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Mittwoch, 31. Juli 2013

DTM - Holmer Knudsen #2

Wochenend und Sonnenschein… und ich mit mei­ner Pipe allein. Zeit für ein Review über einen Tabak, der mir neu ist.
Letztens erst habe ich über solch einen “Zwitter-Tabak” geschrie­ben, einen, bei dem nicht so ganz klar ist: Ist das ein aro­ma­ti­sier­ter Engländer oder ein „eng­län­di­sier­ter“ Aromat? Doch wäh­rend ich beim “Independence” von Beginn an rela­tiv begeis­tert war, brauchte ich für den „Holmer Knudsen #2“ schon etli­che Pfeifen, um mit ihm warm zu wer­den. Und so ganz genau kann ich nicht ein­mal erklä­ren, wes­halb das so ist.


Es ist für den Tabakmischer ganz sicher­lich schwer, eine gute Balance zwi­schen den bei­den Polen zu fin­den. Und wenn das beim “Independence” wun­der­bar gelun­gen ist, hab ich damit bei die­sem hier ab und an ein Problem. Der Tabak ist sehr unter­schied­lich mit jedem Rauchen, in jeder Pfeife. Es macht einen unge­heu­ren Unterschied aus, ob man den Tabak mit oder ohne Filter raucht; kaum zu glau­ben, dass es sich um den glei­chen Tabak han­delt. Mit Filter über­wiegt der Aromat. Der wird ergänzt durch eine Spur rau­chi­ger Latakia-Würze. Ohne Filter, gerade auch aus klei­nen Köpfen, ist es ganz das Gegenteil. Man hat einen ordent­li­chen Engländer in der Pfeife, der eine gewisse Aromatisierung nicht ver­hehlt. Seltsam.

 
Dan Pipe beschreibt den Tabak so:
Ein süß-würziger Blend auf der Basis von rei­fem Virginia mit einem deli­ka­ten Honig-Casing, das die natur­ge­ge­bene Süße des Virginia noch rei­cher erschei­nen lässt. Dazu ein fein-herber Orienttabak und eine Prise vom rau­chi­gen Latakia, der aber nie in den Vordergrund drängt. Ein ange­nehm sanft-würziger süß getön­ter Genuss mit küh­lem Rauch.“
und spricht damit defi­ni­tiv nur den Filterraucher an. Denn wie gesagt: Da stimmt der Eindruck, dass man einen sanft-süßen Aromaten mit ein wenig Würztabak raucht. (Wobei ich die Aromatisierung nicht mit Honig in Verbindung brin­gen würde, son­dern eher mit Anklängen von Waldfrucht.) Wenn man den kal­ten Rauch über die Zunge strei­chen lässt, bleibt auch beim fil­ter­lo­sen Rauchen eine Idee davon.

Der Tabak duf­tet aus der Dose schon appe­tit­lich – wenn man denn Latakia mag, denn den ver­hehlt der Geruch nicht. Das schön anzu­schau­ende Tabakbild wird von einem rela­tiv dunk­lem Virginia getra­gen, hat aber auch tief­schwarze Anteile. Er ist ein­fach zu stop­fen und ver­glimmt ohne Probleme und ganz ohne Aufmerksamkeit zu hei­schen in Pfeifen jeg­li­cher Größe zu einem klei­nen Häufchen dun­kel­grauer Asche. Das zeigt, dass der Tabak von guter Qualität ist.

Im Raumduft ist der Latakia-Anteil schon gut erkenn­bar – natür­lich kein Vergleich zu einem Latakia-Hammer wie der letz­tens beschrie­bene „Artisan“ - die Süße ist ver­nehm­bar, aber eher sanft. Ihr seht, ich ver­su­che, einem end­gül­ti­gen Urteil zu ent­kom­men… und es fällt mir tat­säch­lich schwer, eines zu fin­den. Ich finde den „Holmer Knudsen’s #2“ wirk­lich span­nend, aber ich bin mir ein­fach nicht sicher, ob ich noch ein­mal eine Dose davon kau­fen möchte. Vermutlich greife ich eher zum ”Independence”, des­sen iri­sche Aromatisierung mir ein­fach auch mehr zusagt.
 
Also: Der Tabak ist gut,aber nicht ganz zu 100% mein Geschmack. Trotzdem möchte ich ihn denen emp­feh­len, die neu­gie­rig auf solch einen “Tabak zwi­schen den Welten” sind.


Autor: Nic Frank
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