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Sonntag, 28. April 2013

Pfeifenmacher: Poul Ilsted

Seit langem einer aus der ersten Reihe der Pfeifenmacher mit den Spitznamen "Meister der Facette" und "Mr. Bulldog".
 
Eine facettierte Bulldog

Ersteres wird ihm selbst von Kollegen / Wettbewerbern zugestanden, der zweite Spitzname stammt aus seiner Anfangszeit, in der er Bulldogs in allen möglichen Variationen fertigte. Sein Handwerk gelernt hatte er bei Paul Rasmussen, er arbeitete auch unter anderem bei Anne Julie und zusammen mit Tao Nielsen (damals unter "Svendborg").

Unglaublich präzise facettiert: Das Mundstück passt in
allen 6 möglichen Stellungen ohne fühlbaren Übergang

Eine hoch gradierte (H4) Vulcano mit Hornabschluss am Mundstück

Ein quer verlaufender Ring aus Kunstelfenbein im Mundstück

Facettierte Bent mit etlichen Birdeyes, Grade 1 G



Mit Tao hat Paul Ilsted auch eine kleine Serie industriell vorgefertigter Handmades auf den Markt gebracht. 

Die Preise für Ilsteds sind "gesalzen". Poul hat auch "gelebt" und das sieht man ihm mittlerweile an...


Markierungen:
Poul Ilsted + "Handmade in Denmark" auf dem Holm

Ilsted gradiert nach folgendem Schema (aufsteigend): 1 A bis 1 (J ?), dann A 2 bis (J?) 2, A 3 bis (J?) 3, usw. . Es gibt aber auch Pfeifen mit inverser Stempelung (also z.B. "A1")  und ohne Grade, so dass Gradefetischisten bei Ilsted verzweifeln können.

Manchmal nutzt Ilsted Zwischenstücke aus z.B. Horn, Gold, Silber oder auch geschmiedetem Silber/Kupfer (davon soll es nur 4 Pfeifen geben, 2 habe ich, 2 sind im Rutzen und 2 weitere noch bei dt. Fachhändlern..)




Kurzbeschreibung:
Handwerklich perfekte kittfreie Freehands, oft mit facettiertem Kopf / Holm. Gerade an den Facetten-Modellen erkennt man die unglaubliche Präzision seiner Arbeit, hier stimmt jede Linie, der Mundstückübergang zum Holm ist weder sichtbar noch mit der Hand fühlbar. Das Mundstück ist aus hochwertigem Stangenkautschuk, alle Bohrungen in Kopf / Holm / Mundstück sind zentrisch und im Holm gefasst, so dass beim Zug keine Kondensat bildenden Verwirbelungen entstehen. 

Das Finish ist je nach Qualität der Pfeife in braun, rot oder orange gebeizt, nur einzelne und ganz winzige Spots werden stehen gelassen. Paul Ilsted lehnt kitten oder propfen ab, bei zu vielen Spots wird das Stück meist weggeworfen, selten sandgestrahlt. Daher erklärt sich auch der höhere Preis seiner Modelle. 


 Autor: Manfred Arenz

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