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Freitag, 19. Juli 2013

Kopfränder wie neu - auch ohne Maschinen

Hässliche Randerscheinung - reine Kopfsache!

Ja, ich weiß. Es ist Sommer und da hat keiner Lust auf solche Arbeiten. Muss ja auch nicht sofort sein... Herbst und Winter kommen bestimmt. Vielleicht bin ich auch besonders empfindlich. Vom Schmauch verdreckte Kopfränder gehen bei mir aber gar nicht. Besonders störend empfinde ich es, wenn die Schönheit angefasster Ränder oder halbrunder(polierter) Kopfabschlüsse unter schwarzem "Modder" leidet. Nun hört man oft den Rat, diese Ränder an der Maschine aufzupolieren. Schön und gut - doch nicht jeder Pfeifenraucher kann und will sich eine Poliermaschine anschaffen. Ganz abgesehen von der benötigten Räumlichkeit.

Ich hätte da einen Tipp, wie es auch ohne Maschinenanschaffung und größere Dreckerei gelingt, Kopfränder wieder richtig schön zu bekommen. Die Investitionen halten sich in Grenzen:

Eine Flasche Ceranfeld-Reiniger (evtl. schon im Haushalt vorhanden)
Ein weicher Lappen
Ein Nagelpolierer ( auch "Shiner" genannt) mit 4000er Körnung.


Diese "Shiner" gibt es in verschiedenen Formaten. Als Blöcke, als kleine Platten, als Pads oder in der gebräuchlichsten Form, als Feile.


Meist kombinieren die Feilen leider zwei Stärken. Wer es schafft, welche zu finden, die nur 4000er Beschichtung haben, sollte zuschlagen. DAS ist der Wert, den man zur Pfeifenpflege braucht und es besteht auch nicht die Gefahr, die Seiten beim Polieren zu verwechseln. DARAUF unbedingt achten!

Los geht's! Man trägt ganz wenig Ceranfeld-Reiniger auf einen leicht feuchten Lappen auf und reibt ohne Druck den klebrigen Schmauch vom Kopfrand herunter... das kann (je nach Verschmutzungsgrad) etwas dauern. Zwischendurch ab und an trocken wischen, um den Erfolg zu überprüfen. Wer nicht ganz so feinmotorisch ist, sollte den Kopf vorher mit einem Stoffrest füllen, um einlaufenden Reiniger zu verhindern.


Nach erfolgter Reinigung präsentiert sich der Kopfrand wieder "jungfräulich" schön - aber völlig matt! Jetzt keine Panik. Den Kopfrand gründlich von allen Reinigerresten befreien und nun, ohne Druck und mit Ruhe beginnen, den Rand mit der 4000er Körnung aufzupolieren. Sobald die Feile zu quietschen beginnt, sollte der alte Glanz wieder hervorgetreten sein. Nicht zu fest oder zu lange polieren. Beginnt die Feile zu "rubbeln" und heiß zu werden, nutzt sie sich sehr schnell ab.
 


...und wer jetzt noch Zeit und Lust hat, wen die "Glanzgier" erfasst hat, der kann das Mundstück (falls es ACRYL ist!) auch noch rasch mit dem Shiner auf Hochglanz bringen! Sieht toll aus!


Ich verspreche ein feines Ergebnis, ganz ohne Maschinenlärm und größere Anstrengung. Allerdings würde ich diese Arbeiten nicht auf dem guten Tischtuch im Wohnzimmer durchführen... sonst muss danach der Haussegen auch neu poliert werden.

Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. Ich habe bei der Aufarbeitung von Ebonit Mundstücken zum sehr gute Erfahrung mit den "klassischen" 3-Phasen-Nagelpfeilen gemacht. So bekommt man die, nach einer Danklorix-Behandlung, schwarzen&matten Mundstücke auch wieder glänzend.
    Hier kann man einfach die 3 "Phasen" der Nagelpfeile nacheinander anwenden. Am Ende noch ein Tropfen Ballistol auftragen => dauerhafter Glanz!

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  2. Super Artikel!
    Danke Ralf!
    Genau was ich brauchte!

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