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Donnerstag, 24. Oktober 2013

DTM - Torben Dansk - 40 Jubilee - Smooth Latakia

Schmalspur-Engländer oder echte Alternative?


Ah, Latakia... mein Thema! Äh... oder vielleicht doch eher nicht? Ja, was denn nun?

Na ja, also.... sagen wir, Latakia-Mischungen dieser Art sind ein Lieblingsthema von mir. Böse Zungen behaupten, ich wäre eben ein Weichei und deshalb wisse ich knorrige Engländer nicht zu schätzen. Ja, mag sein... doch mir geht es mit Latakia wie mit Chili. Ich liebe Geschmack und Wirkung, mag es aber nicht, wenn ich vor lauter Würze nichts anderes mehr schmecke. Dezent eingesetzt schätze ich am Latakia, dass er "Rundung" gibt, es versteht, Mischungen feinnervig-deftig zu ergänzen. Deshalb mag ich den Larsen # 20, den Mac Baren „Solent“ und deshalb habe ich den „Liberty“ aus dem Hause DTM probiert.


Der ging für mich aber irgendwie "aus der Spur". Ich bin wohl nicht recht mit der Art der Aromatisierung klar gekommen, die da vom Latakia begleitet wird. Entsprechend skeptisch war ich, als mich nun der „Smooth Latakia“ erreichte. Ich hatte was von "leicht süßlich" gehört und ein entsprechend beigemischtes Aroma erwartet. Doch wer lesen kann UND das Gelesene richtig versteht, ist klar im Vorteil!

Schon zu Beginn der ersten Füllung fällt auf, dass sich da kein Aroma in den Vordergrund drängt. Die dezente Süße, so sagt DTM, stamme von der Basis aus unaromatisiertem Black Cavendish. Ein nur 10%iger Latakia-Anteil sorge für die Abrundung. Wie das dann schmeckt? Lecker... auch und gerade, weil die Worte dezent und smooth bei der Beschreibung dieses Tabaks häufig vorkommen. Dezent ist nämlich hier kein anderes Wort für "langweilig"... es passt, weil es die Ausgewogenheit beschreibt, die dieses Kraut so feinnervig und delikat werden lässt.



Sanfte Süße, keine überbordenden oder alles überdeckenden Aroma-Explosionen. Genau die richtige Menge Latakia, um dieses Würzkraut nicht zum Selbstzweck werden zu lassen. Diese Mischung zu entwickeln war sicher ein komplexer Seiltanz. Etwas zu viel von einer Richtung... nur etwas und man hätte diesen Tabak vergessen können.

So verneige ich mich vor dem Mischmeister. Klasse gemacht... das ist eine echte Alternative, sogar für Leute, die dem Latakia sonst nicht sehr nahe stehen. Zudem eine Mischung, die recht einmalig auf dem Markt sein dürfte... und somit eine echte Bereicherung! Zusätzlicher, erfreulicher Aspekt: Selbst meine nasologisch sehr sensitive Lebensgefährtin hat nicht gemeckert... und DAS heißt was! Dicke Empfehlung, auch gern für Beginner, da der Tabak in keiner Disziplin überfordert. Eine würdige Jubiläumsmischung!


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Danke für das schöne Review! Den hatte ich schon im Fokus und so wie Du ihn beschreibst, bestelle ich wohl am besten gleich 2 Dosen :)
    Da ich den Mac Baren The Solent kenne und ebenfalls schätze: könntest Du hier vielleicht 1-2 vergleichende Worte finden?
    Genießer-Grüße,
    Andreas

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  2. Danke, lieber Andreas !
    Nun, ich würde den Solent als etwas "strenger englisch" bezeichnen wollen...obwohl auch er schon ein Muster an harmonischer Milde ist.
    Wenn mir dieser "Ausfall" erlaubt ist: Ich möchte den TD 40 als noch "gaumenzarter" beschreiben, noch samtiger. Jedenfalls eine sehr feinnervige Mischung...die aber "wirkliche" L-Fans eher mit einem Lächeln abtun werden.
    Ich hoffe, das war jetzt nicht zu schwülstig...ich wusste es einfach nicht anders in Worte zu fassen.:-)
    Lieben Gruß, RALF

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    1. Danke Ralf,
      das klingt extrem vielversprechend!
      Und statt schwültig würde ich es eher als Tabakpoesie bezeichnen... :)
      liebe Grüße,
      Andreas

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    2. DANKE ! :-)

      Lieben Gruß, RALF

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  3. Lieber Ralf,
    wieder mal ein schönes Review - so werde ich mir bei der nächsten Dan-Pipe-Bestellung mal eine Probe mitschicken lassen. Klingt interessant.
    Vielen Dank und herzliche Grüße von Sybille

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    1. Moin Sybille...mach`das mal. Der ist richtig lecker ! :-)
      Lieben Gruß und Dank, RALF

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  4. Hallo Ralf,

    ich lehne Latakia zwar nicht ab, rauche ihn aber selten, da er mir leicht "zu viel" wird. Möglicherweise ist dieser Tabak ja genau das richtige. Muss ich probieren, danke für den Hinweis.

    lg,
    Peter

    P.S.: Ich habe mir heute überdies so einen von dir einmal vorgestellten 45 Grad Stopfer gebastelt und muss sagen: funktioniert richtig gut. Ich meine, die Pfeife raucht sich kühler, als mit dem klassischen Stopfer, und geht nicht mehr aus, obwohl mein restliches Rauchverhalten unverändert ist. Danke für diesen Super-Tipp!

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  5. Hallo Peter,
    gern geschehen. Ja...mich hat die Wirkung dieses Stopfers auch ziemlich erblüfft...und ich bin froh, dass es anderen Pfeifenfreunden ähnlich geht...so erübrigt sich die leise Vermutung, dass ich mir da was einbilde. :-)
    Lieben Gruß, RALF

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