Aufwand und Engagement...macht aber Spass und hat SO sicher Zukunft.
    Das sollte in der Pfeifenbranche auch funktionieren...wie einige Händler schon beweisen. Hoffen wir das Beste.

    Lieben Gruß, RALF

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  7. Der Eifelturm hat die grossen Nieten unten. In gewissen Fachgeschäfte sind die grössten Nieten manchmal oben und unten.

    Lieber Gruss, Reto

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  8. Hallo Reto,
    ich denke, die grossen Niete sind im Fachgeschäft oben. Wer nicht kompromisslos seine Leute auf Niveau trimmt ( mit ruhigen und wirkungsvollen Maßnahmen) und selber kein gutes Beispiel gibt, darf nicht viel erwarten. Den Blick nur auf die Zahlen zu heften, verwehrt, Probleme zu erkennen und zu beseitigen...und dann schlägt man die grossen Niete unten selber ein...deswegen hast Du in vielen Fällen sicher recht.
    Liebe Grüße, RALF

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    1. Ja Ralf, so wie in deiner ausführliche Wegbeschreibung zum Thema, sehe ich es eigentlich auch.
      Auch liebe Grüsse zurück.
      Reto

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  9. Ja, Schade dass es so eit gekommen ist - aber auch wir Konsumenten haben da mit Schuld: Pfeife & Tabak sind nun Mal Nischenprodukte, und wenn die Meisten sich ihre Pfeifen zwar im Laden ansehen - oder den Tabak dort erschnuppern, um sich die Ware anschließend günstiger im web (oder gerade auch Estate) zu bestellen - lohnt sich eben kein höher qualifiziertes Personal...

    Nix für ungut - manni

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  10. Hallo Manni,

    im Falle des "Beratungs-Diebstahls" sind wir absolut einer Meinung. Eine gewissenlose Unsitte, die in vielen Branchen um sich greift.Bei o.g.Fällen handelt es sich aber durch die Bank um Händler, die sowohl Läden als auch Internet-Shops betreiben...insofern also durchaus von der zunehmenden "Netzkauf-Mentalität" profitieren (können).Ich denke, es geht auch weniger um die Qualifikation des Personals. Mehr um den gesunkenen Qualitätsanspruch bei Herstellern und Händlern und die Tatsache, auch nicht verkaufsfähige Ware ohne Skrupel und fröhlichen Gesichts unters Volk zu bringen.Das Stichwort Estate-Handel ist übrigens perfekt, in diesem Zusammenhang.Gerade in diesem Bereich tummeln sich einige "Fachleute", bei denen Seriösität nicht gerade weit oben auf der Werte-Skala steht. Wobei einer der Größten auch einer der Schlimmsten ist. Es gibt dort aber auch ein-zwei Händler in diesem Bereich, denen "Kaufmannsehre" noch etwas sagt...auch und gerade, weil sie übers Netz verkaufen.Übrigens glaube ich, dass gerade der vertrauenswürdige Teil der Estate-Händler von der zunehmend schlechteren Moral und Qualität bei Neuware profitieren wird- und das zurecht. Der Druck auf den reinen Fachhandel steigt immer mehr. Das stimmt, wie ich durch eigene Erfahrung bestätigen kann. Darunter aber die eigenen Ansprüche an die Verkaufs-Qualität leiden zu lassen, wird keinem Händler wirklich zählbaren Nutzen bringen- davon bin ich überzeugt.

    Liebe Grüße, RALF

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  11. Das sind ja krasse Bilder und Beschreibungen. Aber was bitte ist mit Peterson los??? Ich habe so um Weihnachten herum dasselbe Bild bei mehreren Pfeifen gesehen als ich mit dem Gedanken spielte, mir eine zuzulegen. Mir gefielen die Petersons mit dem gelben Mundstück auf den ersten Blick ganz gut. Bei näherem Betrachten ließ die Qualität der Verarbeitung aber stark zu wünschen übrig. Kleine Löcher und Rillen im Kopf wie mit der Raspel bearbeitet. Aber nicht etwa nur bei einer Pfeife, das war mehrfach zu sehen. Ärgere mich jetzt ein wenig, dass ich keine Fotos gemacht habe. Mal sehen, wann ich diese nochmals vor die Augen bekomme, dann liefere ich das gerne nach. Mir fällt Dein Video wieder ein, Ralf, als Du Dich näher über die Qualität Petersons ausließest. Was ich mich aber vor allem frage: Wo bleibt da die Qualitätskontrolle? Das sieht man doch sofort, Gleiches gilt auch auf Händlerseite, wenn eine solche Pfeife ankommt und in die Auslage gelangt. Besonders die Anfänger bleiben da schnell mal auf der Strecke.

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  12. Nun Markus...die Frage nach der Endkontrolle ist genauso berechtigt, wie die Frage nach der handwerklichen Ehre. Es liegt wohl daran, dass heute irgendwelche geldgeilen Investoren-Knechte das Sagen haben.
    Leute, die weder vor der Tradition noch vor dem berechtigten Anspruch des Käufers auch nur eine Spur von Respekt haben. Bei den Händlern muss man differenzieren. Es gibt durchaus verantwortungsvolle Fachhändler, die jede dieser Pfeifen vor dem Verkauf kontrollieren...und auch mittlerweile vor Verzweiflung graue Haare bekommen. Es ist nicht ALLES schlecht, was von Peterson und Stanwell ( die schlimmsten Beispiele!) kommt...aber, es ist eindeutig zu viel Schrott, der den Kunden da zugemutet wird !
    Liebe Grüße, RALF

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  13. Ach Gott. Scheinbar ist es bei uns in Österreich auch nicht anders. Auf der Suche nach einer pfeife ging ich in ein renommiertes Geschäft in Graz. Eine unfreundliche Verkäuferin, völlig überfordert erklärt mir dann: wenn wir die pfeife nicht haben, dann gibt es sie nicht. Aha, denk ich mir.
    Meine Freundin ging in selbiges Geschäft, um mir einen Tabak für Weihnachten zu kaufen. Ich rauch nur englische Mischungen. Vornehmlich starke. Sie hat sich ein paar meiner Tabake rausgeschrieben. Und nun kommts: auf Beratung hat sie den Sillems Black bekommen - und nun Achtung: Kentucky Bird. Da braucht man keine Beratung. Da kommt man sich nur verarscht vor. Als ich die beiden Tabake umtauschen wollte - beide original verschlossen - ging's richtig los. Man hat mir erklärt, dass das nicht ginge. Von Gesetzes wegen. Ich musste tatsächlich bei der Tabakmonopolverwaltung anrufen, um das zu klären. Erst dann und nach Rücksprache hat man sich "kulanterweise" dazu bereit erklärt, die Tabake zurück zu nehmen. Ich mache mittlerweile einen großen Bogen um dieses "Fachgeschäft".

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