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Donnerstag, 23. Mai 2013

G.L. Pease - Navigator

Wenn schon das Wetter in der vierten Maiwoche außergewöhnlich wenig hergibt, dann begebe ich mich eben in den vier Wänden mal wieder auf eine Reise in die USA. Aus dem Hause „G.L. Pease“ hat mich der „Navigator“ (Old London Series) erreicht. Ein Flake, dessen Aussehen mich regelgerecht anspricht und dazu mehr als neugierig gemacht. Okay, sehr dunkel gehalten, das dürfte der Kentucky sein. Dunkelbraun, ein paar helle Flecken, mehr nicht.


...pressed and aged with a drop of rum...“. Da überrascht mich der Duft aus der Dose ein wenig. Ja, da ist ein dezentes Flavor, aber sehr zurückhaltend. Neben der leicht spürbaren Rumnote befindet man sich auf der „-naturellen“ Ebene, sehr heuig und auch etwas muffig, wie ich finde. Vor dem Stopfen gebe ich dem Tabak eine kurze Zeit an der Luft, er erscheint mir etwas feucht, was sich allerdings sehr schnell gibt.

Die Tabakerscheinung lässt es vermuten und bestätigt, dass ein eher kleiner Pfeifenkopf prädestiniert ist. Sofort nach dem Anzünden zeigt der „Navigator“, dass sich durchaus Dampf unter der Haube befindet (das dürfte dem Kentucky geschuldet sein), aber auch das Flavor macht sich sich spürbar am Gaumen breit. Mehr als ich dem Geruch nach vermutet habe. In Sachen Stärke sollte man den „Navigator“ nicht unterschätzen, allerdings schreitet diesbezüglich Cornell & Diehls' „Afterhours“ noch mehr voran. Dazu ist der Cornell & Diehl mit seinem Aroma noch präsenter. Da G.L. Pease und Cornell & Diehl unmittelbar und dicht miteinander beheimatet sind, freut es mich, hier keine Kopie in der Pfeife zu haben. Der „Navigator“ ist also ein vollkommen eigenständiges Produkt!


Ich muss verdeutlichen, dass dieser „Navigator“ Aufmerksamkeit verlangt. Ohne geht zu viel flöten, dann verliert er das, was ihn positiv und bemerkenswert macht. Das ist wirklich ein Tabak für eine ruhige Mußestunde, vielleicht mit einem passenden Dram, vorzugsweise einem guten Bourbon-Whiskey. Schenkt man sich und der Füllung die erforderliche Ruhe und Aufmerksamkeit, dann hat man richtig Spaß. Dieser G.L. Pease macht zudem auffallend satt, er ist sehr vollmundig. Auch das spricht für eine höhere Dosierung von Nikotin. Der Raumduft ist eher „virginia-typisch“ als aromatisch.

Im Ergebnis freue ich mich närrisch, den „Navigator“ kennen gelernt zu haben. Ein leicht aromatisierter Rum-Flake aus gutem und zuverlässigem Hause, dessen Qualität keine Zweifel aufkommen lässt. Bei Gelegenheit: Zugreifen!!! Eine andere Entscheidung wäre in meinen Augen ein Fehler.


Autor:
Ralf Ruhenstroth

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