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Sonntag, 4. August 2013

Tabak: Schilde - Virginia #18

Der „Virginia #18“ ist bei Pfeifen Schilde in Essen bei den englischen Mischungen gelistet. Ein Virginia mit einem Hauch Latakia und einem dezentem Mandel-Aroma. Man muss seine Runkel schon ganz schön tief über den Tabak beugen, um sowohl Latakia als auch eine Aromatisierung zu erschnuppern. Vielmehr riecht die Mischung dezent nach Brot, nach etwas anderem eigentlich nicht.


Der Anblick wird von hellerem, gerissenem Virginia geprägt, hinzu kommen ein paar dunkle Latakia-Tabake. In der Handhabung ist der „#18“ vollkommen einfach, „easy going“ beim Stopfen und auch beim Anzünden. Etwas enttäuschend ist dann das Raucherlebnis. Der Tabak schmeckt zwar dezent fein-herb, wirkt aber irgendwie nur oberflächlich, ohne jegliche Charaktereigenschaften. Das Mandelaroma ist, zumindest mit Filter, gar nicht feststellbar, der Latakia macht nur sehr schüchtern auf sich aufmerksam.


Von der Stärke her macht die Mischung einen etwas schwachbrüstigen Eindruck, im Raum verteilt sich mehr oder weniger nur Qualm. Die zurückbleibende Asche ist mittelgrau, die Entstehung von Kondensat ist nicht besonders auffällig. Tja, für wen eignet sich jetzt Schildes „#18“? Die Jungs und Mädels, die einen Charakterkopf von Virginia suchen, sollten wirklich dran vorbei gehen. Zu wenig Ausdrucksstärke. Den Fans der englischen Latakia-Richtung kann der Tabak nur ein müdes Lächeln entlocken. Und was ist mit denen, die vor dem Latakia an sich zurück schrecken und sich der typisch englischen Richtung trotzdem annähern wollen? Wir erinnern uns: Der Tabak soll ein dezentes Mandelaroma besitzen. Spätestens wenn sie z.B. Sillems „Black“ als fruchtig aromatisierten Engländer geschmaucht haben, wissen auch sie, dass mit der „#18“ einfach zu wenig los ist.



Autor: Ralf Ruhenstroth

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