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Montag, 8. April 2013

Pfeifenmacher: Volker Bier

Er ist gelernter Koch, hat 15 Jahre lang Fische und Echsen verkauft, mit 18 zur Pfeife gefunden und ist ein "Kölsche Jung", auch, wenn er heute mit Frau Andrea und vier Kindern in Lohmar lebt. Zudem ist er ein Mensch, der mindestens einen 30-Stunden-Tag haben muss. Denn neben seiner Teilzeitstelle an einer Schule und seiner Familie gibt es da noch so "Kleinigkeiten", wie die jährliche Organisation der Pfeifenmesse in Lohmar... und den Pfeifenbau. Ein gut beschäftigter Mann also... und ein feiner Kerl, wenn diese persönliche Bemerkung gestattet ist.
 
 
Vor etlichen Jahren begann Volker Bier Pfeifen nicht nur zu rauchen, sondern sie (in damals noch bescheidenem Rahmen) selbst zu bauen. Die Rückmeldungen, die er für seine Pfeifen aus dem Freundes-und Bekanntenkreis erhielt, waren durchaus positiv... und so beschloss er diese Leidenschaft intensiver zu betreiben.

An guten Lehrmeistern mangelte es nicht. Größen, wie R.T. Blindschädel, Peter Klein, Gerhard Wilhelm und H.G. Noske gaben ihm Tipps und Schliff und halfen dabei, Volker Bier zu dem außergewöhnlichen und guten Pfeifenbauer zu machen, der er heute ist. Außergewöhnlich bezieht sich im Übrigen nicht nur auf seine Pfeifen. Allein seine äußere Erscheinung, mit extrem breitem Scheitel, H.R. Kunze-Brille und flächendeckenden Tätowierungen sorgt bei eher konservativer Erst-Kundschaft schon einmal für einen, irritierten Blick. Na und? "Bierchen" ist eben "Bierchen"... und das ist gut so.
 
 
Ebenfalls ins Bild passen die Bezeichnungen seiner verschiedenen Pfeifenreihen. Da gibt es "Iron Maiden", "Ramstein", "Judas Priest", "Manowar", aber auch "In Extremo" oder "Brings". So wie Volker sagt, sind die Pfeifen der jeweiligen Serie zur Musik der angegebenen Gruppe gefertigt worden. Nun, ob das immer den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen. Es passt aber gut zu ihm und dient ein wenig vielleicht auch der Legendenbildung (was ja auch was Schönes ist!)

Doch welche Musik auch immer läuft, seine Pfeifen haben unverwechselbaren Charakter. Ob streng konservative Linie, ob eher "wilde Freiform". Stets haben die Formen Fluss und Dynamik. Scharfe Kanten, harmonische Rundungen, ausgestellte Holme und kurvenreiche Shapes, feine Applikationen und griffig rauhe Rustizierungen, edel-glatte Oberflächen und fein gearbeitete Bisse an teils deutlich taillierten Mundstücken. All das gibt es, teilweise auch ungewöhnlich kombiniert- aber immer stimmig, passend, "bierig" eben. Undogmatisch zeigt sich V.B. (seine Pfeifen sind übrigens B.V. gestempelt. V.B. klang ihm dann doch zu sehr nach "Verhandlungsbasis") auch in der Filterfrage. Er macht`s sowohl mit als auch ohne. Wobei seine wundervollen Bambuspfeifen nur den oFi-Rauchern vorbehalten bleiben - der schlanken Linie wegen.
 
 
Die Rauchbarkeit? Nun, ich besitze Pfeifen verschiedener Stile von ihm. So unterschiedlich sie optisch sein mögen, in ihren erstklassigen Raucheigenschaften sind sie gleich. Keine Zicken, keine Probleme - entspanntes Rauchen... und noch dazu ist die Verarbeitungsqualität für mich über jeden Zweifel erhaben. Woran man sich einzig etwas gewöhnen muss, ist der extrem stamme Sitz der Mundstücke... doch auch dort ist mir stramm deutlich lieber als locker.
 


Bodenständig ist "Bierchen" auch bei seinen Preisen geblieben. Sie reichen von "sehr erschwinglich" bis "erschwinglich"... was ja auch keine Selbstverständlichkeit darstellt.

Ja, vielleicht merkt man, dass ich ihn mag und ihm freundschaftlich verbunden bin. Deshalb sollte aber niemand meine Objektivität in Zweifel ziehen - zumal Volker nicht so abgehoben ist, eventuell aufkommende Kritik nicht ernst zu nehmen.
 
 
 
Up the Irons, "Bierchen"! Ich freue mich auf weitere, außergewöhnliche Pfeifen eines außergewöhnlichen Menschen.


Ihr Ralligruftie


Autor: Ralf Dings

Kommentare:

  1. DAS unterschreib ICH jetzt einfach mal !!!!
    :D

    LG.:
    Cord

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    1. Das freut mich, lieber Freund !...und Volker sicherlich auch ! :-)

      Liebe Grüße, RALF

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  2. Ganz deiner Meinung. Habe zwar erst eine BV aber die brauch den Vergleich zu meiner Jürgen Börner nicht zu scheuen und die hat mal eben das doppelte gekostet.
    Ich mag beide =)

    Und hätte ich das blaue Uro vor dir in den Fingern gehabt Ralf...
    Aber ich gönne sie dir von Herzen.

    LG Hannes

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  3. Tja, Hannes...da haben wir was gemeinsam...ich mag auch beide, sowohl als Pfeifenmacher, als auch als Menschen. Nun, für das blaue URO habe ich aber auch "Himmel und Hölle" in Bewegung gesetzt. Das nächste Mal ist das "Jagdglück" auf Deiner Seite ! :-)
    Danke Dir und lieben Gruß
    RALF

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  4. Über Shapes kann man streiten! Aber nicht über den Plug! Wer eine süßen Virginia-Plug mag muss versuchen diesen Tabak von Volker Bier (Nr.2) zu bekommen! Langsam geraucht ein unglaublicher Genuss!
    Versucht er!
    Gruß Kai

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